So macht Geld glücklich

Shownotes

Luxus, Freiheit, Sicherheit – oder doch nur Stress in schöneren Schuhen? In dieser Folge von Betreutes Fühlen sprechen Leon und Atze über Geld. Über den neuen Materialismus der Gen Z, über TikTok-Träume von Dubai und darüber, warum viele junge Menschen heute stärker denn je nach finanzieller Sicherheit streben.

Aber vor allem schauen wir auf das, was die Psychologie dazu sagt: Macht Geld wirklich glücklich? Wir nehmen euch mit in eine der spannendsten wissenschaftlichen Debatten der letzten Jahre und erzählen, warum am Ende plötzlich beide recht hatten.

Fühlt euch gut betreut

Leon & Atze

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Quellen Buttrick, N., & Oishi, S. (2023). Money and happiness: A consideration of history and psychological mechanisms. Proceedings of the National Academy of Sciences, 120(13), e2301893120. https://doi.org/10.1073/pnas.2301893120

Kahneman, D., & Deaton, A. (2010). High income improves evaluation of life but not emotional well-being. Proceedings of the national academy of sciences, 107(38), 16489-16493. https://doi.org/10.1073/pnas.1011492107

Killingsworth, M. A. (2021). Experienced well-being rises with income, even above $75,000 per year. Proceedings of the National Academy of Sciences, 118(4), e2016976118. https://doi.org/10.1073/pnas.2016976118

Killingsworth, M. A., Kahneman, D., & Mellers, B. (2023). Income and emotional well-being: A conflict resolved. Proceedings of the National Academy of Sciences, 120(10), e2208661120. https://doi.org/10.1073/pnas.2208661120

Empfehlungen Betreutes Fühlen, Folge vom 08.06.2021: Wie fühlst du Geld? TEDxCambridge Talk von Matt Killingsworth: Want to be happier? Stay in the moment: https://www.ted.com/talks/mattkillingsworthwanttobehappierstayinthe_moment

Redaktion: Andy Hartard / Julia Ditzer

Produktion: Murmel Productions

Transkript anzeigen

00:00:00: Und dass dann irgendwie so ein Wunsch von mehr Luxus, mehr Reichtum entsteht.

00:00:05: und dann kommen fünfzehnjährige Rapperinnen.

00:00:08: Das ist ja nicht die einzige, das machen ja auch ganz viele andere.

00:00:10: Und halten dir das wie die Möhre hin und machen das so zum Ideal.

00:00:14: Und ich glaube schon,

00:00:15: das

00:00:16: macht wirklich glücklicher oder zufriedener.

00:00:19: Weil wenn du siehst in sozial schwachen Familien, da ist Geld doch erst mal immer ein großes Thema.

00:00:25: Aber ab einem gewissen Punkt sagst du vielleicht so, alle Basics sind gedeckt und auch noch ein bisschen darüber hinaus.

00:00:30: Aber weil ich grundsätzlich nicht wirklich zufrieden bin, sich mein Leben nicht wirklich gut anfühlt, kommt jetzt mit noch mehr Geld, nicht noch mehr positive Effekte.

00:00:41: Jeder kennt auch die Familien, die schon viel Geld hatten.

00:00:44: Und ich sag's jetzt als komiker Polemisch.

00:00:47: Und da gab's den einen Trocken.

00:00:50: der niemals aufs Gymnasium gegangen wäre, wenn die nicht durch unzählige Nachhilfe stunden und was weiß ich, den irgendwo einen gewissen Niveau gebracht hätten, dass er das irgendwie zum Abitur schafft.

00:01:20: Du bist ja ganz weich heute in deiner Stimme.

00:01:23: Ganz defensiv.

00:01:25: Ja, ich habe eine interessante Woche hinter mir.

00:01:29: Das ist schon eine Meisterleistung an Energiemanagement.

00:01:35: Wo erwische ich dich denn eigentlich, um so langsam hier mal hoch zu fahren?

00:01:38: Ich sitze in Karl-Marx-Stadt Chemnitz, hatte hier gestern Abend Show, war total begeistert vor allem, weil Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber es gibt doch Kolleginnen und Kollegen in meinem Umfeld, die dann sagen, die auch mit irgendwelchen Shows unterwegs sind.

00:01:50: Ah, Osten, ne, gehe ich gar nicht hin und es ist schwierig mit den Tickets und Stimmung und so.

00:01:55: Und dann denke ich immer, bist du doof?

00:01:57: Die ganze Gegenteil.

00:02:00: Ich komme wirklich richtig gerne hin und hab das dann auch den Leuten gesagt auf der Bühne.

00:02:03: Es kam irgendwie so direkt so eine Reaktion auch aus der Halle nach dem Motto, genau sowas kennt man schon als Message, dass die Leute irgendwie keinen Bock haben.

00:02:13: Westen in den Osten zu kommen.

00:02:14: Bei mir ist es wirklich genau andersherum.

00:02:15: Also hier wandern sächsische Schweiz, Dresden, Leipzig, jetzt Chemnitz.

00:02:19: Ich komme richtig gerne.

00:02:22: Ja, China, Weimar ist mir auch noch so gut in Erinnerung.

00:02:25: Also es ist einfach eher so eine Freude.

00:02:28: Ich spiele auch sehr gerne.

00:02:30: Auch in Karl-Marx-Stadt, wie es ja zu DDR-Zeiten hieß.

00:02:35: Hast du was du am Karl-Marx-Denkmal?

00:02:38: Wir sind nur knapp dran vorbeigefahren, aber ich hatte eigentlich die moderne Version davon.

00:02:44: Du ging durch die Innenstadt-Passage von Chemnitz und dann stand auf so einem großen Blumenkübel, weißt du, diese vierkigen Blumenkübel, wo dann irgendwie so Bäumchen reingefahren, um die Innenstädte zumindest ein bisschen grüner zu machen, stand dann fett drauf, gesprayed, Kraftklub, hat sich an den Westen verkauft.

00:03:01: Ich glaube, die kommen ja hierher.

00:03:03: Ja, ja, die kommen auch

00:03:04: aus Chemnitz.

00:03:05: Aber an den Westen verkauft, da ist natürlich... Also ich will jetzt nicht böse sein, aber irgendwie ist das natürlich auch schon eine Entlastung, dass du, ja, für die kleinsten Sachen, wenn du berühmt bist, direkt gejudged, wie er ist.

00:03:18: Du

00:03:19: kriegst einen drauf.

00:03:19: Also

00:03:20: die sind, die sind ja sowas von bekennende Ostler auch.

00:03:24: Ich darf das jetzt mal so polemisch sagen, dass ich gar nicht wüsste, wo ich den Vorwurf hernehmen sollte, aber dann wahrscheinlich irgendwann bei der falschen Firma einen Plattenvertrag unterschrieben hat, sich an den Westen verkauft.

00:03:35: oder machen auch Turnäen in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

00:03:40: Ja, es treibt schon seltsame Blüten, wie man so eingeordnet wird.

00:03:43: Ich hatte jetzt eine Mail von einer betreutes Fühlenhörerin, die hat sich jetzt mal getraut, in meinen anderen Podcasts reinzuhören.

00:03:51: Wat eine Woche, der immer Freitags läuft.

00:03:54: Und Wat eine Woche ist natürlich ein Comedy-Podcast, mehr stammtisch als Wissenschaft.

00:04:01: Und sie war absolut entsetzt.

00:04:07: Also vor mir verwandelt, dass es politisch teilweise absolut inkorrekt ist, dass ich, und dann würde sie entsetzen als Hörerin von Betreutes fühlen, dass ich sehr viel mit Klischees arbeiten würde, Sachverhalte verkürzen würde.

00:04:23: Siehst du, das passiert, wenn ich dich von der Leine lasse, der vitale Rühne war alleine auf die Hunde, wie sie darf.

00:04:29: Ja, man muss so was

00:04:31: da draus.

00:04:32: Ich feier es, ich find's gut.

00:04:33: Ja,

00:04:33: ich find ja, ich find ja, auch so kommende Verständnis in Ironie braucht ja auch eine gewisse Bereitschaft, sagen wir's einfach mal so.

00:04:41: Ich hatte einen Gag in der Folge drin, da ging's um den Stromausfall in Berlin.

00:04:46: Und dass auch viele Prominente betroffen waren, eben Christian Lindner und Sarah Connor, die natürlich alle ins Luxushotel gezogen sind.

00:04:54: Und besonders tragisch fand ich halt den Fall von Kada Lo.

00:04:59: KDW unterwegs und als der Strom aus viel stand sie auf der Rolltreppe und da stand sie dann für acht Stunden bis es endlich weiter ging.

00:05:06: So und das wurde mir dann um die Ohren gehauen.

00:05:11: Das ist,

00:05:12: du hast mir das mal gesagt Leon, du musst sagen Ironie Lampe an und da war ich zwischendurch, wenn du das hier im Podcast gesagt hast, schon so, ey, hatte ich gedacht, ich habe es nicht ausgesprochen, ich dachte für wie?

00:05:22: Was denkst du von den Leuten, die uns zuhören?

00:05:25: Und dann wenn ich aber zwischendurch mal Kommentare lese, übrigens vielen, vielen Dank an euch alle da draußen, die auch so wertschätzende und tolle Rückmeldung geben.

00:05:32: Ich finde mich zumindest sportlich total an hier weiterzumachen und so zu lesen, was euch das gibt jede Woche gerade gestern nicht.

00:05:39: Ich treffe dann bei den Shows auch immer, trifft man ja ein paar Leute mal in echt, die unseren Podcast hören.

00:05:43: Das ist so schön, wenn die dann einer sagt, hey Leon, ich gestern eine Frau gesagt, sie pendelt jeden Tag irgendwie fast eine Stunde und dann hört sie die Folgen an.

00:05:50: Ja, und dann schreibt aber einer darunter, ich weiß nicht mehr genau, welche Folge das war, wirklich auch völlig entzürnt und bekam dann irgendwie drei Herzen auch wieder dafür, wo ich dann denke, es ist ja schon, wer beherzt denn dann solche Kommentar?

00:06:04: Schreibt die Person darunter.

00:06:05: Sorry, Podcast bisher immer super, aber jetzt bin ich raus, weil ich glaube Leon nicht, dass er wirklich von einem Freund erzählt hat, dass der auf Porno-Seiten war.

00:06:13: Ich glaube, der Leon war selber auf Porno-Seiten.

00:06:15: Warum sagt er das nicht ehrlich?

00:06:17: Und ich saß so nach, Alter, das war ein Scherz.

00:06:20: Mann, muss man jetzt wirklich

00:06:21: immer dazu sagen,

00:06:22: Ironie-Lamp, ja muss man, muss man wirklich

00:06:24: Ironie,

00:06:26: die zehn Prozent, die es nicht checken, sind dann so sauer, dass man manchmal denkt, ey, man muss es wirklich dazu sagen.

00:06:31: Ja, du hast ... Wenn man mal so einen Ausschnitt irgendwo um die Ohren kriegt, aus der Bild online.

00:06:39: Die schreiben ja, wenn so englische Ausdrücke da auftauchen, die schreiben ja dann immer noch in Klammern den deutschen Ausdruck dazu.

00:06:44: Aber auch bei Sachen, wo du denkst, das kann doch jetzt nicht wahr sein.

00:06:47: SoftEis.

00:06:48: Ja, SoftEis oder der große Hilf von Ray Gavi, Supergirl in Klammern, Supermädchen.

00:06:58: Die Range ist halt groß.

00:07:00: Die Range ist groß und es muss ja auch nichts Schlechtes sein, aber er wüsste mich also gerade in Chemnitz.

00:07:05: Wieso ist dein Energiehaushalt so belastet?

00:07:08: Ich habe so viel gespielt und hatte so viele Termine noch nebenher und auch TV-Shows.

00:07:15: Ich bin jetzt endlich wieder in Hamburg angekommen.

00:07:17: Es war total erfüllend.

00:07:18: Ich war ganz glückselig, als wir heute Nacht nach Hause fuhren.

00:07:22: Weil die, seit zwei Tagen geht es jetzt in die großen Hallen und es läuft auch alles so, wie ich es mir vorgestellt habe.

00:07:30: Dann geht die große Tour los, du stehst auf der Bühne, das Publikum ist begeistert, du hast aber trotzdem noch so zusätzliche Ideen, machst dir pausenlose Notizen.

00:07:38: Da könnte man noch das und da könnte man noch das und da könnte man noch das.

00:07:42: Und damit war ich die ganze Woche beschäftigt.

00:07:45: Glücklich, aber er schöpft so.

00:07:47: Ja, ja, er ist kennig gut.

00:07:48: Wir haben gestern glaube ich Show, keine Ahnung.

00:07:53: Was du für ein Programm

00:07:55: hast.

00:07:55: Ich bin da dran, die zweite Hälfte nochmal komplett zu ändern.

00:08:00: Aber wirklich und bitte nicht zwei Finger ans Ohr, sondern einfach noch mal dick unterstrichen unserem lieber Freund und Manager Töne, der dort damals gesagt hat, ihr habt das in der Hand.

00:08:08: Das finde ich ja bei der Show so schön.

00:08:10: Beim Fernsehen hat auch sein Gute, das ist ja klar, aber da reden einfach viele mit und das hat man ja oft in Projekten und bei der Show, das macht man einfach... Das ist, das ist so deins, das machst du.

00:08:20: Ja genau.

00:08:21: Ich merke dann, das treibt mich ja auch selber um.

00:08:23: Es wäre für mich, wäre für mich quasi folter, wenn ich jetzt wüsste, ich muss hundertmal genau dasselbe erzählen, sondern es kommt was Neues dazu.

00:08:30: Du findest was Neues aus der Forschung.

00:08:31: Du merkst irgendwas, kann man vielleicht noch anders rüberbringen.

00:08:33: Also dieses, das ist immer ein Prozess und so eine Show eben keine, keine Netflix Special ist, was dann einmal aufgezeichnet ist und das könnt ihr dann jeden Abend abspielen, dann müsst ihr ja nicht mehr mehr kommen.

00:08:41: Sondern es ist wirklich auch diese Veränderung immer, immer gibt und das ist möglich.

00:08:45: Ich liebe das.

