Gebt niemals auf - was Extremsport übers Durchhalten verrät
Shownotes
In dieser Folge schauen Leon & Atze auf Menschen, die das Unvorstellbare tun: Ultra-Ausdauer-Sportler mit extremer Belastung – und mittendrin die Frage, wie wir eigentlich mit Schmerz umgehen.
Anhand der unglaublichen Geschichte von Diana Nyad geht es um Durchhalten, mentale Strategien und darum, warum manche Schmerz nicht nur aushalten, sondern anders bewerten. Was können wir davon für unseren Alltag lernen? Und wo liegt die Grenze zwischen Wachstum und Selbstüberforderung?
Eine Folge über Kontrolle, Mindset und die vielleicht unbequeme Wahrheit: Schmerz gehört zum Leben – aber vielleicht können wir gemeinsam lernen, ihm anders zu begegnen.
Fühlt euch gut betreut
Leon & Atze
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Quellen:
Wikipedia. (n.d.). Diana Nyad. https://en.wikipedia.org/wiki/Diana_Nyad
TEDTalk von Diana Nyad: Never, ever give up. https://www.youtube.com/watch?v=Zx8uYIfUvh4
Big Think Thank Talk von Diana Nyad. https://www.youtube.com/watch?v=ef2VjsAIJEQ
Bill, T., & Philippe, R. A. (2023). A new temporal framework for the passionate engagement journey of ultra-endurance athletes: A qualitative investigation. PLOS ONE, 18(11), e0293864. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0293864
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Empfehlungen NYAD (2023): Dieser Film basiert auf der wahren Geschichte von Diana Nyad, die im Alter von 60 Jahren beschließt, ununterbrochen die 177 Kilometer von Kuba nach Florida ohne Käfig zu schwimmen.
Die Schwimmerinnen (The Swimmers, 2022): Dieser Film basiert auf der wahren Geschichte der syrischen Schwestern Yusra und Sarah Mardini, die als Flüchtlinge aus Syrien flohen und deren Ziel die Olympischen Spiele waren.
Reaktion: Julia Ditzer
Produktion: Murmel Productions
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00:00:00: Wie halten die diesen Schmerz aus?
00:00:02: Und da jetzt, aus der Übersichtsarbeit von der ich eingangs gesprochen habe drei große Punkte.
00:00:07: Die vielleicht auch für Schmerzen in unserem Leben eine Rolle spielen.
00:00:11: Völlig egal ob wir jetzt hundert-achtzig Kilometer durchs Meer schwimmen wollen oder vielleicht gerade Schmerze in der Beziehung zu unserem Kind haben...
00:00:18: Es muss ja ... In der Persönlichkeit muss ja irgendwas da sein um das zu tun!
00:00:23: Das ist ja nicht mehr vergleichbar mit eben einem Halbmarathon.
00:00:25: oder Ich laufe mal am Wochenende dem Berlin Marathon mit Das ist ja noch mal eine ganz andere Abteilung.
00:00:32: Beide haben dann geweint, haben sich festgehalten und sie sagt Sie wusste das war der Moment in dem sie ihr Verziehen hat so dass sie eben nicht immer für sie da war.
00:00:43: Die Hälfte, wir waren glaube ich zu viert die Hälften sagte dann ach muss doch gar nicht sein.
00:00:46: doch.
00:00:48: Und der hat dann zwei Marke gekriegt oder so.
00:00:52: Das passt da rein.
00:00:53: und dann, wir sind geschwommen und geschwommt und geschwarmt nach zwei Stunden.
00:00:58: Weißt du was das größte Problem war?
00:00:59: Und dass im Mittelmeer, im Sommer die Füße waren zu kalt!
00:01:04: Da mussten wir aufgeben.
00:01:07: Betreutes fühlen – Der Podcast mit Azus Schröder & Leon Winscheid.
00:01:18: Also ich grüße
00:01:18: und umarbe dich in meinem Fall aus Leipzig.
00:01:20: Hallo, hallo!
00:01:21: Du bist in Rostock weißig?
00:01:23: Und bevor wir in unser heutiges Gefühlsthema starten eine Sache die uns nicht nur uns sondern ganz viele Menschen diese Zeit nochmal besonders beschäftigt in unserem Land nachdem was Colin so mutig so offen erzählt hat dieses ganze Thema das ist so groß Wir können das jetzt hier nicht in zwei Sätzen abhandeln dass es hoffentlich auch klar sondern wollen uns dafür Zeit nehmen wollen dafür Raum hier in unserem Podcast haben und wie immer vor allem auch die Wissenschaftler, die Expertise dazu holen.
00:01:51: Die dann eben auch dazukommen wird wollen glaube ich einfach von uns beiden nur sagen dass wir das wir noch mal mehr das Gefühl am Eloytismus Wir müssen was tun
00:02:01: Ja es treibt uns an
00:02:02: der eigene Nase ist treibt uns sehr ums beschäftigt uns.
00:02:04: ne
00:02:04: Es treiben uns um und deswegen geben gewohnt man ja demnächst tiefer rein ins als Thema versprochen.
00:02:09: Und dann würde ich sagen gehen wir jetzt voll rein in das thema der heutigen Folge, wo uns die Geschichte eines ganz besonderen Menschen begleiten wird.
00:02:17: Ich bin gespannt!
00:02:19: Ich habe mir natürlich einiges an Notizen gemacht in Folge dessen was du mir im Vorfeld schon erzählt hast aber da sind noch glaube ich ganz schön viele Stellen wo bei mir die Wunderlampe angeht.
00:02:33: Ich möchte dir heute von einem besonderen menschen erzählen um mit dieses Thema jetzt rein zu starten.
00:02:38: Die Überschrift der Folge ist ja steht aus und sei es mal vorher fest doch sehr viel versprechen.
00:02:42: Beziehungsweise spannend, es geht um Diana Nayet.
00:02:45: die steht das fünfte Mal sagt sie in ihrem TED Talk den zwei über zwei Millionen Menschen sich angeguckt haben an diesem Ufer am kubanischen Ufer und guckt auf den fernen Horizont und glaubt dass sie es schaffen kann den gesamten Weg über diesen gewaltigen gefährlichen Ozean zu schwimmen.
00:03:04: So,
00:03:05: ja sie hat es schon viermal versucht und nicht nur Sie sagt sie sondern auch die besten Schwimmerinnen und Schwimmer der Welt.
00:03:10: Die versuchen das seit nineteenhundertfünfzig und ist noch nie gelungen.
00:03:14: nach Florida.
