Das Spiel der Manipulation

Shownotes

Wir alle manipulieren. Und wir alle werden manipuliert. Wie durchschaut man das Spiel der Manipulation? Welche Techniken gibt es? Womit kann man sich schützen? Und wann ist Manipulation etwas gutes? Das klären wir für euch mit Hilfe der Psychologie.

Fühlt euch gut betreut

Leon & Atze

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Kommentare (1)

Klaus

Meine aktuellen Manipulationen und andere Gefühle Es gibt immer wieder Menschen, die hoffen, mit dem Traum anderer vom schnellen Reichtum sich selbst bereichern zu können. Ich meine keine Investmentbanker, sondern die Versender von diversen E-Mails mit dem Versprechen, ganz schnell an sehr großer Gewinne zu kommen. Dabei geht es z.B. darum eine Waise aus Côte d’Ivoire aus der Gewalt ihres Onkels zu befreien und sie mitsamt Ihrer Millionenerbschaft in Ausland zu holen, natürlich für einen lukrativen Anteil am Erbe. Manchmal haben amerikanische Soldatinnen Geld-Schätze im Nahen Osten gefunden, bei den Schmuggel aus dem Land man sich für 30% Anteil beteiligen soll. Gelegentlich finden Banker Schwarzgelder von verstorbenen Kunden, von denen man ebenfalls nach erfolgreichem Transfer einen satten Anteil erhält. Vor Corona habe ich solche Schreiben ignoriert, jetzt integriere ich sie in mein eigens dafür geschaffenes Real-Adventure, in das die Betrüger unbewusst hineinrutschen. Die tatsächlichen Opfer solcher Betrüger durchlaufen sicher unterschiedlichste Gefühlszustände. Vielleicht manchmal Mitleid und Gutmütigkeit, Zweifel, Komplizenschaft bei Verbotenem, aber immer die Hoffnung auf Reichtum, was sie zu verlorenen Zahlungen verführt. Ein Traum, aus dem sie mit finanziellem Schaden schnell erwachen. Auf der anderen Seite ein Betrüger, der mit einer gestohlenen E-Mail-Adresse tausende von Mails wahllos an alle Adressen schickt, die er sich besorgt hat. Die primitiven Kopierer von uralten Maschen lasse ich hier außer Betracht. Mich interessieren nur die phantasievolleren Betrüger, die sich strategisch individuell auf ihre vermeintlichen Opfer einlassen. Die freuen sich über jede Antwort und arbeiten mit verschiedenen Methoden daran, irgendwann Geld von dem zukünftigen Opfer abzuzocken. Da setzt mein Real-Adventure an. Ich schlüpfe in eine Rolle, die ich neu erfinde oder die sich bereits bewährt hat und ich lege als Hochstapler fest, welche Richtung der weitere Verlauf nimmt. Wer sich nicht auf meine Vorgaben einlässt, fliegt raus. Das funktioniert sehr oft. Jetzt ist der Betrüger der Angler, der von seinem vermeintlichen Fang unter Wasser gezogen wird. Anfangs zeigt sich vermutlich eine gewisse Euphorie. Dann sagt der Fisch z.B. , er sei selber Diplomat (was er mit gut gefälschten Dokumenten belegt) und brauche keine Schatzlieferung über diffuse Wege, da er nächste Woche zufällig persönlich in den Libanon komme und könne alles problemlos in seinem Diplomatengepäck mitnehmen. Er macht Vorschläge zu konspirativen Treffen in Luxushotels, um den Transfer zu organisieren. Jetzt könnte der Betrüger eigentlich schon merken, dass er selbst zum Opfer wird. Tut er aber nicht, jetzt überwiegt bei ihm die Hoffnung, doch noch etwas abzugreifen und er bringt immer neue Einwände, um an eine Geldüberweisung zu kommen. Spätestens, wenn ich mitteile, dass ich den (imaginären) Schatz auch ohne Bestechungsgelder transferieren konnte und er sich jetzt bei mir befände, wird nur noch die Enttäuschung bleiben. In anderen Fällen bringe ich Betrüger dazu, mir die detaillierten Kontodaten zur Überweisung der geforderten Zahlungen zu geben. Die Einzahlung wird durch die Fotografie eines erfundenen Kontoauszugs meiner ebenfalls ausgedachten Bank belegt. Ich stelle mir vor, wie der Kleinkriminelle irgendwo auf der Welt im Kreise seiner Freunde damit prahlt, endlich einen Deppen gefunden zu haben und morgen das Geld ankommt. Prost! Übermorgen kommt aber die Nachricht, dass das Konto gesperrt ist (belegt durch die Kopie eines Schreibens von Interpol), und die Zahlung zurückkam, belegt durch einen neuen Kontoauszug. Das wird zunächst zu gewolltem Stress führen und mir werden - teilweise mehrere - alternative Konten genannt. Dann folgen Zahlendreher bei der Kontonummer, was wieder eine Verzögerung zur Folge hat. In diese Phase stelle ich mir eine Achterbahn der Gefühle beim Betrüger vor. Nur eine Hand breit entfernt von Erfolg als Hochstapler, cooler Gangster, Held bei seinen Freunden, leise Zweifel, Angst vor Strafverfolgung, immer wieder angespanntes Warten. Spätestens, wenn ein weiterer Kontoauszug zeigt, dass die 2.8 Millionen € auch jetzt ohne die Freischaltungsgebühr der Bankomatkarte auf meinem Konto gelandet sind, da mein Schwippschwager mit dem CEO der Bank golfen geht, bleibt dem Betrüger noch Spott und Scham in seinem Umfeld neben wer weiß noch welchen unangenehmen Gefühlen. In diesem Moment könnte er mir manchmal leid tun. Wie seine Opfer. Tut er aber dann doch nicht, da sein finanzieller Verlust rein fiktiv ist, außer, er hat dummerweise im Voraus Champagnerkorken fliegen lassen. Mich fasziniert auch die Rolle des Hochstaplers, die ich hier ungeniert ausleben kann, ohne irgend jemandem zu schaden. Ich erschaffe virtuelle Kreditkarten, Visitenkarten, Stempel, Dokumente und Briefe aller Art, die ebenfalls virtuell auf eine Tischdecke gelegt „fotografiert“ werden. Damit kann ich Menschen täuschen und manipulieren und empfinde dabei schon ein Gefühl der Macht. Ich kann mir vorstellen, dass jemand danach süchtig werden kann, wenn er im richtigen Leben die gleichen Erfahrungen macht. Ich jedenfalls bleibe bei meinem Experimentierfeld mit den betrogenen Betrügern und der gelebten Schadenfreude. Auf der anderen Seite fasziniert mich immer wieder, wie lange man sich an die Hoffnung auf eine Einnahme durch den Betrug klammern kann, obwohl die Manipulation schon offensichtlich ist. Letzter Satz meines offensichtlich enttäuschten „Mitspielers“ nach sehr langem Hin und Her über den Beleg, dass die Millionen jetzt bei mir angekommen sind: „Der Kontoauszug ist eine Fälschung. Warum lügst du?“ Über allem steht dabei aber das reine Vergnügen, der Spaß in so ernsten und oft einsamen Zeiten: Bilateraler Betrug auf Augenhöhe mit rein virtuellen materiellen, aber gerecht verteilten realen emotionalen Gewinnen und Verlusten.

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