00:08:46: Ja,

00:08:47: und ich liebe gerade auch so den Anfang der Show, die ersten zehn Minuten, die sind jedes Mal anders, wie ich das Publikum begrüße, was mir gerade durch den Kopf geht, was ja tagsüber passiert ist und so weiter.

00:08:58: Und dann bin ich mindestens genauso spannend wie das Publikum, was jetzt passieren wird.

00:09:02: Ja,

00:09:02: und das ist doch das Geile.

00:09:04: Ja, und ich war gestern in Aurich im Ostfriesland, also an der Nordsee und war ein Tag in der Nacht vorher schon rüber gefahren.

00:09:15: Ich dachte, da haben wir die Fahrt schon, nachts kann man eh ganz gut fahren.

00:09:18: Und hab den Tag in Aurich verbracht und dann hab ich so diese frisische Herzlichkeit mal kennengelernt, von der alle so sprechen.

00:09:26: Und sagt denen ja nicht gerade nach, dass sie verplappert oder verquatscht sind.

00:09:31: Die Ostfriesen.

00:09:31: und dann kam ich so vom Frühstück raus und hab gesagt, ach so ein zweiter Kaffee, gehst durch die Stadt, ist ja ein ganz nettes Städtchen, auch ich gehe in so einen, schau noch so bei Google nach, wo gibt es ja hier einen Kaffee oder Kaffee?

00:09:43: Rösterei, ist ja meistens eine ganz gute Voraussetzung für einen guten Kaffee, also Kaffee Rösterei, Hafen Fünf fies das da rein.

00:09:51: Steht da erst mal fünf Minuten vorm Dresen, der Laden war auch voll, da wurde auch gefrühstückt.

00:09:55: Und der Friese, dem der Ladeanstalt auch gehört, guckt mich nach fünf Minuten an und sagt, was ist?

00:10:03: Ich sag, ich hätte gern Koffi to go.

00:10:05: Machen wir nicht.

00:10:07: Und ich bleib da so grinsen, stehen so nach dem Motto, vielleicht sagst du ja, der geht doch dahin, da gibts einen.

00:10:12: Wir gucken uns bei so grinsen an und er sagt nur noch, nee.

00:10:19: Ende des Gesprächs.

00:10:20: Ende

00:10:20: des Gesprächs.

00:10:20: Ich hab mir sofort notiert, hab's dann abends auf der Bühne direkt erzählt und dann immer noch begeistert.

00:10:28: Oh Mann.

00:10:28: Ja, man kommt rum und das ist das Schöne.

00:10:30: Aber eine Frage habe ich noch, bevor wir jetzt einsteigen.

00:10:33: Das ist ja nicht zu übersehen, dass du im Moment ... Wirklich sehr, sehr viel machst.

00:10:37: Terra X plus Tour plus hier in Special plus da eine Meinung in die Talkshow und so weiter fremde Podcast.

00:10:46: Jetzt sag mal ehrlich, wir sind ja ein Gefühlspotgas.

00:10:49: Was macht das mit dir, wenn du so unterdampf bist?

00:10:55: Also ich weiß ja, einerseits empfindest du tiefes Glück, weil du diesen Beruf so liebst und das, was du machst.

00:11:01: Aber wie kommst du dein Kopf damit klar?

00:11:05: Jedes Interview, das ich jetzt zur Tour gegeben habe in den letzten Wochen war, fing eigentlich immer an mit dieser Frage.

00:11:11: Ja, ich habe hier im Internet geguckt, sie machen hier Podcast und den Podcast und so weiter und Tour und Fernsehen, wie du es gerade auch aufzählst.

00:11:18: Und dann immer diese Frage, ja, kommt man damit eigentlich klar, funktioniert das?

00:11:22: Ist das nicht viel zu viel?

00:11:23: Gerade weil ich ja auch an vielen Stellen genau die gegenteilige Botschaft vermittle von dem, was das vielleicht erst mal von außen ausdrückt oder wie es wirkt.

00:11:30: Und da muss ich einfach sagen, ja, oh, das ist halt der ... Vielleicht ein Eindruck auch, der wirklich sehr von außen ist, weil ich kann dir sagen, ich hatte jetzt über Weihnachten ja zweieinhalb Wochen oder so komplett frei.

00:11:41: Und dann habe ich, dann haben wir stundenlang Siedler gespielt mit drei Erweiterungen und viel mehr Siegpunkten als eigentlich angedacht von Klaus Thäuber.

00:11:49: Dann höre ich drei Fragezeichen, Kassetten, da mache ich einfach nichts, mache auch wirklich einfach nichts.

00:11:53: Und auch jetzt ist es so, dass das auch durch das, was wir seit dieser langen Zeit machen, Eigentlich wirklich eine ganz gute Balance drin ist.

00:12:01: Ich hatte mir ja in den Jahr ... ... in den Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... dass ich dann eigentlich schon fast ein bisschen gelangweilt bin von der Frage, als wir die MS Günther vor zehn Jahren eröffnet haben, da habe ich sechzig, siebzig Stunden gearbeitet.

00:12:37: Das war heftig.

00:12:38: Jetzt ist es oft so vierzig, ja, bestimmt auch mal fünfzig Stunden.

00:12:42: Aber bestes Beispiel, weil du gerade sagst, was macht das mit mir?

00:12:45: Vor drei Tagen war ich ja in Offenbach bei Frankfurt und da war Eva Seppeschi dann auf der Bühne.

00:12:52: Und ich habe dir das ja hier erzählt, dass ich mich da tierisch drauf freue.

00:12:55: Und natürlich war das aber anstrengend, weil ich wusste nicht, da waren rund tausend vor allem jungen Menschen, Schülerinnen und Schüler.

00:13:00: Und jetzt nicht hier gymnasiale Oberstufe nur mit irgendwelchen Timberlands und Barbojacke, sondern auch wirklich wild durchgemischt.

00:13:07: Und dann wusste ich nicht, wie funktioniert das, wie nehmen die das an, wie viel Zeit haben wir für das Gespräch, wie lange hält die Spannung auch, dass man zuhören möchte.

00:13:16: Und Eva ist ja auch über neunzig, wenn die dann erzählt, wie viel Energie hat.

00:13:19: Also ich war richtig aufgeregt.

00:13:20: Das war zum Beispiel was, wo ich viele, viele Stunden Arbeit reingesteckt habe.

00:13:23: Nicht nur ich, meine Eltern haben das ganze Jahr mitorganisiert, waren sofort dabei.

00:13:27: Und dann kamen wir raus auf die Bühne und ich habe so ein kleines Intro vorweg gemacht, weil ich dachte, ich muss hier erstmal ein bisschen gucken, wie ist die Stimmung, wie sind die drauf und denen auch beschreiben, worum es geht.

00:13:36: Und da dachte ich, boah, das wird hier heute schwierig, weil die waren zum Teil so unruhig und haben so, haben sich totgelacht, weil ich irgendwie einen kleinen Witz mal gemacht hatte.

00:13:43: und dann war, war Chaos in der Halle und dachte ich, oh, oh, oh, wie wird das gleich.

00:13:47: Und dann kam Eva raus und hat angefangen zu erzählen und nach ein paar Minuten ihr Hemd hochgezogen und diese Tätowierung aus Auschwitz gezeigt.

00:13:57: Und ab da hättest du einen Nadelfallen hören können.

00:14:00: Da saßen dann tausend junge Menschen, die an dem Nachmittag zu Zeugen der Zeit Zeugin wurden.

00:14:07: Und das war was, das werde ich niemals vergessen.

00:14:09: Das war ein Moment, der werde ich in diesem Leben nicht mehr vergessen und habe so die Hoffnung, dass das vielen von denen im Publikum genauso ging.

00:14:15: Und dann kann ich natürlich sagen, ja, das war Arbeit und das war viel Arbeit.

00:14:18: Das war aufregend und ich war richtig, richtig platt an dem Abend.

00:14:21: Aber das gibt mir gleichzeitig so viel.

00:14:25: Dass ich denke, dass das genau der Punkt ist.

00:14:27: Und witzig, dass du das fragst, weil es wird ganz zum Schluss hier in der heutigen Folge auch nochmal, glaube ich, Thema.

00:14:32: Wenn du mitbestimmen kannst, was du machst, wenn du das Gefühl hast, du hast eine gewisse Autonomie, wenn du das Gefühl hast, deine Arbeit, deine Tätigkeit, gibt dir so viel zurück, dann, es klingt immer so blöd, aber... dann fühlt sich das, glaube ich, auch wirklich einfach ganz anders an.

00:14:46: Und ich kann das sagen, weil ich habe als Schüler und auch später wirklich einfach Jobs gehabt, wo ich habe meiner Plexiglasfirma gearbeitet.

00:14:53: Da habe ich zwei Wochen lang in den Sommerferien so Plexiglascheiben durch eine Fräse geschoben, als ich endlich fertig war und dachte, boah, geil.

00:14:59: kam der Schäfter von der Abteilung, wo ich war und schob mir nochmal zwei Paletten hin.

00:15:03: Dann wusste ich, jetzt musst du nochmal zwei Wochen diese Plexiglassscheiben natürlich schieben.

00:15:07: Das war die Hölle.

00:15:08: Da könnte ich mir vorstellen, dass eine Stunde dieser Arbeit sich ganz anders anfühlt als eine Stunde meiner Arbeit.

00:15:14: So

00:15:14: kann ich dir das nur versuchen zu beantworten.

00:15:17: Ich

00:15:17: finde das auch gut beantwortet, weil das tatsächlich auch schon überleitet zu dem, was wir heute besprechen wollen.

00:15:23: Macht Geld glücklich?

00:15:24: und da ist ja der Subtext mindestens schon mal, was macht glücklich?

00:15:31: Und das hast du ja gerade schon schön beschrieben.

00:15:33: und Autonomie, aber lass uns in das Thema mal offiziell einsteigen.

00:15:38: bin auf ein Artikel im Spiegel gestoßen.

00:15:39: Das war jetzt nicht die Idee, diese Folge heute zu machen.

00:15:44: Das kam aus der Wissenschaft, weil wir super, finde ich, super spannende neue Ergebnisse zu diesem Thema haben.

00:15:49: Aber als ich dann so angefangen habe zu recherchieren, bin ich eben auch auf diesen Artikel gestoßen.

00:15:52: Und da war die Überschrift Hauptsache reich nach dem Motto, die neue Generation, die jungen Leute von heute, die wollen allen nur Para erschieben, Kohle ranholen.

00:16:02: Ich habe danach guckt, Para aus dem türkischen Geld.

00:16:04: Und die hatten eine künstlerin, junge Künstlerin.

00:16:07: Ich glaube, fünfzehn Jahre ist die Art ungefähr Sahide.

00:16:10: Kennst du die?

00:16:11: Ich habe den Namen schon mal gehört.

00:16:13: Ihr könnt es nicht absolut nicht einordnen, bitte.

00:16:15: Ja.

00:16:16: Rapperin, würde ich sagen, im weitesten Sinne.

00:16:18: Die ist sehr

00:16:18: jung, glaube ich.

00:16:19: Sehr

00:16:19: jung.

00:16:20: Ja, fünfzehn Jahre.

00:16:21: Bekanntes Teenager in Deutschland heißt es hier.

00:16:23: Hat eigene Rap-Songs.

00:16:26: TikTok und so weiter, geht total ab und zeigt dann in so einem Video zum Beispiel, das haben die dann mal rausgegriffen, wie sie in Dubai ist und aus dem fetten roten Ferrari oder Lamborghini raussteigt, hüftlange braune Haare, Jeans, Gucci, Handtasche im Hintergrund der Bush Khalifa und dann rappt sie mit der Fam in Dubai, ich lebe ein Hollywood Live, davon habe ich geträumt, dieses Game ist zu leicht und das fand ich sehr interessant, weil Ich weiß noch, Jen Why, zu der, zu der müsste ich ja gehören, da war doch so die Message, okay, für uns Geld ist egal.

00:17:01: Wenn man uns bei der Arbeit glücklich machen will, dann stellt uns einen Kicker hin und einen Obstkorb und zeigt uns Purpose und sonst irgendwas.

00:17:08: Dann gab es mittlerweile aber eine neuere Erhebung.

00:17:11: Die Shell Jugendstudie, die kommt immer wieder raus aus dem Jahr, zwei Tausend vierundzwanzig.

00:17:15: Und da zeigt sich jetzt Berichte der Spiegel, dass der Materialismus als Wert.

00:17:20: ... massiv an Bedeutung gewonnen hat bei den jungen Leuten.

00:17:23: Dann habe ich mal reingeguckt in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten, ... ... in die Daten.

00:17:50: Leute fragen, wie viel ist dein Outfit wert?

00:17:52: Und wenn es dann ein paar tausend Euro sind, weil du die Gucci-Handtasche hast und die Hose von, weiß ich nicht, Louis Vuitton, Ironilampe aus, Louis Vuitton, dann hast du das Gefühl, boah, das ist so wichtig geworden.

00:18:06: Und so zentral, gerade auch bei Jungen, bei Jüngsten, also bei einer Fünfzehnjährigen aus dem Lamborghini zu steigen und zu rappen, wie leicht das Game ist.

00:18:14: hat sich das verändert, habe ich mich gefragt.

00:18:16: Ich dachte, ich frage dich, weil du ja auch noch mal eine ganz andere Zeit kennst.

00:18:20: Ich habe so ein bisschen das Gefühl, früher war oder zumindest bin ich so groß geworden, dass Geld auch immer was Fieses hatte.

00:18:27: Also das war eher was, ich will nicht sagen, dass man sich für Reichtum geschämen hätte sollen, aber dass das eher was war, was jetzt nicht so toll angesehen war, sondern eher so, man ist dann irgendwie so der Punk und Geld.

00:18:39: gerade bei den Menschen, die Kunst machen, spielt keine Rolle.

00:18:42: Und heute hast du das Gefühl, in jedem Rap-Song geht es nur darum, wie reich bist du und wie einfach hast du dieses Geld verdient und wie wichtig ist das.

00:18:49: Und dann gibt es WhatsApp-Chat-Gruppen von irgendwelchen Finfluencern, die dir erklären wollen, wie du mit passivem Einkommen mit dreißig nicht mehr arbeiten musst.