00:03:14: Es
00:03:15: geht von Kuba nach Florida ein Hundert-Achzig Kilometer, etwa fünf Durchquerungen vom Ärmelkanal.
00:03:24: Ich weiß nicht wie es dir geht.
00:03:24: ich weiß noch wenn man im Urlaub manchmal so dachte auch jetzt ist man hier am Strand da schwimmt man doch mal kurz zu der kleinen Insel da weißt du manchmal gibt's ja so Insel die ein bisschen am Strand schon sichtbar sind und das sind dann irgendwie so keine Ahnung selbst wenn es Fünfhundert Meter sind.
00:03:36: man überschätzt sich ja so heftig!
00:03:38: Schwimmen ist ja so krank anstrengend Und so geht es ihr jetzt scheinbar nicht.
00:03:43: Sie schwimmt los, ein Hundert-Achzig Kilometer hat einen Riesenteam dabei.
00:03:48: Bonnie die beste Freundin als Hauptbeteuerin aber auch Heiexperten die zu den besten der Welt gehören wie sie sagt weil klar da unten lauern in der Tiefe riesige Raubtiere.
00:03:57: außerdem gibt's Würfelquallen Die habe ich mir angeguckt, die haben Nesteln.
00:04:01: das sieht ganz brutal aus Da willst du auf keinen Fall reinschwimmen.
00:04:05: Und natürlich gibt es Strömungen, wirbelnde Strudel.
00:04:09: Das ist einfach ein riesig gefährliches Unterfangen!
00:04:12: So
00:04:13: und jetzt will sie los und diesen Ted Talk das hier mal so ein bisschen wie soll ich sagen mit der Patos Gießkan?
00:04:18: auch Sie sagt Wir sind alle auf einer Reise.
00:04:21: die alten Griechen haben das schon diskutiert.
00:04:23: geht's im Leben nicht eigentlich immer um Reise?
00:04:26: und sie sagt Auch dass wird Jetzt Aufregend.
00:04:27: Ich Will dieses Ufer erreichen.
00:04:30: Ich greife jetzt vorweg, sie wird es schaffen.
00:04:32: Ich habe mir die Szenen angeguckt weil's einfach so berührend war wie sie dort ankommt.
00:04:36: wir reden gleich dann über was ihr alles durchmacht und auch in ihrer Geschichte gibt´s noch ziemlich Abgründe.
00:04:43: aber erstmal wird sich das schaffen.
00:04:45: Und dann hab ich mir das Video angeschaut wie sie an diese Bestrande ankommt nicht mehr gehen.
00:04:50: Ich denke, der ganze Strand ist voll Polizei sicher als Leute eine riesen Menschentaube und ich denke warum hilft der keiner?
00:04:56: Erstmal habe ich sie nicht erkannt, ich dachte hey ist das irgendwie ihr Mann, der auf Sie wartet weil so... verherrmte Gesichtszüge riesig aufgeschwollene Lippen selber, ob nicht aus wie auf den Pressefotos die man von ihr findet.
00:05:06: Weil dieses Schwimmen scheinbar so heftig ist.
00:05:09: und dann geht sie so diese letzten Meter auf das Ufer zu Und alle freuen sich alle rasten raus und du denkst warum behilft er keine?
00:05:15: Bis ich gecheckt habe ey die muss wirklich komplett aus dem Wasser raus damit ihr das für sich geschafft hat und an diesem Strand hat die drei Botschaften reden wir nachher drüber.
00:05:23: aber Ich fand es einfach erst mal Heftig!
00:05:25: Diese Frau hat sich da ein Ziel gesetzt, die hat das durchgezogen.
00:05:29: Die hat eine unglaubliche Leistung gemacht und eigentlich ihre Kernbotschaft ist, gebt nie, nie auf.
00:05:36: Und da ist ja immer sofort bei mir der Gedanke, also ich habe Zichtbücher über verschiedene Leistungen gelesen.
00:05:41: Was war sie?
00:05:42: John Krakauer in Eise, Gehöhnen, Sir Edmund Hillary, der erste, die auf Mount Everest war.
00:05:47: Echt so was das sind so deine?
00:05:48: Ja,
00:05:49: ich hatte eine Phase wo ich ganz viele von diesen Büchern gelesen hab.
00:05:52: Lance Armstrong, Getting Strong, Rüdiger Nähberg, verschiedene Überlebensbüchere.
00:05:59: oder der tiefste Atemzug ist einer so ne neuere Dokumentation.
00:06:03: Da geht's ums Abnoe tauchen Ja.
00:06:05: Auch sehr zu empfehlen, sehr zu Empfehlen!
00:06:08: Also mich hat das immer schon absolut interessiert.
00:06:11: zur Extremleistung auch unser immer wieder auftauchender Willem Hof der Iceman und immer wieder denke ich auch drüber nach was würde das mit mir machen?
00:06:21: Wie kommt man dazu?
00:06:22: Fasziniert hat mich dass immer schon.
00:06:24: gleichwohl kann ich glaube viele Sachen ganz okay aber nichts auf Weltklasse Niveau.
00:06:31: Das geht uns beiden so und wahrscheinlich ganz vielen Und hier unserem kleinen Podcast folgen auch.
00:06:36: und trotzdem in diesen absoluten Ausnahmeleistungen von solchen Athletinnen und Athleten steckt was, das glaube ich viel interessiert.
00:06:43: Nicht ohne Grund haben wir
00:06:45: sich den
00:06:46: Talk auch vorhin angeguckt.
00:06:47: wie schafft man so etwas?
00:06:48: Wie steht man sowas durch?
00:06:49: Wie setzt man sich ein Ziel und geht über die Hindernisse hinweg zieht sein Traum durch sie hatte es ja schon vier mal versucht und dann mit über Tritt sie das Ganze noch mal an, also da gehen andere irgendwie in Rente.
00:07:02: Ja
00:07:02: ich schwimme zum Beispiel.
00:07:05: Du bist ja noch da und die schimpft uundachtzig Kilometer durchs Meer von Kuba in den USA.
00:07:12: Ich fand es ganz heftig.
00:07:14: was Sie dabei sagt und das wird uns heute jetzt auf der wissenschaftliche Ebene begleiten ist Niemand kommt ohne Rückschläge und Schmerz durchs Leben.
00:07:24: Aber wenn man dran glaubt, sagt sie und wieder aufsteht und durchhält, dann findet man einen Weg.
00:07:28: Was denkst du?
00:07:29: Woran liegt das, dass wir uns immer wieder einbilden speziell wir selber kommen ohne Schmerzdurchs Leben?
00:07:39: Man weiß ja, dass immer Matiefpunkte kommen.