00:18:56: Also, es hat sich doch verschoben, oder wie siehst du das?

00:18:59: Ja, wir sind ja unterschiedliche Generationen.

00:19:01: Bei mir hat Geld eine große Bedeutung schicke ich voraus, werde ich Sie ja nachher hier und da nochmal darauf eingehen, weil wir keins hatten.

00:19:08: Und wenn man kein Geld hatte, dann hat es natürlich eine große Bedeutung.

00:19:12: Dann sind wir beides NRW-Kinder.

00:19:14: Obwohl eine Generation uns unterscheidet.

00:19:17: Das heißt, in den Schulbüchern, die wir hatten in entsprechenden Fächern, war der Unternehmer immer dargestellt mit Schnäuzer, Zylinder und Zigarre.

00:19:26: Der hatte zwar viel Geld, der war aber

00:19:28: auch immer... Und Monockel.

00:19:29: Und Monockel.

00:19:30: Er war aber auch der Abzocker.

00:19:33: Das war immer so NRW-Doktrin.

00:19:37: Fast immer rot regiert das Land.

00:19:39: Und damit die auch mit aufgewachsen.

00:19:42: Jetzt schau uns an heutzutage.

00:19:43: Du bist ein junger Unternehmer, ich bin ein ältere Unternehmer.

00:19:47: Nichts wäre uns ferner als Monockel, Zylinder und eine Zigarre und zu versuchen, Leute abzuzocken.

00:19:52: Also ich glaube, wir haben auch immer den sozialen Aspekt mit in unserer Unternehmung drin.

00:19:58: Und deswegen, was ich damit sagen will, ist, es geht ja von bis.

00:20:01: Ich hatte Tommy Schmidt, der ja genau dein Jahrgang ist.

00:20:04: Mit dem hatte ich vor anderthalb Jahren so ein Clash, weil Tommy ist für mich einer witzigsten Menschen, die ich kenne.

00:20:10: Und da habe ich gesagt, wenn du damit auf die Bühne gehen würdest, dann würdest du so viel Geld verdienen, weil natürlich jeder das hören und sehen wollen würde.

00:20:19: Aber ja, ist ja mittlerweile sehr prominent, vielleicht sogar... Die Sprache einer Generation und so.

00:20:27: Und Tommy hat mich angeguckt.

00:20:30: Der wusste gar nicht, was ich meine, als ich mit dem Geld kam.

00:20:33: Dass ich sagte, du würdest da sehr viel Geld verdienen.

00:20:36: Weil... Er will Dinge machen, das ist ja genau das, was du eben beschrieben hast, die ihm Spaß machen, wo er Erfüllung findet.

00:20:43: Und die macht ja auch.

00:20:44: Er hat ja noch einen zweiten Podcast, Copa TS, wo es um Fußball geht.

00:20:48: Er macht mittlerweile Dokumentation über Fußballer unter anderem, Mats Hummels und so.

00:20:53: Und ich sehe auch, wie ihn das erfüllt.

00:20:55: Und da denke ich manchmal, wir stehen uns ja wirklich sehr nah und mögen uns sehr, aber wie unterschiedlich wir in diesen Dingen sind.

00:21:01: Und das ist ein Punkt, der wir gleich auch nochmal wieder auftauchen, weil ich den noch unterstreichen möchte.

00:21:06: Man will das, macht Geld glücklich.

00:21:07: Das ist ja so eine generallistische Frage.

00:21:11: So und das muss man glaube ich individuell für jeden beantworten.

00:21:15: Denkst du nicht?

00:21:17: Doch grundsätzlich klar, das habe ich schon mal hier gesagt, wenn der Psychologe mit individuell kommt, scheut er dann immer, nach der Gesetzmäßigkeit zu suchen und nach dem Zusammenhängen vielleicht eine klare Aussage dazu zu machen.

00:21:30: Natürlich ist das individuell, wie alles irgendwie individuell ist, aber weißt du trotzdem habe ich dann manchmal das Gefühl, okay, dann gibt es vielleicht Personen, wo das so ist.

00:21:38: Gleichzeitig, wenn die Message jetzt an die jungen Leute ist, boah, es geht nur noch darum.

00:21:43: Imus und Dollars.

00:21:44: Dann fange ich mich auf, wo kommt das her?

00:21:46: Und da hast du eigentlich gerade, finde ich, einen ganz guten Punkt angesprochen.

00:21:48: Dieses Geld hat vielleicht eine ganz andere Funktion, eine ganz andere Rolle.

00:21:52: Wenn man es kein, wenn man keins hat, oder habe ich in der Tat ganz, fand ich, einen ganz interessanten Aspekt noch gelesen, dass, ähm, zwei tausend neunzehn, wenn man die Menschen gefragt hat, wie es, wie es so eure

00:22:03: Sorge,

00:22:04: dann sorgen sich heute viel mehr Menschen um ihre wirtschaftliche Lage.

00:22:07: Ja.

00:22:07: So mehr als siebensechzig Prozent der Befragten haben Angst vor Armut.

00:22:11: Und da sieht man doch schon, dass man an der Stelle differenzieren muss.

00:22:15: Das heißt, bist du unter oder über der Armutsgrenze, das hat ja noch nichts damit zu tun, ob du glücklich oder unglücklich bist, weil es geht ja da um eine absolute Grundversorgung, um ein Grundbedürfnis.

00:22:28: Das heißt, wenn du unter einer dünnten Schwelle bist, dann geht es ja ums Überleben.

00:22:33: Ja, und ich würde noch nicht mal so weit gehen, sondern wenn ich mir jetzt überlege, Jahrgänge, Fünfe, neunzig bis keine Ahnung, Generation, Generation Alpha, wie sagt man es, bis bis dann irgendwie Mitte zwei tausendzehn oder sowas, da ist ja all das gewesen.

00:22:47: krasse Inflation, dann diese finanziellen Krisen, hohe Preise, wo du heute das Gefühl hast, da sitzen die Boomer im Kuschling ein Eigenheim und sind erbohrst darüber wie Fowl da alle Hocken von der Genset und die sitzen da und denken, boah, bis ich mir mal ein Haus kaufen könnte oder auch nur eine Wohnung oder jetzt wird es ja noch besser, überhaupt die Miete für eine eigene Wohnung in der Stadt bezahlen könnte, wo ich studieren soll, damit ich hier die Leistung und die Qualifikation bringe, die ihr von mir einfordert, das geht ja nicht.

00:23:16: Und das dann irgendwie so ein Wunsch von mehr Luxus, mehr Reichtum entsteht.

00:23:21: und dann kommen fünfzehnjährige Rapperinnen.

00:23:24: Das ist ja nicht die einzige, das machen ja auch ganz viele andere.

00:23:26: Und halten dir das wie die Möhre hin und machen das so zum Ideal.

00:23:30: Dann wird meine Sorge groß.

00:23:31: Und zwar warum, möchte ich nur kurz sagen, weil ich mich frage, wenn wir merken, Borda ist doch ist doch immer mehr Schwierigkeit für einen großen Teil der Gesellschaft, für ganz viele junge Menschen finanziell sicher dazustehen und sich vielleicht das zu kaufen, wovon so viele Träume nämlich irgendwie ein Zuhause, was ein paar Generationen vorher noch viel leichter möglich war, auch natürlich nicht für alle, aber eben viel einfacher, wenn du das jetzt weg nimmst.

00:23:55: dann muss das ja irgendwo hingegangen sein, dieses Geld.

00:23:57: Irgendwann muss das ja mehr haben.

00:23:59: Und dann ist ja sehr offensichtlich, dass die Ungleichheit zwischen Arm und Reich ja in vielen, vielen Ländern wächst, wenn das jetzt auch in Deutschland passiert.

00:24:06: Und dass immer mehr wird, dann ist es natürlich einfach, Leuten, die dann plötzlich anfangen, um das Geld zu hasseln und merken, boah, scheiße, hier geht ja gar nichts mehr, die Möhre hinzuhalten mit dem Luxus und dann wird doch reich und schafft ihr doch ein passives Einkommen an oder werdet doch auch Rapper.

00:24:19: Was aber vielleicht einfach am Ende nur so eine Art Pflaster für die Psyche ist.

00:24:24: auf das größere Problem, nämlich, dass wir eine riesige Ungleichheit, eine riesige Kluft haben und man den Eindruck hat, die wird immer mehr.

00:24:31: Absolut.

00:24:32: Ja,

00:24:32: total.

00:24:32: Und da bitte ich auch um Verständnis in meiner Generation, weil wir sehen viele dieser Probleme gar nicht.

00:24:37: Aber das ist doch klar.

00:24:39: Und man kann sich darüber, wie du schon sagtest, man kann sich darüber eschofieren, den Scheintagsgeld ja so wichtig zu sein.

00:24:45: Ja, aber wenn du doch all... überall um dich herum siehst und ohne uns geht nichts.

00:24:50: Ich war in Osnabrück jetzt in so einem, ich komm schon wieder auf Kaffee, Coffee Love heißt der Laden, natürlich auch feinste Bohnen ist klar, Flat White mit Hafermilch, also Espresso mit Milch, sechs Euro zehn.

00:25:05: So.

00:25:07: in Osnabrück.

00:25:08: Das kostet es nicht mal in Hamburg oder in München.

00:25:12: Aber worauf ich hinausfäll, da ist natürlich so ein kleiner Schmunzler zwischendurch, da gibt es ja ganz viele Stellschrauben.

00:25:19: Gar das, was du beschrieben hast, dann willst du fit sein, willst vielleicht auch noch im Fitnessstudio mitmischen, weil deine Generation ja eh da so viel Wert drauflegt.

00:25:28: Vielleicht Gott sei Dank, besser als meine Generation, wo das Schützenfest das Wichtigste war im Jahr.

00:25:33: Da kann man doch verstehen, dass die das Geld für die einen ganz anderen Wert hat.

00:25:38: Sonst kannst du ja gar nicht mitspielen.

00:25:39: Das ist ja quasi deine Eintrittskarte.

00:25:41: Und das ist ja genau das, was du über diese Sahide beschrieben hast.

00:25:45: Die spricht ja genau das an bei denen.

00:25:48: Mach es so und so, dann darfst du endlich teilnehmen.

00:25:52: Es ist ja quasi zwei Welten.

00:25:55: Du brauchst die Eintrittskarte für diese Welt.

00:25:57: Und Dubai steht ja vielleicht auch pervers dafür, wie nichts anderes.

00:26:03: Ja.

00:26:04: Ja, total.

00:26:05: Und klar, jetzt wird dir sicher auch hin und da haben wir in die Timeline gespielt, was in Dubai alles besser ist.

00:26:10: Da siehst du irgendjemand, der im Pool sitzt.

00:26:12: Meinst du, es ist eine attraktive Frau, die sagt, ihr friert jetzt in Deutschland und so.

00:26:19: Wie du schon sagst, überall kriegst du die Möhre hingehalten.

00:26:22: Vielleicht ist deshalb die Frage klar, im Moment wichtiger denn je macht Geld glücklich.

00:26:28: Gehen wir doch dann mal weg von dem, dass wir natürlich immer sagen können, es ist individuell, das stimmt ja auch, trotzdem in die großen Daten.

00:26:35: Es gab lange, lange Zeit so ein bisschen ein tröstendes, einfach das tröstendes, am Horizont des Geldes, und zwar diese Message, bis seventy-fünftausend Dollar Broteinkommen, Haushaltsbroteinkommen im Jahr.

00:26:52: steigt die Zufriedenheit an, aber dann ist Schluss.

00:26:55: Wo kam das her?

00:26:55: Das waren zwei sehr renommierte Forscher, nämlich Karnemann und Dieten vom Center for Health and Wellbeing der renommierten Princeton University.

00:27:04: Und die haben damals eine Arbeit im renommierten Journal NAS veröffentlicht the Proceedings of the National Academy of Sciences.

00:27:13: Das ist gleich nochmal wichtig, diese Journal, deswegen nenn ich es.

00:27:15: Die haben sich damals sehr intensiv schon mit dieser Frage beschäftigt, wie Geld und Glück zusammenhängen und haben dann im Jahr Jahrzehnte eine wirklich viel, viel beachtete Studie veröffentlicht.

00:27:23: und ein zentraler Beitrag dieser Forschung war, dass sie unser Verständnis von Glück... Differenzierter gemacht hat, denn die haben sich verschiedene Aspekte von Wohlbefinden angeguckt.

00:27:34: Und das eine war eben das emotionale Wohlbefinden.

00:27:37: Wenn wir jetzt immer hier sagen, hängt Geld mit Glück zusammen, da müssen wir erst mal fragen, was ist denn Glück?

00:27:40: Die haben das ein bisschen aufgedröselt und haben einmal gesagt, da gibt es das emotionale Wohlbefinden.

00:27:45: Damit ist so die emotionale Qualität des Alltags gemeint.

00:27:49: Also wie häufig und wie intensiv empfinde ich Freude.

00:27:52: Das wären dann die positiven Emotionen.

00:27:54: Wie wenig Stress, Traurigkeit, Ärger habe ich.

00:27:58: Das haben die Blue Emotions genannt.

00:28:00: Kann man sich vorstellen, so das düstere blaue, dunkle.

00:28:03: Neben diesen negativen Emotionen haben die sich auch den Stress angeguckt.

00:28:07: Das war jetzt alles so eine.

00:28:08: Dimension, das emotionale Wohlbefinden und dann haben die noch eine Lebensbewertung erfasst.

00:28:13: So ein bisschen das Raussoumen, nicht die alltäglichen Gefühle, sondern wenn du Raussoums und dir vielleicht mal so dein Leben vorstellst, das wird gemessen mit der berühmten Kendra Leiter einem Maß in der Psychologie.

00:28:24: Wenn du dir dein Leben wie eine Leiter, deswegen Leiter, vorstellst von null bis zehn und null wäre das schlimmstmögliche Leben und zehn das bestmögliche Leben.

00:28:33: Wo stehst du dann?

00:28:34: Okay, können wir uns vorstellen.

00:28:36: Also diese verschiedenen Aspekte haben sich angeguckt.

00:28:38: Und dann haben die die Antworten von vierhundertfünfzigtausend Menschen in einer Gallop-Umfrage in den USA sich angeguckt.