00:07:43: Wenn man drin steckt, sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht.
00:07:47: Und trotzdem immer diese Vorstellung in uns ... So jetzt ist alles gut!
00:07:53: Jetzt gibt es keine Rückschläge mehr, man verinnerlicht das.
00:07:56: Ist das so für dich?
00:07:57: Ja schon!
00:07:59: Aber das ist deine Frohnatur oder?
00:08:00: Wahrscheinlich
00:08:01: wahrscheinlich auch übersteigert bei mir.
00:08:05: aber hast
00:08:07: du
00:08:07: denn den Eindruck dass da noch so vier fünf richtige Tiefschläge auf dich warten?
00:08:16: Ich habe wirklich Angst davor.
00:08:21: oder vielleicht eher so eine antizipierte Traurigkeit wenn meine Eltern irgendwann nicht mehr sind.
00:08:27: Also dieser Moment, wenn die sterben...
00:08:29: Die erwartete Trauer
00:08:31: auch.
00:08:31: Ja ja aber irgendwie klar das gehört zum Leben dazu dass die Eltern sterben.
00:08:37: doch also es ist einfach.
00:08:38: ich weiß dass ich so viel Glück habe und so viele Privilegien auch.
00:08:43: Ich fühle mich manchmal denke man wache ich morgens auf mir haut einer in den Bauch und sagt wach auf aus diesem Traum.
00:08:49: und Paz hier ist der Tiefschlag.
00:08:50: weißt du das?
00:08:51: Das ist schon oft im meinem Kopf Und ich hab auch ein bisschen einmal die Folge gedacht aus dem letzten Jahr Wo wir darüber gesprochen haben, macht nicht was du liebst.
00:08:59: Die Kontrasthypothese weiß noch wo wir gesagt haben der Mensch sucht die Reibung und sucht
00:09:03: auch
00:09:03: irgendwie den Schmerz.
00:09:04: das jetzt hier natürlich nochmal viel extremer wenn du so hundert-achtzig Kilometer schwimmst und das unbedingt...
00:09:10: Ja ich weiß ja auch gar nicht wie sehr das Alter bei ihr rein spielt weil die meisten Extremsportler im Leben sind ja jünger Und insofern ist der Fall schon interessant.
00:09:19: Sie hat ja wahrscheinlich sehr bewegtes Leben bis dahin gehabt und das mich immer interessiert, deswegen habe ich eben die Bücher aufgezählt, die ich gelesen habe und viele mehr und auch viele Filme darüber.
00:09:33: Wo gab es in der Vita oder wo ist irgendwas zu finden was den Treibstoff ergeben hat für diese Reise?
00:09:42: Und da würdest du für dich sagen is nix und deswegen erwartest doch kein Schmerz.
00:09:51: Die Kurve ist ganz gut bei mir.
00:09:53: Ich habe meine Jugend nicht so total erfüllt erlebt und aus heutiger Sicht bin ich auch froh, dass sie vorbei ist.
00:10:03: Sie möchte auch kein Tag jünger sein.
00:10:05: So habe ich eigentlich immer erlebt, dass es immer besser wurde.
00:10:10: Mein Leben wurde immer und immer besser!
00:10:13: Und jetzt stelle ich mir vor, wenn sich einer in meinem Alter also mit knapp über sechzig solchen Strapazen aussetzt.
00:10:21: Da muss ja noch irgendeine Rechnung offen sein.
00:10:27: Irgendein Ding, was man machen will.
00:10:30: Wir kommen gleich drauf aber das ist ja ihre Geschichte.
00:10:34: Ich fand es trotzdem für uns alle irgendwie interessant dieses so einen Schmerz auszuhalten.
00:10:39: Würdest du denn für dich aber nicht auch sagen dass Das, was du für dich geschafft hast... Ich sag jetzt in allen Bereichen.
00:10:44: Ganz wo es nicht nur beruflich ist und auch ein liebes Beziehung zu deinen Patenkindern umfällt.
00:10:50: Das war doch wahrscheinlich an vielen Stellen auch einen Weg, wo es hieß Schmerz aushalten oder damit umgehen?
00:11:00: Also nach meinem Empfinden war das so in dem Bereich, indem's noch einigermaßen komfortabel war Also wo ich zu jeder Zeit sagen konnte, ja so ist das Leben eben.
00:11:14: Das gehört für mich dazu.
00:11:15: Es war nie so extrem, dass ich gedacht habe ach du Scheiß darf ich nie mitgerechnet, dass sich mal so abstürze?
00:11:21: Ich glaube da haben wir beide auch einfach verdammt.
00:11:23: viel Glück.
00:11:24: viele Menschen die durch ihr Leben gehen werden was die Diana Nayet da die Schwimmerin beschreibt zwar nicht in hundert achtzig Kilometern im Ozean kennen aber So ich muss es schaffen, ich muss durchhalten.
00:11:35: Hier sind Widerstände und ich will nicht aufgeben.
00:11:37: Ich glaube dass das viele Leute erleben und deswegen kommt jetzt die Wissenschaft da ins Spiel weil ich das sehr interessant finde.
00:11:43: Da ist eine Übersichtsarbeit rausgekommen in Sports Medicine einem Journal mit dem Titel menschliche Resilienz- und Schmerzkoping Strategien Einsichten von Elite Ultra-Ausdauer-Atletinnen und Athleten.
00:11:58: Ja, wir haben was ja!
00:11:59: Also ist
00:12:00: schon mal ein Brecher aber du hörst worum es geht?
00:12:02: Es geht um das Bestehen unter massiver Herausforderung am Beispiel von solchen Ultrasportlerinnen und Sportlern und das fand ich interessant weil ich glaube da haben alle einen Respekt vor.
00:12:14: manche von uns versuchen vielleicht einen Haltmarathon zu laufen oder einen kompletten Marathon.
00:12:18: bei mir ich bin sieben dreißig kriegen gerade alle Kinder oder laufen Halbmarathon, die komplett gestürzen machen beides.
00:12:24: Und da gibt es ja immer diesen schönen Gedanken mit dem Pappschild am Rand von so einem halben Marathon zu stehen, wo drauf steht, war Therapie keine Option?
00:12:30: Aber irgendwie suchen scheinbar viele Leute diesen Schmerz in sowas auch ganz bewusst und manche müssen vielleicht Schmerzen auf der Reise ihres Lebens aushalten.
00:12:40: Das ist glaube ich schon eine wichtige Unterscheidung, oder?
00:12:41: Das glaube ich auch, ja!