00:28:46: Und zwar waren das Tausend Erwachsene, die immer wieder Rückmeldung gegeben haben.

00:28:51: Jeden Tag.

00:28:53: daraus ergab sich dann am Ende, dass man vierhundertfünfzigtausend Antworten von diesen tausend Leuten hatte.

00:28:58: Und das Ergebnis zeigt jetzt, und das war dann die große Message, mit steigendem Einkommen verbessert sich die Lebensbewertung.

00:29:04: Also die Position auf dieser Leiter kontinuierlich.

00:29:07: Je mehr Kohle, desto höher stehen die Leute auf dieser Leiter, laut eigenen Angaben.

00:29:12: Aber, und das war jetzt das Spannende, dass emotionale Wohlbefinden, also zum Beispiel weniger Stress oder mehr gute Gefühle, positive Gefühle, angenehme Gefühle, Das steigt zwar auch, aber nur bis zu einem Jahreseinkommen von etwa seventy-fünfzigtausend Dollar.

00:29:28: Danach flachen diese emotionalen Aspekte ab.

00:29:33: Also die Kurve wird quasi flach horizontal.

00:29:36: Das wurde dann total gehypt, weil die Message rausklingt ja erst mal wunderbar, ne?

00:29:41: In dieser Welt, wo es eh schon so viel um Geld geht, auch in den Jahrzehnten war das ja ein Thema, kann man jetzt den Leuten sagen, ha ha, bis seventy-fünfzigtausend Dollar kannst du dir quasi mehr.

00:29:52: oder gibt es einen Zusammenhang mit mehr positiven Gefühlen, aber danach ist Schluss.

00:29:55: Und ich weiß noch, das ist dann entsprechend jetzt auch Jahre her, dass ich das in Vorträgen erzählt habe und so ein bisschen dann auch die Leute gefragt habe, nimmt das nicht total den Druck.

00:30:04: Weißte, dass man, wenn man sagt, bis zu ca.

00:30:06: USD.

00:30:08: Jahreshaushaltseinkommen geht dann noch was hoch, aber danach ist im Grunde Feierabend.

00:30:13: Ich habe dann mal für Deutschland geguckt, fand ich ganz interessant, jetzt für das durchschnittliche Bruttoeinkommen des privaten Haushalts in Deutschland sind es zu ca.

00:30:24: USD.

00:30:24: Das heißt, man ist mit seventy-fünftausend Dollar eigentlich gar nicht, das ist nicht völlig unerreichbar.

00:30:30: Weißt du, was ich meine?

00:30:31: Das haben viele, vor allem wenn man das dann noch umrechnet, Dollar-Euro.

00:30:35: Und dachte, okay, das ist vielleicht ganz gut, wenn wir das auch mal dazu sagen, dass ja damit erstmal total viel Druck genommen wird.

00:30:41: So, das war damals die große

00:30:43: Message.

00:30:44: Dieser

00:30:44: Hinweis muss jetzt dazu, nicht dass alle denken, das ist jetzt der aktuelle Stand, sondern das war das, was damals die beiden renommierten Forscher rausgefunden hatten und was bis heute zitiert wird und auch immer wieder.

00:30:57: Ich habe mir heute Morgen auch noch mal einen Überblick verschafft und es wird selbst in aktuellsten Artikeln auch vom Januar, sechsundzwanzig wird sich darauf noch bezogen.

00:31:05: Ja, und das finde ich bemerkenscheidig.

00:31:08: Das schalte ich immer schon ab.

00:31:09: Ja, völlig.

00:31:10: Ja, natürlich kann man abschalten.

00:31:11: Auch die Fünf-Siebzigtausend.

00:31:14: Die blieben einfach so stehen.

00:31:17: Und wurden ja nie weitergerechnet, also mit der Inflation und so weiter.

00:31:23: Da gibt es doch viele, viele, viele Fragen.

00:31:25: Und trotzdem ist natürlich verkürzt geblieben, Geld macht nicht glücklich.

00:31:29: Ich habe bei mir auch ein Programm, da geht es um Elon Musk.

00:31:32: Da beschreibe ich Elon Musk auf natürlich lustige Art und Weise, auch dass man ihn schon nach drei setzt und gar nicht mehr mag.

00:31:41: Und dann sage ich, erreichster Mann der Welt, die üblichen Sprüche, wenn er ein Käsebrötchen will, kauft er die Schweiz und so.

00:31:46: Und dann frage ich so, möchtet ihr mit ihm tauschen?

00:31:50: und der ganze Laden?

00:31:50: Nein!

00:31:53: Aber er ist so reich.

00:31:56: Man hat uns immer erzählt, Geld macht nicht glücklich.

00:31:58: Kleine Pause, dann sehe ich Armut übrigens auch nicht.

00:32:02: Dann

00:32:02: gucken alle, was will der Atze von uns?

00:32:05: Und ich weiß wovon ich spreche.

00:32:06: Und da kommt immer so ein, oh, du kennst ja, wenn es so eine ganze Halle so, oh, ja.

00:32:12: Und es stimmt ja, es wurde immer wieder zitiert.

00:32:14: Geld macht nicht glücklich.

00:32:15: Und da fehlt ja wenigstens einen allein.

00:32:21: Ja, genau.

00:32:21: Und da würde ich jetzt auch gerne mal dich fragen, nicht den Bühnenarzt, sondern ganz persönlich.

00:32:25: Kannst du denn mit diesem Grundsätzchen Gedanken, dass es da irgendwo so ein Plateau gibt, ob das jetzt seventy-fünfentausend Dollar sind oder paarensechzigtausend Euro oder wie auch immer, kannst du mit dem Gedanken was tun?

00:32:37: Ja, mit dem Gedanken kann ich was tun.

00:32:39: Wenn ich einen Dach über dem Kopf habe, wenn ich was zum Anziehen habe, wenn ich eine gewisse Sicherheit habe, dass Also diese Voraussetzung macht schon glücklich.

00:32:51: Und da ist ein Plateau erreicht und da müssen wir, glaube ich, auch heute unterscheiden.

00:32:55: Die ganze Zeit müssen wir da unterscheiden.

00:32:57: Dass wenn du einen gewissen Niveau hast, du hast also ein sicheres, sauberes Dach über den Kopf, du hast genügend zu essen und kannst noch ein bisschen am sozialen Leben und auch am kulturellen Leben teilnehmen.

00:33:10: Das ist ja was anderes, als wenn wir über einen großen Reichtum sprechen.

00:33:14: Und ich glaube schon, das macht wirklich glücklicher oder zufriedener.

00:33:19: Weil, wenn du siehst in sozial schwachen Familien, da ist Geld doch erst mal immer ein großes Thema.

00:33:25: Und in vielen Familien ist Geld, wo wenig da ist, auch ein großer Streitpunkt.

00:33:31: Und da könnte man schon mal so eine Zwischenbilanz ziehen, so ein Zwischenplatot, zumindest so ein Basislager, dass man sagt, alle, die es wenigstens in dieses Basislager geschafft haben, die können von da aus weiter denken.

00:33:43: Aber das ist wirklich notwendig.

00:33:46: Du hast mich konkret gefragt und ich glaube, ja, das macht dein Glücklicher.

00:33:49: Als wenn du von morgens bis abends drüber nachdenken musst, wo kann ich heute schlafen, wo kriege ich Essen näher?

00:33:56: Also das kann ich total nachvollziehen.

00:33:58: Ich war ja durch meine Mutter, die an der Hauptschule jahrelang Lehrern war und dann oft erzählt hat, wie der Kinder morgens in die Schule kam und du hörtest dieses Magenknochen, weil es zu Hause nichts zu essen gab.

00:34:09: Und ob es jetzt daran lag, dass die Eltern sich nicht gekümmert haben oder einfach wirklich ... kein Geld, aber was oft genug der Fall war, wenn es dann zum Beispiel ... ... ein Klassenfahrt ging bei uns am Gymnasium.

00:34:18: Ja, weiß ich nicht, wo sind wir hingefahren?

00:34:19: ... ... in so eine Jugendherberge und dann war völlig klar, das kostet irgendwie ... ... thirty-fünf Euro, alle bezahlen das.

00:34:25: Und eher noch so, ja, kein Problem.

00:34:27: Und da gab es oft Kinder und dann hat ... ... meine Mutter schon immer geguckt, dass die Klassenfahrt ... ... so günstig wie möglich ist, wo das total schwierig war.

00:34:35: Was mich auch bis heute mit am meisten abfragt ... ... an diesem ganzen Konzept Gymnasium.

00:34:40: Du nimmst mit zehn oder elf Jahren die Kinder ... und sortierst die jetzt in die, die da auf die Schule kommen für die ... Nach dem Motto für die besseren Menschen.

00:34:51: Und ich finde das einfach so furchtbar.

00:34:53: Und selbst wenn das mit so einem Leistungsgedanken erklären möchte, nach dem Motto, ja, da muss dann halt die Elite irgendwie gepusht werden.

00:34:59: So ein Bullshit.

00:35:00: Gymnasium ist einfach nur Absicherung nach unten.

00:35:04: Man differenziert sich, man setzt sich ab in einem völligen Wahnsinn, weil du wunderbar statistisch zeigen kannst, dass Kinder, die nicht Eltern haben, die schon auf dem Gymnasium waren oder nicht studiert haben, es viel, viel schwieriger haben, dahin zu kommen.

00:35:16: Woran liegt das?

00:35:17: Sind die jetzt alle Dövern?

00:35:18: Nein, man, das liegt Riesenanteil doch auch daran, dass die einfach viel, viel schwieriger starten.

00:35:22: und dann in so einem jungen Alter so eine heftige Sortierung zu machen, das finde ich dermaßen unsozial, dass ich als jemand, der da bestimmt an vielen Stellen von von auf den ersten Blick profitiert hat, das finde ich fatal falsch.

00:35:35: So, kurzer Exkurs.

00:35:36: Ja, man

00:35:36: kann es ja auch ganz schnell umdrehen.

00:35:38: Ich denke, die Dank dazu muss ich noch loswerden.

00:35:40: Jeder kennt auch die Familien, die schon viel Geld hatten und ich sage es jetzt als komiker polemisch.

00:35:47: und da gab es den einen Trollöl, der niemals aufs Gymnasium gegangen wäre, wenn die nicht durch unzählige Nachhilfe stunden und was weiß ich, den irgendwo über so ein gewisses Niveau gebracht hätten, dass er das irgendwie zum Abitur schafft.

00:36:03: Und okay, das wird vielleicht öffentlich bestritten, aber wir wissen doch, dass es so ist.

00:36:10: Jeder kennt einen, wo man mit dem Kopf geschüttelt hat und gesagt hat, maximal.

00:36:19: Der hatte richtig nah an der Wand geschaukelt, durch einen dicken Pulli gestillt.

00:36:22: Richtig, richtig.

00:36:22: Aber

00:36:22: Kohle regelt.

00:36:23: Ja, total.

00:36:24: Maximal

00:36:24: lesen und schreiben und rückwärts einparken.

00:36:27: Hundert Prozent.

00:36:27: Ja.

00:36:28: Aber im Rückwärts-Einpark noch die Musik ein bisschen leiser machen, um besser gucken zu können.

00:36:32: Das ist so in dieser Kaliber.

00:36:34: Okay, jetzt sitzen wir beide hier und vielleicht hast du dann auch noch, das haben wir noch gar nicht besprochen, dieses Bild vor Augen, weil da kennst du bestimmt auch einige, ich auf jeden Fall, von Leuten, die wirklich richtig reich sind, die richtig Kohle haben.

00:36:44: Ich habe dir erzählt, in Münster siehst du die Allenthalben.

00:36:47: Ich war geflasht wie beim Rosenmontagszucht, den ich zum ersten Mal... letztes Jahr ein Münster so richtig miterlebt habe, wie Münster so reich ist, dass man sich für ganz viele Süßigkeiten gar nicht bügt, während bei uns in Solingen da Klopperei gewesen wäre, um jedes Stückchen Mauserspeck.

00:37:02: Und dann habe ich doch oft Leute vor Augen, die richtig viel Kohle haben und das passte dann so schön zu dieser Idee mit den ab seventy-fünftausend Dollar ist.

00:37:08: Schluss, vielleicht hat sich das deswegen auch in so vielen Köpfen und so vielen Artikeln so gehalten, dass man viele Leute vor Augen hat, die viel Kohle haben und überhaupt nicht glücklich sind, gar

00:37:18: nicht zufrieden.

00:37:19: Genau, kennt man auch sehr viele, ja.

00:37:21: Da ist, glaube ich, wieder jetzt... hoffe ich ja, dass wir hier alle auch unseren Kopf so ein bisschen methodisch wissenschaftlich über all die Jahre in unseren Folgen hier schärfen.

00:37:30: Da könnte ich mir wieder so einen Rockstar-Effekt vorstellen nach dem Motto, die die am lautesten, am schillerndsten, am auffälligsten sind, die bleiben besonders stark in unserem Kopf.

00:37:38: Und dann passt das wunderbar in deine Erzählung und vielleicht auch in deine entlastende Vorstellung irgendwannes Schluss mit der Kohle und der Zufriedenheit.

00:37:45: Wenn du dann sagen kannst, ja, die, die da besonders reich sind, da fallen wir bestimmt fünf ein, die total unglücklich sind.

00:37:51: Ja, und dann habe ich die besonders... das auf dem Radar.

00:37:54: So, wir haben jetzt bis hierhin gesagt, zusammengefasst, bei seventy-fünftausend Dollar finden die ein Abflachen für die positiven Gefühle.

00:38:03: Nicht für diese Leiter, das ging immer weiter hoch, aber erstmal war so die Message, so dieses alltägliche Glück hört dann irgendwann auf.

00:38:08: Das kannst du dir mit Geld offenbar nicht kaufen.

00:38:11: Punkt.

00:38:12: Doch dann passiert was.

00:38:13: Und jetzt geht es weiter und wird immer spannender in diesem Wissenschaftskrimi.

00:38:18: Dan Braun wäre stolz auf uns.

00:38:19: Dann passiert was, was in der Wissenschaft gar nicht so selten ist.

00:38:22: Ein anderes Forschungsteam widerspricht.