00:12:44: Trotzdem können ja auch die Glücklichen wie wir sie bisher Glück gehabt haben und eben auch mit ihren Eltern Glück hatten manchmal da irgendwo ein Treibstoff finden, selbst in diesem Glück dass man denkt wie wir es schon beschrieben haben.
00:12:57: Die Reibung gehört dazu.
00:12:58: warum nicht mal wieder etwas mehr Reibungen im Leben.
00:13:02: Ja genau und da wäre jetzt für mich so.
00:13:04: deswegen finde ich dieses Thema dieser Ultra-Atleten sehr interessant.
00:13:07: Warum macht man das?
00:13:08: Wieso sucht man sich so was?
00:13:10: Was können wir von denen lernen über den Umgang mit Durchhalten, nicht aufgeben.
00:13:14: Mit krassem Schmerz auch wenn es ganz heftig wird.
00:13:17: Die Diana Neye die beschreibt das sehr, sehr heftig.
00:13:19: Sie sagt Es ist unglaublich viel Disziplin, die du brauchst.
00:13:23: Unglaublich viel Ausdauer.
00:13:24: und nicht nur der Körper leidet in diesem Tosenden Meer nochmal Du bist da ja tagelang unterwegs sondern auch dein Geist.
00:13:31: sie sagt Du siehst nur ganz schlecht durch diese Schwimmbrile.
00:13:35: Dreiundfünfzigmal pro Minute den Kopf drehen, um zu atmen und schon nach wenigen Stunden bist du komplett in dir selbst gefangen.
00:13:43: Das ist so tossal!
00:13:43: Fünfzig bis sechzig Stunden lang ziehst Du das durch, bis wirklich in Deinem Kopf.
00:13:48: Und was das mit einem macht und auch, was man dann zurückgeworfen wird.
00:13:51: Die hatte wohl so eine komplette Playlist im Kopf hat immer wieder Lieder gesungen.
00:13:54: Fünfundachtzig Songs hat sich rausgesucht.
00:13:56: Besonders beliebt für sie bei ihr war Imagine von John Lennon tausendfach Stunde um Stunde gesungen.
00:14:02: und natürlich kommen da Krisen.
00:14:03: Sie beginnt zu erbrechen Salzwasser setzt ihr zu.
00:14:06: Sie hat so ne Schutzmaske gegen Qualen noch irgendeine Creme gegen diese Qualen weil es wirklich sehr gefährlich ist.
00:14:13: Halluziniert stellt sich plötzlich das Touchmarhal mitten im Ozean vor und sagt aber Das fand ich auch krass, keiner darf ihr sagen wie weit sie ist.
00:14:21: Ach weiß auch keiner so genau ne?
00:14:23: Die schwimmt da lang und niemand darf hier sagen wie weiz sie isst.
00:14:27: Aber jetzt haben wir doch schon ein paar Punkte wo wir sagen das kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.
00:14:32: also kaum jemand ist von uns mal an sommen Punkt gewesen dass du soweit warst dass du quasi in dir unterwegs warst Über Stunden Geschichten erzählt, dass Songs gesungen hast.
00:14:47: Dich irgendwelchen über die Gefahren hinaus irgendwelche Warnvorstellungen ausgesetzt saßt.
00:14:55: Da kann keiner von uns mitreden oder?
00:14:58: Was
00:14:59: ist die weiteste Strecke, die du jemals geschwommen bist?
00:15:06: Manchmal schwimm ich im Münster am Kanal so eine Stunde.
00:15:08: wie weit kommt man da bis dort?
00:15:14: Ich nicht, wenn überhaupt ein paar hundert Meter.
00:15:19: Und dann noch weiter und weiter, im Meer und in Salzwasser.
00:15:24: Allein schon da alleine so Wasser zu sein.
00:15:26: Klar gibt es dieses kleine Kajak und irgendwie zwei Kajaks drumherum oder so ein Motorbötchen aber im Endeffekt... Ja
00:15:31: ich habe das mal in der Türkei gemacht.
00:15:35: beim Segen war aber kein Wind und hier war's auch so drei Tassen Kaffee zu viel getrunken morgens.
00:15:40: Oh jetzt schwimmen wir dahinten zu dieser Insel hin.
00:15:43: Gut Idee!
00:15:44: Achtet ist ja das Schaffen einer Stunde.
00:15:46: Alles klar.
00:15:47: Gott sei Dank Hatte einer die Idee, lass doch diesen Fischer mal ein bisschen.
00:15:53: Das ist ewig her, das ist vierzig Jahre her oder fünfdreißig.
00:15:58: Lass diesem Fischer doch mal ein wenig Geld geben, dass er mit seinem Boot neben uns hertuckerts.
00:16:03: Wenn man was isst... Die Hälfte, wir waren glaube ich zu viert, die Hälfete sagte dann ach muss doch gar nicht sein!
00:16:08: Doch!
00:16:09: Und der hat dann zwei Marke gekriegt oder so.
00:16:13: Das passt da dran.
00:16:14: und dann, wir sind geschwommen und geschwommt... ...und geschwommen nach zwei Stunden.
00:16:19: Weißt du was das größte Problem war?
00:16:20: Und dass im Mittelmeer, im Sommer die Füße waren zu kalt!
00:16:25: Ja ja.
00:16:25: Da mussten wir aufgeben.
00:16:27: Krank.
00:16:28: Die Insel war wahrscheinlich noch immer noch sackweit weg.
00:16:30: Ja
00:16:31: total.
00:16:32: Wir hätten das nie geschafft.
00:16:34: Und jetzt muss man sagen, das wäre ja noch fast so eine Art Notsituation, die du dir selber daraus gesucht hast.
00:16:41: und jetzt machen wir es größer.
00:16:41: Warum machen Leute so was?
00:16:43: Wieso suchen sie ganz bewusst Sohnenschmerz?
00:16:45: Was können von denen lernt?
00:16:46: Darum geht's ja.
00:16:47: Wir haben eine Studie, um die sich wiederum viele verschiedene Einzelarbeiten angeguckt hat bei Ultramarathonläufern und Läufern Die drei zentrale Gründe gefunden haben für warum Leute sowas tun.
00:17:00: der Eine ist persönliche Ziele.
00:17:02: Das passt zu dem was Du gerade beschrieben hast.
00:17:04: Wir wollen die Insel da vorne erreichen aber viele von uns werden ja ... jetzt mal weg vom Sport im Leben auch solche Themen haben.
00:17:10: So, ich will die Beförderung bekommen... Ich will diese Ausbildung schaffen!
00:17:16: Ich will eine Familie gründen!
00:17:18: Ich weiß ja nicht
00:17:20: wie meine Eltern vertragen.
00:17:21: Also dieses
00:17:21: Durchhalt?
00:17:22: Ja genau so ein Studium-Durchhalt.
00:17:24: Ich habe mir das Ziel gesetzt und ich will das schaffen.
00:17:28: So ein Jurastudium der denke ich ist ne ähnliche Veranstaltung wo man denkt scheiße bin hier nur am Lernen
00:17:35: Jurastudium noch schlimmer als hundred-achtzig Kilometer schwimmen.
00:17:37: Der zweite Punkt ist Grenzen auszuloten, glaube ich ein sehr spannender Punkt.
00:17:41: wenn ich wissen will bis wohin kann nicht gehen.
00:17:43: Ja Das ist glaube ich auch was wir beide kennen da dass man dann versucht bis bis wo hin schafft man es?
00:17:50: Wann
00:17:50: taucht das Wort Sinn jetzt auf?
00:17:53: Das kommt gleich war hier aber nicht der punkt der genannt wird.
00:17:57: sind so kurzfristige Stimmungseffekte gegen jetzt ja auch ums ultralaufen?
00:18:01: Da ist zwar Erschöpfung Aber die Anspannung geht auch runter.
00:18:08: Also das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass du irgendwann in so einen Tunnel, in so ein Flow kommst und in dieser Welt, die dich völlig überfordert, die zuschütte mit Müll und Schlimmen und Furchtbarungen und Stress, dann irgendwann sagst, ey, das ist zwar hier richtig anstrengend aber meine Gesamtanspannung... Ich werde ruhiger!
00:18:24: Das glaube ich
00:18:25: sofort.
00:18:26: Ja, jetzt glaube ich die richtige Stelle meine Bombe platz zu lassen.
00:18:30: Ich habe ja noch einen Assenmeermel.
00:18:32: Fällt mir gerade ein und hatte mich gar nicht aufgeschrieben.
00:18:34: Ich bin doch mal vom Münster nach Barcelona mit dem Fahrrad gefahren!
00:18:39: Wir haben nur darauf gewartet.
00:18:41: Dacht auch gerade als du anfängst von Fischer zu erzählen das kann jetzt nicht dein Ernst sein dass du wieder von den Fischern erzählst.
00:18:46: Aber wie weit war das?
00:18:47: Wie viele
00:18:49: Kilometer?
00:18:50: Ja, guck mal ab.
00:18:51: Und war Grenzerfahrung?
00:18:52: Nee überhaupt nicht!
00:18:53: Es waren einfach eine richtig komfortable fantastische Reise.
00:18:58: Deswegen ziehe ich das auch direkt wieder zurück weil... Ich konnte ihn als Komiker den Moment jetzt nicht verstreichen lassen das mit einzuflegen.
00:19:06: also wenn wir jetzt gesagt hätten wir machen das in vier Tagen oder in fünf dann wäre es eine stramme Leistung gewesen.
00:19:13: so war's ein richtig schöner Ausflug über drei Wochen.
00:19:17: schön Grenzen ausloten.
00:19:21: So ein Ziel hat ja auch viele, da waren es jetzt vielleicht bis nicht an eine Grenze gegangen aber das geht in so eine Richtung.
00:19:26: Aber
00:19:27: du so ganz marginal?
00:19:28: Ja weiter.
00:19:29: Okay wir haben jetzt Leute die Motive haben so etwas zu tun.
00:19:33: dann kann man noch mal fragen wer tut sich sowas denn an?
00:19:36: Da wurden verschiedene genetische Unterschiede festgestellt.
00:19:39: in einer Studie muss man immer ein bisschen aufpassen mit diesen genetischen Aspekten, aber so zusammengefasst scheint das doch einen relativ großen Anteil auszumachen.
00:19:48: Sechsundsechzig Prozent der Varianz im sportlichen Leistungsniveau konnte man da finden in einer Arbeit die darüber erklärt werden.
00:19:55: Die Forscher sagen aber ganz klar Vorsicht Spitzenleistung lassen sich nicht alleine mit einem genetischem Test vorhersagen sondern da kommt noch mehr dazu.
00:20:06: Die Persönlichkeit.
00:20:07: Da haben wir jetzt das Problem.
00:20:08: in diesem heftigen Bereich, bei diesen Ultra-Athletinnen und Athleten gibt es oft nur kleine Stichproben.
00:20:13: Das kann man sich vorstellen.
00:20:14: wer macht sowas schon?
00:20:15: Und hat da noch Zeit beim Studium?
00:20:17: Absolut
00:20:17: ist.
00:20:18: doch im Promillebereich könnte man
00:20:20: Wahrscheinlich
00:20:22: noch
00:20:22: kleiner.
00:20:23: Hier hat jetzt für eine dann entsprechend sehr kleine Studie also bitte vor sich mit Fahreigemeinderungen von Forschen aus Ulmut Mainz, da hat man elf Leute befragt und hat noch ne Vergleichsgruppe gemacht für Leuten ohne so ne krasse Extremmarathon-Erfahrung.
00:20:37: die sind ja irgendwie viertausend vierhundert Kilometer gelaufen ohne Pausetage das Trans Europe Food Race Also was du mit dem Fahrrad gemacht hast nur halt Ohne Fahrrad und ohne Pause.
00:20:50: Und noch weiter, quasi doppelt so weit.
00:20:53: Da hat sich gezeigt dass diese Leute etwas weniger kooperativ sind in der Persönlichkeitsstruktur aber stärker spirituell orientiert uns unselbst Transzendent also ich als Teil von was größerem Ganzen waren.
00:21:08: auch weniger ängstlich vermeidend kann man sich glaube ich vorstellen und weniger abhängig von Belohnung dafür explorativer.
00:21:15: Also ich will was entdecken, ich würde das verstehen als die Kontrollgruppe und interessanterweise hat man mit denen noch einen sogenannten Cold Presser Test gemacht.
00:21:23: Da macht man ein Eimer voll mit Wasser und Eis also wird umgerührt bis dass Wasser richtig richtig kalt ist unter zwei Grad und dann sollen die Leute jetzt ihre linke Hand bis zum Handgelenk reinhalten für bis zu drei Minuten.
00:21:37: Kleine Bewegungen waren erlaubt damit sich das Wasser Können
00:21:41: wir auch
00:21:42: nachher mal...
00:21:42: Ja, das mache ich jetzt im Ernst.
00:21:44: Dass man mein Gefühl dafür riecht, warum denn nicht?
00:21:46: Ist da immer gut wenn man solche Vorträge hat und man kann wirklich mal was ausprobieren.