00:38:25: Und zwar nicht irgendwo,

00:38:26: sondern

00:38:27: endlich.

00:38:28: Im gleichen Journal, wieder in PNAS.

00:38:31: Und das ist das Tolle, das ist das, was ich an Forschung so mag.

00:38:34: In dem einen Journal wird eine Studie berichtet und es gibt zum Beispiel auch bestimmte Journals, wo dass das Konzept ist.

00:38:41: Es gibt einen sogenannten Targetartikel, einen Zielartikel, wo eine These drin berichtet wird, gut aufbereitet, peer reviewed, von anderen kritisch überprüft.

00:38:50: Und in derselben Ausgabe von dem Journal gibt es dann schon Reaktionen darauf.

00:38:53: Wo andere sagen, pass mal auf, ich würde die Daten eher so sehen oder wir haben noch mehr Daten, die in diese Richtung sprechen.

00:38:58: Und du merkst dann plötzlich, so funktioniert Wissenschaft, so ist der Diskurs angelegt.

00:39:03: Und nicht nach dem Motto, hier interessiert jetzt nur deine Meinung oder deine Überzeugung, sondern der mit den besten Daten.

00:39:09: sollte überzeugen.

00:39:10: Ich sage das mal so, weil natürlich sind das auch nur Menschen und das klappt nicht immer, aber...

00:39:15: Ja, darf ich mal einen wissenschaftlichen Beitrag leisten, ganz kurz?

00:39:18: Bitte.

00:39:19: Wunderschöne These, wäre vielleicht schon was fürs nächste Programm bei dir.

00:39:24: Achtung, alle aufgepasst.

00:39:25: Geld allein macht nicht unglücklich.

00:39:29: Also ich hab's jetzt einfach umgedreht und so denkt man, ja, genauso viel Wahrheit und Unwahrheit drin wie in der ersten Version.

00:39:38: Stimmt.

00:39:40: Ja, das ist wieder dein Handwerk.

00:39:43: Wenn man dann merkt, das finde ich ein sehr schöner Gedanke.

00:39:45: Das ist eine Kleinigkeit, da ist was um und plötzlich kommt man sonst schmunzeln.

00:39:48: Das mag ich ja sehr.

00:39:49: Geld alleine macht nicht unglücklich schön.

00:39:52: Ja, gucken wir weiter.

00:39:54: Was passiert jetzt in der Forschung, in unserem Wissenschaftskrimi?

00:39:57: Die neue Studie ist von im Jahr zwanzig, also mehr als zehn Jahre waren es ja, glaube ich, später, als diese erste Arbeit von Karnemann und Dieten mit den seventy-fünftausend Dollar.

00:40:07: Ungefähr zu der Zeit, als die nämlich ihre Forschung durchgeführt haben, hat ein Harvard Doktorant, ein Harvard Psychologie Doktorant, ein ehemaliger Software Produktmanager namens Matthew Killingsworth, ein Messinstrument entwickelt und zwar eine iPhone App namens Track Your Happiness.

00:40:27: halte deinen Zufriedenheit fest.

00:40:30: Wo die Benutzerinnen und Benutzer in zufälligen Zeitintervallen angepeepst werden über dieses Handy und nach ihren Aktivitäten und Gefühlen befragt werden.

00:40:40: So, immer die gleiche Scala, ich war begeistert, ich habe in der New York Times im Archiv einen Screenshot von dieser App gefunden, wobei es die auch jetzt noch gibt.

00:40:49: Also man kann sich die runterladen, habe ich gemacht und bin sehr, sehr gespannt, weil ich einfach mal für mich selber gucken möchte, wenn dann in den nächsten Tagen ich immer wieder gefragt werde und so ist da nämlich die Frage, how do you feel right now, wie fühlst du dich gerade?

00:41:02: Und dann kannst du so einen Schieberregler bewegen von very bad, ganz schlecht bis very good, sehr gut.

00:41:08: Wie fühlt sich das für mich an?

00:41:09: Weißt du, weil das ist ja gar nicht so einfach.

00:41:11: Also kannst du dir vorstellen, ich habe in den letzten Tagen, war ich nah an jemandem dran, der jemanden verloren hatte und der hat natürlich getraut und war auch traurig.

00:41:23: Aber ich habe zwischendurch gedacht, wenn ich diesen Menschen dann gesehen habe in seiner Traurigkeit, dann gab es auch wieder Momente, wo wir zusammen gelacht haben.

00:41:31: Und zwischendurch hast du genau gemerkt, wie wie bei dieser Person im Kopf so ein bisschen einen, ich will es nicht, Kampf nennen, aber vielleicht so unterschiedliche Kräfte waren.

00:41:40: Weißt du, einerseits so was hingezogen zu dem Traurichsein und andererseits irgendwie, das war aber auch okay, dass dieser alte Mensch gestorben ist und vielleicht auch besser für ihn.

00:41:49: Weißt du, was ich meine?

00:41:50: Also es ist ja gar nicht so einfach, stelle ich mir vor, wenn dein Handy piept und dich fragt, wie fühlst du dich gerade von very bad bis very good?

00:41:57: Was willst du jetzt sagen, wenn jetzt gerade der Handy piept?

00:42:01: Ja, sehr gut wie immer.

00:42:05: Du würdest wahrscheinlich rausfliegen aus der Analyse, weil man sagen würde, dieser User hat immer auf voll, very gut geschoben.

00:42:10: Ich

00:42:11: kann ja nichts dafür, das ist meine Stärke und Schwäche zugleich.

00:42:14: Es geht halt eigentlich immer gut.

00:42:16: Es tut mir leid.

00:42:18: Nee, ist ja nicht schlimm.

00:42:19: Für mich wäre das, glaube ich, nicht so einfach, weil ich würde dann sofort anfangen nachzudenken und hätte so das im Kopf, was ich gerade von der anderen Person erzählt habe.

00:42:30: Finde das gar nicht so einfach, das zu beantworten.

00:42:32: Aber und das ja jetzt das Gute, das wird ja nicht nur mit einer Person gemacht, sondern mit ganz vielen und das immer so ein bisschen die Idee in der Psychologie.

00:42:39: Wenn ich ganz viele befrage, dann mitteln sich solche vielleicht Ungewissheiten so ein Stück weit raus.

00:42:45: Der eine bewertet es dann mal so, der andere so.

00:42:47: Aber deswegen fragen wir ganz, ganz viele und klingen dann über die Mittelwerte klare Aussagen.

00:42:50: Ja.

00:42:51: Mindestens einmal ist noch wichtig, während dieses Prozesses, also während der Teilnahme über die App wurden die Leute auch gefragt, wie zufrieden sind sie insgesamt mit ihrem Leben.

00:43:00: Das passt so ein bisschen zu dieser Leiter, die wir schon kennen.

00:43:03: So, was kommt jetzt raus?

00:43:05: Es ist also eine andere Technik.

00:43:06: Experience-Sampling wird das genannt in der Wissenschaft.

00:43:09: Also kleine Momente, wo deine Erfahrungen erhoben werden.

00:43:12: Experience ist deine Erfahrungen abgefragt.

00:43:15: Und der Forscher sagt, das sagt uns natürlich viel klarer etwas über das reale Leben der Menschen, als wenn ich die irgendwie im Rückblick frage, wie sind denn so deine ... Gefühle diesen Tag über gewesen.

00:43:27: Weißt du, was ich meine?

00:43:28: Genau,

00:43:29: ja.

00:43:29: Okay, weil es sagt uns was tatsächlich im Moment dieser Menschen passiert.

00:43:32: Mit den Einschränkungen, die ich gerade gemacht habe, ganz sicher kann man das natürlich nicht sagen, weil das ja gar nicht so einfach ist, einmal festzunageln.

00:43:40: Wie fühle ich mich denn gerade, haben wir hier?

00:43:42: Seit sechs Jahren schon drüber gesprochen.

00:43:43: Ja, genau.

00:43:44: Was hatten ihr für Daten?

00:43:45: Insgesamt gaben dreien, dreißig, tausend, dreihundert, neun, neunzig Erwerbstätige zwischen achtzehn und sechzig Jahren in den USA, eins Komma sieben Millionen Datenpunkte an, also Berichte über ihr erlebtes Wohlbefinden.

00:43:59: Und das Ergebnis war jetzt sehr interessant.

00:44:02: Aber die Grundidee ist ja schon klasse.

00:44:04: Die Studie ist geil, oder?

00:44:06: Du musst dich doch total begeistern, oder?

00:44:09: So was begeistern mich.

00:44:10: Also große Datensätze begeistern mich.

00:44:11: Wobei ich eigentlich mittlerweile in fast jeder Studie doch noch mal schwachstellen sehe und das ist auch normal.

00:44:15: Also ich kann es ja hier nicht oft genug unterstreichen.

00:44:18: Ich will und finde wir müssen auch die Psychologie an vielen vielen Stellen kritisieren.

00:44:24: Du befragst jemanden über den du etwas wissen möchtest, selber über sich.

00:44:30: Das ist komisch, das wäre so, als würdest du einen Thermometer mit einem Thermometer messen.

00:44:35: Also es bleibt ja eine riesenhafte Ungewissheit an, das als jetzt in einem physikalischen Experiment oder in einer, weiß ich nicht, schemikalischen Berechnung von, der kenne ich mich nicht so aus, von zwei Molekülen oder sowas.

00:44:49: So trotzdem, wir haben diesen riesen Datensatz, das ist erstmal interessant.

00:44:53: Was kommt raus?

00:44:55: Die allgemeine Lebenszufriedenheit.

00:44:58: das auf dieser Leiter aus der vorherige Studie, wir erinnern uns von null bis zehn, das stieg auch hier mit dem Lohn an, mit dem Bruttojahres Einkommen.

00:45:09: Das kennen wir schon, das war ja auch in der Studie davor so.

00:45:11: Aber hier zeigt sich jetzt, dass auch das tägliche emotionale Wohlbefinden mit dem Lohn immer weiter ansteigt und zwar weit über diese damalige Grenze von seventy fünftausend Dollar, selbst wenn man es um Inflation und so korrigiert, weit über diese Grenze hinaus.

00:45:28: Bei Killingsworth sieht man keinen oberen Wert, wo dann irgendwann Schluss ist.

00:45:32: Ja.

00:45:32: Mit den guten Gefühlen dank Geld.

00:45:35: Ja, ja.

00:45:35: Also

00:45:36: neue Studie, die kein Plateau findet.

00:45:40: Jetzt, äh, Frage an dich.

00:45:42: Bisher hätte man sagen können, toll, da gibt's irgendwo so einen Moment, bei seventy-fünftausend Dollar, ähm, ist dann Schluss.

00:45:48: Brotoyares Haushaltseinkommen, was viele in Deutschland haben, viel mehr als man vielleicht erst mal denken würde.

00:45:54: Das ist ja, nimmt ja vielleicht Druck.

00:45:55: Jetzt kommt eine neue Studie und sagt.

00:45:57: Edge-Bedge?

00:45:58: Doch nicht.

00:46:00: Macht uns das jetzt wieder Stress?

00:46:02: Würdest du dann da sitzen und denken, oh nee, jetzt muss ich ja doch ran?

00:46:07: Ich will ganz ehrlich antworten, mir war das immer schon klar.

00:46:15: Ich habe nie geglaubt, dass es so eine Grenze gibt und dann ab da flacht die Kurve total ab.

00:46:23: Also bei mir selber nicht und auch Beobachtungen bei anderen nicht, die eine Karriere gemacht haben als Unternehmer.

00:46:29: Und nee, das kann ich wirklich nie bestätigen.

00:46:35: Jetzt kommt es natürlich immer darauf an, welche Grundvoraussetzung bringst du mit.

00:46:38: Bist du jemand, der schnell glücklich ist, der schnell zufrieden ist mit dem, was er hat.

00:46:45: Aber nee, aber das ist auch absurd.

00:46:47: Wirklich, glaub es mir.

00:46:49: Ich habe das immer schon gedacht.

00:46:50: Das ist absurd.

00:46:52: generell eine Grenze geben kann, ab wo man dann nicht mehr, wo die Zufriedenheit nicht zunimmt.

00:46:59: Nee, und wenn du mich jetzt in speziellen Fragen fragst, dann muss ich sagen, nee, also, ich bin ganz ehrlich, das macht schon was mit mir.

00:47:07: Aber vielleicht, ich weiß auch nicht, vielleicht dann jemand, der aus einer armen Familie kommt, so wie ich, das auch besser genießen, dass ich, ja, mit jeder Erhöhung dann nochmal die Nerven mehr beruhigen.

00:47:21: Ja, krass.

00:47:22: Ja, vielleicht ist es das wirklich.

00:47:23: Und du, also erstmal liebe ich es, dass du sagst, ne, überrascht mich gar nicht, ich hab's immer gewusst.

00:47:30: Das ist dann die Lebensweisheit versus irgendwelche empirischen Studien, die dem hinterher hinken mit den Erkenntnissen.

00:47:36: Und dann mag ich aber auch, dass du sagst, ne, du erwartest da gar kein Plateau, weil dann hab ich für dich gleich.

00:47:41: Achtung, es wird noch eine dritte Studie kommen.

00:47:43: Wir haben ja jetzt die Situation, die eine Studie sagt, es gibt ein Plateau, die andere Studie sagt, nein.

00:47:49: Was machen wir da draus?

00:47:50: Es gibt gleich noch eine dritte Studie, wo die beiden Forschungsteams sich zusammengetan haben.

00:47:55: Super spannend, um unseren Krimi hier zum Höhepunkt zu treiben.

00:47:58: Aber vielleicht auch noch ein Gedanke dazu, weil... Also ich fand diese Idee mit dem Plateau total schön und auch total... Befriedigend.

00:48:08: und ehrlich gesagt merke das auch für meine, für mein Leben so.

00:48:13: und vielleicht liegt das aber wirklich daran, dass ich als Doppellehrer Kind nie in Armut gelebt habe.

00:48:19: und jetzt, weil man ist ja dann, man würde jetzt immer denken, man ist da nicht reich, aber zwei Leereinkommen sind ja schon ordentlich und und wie gesagt eine Klasse bezahlen oder französisch nach Hilfe und genau das Geld ist auch sehr, sehr, sehr sicher.

00:48:33: Das ist dann alles drin.