00:21:51: Mal selber testen.
00:21:52: Ja!
00:21:53: Wirklich!
00:21:53: Ich werde es auf jeden Fall machen.
00:21:55: Drei Minuten kommt einem ja gar nicht so viel vor bis man's dann macht.
00:21:59: Könntest du noch alle zehn Sekunden aufschreiben wie weh es tut von null bis gar keinen Schmerz und zehn für voller Schmerzen.
00:22:05: und wenn man den Wert von zehn erreicht, dann durfte man die Hand vorzeitig herausheben.
00:22:11: So, und da kann man sich vorstellen misst man wie lang bleibt die Hand denn wirklich im Wasser.
00:22:14: Und ab der zwanzigsten Sekunde zeigen Sie jetzt deutliche Unterschiede zwischen diesen Ultraläufern und den Kontrollgruppen.
00:22:20: nochmal sehr kleine Stichprobe ja?
00:22:21: Ja!
00:22:22: Die Schmerzwerte bei dieser Kontroll Gruppe steigen nämlich deutlich schneller an als die von den Läufern.
00:22:27: so und auch interessant keiner von diesen Ultra-Läufen hat seine Hand vorzeitig herausgezogen aber nur drei aus der Kontroll-Gruppe waren die vollen drei Minuten drin.
00:22:38: Das fand ich spannend, weil ich auch so gedacht habe, hab' ich mir sofort notiert, methodische Einschränkungen.
00:22:42: Finden es diese Ultraläufe dann vielleicht einfach nur cool in so einer Studie zu zeigen?
00:22:46: Guck mal was ich alles aushalte!
00:22:48: Es wird ja eben auch mindestens auf eine Geisteshaltung hindeuten ne?
00:22:52: Ja ganz genau.
00:22:54: Er wäre ja auch völlig okay.
00:22:55: aber genau das ist vielleicht dieser... diese Geisteshaltung.
00:22:59: Und jetzt kommt der Punkt, wo man sich fragt naja wir haben gerade drüber gesprochen wer ist das denn?
00:23:03: was sind das denn für Leute?
00:23:04: Was macht die aus?
00:23:05: Was sind die Motive?
00:23:06: wie halten sie diesen Schmerz aus?
00:23:09: und da jetzt aus der Übersichtsarbeit von der ich eingangs gesprochen habe drei große Punkte die vielleicht auch für Schmerzen in unserem Leben eine Rolle spielen.
00:23:18: völlig egal ob wir jetzt hundert achtzig Kilometer durchs Meer schwimmen wollen oder vielleicht gerade schmerzen Beziehung zu unserem Kind haben mit einer Krankheit oder von mir ist auch ganz klassisch Rückenschmerzen.
00:23:28: So wie geht man mit Schmerz um?
00:23:29: viele, viele Menschen erleben ja Schmerzen?
00:23:31: Ja!
00:23:33: Der erste ganz große Punkt den die nennen ist keine Angst vor Schmerze.
00:23:38: Ja der schmerz Ist mein freund oder wie muss ich das verstehen?
00:23:43: Oder ist der erste Schritt erstmal Keine angst davor zu haben bevor er zum Freund wird?
00:23:50: Ja, vielleicht muss er nicht direkt der Freund sein.
00:23:53: Hier wird von einer Studie von israelischen Forschenden berichtet wo wieder kleine Stichprobe neunzehn Triathleten die ja wirklich auch extreme Ausdauerbelastungen kennen und dafür trainieren wurden getestet.
00:24:04: im Vergleich zu siebzehn körperlich aktiven aber jetzt nicht so krass trainierten Personen und auch da gab es wieder Schmerztest hatten wir eben schon diesmal Hitze und Kälte Reize herauskam wie auch schon davor in der anderen Studie, dass die Triathleten und Atleten eine höhere Schmerztoleranz haben.
00:24:20: Und den Schmerzen weniger intensiv bewährten.
00:24:22: also scheint auch ne Rolle zu spielen.
00:24:23: wie genau gucke ich drauf?
00:24:25: aber es zeigte sich und das fand ich interessant, dass diese Triathlon-Atleten weniger Angst vor dem Schmerz hatten und weniger dazu neigten diesen schmerz gedanklich zu katastrophisieren.
00:24:37: Ja, und... Also das ist glaube ich wie du drauf guckst möchte uns im Prinzip diese Studie sagen spielt eine Rolle.
00:24:43: Wir haben dann bei den Recherchen mit Julia aus der Redaktion so einen Pulli gefunden von einer Kampfsport, weiß nicht von einem Kampssportunternehmen oder sowas, wo hinten Fett draufsteht it's only pain It will not hurt you.
00:24:55: Es ist nur Schmerz, er wird dir nicht weh tun.
00:24:58: und dann so Blutspritzer drauf, wo du denkst ja das ist ein bisschen die Message.
00:25:03: Vielleicht kann man es schaffen für sich selber auf Schmerzen so zu gucken dass man sagt Ja das tut jetzt gerade richtig weh und das ist richtig hart und jeder der von uns schon mal irgendwie sportlich versucht hat eine Grenze zu gehen weil das kenne ich schon wenn ich mal... Wenn Du
00:25:17: mit deinen Tochfreunden
00:25:18: in Bullop warst?
00:25:20: auf dem Rennrad da berghoch oder ich bin mal einundzwanzig Kilometer als Jugendlicher gelaufen, da weiß ich auch noch.
00:25:25: Ich wollte es einfach testen.
00:25:27: Da hat der Pain mich aber ganz schön gehörtet.
00:25:30: dass das glaube ich viele das kennen und vielleicht wäre es eine Möglichkeit für sich zu lernen die sind schmerz nicht ja nicht so eine angst davor zu haben sagt sich leicht weiss ich.
00:25:42: ich weiß auch nicht wie das praktisch umzusetzen ist aber ich fand es einen interessanten gedanken dass diese superathleten das vielleicht schaffen.
00:25:50: Niedrige Schwelle, um das zu verstehen ist dass wir vielleicht alle mal so ein bisschen erlebt haben.
00:25:56: Dass wenn wir zu viel Angst vor dem Schmerz hatten dann hat es auch besonders weh getan und Wenn es uns gelungen ist damit lässiger umzugehen Dann kam der schmerz auch etwas später.
00:26:06: also ich glaube das ist eine Erfahrung die fast jeder macht.
00:26:09: Ja ja und?
00:26:11: Das sagt das Forschungsteam.
00:26:12: ganz wichtig Wie viel Kontrolle hast du?
00:26:15: Diese Triathleten setzen sich dem ganzen Jahr freiwillig und auch ganz gezielt aus.