00:48:34: Und da ist man dann vielleicht, ich weiß nicht, ob das jetzt die Erklärung ist, aber für mich ist eher so, dass ich dann auch jetzt das Gefühl habe, jetzt nochmal mehr Geld zu verdienen.

00:48:43: Also für mich erhöht das irgendwie jetzt gar nichts mehr.

00:48:48: Ich habe Respekt vor Geld.

00:48:49: Das war ja mit diesem Ölnärgewinn auch völlig gaga, weil ich da ja noch so jung war, plötzlich dieses ganze Geld zu haben.

00:48:55: Und natürlich habe ich nie gedacht, Da muss man jetzt keinen Respekt vorhaben oder keine Dankbarkeit.

00:49:01: Ich war total dankbar und habe auch eine Demut, wenn ich mir vorstelle, manche Leute müssen für so einen Millionengewinnen, die nicht da quasi wie beim Lotto halb geschenkt bekommen, müssen ihr Leben lang arbeiten.

00:49:14: Na ja, du hast ja aber auch schon danach gestrebt.

00:49:18: Ja, aber nicht nach dem Millionengewinnen.

00:49:19: Ja,

00:49:20: wirklich nicht.

00:49:21: Also ich habe nicht da hingegangen und habe gedacht, ich gewinne Millionen, sondern ich habe gedacht, ich komme so weit wie mein Freund Fabian, der hatte vierundsechzigtausend gewonnen und ich dachte, boah, wenn du zweiunddreißig holst, ist geil.

00:49:30: Dass das dann so krank lief, da hätte ich nie gerechnet.

00:49:33: Wirklich nicht.

00:49:34: Ja, aber man kann ja in deinem ganzen Werdegang den Streben danach schon sehen.

00:49:39: Du hast ja ein sehr unternehmerisches Denken, das ist ja auch außer in NRW-Schuhbüchern nichts Schlimmes.

00:49:44: Und drücken was anderes aus.

00:49:47: Du freust dich doch auch kaufmännisch, wenn ein Plan funktioniert.

00:49:51: Genau, ganz genau.

00:49:52: Aber das ist, ich freue mich darüber, kaufmännisch.

00:49:54: Und nochmal, das sage ich jetzt aus der luxurösen Position heraus, dieses Geld damals gewonnen zu haben und das ist jetzt auch läuft, will ich ja gar nicht in Abrede stellen, überhaupt nicht im Gegenteil.

00:50:02: Aber es ist dann wirklich eher dieses, okay, man hat dann eine kaufmännische Freude daran und es wird so ein bisschen wie du merkst, dass Leute deine Arbeit so sehr wertschätzen, dass sie dass du damit irgendwie so ein bisschen Betracht verdienen kannst.

00:50:15: Aber es ist jetzt nicht mehr so, dass ich dann denke, wenn du jetzt diese tausend Euro mehr hast oder irgendeine Summe, dass sich das viel geiler anfühlt mein Leben.

00:50:24: Überhaupt nicht.

00:50:25: Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass ich sehr zufrieden bin und jetzt auch nicht wüsste, wo soll ich noch eine Schippe herholen.

00:50:32: Das ist einfach schon für mich alles total schön.

00:50:34: Und dann fand ich, ich fand diese Idee mit dem Plateau ganz anders als du, total nachvollziehbar.

00:50:40: Aber findest du nicht, dass sich gerade in unserem Gespräch herauskristallisiert, dass es immer eine individuelle Definitionssache auch ist?

00:50:47: Also ich müsste, wenn ich jetzt ehrlich wäre, das habe ich ja eben auch schon gesagt, dieses Plateau, dieses Basislager über das wir gesprochen haben, wenn man das erreicht, dann stellt sich natürlich eine gewisse lässige Zufriedenheit auch ein.

00:51:01: Weil okay, du kannst ja jetzt nicht alles leisten, aber du kannst dir die lebensnotwendigen Dinge leisten und vielleicht auch noch ein bisschen mehr.

00:51:07: Die eine Theaterkarte, das Kino-Ticket und den Café in Oslobrück.

00:51:12: Aber das stimmt schon und vielleicht bin ich auch schon zu lange auf dieser Schwelle, dass es mir gut geht.

00:51:20: So ehrlich will ich sein, dass ich diese Sorgen und Nöte, die man hatte, oder auch die ich hatte, dass man überhaupt an so einem Punkt kommt, wo man einigermaßen versorgt ist, dass ich das, ich will es ganz lapidar sagen, vergessen habe.

00:51:34: Oder zumindest nicht mehr so ganz nachvollziehen kann.

00:51:37: Ich weiß, ein paar Kind von mir hat ein Studium abgeschlossen, suchte eine Wohnung in Berlin.

00:51:43: Da ist das Problem schon drin in dem Satz.

00:51:46: hatte dann eine Wohnung gefunden und da musste er so viel Sicherheit bringen, obwohl er schon jetzt einen sehr guten Job hat.

00:51:53: So viel Sicherheit.

00:51:54: Da musste ich noch für ihn bürgen.

00:51:55: Man musste da auch noch irgendwelche Vermögensbeweise liefern.

00:52:01: Wahnsinn.

00:52:01: Und ja, klar.

00:52:03: Und er hatte natürlich.

00:52:04: Und er hat ganz andere Sorgen auch im Studium gehabt.

00:52:07: Wo gehe ich?

00:52:09: In welchem Fitnessstudio gehe ich?

00:52:10: Wo ist das Billigste?

00:52:12: Wo unser Einer natürlich denkt, wo ist das Schönste?

00:52:15: Und das ist wahrscheinlich der Punkt.

00:52:17: Und da habe ich noch mal gedacht, ja, stimmt, stimmt, stimmt, stimmt.

00:52:19: Und ich habe es wahrscheinlich vergessen, wie sie es anfühlt.

00:52:22: Das ist schon recht, klar.

00:52:26: Ja, und dann so vielleicht aus so einer Perspektive heraus, dass man das unter dem Plateau kennt, dann zu denken, da kommt dann immer dieses Plateau, ist ja erstmal eine, wie gesagt, schöne Vorstellung.

00:52:36: Aber Killingsworth, dieser Forscher, der die neuere Studie gemacht hat, wo es eben dieses Plateau nicht mehr gab, der es nicht gefunden hat, der hat in dem Interview gesagt, Na ja, Leute, wenn man mehr Geld hat, dann hat man mehr Möglichkeiten, wie man sein Leben gestalten kann.

00:52:49: Ganz einfach.

00:52:50: Da ist es, da ist es.

00:52:51: Das

00:52:51: ist das, was du ja auch gesagt hast.

00:52:53: Menschen sagt er dann weiter, die von der Hand in den Mund leben und ihr oder ihren Job verlieren.

00:52:57: Die müssen dann vielleicht den ersten Job annehmen, um sich irgendwie über Wasser zu halten, auch wenn das einer ist, den sie vielleicht nicht so mögen, während Menschen mit einem finanziellen Polster dann irgendwie warten können.

00:53:05: bis der Job kommt, der besser zu ihnen passt.

00:53:08: Und auch bei großen und kleinen Entscheidungen sagt, da hat man mit mehr Geld einfach viel mehr Wahlmöglichkeiten und größeres Gefühl von Autonomie.

00:53:16: Da schließt sich ein bisschen der Kreis zu dem, was ich ganz am Anfang gesagt habe, dieses Gefühl von, ich kann zum Beispiel meine Arbeit total freigestalten, wie ich da arbeiten möchte und was ich da machen möchte, ganz anders als an der Plexiglasfräse.

00:53:26: Und es kann ja sein, dass jemand sagt, die Plexiglasfräse ist für mich das, was ich liebe, völlig fein.

00:53:31: Aber wenn du ein gewisses Gefühl an Autonomie und Gestaltungsspielraum hast, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dann sagst, jo, passt und macht mich richtig happy, wahrscheinlich einfache Mittel etwas höher.

00:53:41: Aber findest du nicht, dass Autonomie das Keyword ist an dieser Stelle?

00:53:46: Bob Dylan hat mal gesagt, ein Mensch ist glücklich, wenn er zwischen aufstehen und schlafen gehen, dass dunkel was ihm gefällt.

00:53:53: Und da haben wir es doch.

00:53:54: Und vielleicht ist das sogar eine ganz gute Definition.

00:53:58: Du kannst erst über Autonomie und Selbstbestimmung nachdenken, wenn du dieses Plateau erreicht das.

00:54:06: Jetzt kommen wieder meine Beispiele von der Baustelle nebenan, die Eisenbiger, Betonbauer, Gerüstbäuer und so.

00:54:12: Ich glaube gar nicht, dass sie so viel über Selbstbestimmung und Autonomie und Kreativität in ihrem Leben nachdenken.

00:54:19: Die schuften jeden Monat für dieses Plateau und fertig.

00:54:23: Und da könnte man doch vielleicht sogar den Maßstab ansetzen, wenn wir jetzt beide Studien nehmen, die du da gegeneinander hältst, dass man sagt, vielleicht, wenn man die Leiter, die Doppelleiter auf diesem Plateau aufstellt und mit seiner Autonomie handiert und mit der Selbstbestimmung.

00:54:43: Und wenn man sagt, strahlen diese beiden Worte doch schon eine gewisse Selbstzufriedenheit aus, weil da, und das wirst du auch bestätigen, als du diesen gewissen Status hattest, Ab da konntest du dein Leben doch ganz anders gestalten, oder?

00:54:58: Ja, klar.

00:55:00: Klar, das fing ja an damit, dass ich mir dann in Münstern Haus kaufen konnte.

00:55:03: Ja.

00:55:04: Was vorher, ja, wie für fast alle meiner Generation unmöglich gewesen ist.

00:55:08: Dieser Millionengewinn war ein Game Changer.

00:55:11: Total.

00:55:11: Ja.

00:55:13: Total.

00:55:14: Und das, und übrigens eine der für mich erschreckendsten Beobachtungen seitdem ist, klar, da war dann auch diese mediale Aufmerksamkeit, aber ich hatte so das Gefühl, man Es öffnen sich dann so Türen.

00:55:25: Ich bin hoffentlich durch keine oder zumindest fast keine durchgegangen, aber dann wirst du plötzlich in so Clubs eingeladen.

00:55:31: Dann meldet sich da irgend so jemand von so einer Bank bei dir und du bekommst dann gerade ein Münster-Thema-Reiche statt.

00:55:37: Wirkst du das Gefühl, du öffnen sich jetzt so Türen in so bestimmte Schichten?

00:55:41: Ja, du wirst eingeladen.

00:55:42: Genau, und da ist dann plötzlich völlig klar, wenn einer ein Praktikum sucht, ach, kein Problem, wer kennt den Chefarzt oder die Leiterin von dem Architekturbüro, der kriegst du dann sofort.

00:55:50: Und da merkst du diese Netzwerke und dieses Aufrechterhalten und dieses nochmal nach unten, nach unten dichtmachen, wie ein Gymnasium das als Prinzip hat, finde ich.

00:56:01: Das merkst du da ganz stark.

00:56:03: Und dann hast du auch schnell war so für mich die Erkenntnis, ich müsste mich jetzt sehr doof anstellen, damit meine Kinder wenn ich mal welche hätte, nicht wieder in so einem relativem Reichtum schon quasi drin sind.

00:56:16: Weißt du, was ich meine?

00:56:17: Also ich müsste jetzt anfangen, das Geld zu verpressen oder mich da irgendwie keine Ahnung, was ins Abseits zu schießen.

00:56:24: Ansonsten ist einfach die Wahrscheinlichkeit, dass meine Kinder, egal wie doof die wären, egal wie untalentiert oder sonst was, einfach statistisch gesehen wird die Wahrscheinlichkeit so viel höher sein, dass die auch wieder aufs Gymnasium gehen könnten oder so.

00:56:40: Das zum Beispiel macht mich einfach so sauer, wenn ich dann diese Mindset-Gurus da höre, die dir verklickern wollen.

00:56:46: Ja, ist ja alles eine Frage vom Mindset.

00:56:48: Und wer hier nicht richtig arbeitet, wer sich nicht genug ansteigt, der ist halt selber schuld.

00:56:52: Ich denk dann immer an... Was heißt immer, ich kenne einige solcher Geschichten, aber ich meine, Elias war der namen junger Mann, den ich kennengelernt habe bei einer ZF-Sendung, der im SOS Kinderdorf aufgewachsen ist, der dann beschrieben hat, was das heißt.

00:57:04: Da gibt es ein Gefühl, fast gar kein Geld, Reichtum sowieso schon mal nicht.

00:57:08: Und der, weil du gerade eben so gesagt hast, wenn du dann an die Betonbauer da denkst, der war auch in einer finanziellen schwierigen Situation oder zumindest war ihm jetzt das Geld nicht geschenkt, wie vielleicht bei so einem bei einem Handwerk, wobei die ja heute oft, oft reich sind, wahrscheinlich nicht die auf der Baustelle, die der Beton anrühren, aber zumindest die Chefs.

00:57:29: Ja, genau.

00:57:30: Ganz schnell eingefügt eben, weil du Handwerk sagst.

00:57:33: So, wenn du ein Handwerk gelernt hast, sowieso schon mal gut heutzutage, stell dir vor, du bist sogar noch Meister, dann bist du ja auf ein Niveau.

00:57:39: Aber das nur kurz eingeschoben.

00:57:40: Und das finde ich übrigens auch gut, weil da habe ich oft das Gefühl, die brauchen wir so viel mehr als irgendwelche McKinsey-Berater oder Fintech-App-Entwickler.

00:57:49: Aber zu dem Punkt, den ich machen wollte, Der hat das dann beschrieben, der war super gebildet, hatte dann irgendwann einen, glaube ich, ein Stipendium für eine Top-Uni bekommen, hat sich da so... ...durchgearbeitet.

00:58:02: und da hatte ich wirklich das Gefühl, bohr Respekt und Hut ab und du bist smarter und schlauer und hast so viel mehr Drive, als ich das für mich behaupten kann.

00:58:10: und startest aber nochmal dieses Bild, was wir schon mal hatten bei dem hundert Meter Lauf, einfach gefühlt wegen der Bedingungen durch... keine Nachhilfe, nicht das Auslandsjahr in Frankreich bezahlt, bekommt stattest du irgendwie zehn Meter weiter hinten.