00:26:19: Ich will das schaffen, ähnlich wie unsere Schwimmerin Diana Nayet, die vielleicht sagt ich will unbedingt diese hundred-achtzig Kilometer schwimmen Leute, die jetzt zum Beispiel einen chronischen Schmerz haben oder vielleicht eine bestimmte Krankheit dass sie da mehr Angst vorhaben weil die das unkontrolliert erleben, unvorhersehbar Weil da ganz oft ja auch vielleicht Ängste dann erst daraus entstehen und so eine permanente Last im Kopf.
00:26:42: Das ist wichtig, dass man das glaube ich dazu nimmt.
00:26:44: Und gleichzeitig?
00:26:45: Ja!
00:26:46: Ich hoffe die Frage kommt in diesem Moment nicht zu doof.
00:26:48: Gleichzeitig ist es dann doch so... ...dass man auch immer noch ahnt,... ...das da ein besonderer Antrieb sein muss.
00:26:58: Um das dann zu machen?
00:26:59: Also wenn du dir vornimmst, ich schwimme zehn Kilometer,... ...ist ja nochmal eine andere viel kleinere Nummer als das.
00:27:07: Was ja auch schon ganz heftig
00:27:08: wäre?!
00:27:08: Ja,
00:27:09: absolut.
00:27:10: Gerade für uns beiden.
00:27:12: Wenn Carlo, mein Tubergleiter der war früher Leistungsschwimmer.
00:27:16: Der kommt schon mal zum Frühstück und sagt ach ich bin mal eben jetzt zwei Kilometer geschwommen.
00:27:23: Dann sage ich auch immer da würde ich nur eine Woche für brauchen.
00:27:30: Nein aber ich bleib mal dran!
00:27:34: In der Persönlichkeit muss ja irgendwas da sein, um das zu tun.
00:27:37: Ist ja nicht mehr vergleichbar mit eben einen Halbmarathon oder ich laufe mal am Wochenende den Berlin-Marathon mit?
00:27:44: Das ist dann nochmal eine ganz andere Abteilung!
00:27:46: Also wenn du so weit gehst auch in deiner Persönlichkeit so weit gehts dass du an die Grenzen und du hallucinierst, dein Körper ist aufgeschwemmt, du setzt sich diesen Gefahren aus... Da muss irgendetwas sein.
00:28:00: Vielleicht ist das ein guter Moment, um mal tiefer in die Geschichte von Diana Neyed reinzugehen.
00:28:06: Und ich sag vorweg dass da wie sie das beschreibt furchtbares auch mit sexualisierter Gewalt in ihrer Jugend passiert ist.
00:28:14: Sie sagt in einem anderen Vortrag den nicht mehr angeguckt hat, dass sie mit vierzehn noch nicht wusste, dass ihr Talent dieses Athletin sein wäre Dass sie es schaffen würde, über die Krümmung der Erde hinweg zu schwimmen mit einem stählernen Geist.
00:28:28: So beschreibt sie sich heute mit über sechzig dann.
00:28:31: Sie hat zwar von den olympischen Spielen geträumt und hat dann alles diesem Ziel auch irgendwann gewidmet.
00:28:35: also da kam schon dieses atletische dann durch.
00:28:37: Jeden Tag sagt sie um vier Uhr dreißig morgens aufgestanden auch an Weihnachten.
00:28:40: Es gab keinen einzigen Tag an dem sie nicht in dieses Schwimmbäcken gestiegen ist, wollte immer die erste beim Training sein.
00:28:46: Am härtesten Arbeiten.
00:28:47: und ihr Trainer hat fest an sie geglaubt dachte sie wird irgendwann mal einer der besten der Welt sein war ihr Förderer und ihrer Hoffnung.
00:28:55: und sie sagt Sie spricht nicht gern über sich in so einem Odi-Arme Ton ja ihre Formulierung.
00:29:01: aber es gab in ihrem Leben dann das Trauma wie sie sagt des ersten Übergriffs sexueller Missbrauch durch, wie sie sagt.
00:29:11: Wie so eine Vaterfigur beschreibt sie den?
00:29:14: Was dann entsprechend natürlich völlig erschütternd war.
00:29:17: Sie sagt, sie war wie gelähmt und man kann dann sagen es war nicht meine Schuld aber das Spiele für sie als Kind dann überhaupt keine Rolle, kann man sich wirklich vorstellen wenn man mal versucht da empathisch zu sein.
00:29:27: und man fühlt sich schuldig, sagt sie.
00:29:29: und so funktioniert ja auch die Scham.
00:29:30: Und sie hat's dann ihrer Mutter erzählt Die hat ihr das nicht geglaubt oder es war viel zuviel für sie, sagt sie.
00:29:36: Diana hat dann angefangen zu fliehen wegzulaufen wollte woanders sein wollte jemand anders sein aber das Schwimmen war irgendwie weiter in ihr sicherer Ort und im Wasser hatte sie das Gefühl da sind die Ängste weg.
00:29:45: Da bin ich sicher, keiner kann mich irgendwie berühren.
00:29:48: Keiner kann mich verletzen und dass sie da auch diese Wut rauslässt.
00:29:51: Er erinnert sich an so eine Szene wo sie dann mitten beim Training stehen bleibt auf dieses Wasser schlägt untertaucht und quasi die Kehle aus dem Leib schreit unter Wasser.
00:30:01: Und jetzt mit siebzehn steht hundert Meter Rücken Schwimmen für die Olympiakqualifikation an und sie weiß Ich Bin Nicht Schnell Genuch Und sie geht diesen Beckenrand entlang und hat das Gewicht der ganzen Welt auf ihren Schultern, sagt sie.
00:30:13: Der Missbrauch hatte inzwischen drei Jahre gedauert.
00:30:15: Sie ist zum Schwein gebracht, sie ist beschämt... Also alles ganz furchtbar!
00:30:19: Dann kommt eine Freundin und sagt ihr ey ich weiß deine Chancen sind gering aber lass dieses Rennen nicht vorbeigehen ohne alles zu geben.
00:30:27: Deine Seele dein Herz dein Körper
00:30:29: Das macht es ja noch schwerer oder?
00:30:31: Macht's
00:30:31: ja noch Schwerer.
00:30:32: und sie sagt um wenn du im Ziel bist schließ die Augen bald die Faust und sag dir Ich hätte es nicht eine Fingernagelbreite besser machen können.
00:30:39: So, damit geht diese junge Frau daher in dieses Rennen... Sie schafft es nicht!