00:58:24: Und dann muss

00:58:24: ich doch einfach viel mehr Respekt haben, wenn du dann, wenn du das dann schaffst als bei jemandem, der vielleicht wie ich doppelärer Kind war oder wenn, wenn ich da mal Kinder hätte, du dann plötzlich Kinder von jemandem, bis der mal eine Million im Fernsehen gewonnen hat.

00:58:39: Also,

00:58:41: war ein kleiner Exkurs.

00:58:42: Wir haben jetzt gesagt, um nochmal wieder zum wissenschaftlichen Teil zu kommen.

00:58:47: Die eine Studie hatte gefunden, platto bis seventy-fünftausend.

00:58:50: Die neuere Studie von Killingsworth findet das nicht.

00:58:52: Da geht dieses Emotionale immer weiter hoch.

00:58:56: Man sieht nicht, dass da irgendwo ein Knick kommt.

00:58:58: Was macht man jetzt?

00:59:00: Wer hat denn recht?

00:59:01: Ja, das ist gut.

00:59:03: Das gefällt mir.

00:59:04: Und tatsächlich beschließen die im Jahr zwei tausend zweiundzwanzig, das fand ich sehr schön, Karnemann und Killingsworth, also die beiden Hauptautoren von diesen Studien.

00:59:12: Wir tun uns zusammen.

00:59:13: Wir tun uns zusammen.

00:59:15: Das ist ja erstmal total spannend, weil du hast oft in diesen Forschungsdebatten das Gefühl, mir hat mal eine berühmte Forschung gesagt, ja, we are frenemies, also friends, aber auch enemies, Feinde.

00:59:24: Das wirklich fast schon so eine Feindschaft besteht, und natürlich hängt da viel von ab.

00:59:28: Wenn du jetzt sagst, ich habe hier immer die eine These vertreten und meine Paper zeigen das, und dann kommt jemand anders und sagt, alles Bullshit, runter vom Tisch damit, eure Methode war schlecht, eure Thesen falsch und so weiter, da gibts schon Beef.

00:59:39: Was machen die jetzt?

00:59:40: Die machen etwas, was wir, ich möchte es kurz erklären, weil das glaube ich wirklich gut ist, auch in unserer Debattenkultur sowas mal zu hören.

00:59:48: Die machen etwas, das heißt adversarial research.

00:59:52: Also im Prinzip eine Zusammenarbeit von zwei eigentlich gegenüberstehenden Thesen.

01:00:00: Bei einem adversarial research Projekt geht es darum, dass zwei Forschungsteams, also mit solchen gegensätzlichen Theorien, Hypothesen oder Interpretation ganz bewusst zusammenarbeiten.

01:00:11: Und das Ziel ist dann, dass man sich zusammen eine Studie überlegt, die für alle Seiten akzeptabel ist.

01:00:16: Also man fragt vorher, okay, wir wollen jetzt rausfinden.

01:00:19: Geht denn das emotionale Wohlbefinden immer weiter hoch?

01:00:21: Ja, ja.

01:00:22: Mit noch mehr Jahreseinkommen oder nicht?

01:00:24: Dann überlegt man sich, wie misst man das denn?

01:00:26: Wen fragen wir?

01:00:27: Wie oft fragen wir?

01:00:29: Welche Maße benutzen wir?

01:00:31: Also man überlegt sich dieses Studiendesign zusammen.

01:00:34: Da fließt dann alles ein und guckt dann danach, wenn man die Ergebnis hat, auch zusammen wie Werden wir das aus, wie interpretieren wir das?

01:00:41: Das kostet natürlich viel mehr Zeit, das ist zusätzliche Arbeit, deswegen wird es oft nicht gemacht.

01:00:45: Aber ich finde das eigentlich super, weil in dem Moment ja wirklich genau das passiert, was wir eigentlich in der Forschung brauchen.

01:00:53: Es gibt verschiedene Thesen und irgendwann will man sie aber auch in Erkenntnis zusammenführen oder weiterkommen und fragen, welche der beiden Thesen ist denn jetzt eigentlich die.

01:01:01: Wo mehr Daten für sprechen.

01:01:03: Und vielleicht da mal ein Beispiel, das die APA berichtet, große Psychologievereinigung auf der Welt, wo sich Forschungsteam gefragt haben, wie viel Sexismus gibt es eigentlich noch in der Wissenschaft?

01:01:13: Und dann gab es da auch zwei Lager.

01:01:16: Die einen, die eher gesagt haben, boah, immer noch viel zu viel und voll zu krass.

01:01:18: Und die anderen gesagt haben, nee, Moment mal, das wird langsam weniger.

01:01:21: Dann haben sich diese beiden... Teams zusammengetan und einer der Forscher hat nachher gesagt, dass er wirklich die genaueste und faireste Beschreibung dessen, was die wissenschaftliche Evidenz tatsächlich zeigt.

01:01:31: Dann haben die gemeinsame Analysen gemacht und finden ein differenzierteres Bild.

01:01:35: Also Sie können es mal präziser beschreiben.

01:01:36: und dann zeigt sich in manchen Bereichen, zum Beispiel bei Gehaltsunterschieden, da zeigen sich klare Benachteiligungen von Frauen.

01:01:43: Aber in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Vergabe von Drittmitteln oder bei Einstellungsverfahren, da finden sich keine Hinweise auf systematischen Sexismus.

01:01:53: in den Erhebungen dieser beiden Forschungsteams zusammen.

01:01:56: Und das Schönste war, dass dann eigentlich die Reaktion darauf war, dass die gesagt haben, wir haben jahrzehntelang beide an diesem Thema geforscht und mit jeder neuen Veröffentlichung gab es wieder Gegenangriffe und Beef und in den sozialen Medien so krasse Reaktionen.

01:02:10: Aber ein Stück weit hast du dort da diese Dialektik.

01:02:13: Eine These, dann eine Gegentesen, eine Antithese und am Ende die Synthese.

01:02:18: Und da denke ich manchmal, wir bräuchten viel mehr von diesem adversarial Research, von dieser Forschung, wo sich zwei gegensätzliche Meinungen zusammentun, als es das vielleicht bisher gibt.

01:02:28: So, das Gute, genau das machen jetzt unsere beiden Forschungsteams, da sind wir wieder mit dem Thema Geld.

01:02:33: Unterstützt werden die dabei von einer Psychologin, Melas hieß die von der University of Pennsylvania, die so ein bisschen als Vermittlerin, als Teil des Forschungsteams jetzt fungiert.

01:02:44: In dieser gemeinsamen Veröffentlichung nehmen die den Datensatz vom Killingsworth mit diesen vielen, vielen Abfragen per Handy nochmal genauer unter die Lupe.

01:02:52: Mit dem Ziel, diese widersprüchlichen Befunde nicht gegeneinander auszuspielen, sondern besser zu verstehen, was ist hier eigentlich los?

01:02:59: Und es ist total interessant.

01:03:01: Die zentrale Frage lautet jetzt, wie können wir in den Daten von den beiden Studien diese beiden Muster finden?

01:03:05: Einmal Plateau und einmal nicht.

01:03:07: Wie könnte das sein?

01:03:09: Und was finden die?

01:03:12: Die setzen eine Grenze bei Hunderttausend Dollar.

01:03:15: Ein bisschen verschobene Inflation, viele Jahre Städter und Co.

01:03:19: Das sind ungefähr achtzigtausend Euro Brutto-Haushaltsjahres Einkommen und versuchen herauszufinden, wenn man jetzt mal genauer anguckt für verschiedene Teile, für verschiedene Untergruppen in diesem Datensatz.

01:03:34: Was kommt dabei raus?

01:03:36: Und dafür teilen die Leute ein, in Perzentile nennen wir das, also Zehntel im Prinzip, auf der Zufriedenheitsskala.

01:03:44: Und dann zeigt sich, für die Leute, drei Sachen zeigen sich, ich fass mal zusammen, für die Leute, die besonders unzufrieden sind, geht erstmal mit mehr Geld, gehen die positiven Gefühle hoch.

01:03:57: Also es fühlt sich auch für die toll an.

01:03:58: Aber also bei den besonders unzufriedenen.

01:04:02: Kann man sich, glaube ich, vorstellen.

01:04:03: Das nimmt Stress weg.

01:04:04: Das nimmt Probleme weg.

01:04:05: Du hast plötzlich ein bisschen mehr Autonomie.

01:04:08: Du hast mehr Gestaltungsspielraum.

01:04:09: Aber bei den besonders unzufriedenen, flacht das bei hunderttausend Dollar ab.

01:04:15: Da kommt das Plateau.

01:04:16: Okay, das müssen wir uns merken.

01:04:18: Besonders unzufriedene, hunderttausend Dollar Abflachung.

01:04:23: Genau.

01:04:24: Bei denen, die sich im mittleren Bereich finden, geht das die ganze Zeit weiter hoch.

01:04:28: Bei den Allerzufriedensten.

01:04:30: Den obersten Prozent steigt die Kurve ab hunderttausend noch mal besonders stark an.

01:04:36: Da bin

01:04:36: ich.

01:04:36: Das bin ich.

01:04:40: Ja, könnte wirklich sein.

01:04:41: Könnte wirklich sein.

01:04:42: Die

01:04:42: Studie stimmt.

01:04:43: Das könnte wirklich sein.

01:04:46: Das freut mich, dass wir das hier mit einer Stichprobe von eins nämlich dir bestätigen können.

01:04:51: Ja.

01:04:53: Aber es wirkt so, dass es dein Gefühl?

01:04:55: Ja, absolut.

01:04:56: Das wird so hundertprozentig hin.

01:04:59: Ich bin ein sehr zufriedener Mensch und freue mich, wie ehrlich ich heute bin.

01:05:03: Oh Gott, ich kriege schon wieder so viele böse Mails kriegen.

01:05:08: Nur zur Beruhigung der Nerven für alle.

01:05:10: Ich komme aus einer armen Familie.

01:05:11: Kein Wunder, dass ich mich da so drüber freue.

01:05:13: Also.

01:05:14: Du kommst aus einer armen Familie.

01:05:16: Was dieses Forschungsteam aber sags fand ich total interessant.

01:05:18: Jetzt kann man sich ja fragen, warum?

01:05:20: Wieso ist das so, dass bei denen, die richtig unzufrieden sind, dass zwar am Anfang mehr Geld wirklich auch mehr... positive Emotionen bringt, aber dann irgendwann ist Schluss.

01:05:31: Eine Erklärung sagen die ist, dass natürlich das erstmal Druck nimmt und Stress nimmt.

01:05:36: und nochmal, das können wir hier nur mit dickem Adding immer wieder unterstreichen, Geld befreit ja von ganz, ganz vielen alltäglichen Problemen.

01:05:44: Wer zahlt die Klassenfahrt?

01:05:46: Wie können wir die Wohnung bezahlen?

01:05:48: Womit zahlen wir die Klamotten oder das viel teurer geworden Heizen oder das viel, viel teurer geworden Essen im Supermarkt?

01:05:54: So, Punkt.

01:05:55: Aber bestimmte Sachen kannst du eben mit Geld nicht weg kaufen.

01:06:00: Zum Beispiel ein, so sagen die Forscher, das eingebrochenes Herz, weil du vielleicht in der Liebesbeziehung total unzufrieden bist.

01:06:07: Oder

01:06:08: Trauer,

01:06:09: wenn dein Kind vielleicht vor ein paar Jahren gestorben ist und du sagst, jetzt kommt dir Geld, das nimmt mir zumindest ein Stück weit den Druck oder es kommt mehr Geld, total nachvollziehbar, aber dass du dann irgendwann so richtig sagst, boah, geil, noch mehr Geld, jetzt bin ich hier total happy, obwohl da diese große Trauer ist, vielleicht nicht.

01:06:27: oder klinische Depression bringen die auch als Beispiel.

01:06:30: Find ich, kann man sich auch vorstellen, natürlich wenn du jetzt psychisch eine Krankheit hast und diese Störung dir einfach so viele Steine in den Weg legt, klar, dann ist erstmal mehr Geld doch total hilfreich.

01:06:41: Aber ab einem gewissen Punkt sagst du vielleicht so, jo, alle Basics sind gedeckt und auch noch ein bisschen darüber hinaus, aber weil ich grundsätzlich nicht wirklich zufrieden bin, sich mein Leben nicht wirklich gut anfühlt, kommt jetzt mit noch mehr Geld, nicht noch mehr positive Effekt.

01:06:57: Ja, okay.

01:06:58: Und das ist vielleicht auch ganz wichtig, dass du das jetzt nochmal rausstreichst.

01:07:03: Weil alles, was sonst noch passiert, was sonst ist ja auch so abstrakt, was man da betrachtet.

01:07:09: Es ist ja nicht so, du führst ein lineares Leben und ab einem gewissen Punkt hast du mehr Geld und dann verändern sich die Kurve und sonst passiert nichts.

01:07:16: Es ist ja immer genau das, was du beschrieben hast, eine Krankheit, ein Verlust, die Depression natürlich eben auch als Krankheit.

01:07:27: Und wenn wir jetzt nachdenken würden, würden wir wahrscheinlich mindestens hundert Sachen aufzählen können, die alle dazu beitragen.

01:07:33: Aber das darf man nie aus den Augen verlieren, weil es ist so, es ist auch zu lapidar, wenn man sagt, Geld macht nicht glücklich oder Geld macht nicht unglücklich.

01:07:42: Das ist ja erstmal nur eine Ausgangsthese und das, was alles reinspielt, muss doch mit berücksichtigt werden.

01:07:47: Ja,

01:07:47: ja und das... finde ich einfach total interessant.

01:07:48: Wir haben für alle diese Erinnern ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, Da ging es auch darum, ob jetzt mehr Geld glücklich macht.

01:08:00: Und manche erinnern sich vielleicht auch, dass wir diese ersten beiden Studien damals schon diskutieren konnten.

01:08:05: Aber dann kamen im Jahr die neue Arbeit, die das Ganze nochmal zusammenbringt.

01:08:11: Und damit haben wir zwar den Stand der damaligen Forschung korrekt beschrieben, aber jetzt gibt es einen neueren Stand.

01:08:16: Und das ist eben Wissenschaft.

01:08:17: Und das ist das, wir haben im letzten Folge schon darüber gesprochen, was mich auch... daran begeistert, wahrscheinlich können wir in fünf Jahren wieder über eine neue Einsicht sprechen, wo man dann vielleicht noch besser verstanden hat, wie ist das zu erklären, dass die, die besonders unzufrieden sind, ab einem gewissen Punkt, durch mehr Geld sich nicht mehr von diesem Unglück befreien können?

01:08:36: Ja, aber eben auch an dieser Stelle nochmal die Aufforderung an alle, an den Journalismus, speziell auch in Deutschland, sich da auch auf neue Studien zu beziehen und nicht das weiterhin einer vom anderen abschreibt.

01:08:51: Ich meine, wie interessant ist das auch, diese Aussage, allein das unzufriedene, nur bis zu einem gewissen Plateau und dann flacht die Kurve ab und die mittleren und den Leuten, wie ich, dann eine steile Kurve nochmal da zusätzlich hinlegen.

01:09:06: Total.

01:09:07: Das macht auch viel mehr Spaß, darüber zu schreiben, das so generell zu übernehmen und so anderthalb Seiten einfach darüber zu schreiben, dass Geld nicht glücklich macht.

01:09:17: Wir wissen ja alle, welche Artikel gemeint sind, wo dahinter rauskommt, dass du endlich die große Liebe finden musst.

01:09:23: Ja, wobei man wirklich auch sagen muss, das weiß ich auch von manchen Kolleginnen und Kollegen, die kriegen dann irgendwie hundertzwanzig Euro für ein Spiegel-Online-Artikel oder die anderen Plattformen.

01:09:33: Und du fragst nicht, wie willst du in der Zeit viele Studien lesen, dir einen Überblick über die Forschung verschaffen?

01:09:39: Ich meine, wir brauchen Stunden, bis wir so ein Paper wirklich durchgeackert haben und sagen, okay, jetzt haben wir die Fallstrickel gefunden, jetzt finden wir die Methode.

01:09:46: so gut, dass wir davon berichten, jetzt können wir das einordnen.

01:09:49: Und vor allem ist ja auch immer der Versuch, die anderen Sachen, die neu sind und wichtig sind, nichts zu übersehen.

01:09:53: Das ist eine Sisyphosarbeit, die muss man mögen, da muss man sich rein nörden.

01:09:58: Da muss man aber auch die Kapazitäten für haben.

01:10:01: Ja.

01:10:02: Aber auch da wir deutlich, was wir für unterschiedliche Generationen sind.

01:10:06: Du kennst natürlich viele Redakteure, Redakteurinnen, die teilweise auch für renommierte Zeitungen schreiben für hundertzwanzig Euro.

01:10:13: In meiner Generation waren das halt die ganzen versoffenen Kollegen von Spiegel, Süddeutsche und Co, die wirklich wirklich sehr viel Geld verdient haben.

01:10:23: Da, was es zu millionären wurden.

01:10:25: Es soll es ja auch heute noch geben.

01:10:26: So hat

01:10:26: sich die Welt verändert.

01:10:27: Ja, aber es gibt sicher, da gibt es wahrscheinlich tatsächlich mehr Influencer, die die Nase vorhaben.

01:10:33: Absolut.

01:10:34: Das würde mich auch wundern, wenn nicht, absolut.

01:10:36: So, fassen wir nochmal zusammen.

01:10:38: Es finden sich also Belege für beide frühere Studien.

01:10:42: Einmal sehen wir das Plateau.

01:10:44: Und einmal sehen wir, es geht immer weiter hoch.

01:10:47: Was sagen die Forschenden?

01:10:48: Naja, für die Mehrheit der Amerikanerinnen und Amerikaner, die wurden ja hier befragt.

01:10:52: Wir können das jetzt nicht einfach auf alle verallgemeinern.

01:10:55: Heißt mehr Einkommen schlicht mehr glück positive Gefühl im Alltag.

01:11:00: Gleichzeitig linderten Einkommen oberhalb von hunderttausend Dollar scheinbar das Unglück nicht mehr ab.

01:11:08: es ermöglicht, aber eben noch mehr Glück.

01:11:10: Und das fand ich total interessant.

01:11:11: So diese Vorstellung, okay, noch mehr Kohle gleich, du kannst ja noch mehr positive Gefühle kaufen, aber wenn Unglück da ist, kannst du dich davon vielleicht irgendwann nicht mehr frei kaufen.

01:11:21: Das finde ich ist eine Überlegung, die man aus dieser Studie ziehen könnte, die mindestens mal spannend ist.

01:11:28: Ja und immer auch im Hintergrund durchlaufen lassen, was macht mehr Autonomie und Selbstdimmung mit mir?

01:11:35: Ja.

01:11:35: Große Kritik von mir an dieser Arbeit, wie so oft.

01:11:39: Die haben ja einen riesigen Datensatz, dann setzen die sich hin.

01:11:41: Dann müssen die irgendwo Grenzen ziehen.

01:11:43: Wie teilen wir jetzt die Menschen unseren Studien auf?

01:11:46: Dann können die immer wieder neu nachgucken.

01:11:47: Dann sagen die am Ende, das kam jetzt raus.

01:11:49: Die Theorien, die Thesen von denen waren auch nicht vorher prä-registriert.

01:11:54: Und dann kann etwas passieren, was wir... in der Psychologie Harking nennen.

01:11:58: Du machst die Hypothese, after results are known.

01:12:02: Also du sagst, was du vermutest, nachdem du die Ergebnisse schon kennst.

01:12:06: Und das

01:12:06: ist deswegen problematisch, weil dann kannst du dir alles zurechtbiegen und irgendwo was finden, was signifikant wurde und was du toll berichten kannst, obwohl das vielleicht dann einfach doch Zufall war.

01:12:17: Und das finde ich sehr, sehr kritisch und denke manchmal, vielleicht könnte hier KI in Zukunft eine Wende bringen oder zumindest noch mal eine neue Perspektive.

01:12:27: Keine Wende, das darf man so nicht sagen.

01:12:28: Das hat auch Vorteile, dass der Mensch drauf guckt und versucht seine Erklärung zu finden.

01:12:31: Aber ich würde mir manchmal wünschen, dass wir sagen, hier sind alle Daten.

01:12:35: Lieber Computer, finde einfach die Muster, die wir als Menschen vielleicht übersehen, wo wir mit unserem bei ist, mit unserer eigenen Geschichte drauf gucken und zeigt mir die.

01:12:44: Und dann können wir überlegen, wie ist das zu erklären.

01:12:46: Das ist natürlich was, was viel diskutiert wird.

01:12:48: Und man muss auch noch dazu sagen, dass die.

01:12:51: befunde in dieser studie nicht so groß sind wie man das jetzt vielleicht denken würde.

01:12:56: also die zusammenhänge sind relativ überschaubar die effekte sind relativ gering.

01:13:03: bevor jetzt jemand denkt okay für alle menschen die irgendwie grundsätzlich unglücklich sind gilt das dann ab hunderttausend euro gar nicht hunderttausend dollar gar nichts mehr dazu käme.

01:13:13: das ist nicht der fall und es sind große gruppenmittelwerte die man sich anguckt und eben nicht.

01:13:17: wir haben jetzt heute ganz oft über die individuelle sicht gesprochen eben nicht die einzelnen individuellen Lebenswege, die völlig anders sein können als dieses Datenbild.

01:13:28: Ja.

01:13:29: Ja, spannend, oder?

01:13:30: Ja,

01:13:31: absolut.

01:13:31: Total spannend.

01:13:32: Es gibt mir schon wieder so zwei, drei kleine Knochen für den Tag

01:13:38: auf

01:13:38: Intellektuell, die ich auf den ich rumkauen kann.

01:13:40: Das mag ich total.

01:13:42: Dann vielleicht ganz zum Schluss noch ein Gedanke, wieso?

01:13:46: Ist das denn so?

01:13:46: Wieso könnte das sein, dass die mit mehr Geld sich dann immer mehr positive Gefühle kaufen können?

01:13:51: Das haben sich forschende in den letzten Jahren auch mal genauer angeschaut.

01:13:53: Und zwar, was machen Menschen eigentlich mit ihrem Geld, wenn sie viel davon haben?

01:13:57: Und ein überraschender, sehr robuster Befund war, Geld macht vor allem dann glücklicher, wenn ich es für andere Menschen ausgebe.

01:14:05: Ja.

01:14:07: Geschenke, Gewässermessnissen,

01:14:09: ohne Unterstützung.

01:14:11: Und das funktioniert bei ärmeren wie bei reicheren.

01:14:14: Der Unterschied ist nur, Menschen mit viel Kohle, die wohlhaben sind, die haben einfach mehr Möglichkeiten genau das

01:14:18: zu tun.

01:14:19: Ein

01:14:20: zweiter Punkt, stabile Beziehungen.

01:14:22: Also es gibt kaum was, wo wir so klar sagen können, als Predictor für Wohlbefinden, stabile, gute, zwischenmenschliche Beziehungen.

01:14:31: Und Menschen mit mehr Kohle, mit höheren, wie es dann so schön heißt, so zu ökonomischem Status, die haben im Schnitt stabilere und zufriedenstellende Beziehungen.

01:14:40: Ob das jetzt daran liegt, dass man mehr Geld hat oder umgekehrt, wenn man gute, stabile Beziehung hat, hat man vielleicht auch mehr Kohle.

01:14:47: Das passt so ein bisschen dem, was ich eh mal aus Münster beschrieben habe, wie die Netzwerke,

01:14:50: das

01:14:51: sei mal dahingestellt.

01:14:53: Der dritte Punkt, der auch noch wichtig ist, ist Zeit beziehungsweise die Freiheit über die eigene Zeit zu bestimmen.

01:14:58: Und da schließt sich jetzt wirklich, finde ich, ganz schön der Kreis zu.

01:15:00: ganz am Anfang, als du mich gefragt hattest, wie es mir denn geht, dieses Gefühl von... Dass ich mich unglaublich frei fühle, in dem was ich machen darf und sehr frei entscheiden kann, wofür schlägt mein Herz, wo, wo, wo brennt was in mir an Leidenschaft und dann vielleicht nicht fragen muss, wie viel Geld kann man damit verdienen?

01:15:16: oder was ist dann jetzt da wirtschaftlich?

01:15:18: das was bei rumspringt, was ja für viele andere das ja ein Riesenluxus nicht gegeben ist, das nehme ich als unglaublich.

01:15:27: Ja, da weiß ich einfach, dass das ein Riesenprivileg ist und dass ich dafür unfassbar dankbar...

01:15:32: Ich glaube, das ist es auch, dass man diese Segnung als solche begreift und eben auch dankbar dafür ist.

01:15:38: Ja.

01:15:38: Ja.

01:15:39: Atze.

01:15:41: Dann bin ich gespannt, worüber wir hier in Weise nicht viel fünf Jahren widersprechen können, wenn diese Forschung noch mal weitergegangen ist.

01:15:47: Aber erst mal hoffe ich, dass wir heute verstanden haben, dass es erst diese Idee von dem Plateau gab, Schritt eins.

01:15:53: Dann kam eine zweite Studie, die gezeigt hat, nein, es geht immer weiter hoch.

01:15:57: Dann hatten wir also zwei gegensätzliche Befunde aus guten Daten.

01:16:02: Und dann kommt adversarial research, was wir uns alle so ein bisschen merken können, als These, Gegentease, Synthese.

01:16:10: Es tun sich die beiden Forschungsteams zusammen, überlegen sich, wie wir es auswerten, um besser zu verstehen, was wirklich hinter diesen Daten steckt.

01:16:18: Und so funktioniert Wissenschaft Schrittchen für Schrittchen.

01:16:21: Und wenn man mal was in der Wissenschaft erzählt, was dann damals den Daten entsprach, hat man keine Lüge verbreitet oder was Falsches gesagt, sondern man hat den aktuellen Stand berichtet.

01:16:30: Und das ist eben auch bei Wissenschaft immer wichtig, dass wir uns klarmachen, wir haben jetzt hier heute wieder den aktuellen Stand berichtet.

01:16:36: Es kann sein, dass der in fünf Jahren, sogar wahrscheinlich, sich weiterentwickelt hat.

01:16:41: Stand heute, schreibe ich mir auf Geld allein, macht nicht unglücklich.

01:16:47: Das ist sehr schön.

01:16:48: Ein sehr schönes Fazit, damit sei gedrückt, mein lieber Freund.

01:16:51: Und wir hören uns nächste Woche hier schon wieder.

01:16:53: Ich freue mich jetzt schon darauf.

01:16:54: Ja, wo ist dein nächster Auftritt?

01:16:56: Geil.

01:16:57: Wir sind heute Abend ... In Fulda, Esperanto-Halle.

01:17:01: Und ich weiß noch, wie ich in Fulda in der Orangerie war.

01:17:03: Da waren, keine Ahnung, gefühlt, zweihundertfünfzig Leute.

01:17:07: Ein einköpfiges Technikerteam, obwohl wir eigentlich drei gebraucht hätten.

01:17:10: Es waren die Boxen so groß wie die alten Computerboxen, die ich bei mir früher neben dem Computer stehen hatte, wenn ich Stronghold oder Cossacks oder Siedler oder so gespielt habe.

01:17:18: Und dann weiß ich noch diese Boxen, wenn sie so, wenn eine angerufen hat und es hat so dieses Geräusch, so waren die Boxen in Fulda.

01:17:26: Und es war wirklich alles technisch sehr schwierig.

01:17:28: Aber es ging geil ab und es ging halt nicht heute.

01:17:30: Es war auch schön, oder?

01:17:31: Aber

01:17:32: die Esperanto-Halle, die mag ich auch total.

01:17:34: Da ist so eine ganz warme Atmosphäre.

01:17:38: Viel Spaß

01:17:38: auf der Bühne.

01:17:39: Ich mach heute frei.

01:17:40: Dann

01:17:41: habt einen schönen Freitag für dein Energiehaushalt Aze.

01:17:43: Bis nächste Woche.

01:17:44: Bis nächste

01:17:44: Woche, Leon.

01:17:45: Ich drück dich.

01:17:46: Tschüss.

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