00:30:44: Sie kommt nicht zu diesen olympischen Spielen aber sie wird weiter sich diesem Sport widmen.
00:30:49: Sie fängt an diesen Versuch zu wagen diese riesige Distanz zu schwimmen von Kuba bis in die USA.
00:30:57: und viele Jahrzehnte später, kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag reist sie um die Welt.
00:31:01: Das ist ihr Job, spricht über Sportereignisse, interviewt Menschen auf dem Weg zur Exzellenz.
00:31:05: Also sie
00:31:06: hat auch beruflich Erfolg erlangt?
00:31:08: Ist berufliche da erfolgreich, ist da drin... Und dann geht's der Mutter aber immer schlechter.
00:31:13: Die hatte Alzheimer und eines Tages sagt, die Mutter wohlziehe ich war die schlechteste Mutter der Welt oder?
00:31:17: Sie sagt Sie wusste, was die Mama meint und hat sie angelogen.
00:31:21: Nein, Mama warst du nicht?
00:31:23: Du warst die beste Mutter der Welt.
00:31:25: beide haben dann geweint haben sich festgehalten.
00:31:27: Und sie sagt sie wusste das war der moment in dem sie ihr verziehen hat so dass sie eben nicht immer für sie da war und Dass sie das nicht konnte dass sie das für sich so ja dass sie vergeben hat Ja.
00:31:40: Und als die Mutter dann mit zweiundachtzig irgendwie gestorben ist, hat sie gedacht ey verdammt ich werde bald sechzig mir bleiben noch zwanzig Jahre was mache ich damit?
00:31:46: Und hat halt diese diese Schwimmstrecke so zu ihrem Ziel gemacht und hat gesagt okay aller Schmerz aller Pain all das ja ein Stück weit auch Ich such dass jetzt bewusst ich möchte das durchziehen.
00:31:56: Da hast du jetzt, wenn du es so willst.
00:31:58: Ich bin ja mal vorsichtig mit solchen Interpretationen und Vorsichtig.
00:32:00: Aber da hättest du was, was vielleicht so ein Antrieb ist?
00:32:03: Weißt du, was ich meine?
00:32:04: Du hast eben immer wieder danach gefragt!
00:32:05: Und wir reden ja gerade darüber wie halten Leute diesen Schmerz auch aus.
00:32:09: Vielleicht haben manche von uns Dinge in ihrer Geschichte, in ihrer Lebensgeschichte die uns Sachen schaffen lassen, die andere nicht schaffen.
00:32:18: Ja, wie du schon sagst... Man weiß es nicht genau, das können viele Sachen sein.
00:32:23: Es gibt ja eben auch, sagen wir mal ganz glückliche Lebenswege und ergeben trotzdem sehr kompetitive Charaktere zum Beispiel.
00:32:33: Die sich immer wieder messen müssen und da spielt es dann für eine Rolle.
00:32:37: Warum lasst du?
00:32:38: Ja, kenne ich ein paar Leute.
00:32:44: Absolut!
00:32:45: Und eigentlich will ja nur dem vorbogen das hast Du ja eben so mit erwähnt... Es ist ein zu früherer Schluss wäre, so zu sagen.
00:32:53: Oh da haben wir es ja!
00:32:54: Ja
00:32:56: total.
00:32:57: Wir haben eben aus der Forschung dazu gesagt dass der Kontext eine ganz große Rolle spielt.
00:33:01: also wenn ich den Schmerz für mich als etwas bewährte wo ich sage habe ich mir selber ausgesucht Ich gehe da bewusst rein Ist das wahrscheinlich was was?
00:33:10: was es ertragbar macht?
00:33:12: und interessant war dass es Studien gibt wo die Leute das jetzt neuere arbeiten eine aktuelle Übersichtsarbeit Man, den die Menschen gebeten hat so eine Art Hierarchie ihres Schmerzes zu machen.
00:33:28: Also sowohl was fürchtest du am meisten?
00:33:30: Was vermeidest du als Aktivität vielleicht auch besonders und dann geht man das schrittweise an.
00:33:35: also man beginnt mit dem am wenigsten angstbesetzten Schmerz oder Thema und steigert es dann immer weiter klassische Konfrontation und interessanter Weise kann darüber die Angst vor dem Schmerzen deutlich reduziert werden.
00:33:49: Besonders eindrücklich war das in einer Studie, wo die Angst vor Schmerz und Bewegung nach einer Behandlung um etwa fünfzig Prozent gesunken ist, wodurch langfristig die Einschränkungen runtergegangen sind.
00:34:00: Und dass es eben wichtig, dass wir uns das bewusst machen weil dieses Forschungsteam, was ich mit diesem ganzen Thema beschäftigt auch sagt, Menschen mit chronischen Schmerzen ja, die erleben diesen Schmerzt zwar unkontrolliert und haben sich den nicht ausgesucht wie so ein Superathlet von mir aus aber auch für die scheint es wichtig zu sein, diese krasse Angst vor dem Schmerz anzugehen.
00:34:22: Weißt du was ich meine?
00:34:23: Also das ist auch ein Ansatzpunkt.
00:34:24: für andere ist wenn du dich fragst wie kann ich mit heftiger Belastung und Schwierigkeit in meinem Leben umgehen dass ein Weg sein könnte die Angst vor den Schmerzen der damit einhergeht vielleicht so einen Stück weit in den Griff zu bekommen.
00:34:35: Ich will gar nicht sagen dass sie ganz weg muss weil wir haben hier oft genug schon Werbung für die unangenehmen Gefühle gemacht aber Sie vielleicht so ein Stück weit zu reduzieren Ja
00:34:44: Das ist ja vielleicht auch die Stelle, wo wir jetzt für uns persönlich auch was rausnehmen können.
00:34:50: Also wenn wir die Angst vor dem Schmerz reduzieren haben wir vielleicht etwas mehr Spielraum?
00:34:56: Ja, total!
00:34:57: Du kriegst natürlich, wenn du jetzt das sagen die Forschen auch so ein krasser Ausdauer-Atlet bist dann nochmal einen ganz anderen Blick drauf weil du langes und intensives Training machst und für dich diesen Schmerzen ja auch immer besser kennenlernst Und erwartest dieses körperliche Unwohlsein regelrecht und kannst das dann natürlich auch viel leichter akzeptieren lernen.
00:35:17: Ja, ja kann man sich glaube ich auch vorstellen.
00:35:20: Ich hatte so das Gefühl für mich war es schön das nochmal zu hören weil manchmal jetzt wieder was ganz Profanes wenn ich so merke ich habe mich Es kommt so einen Rückenschmerz Kennt ihr das?
00:35:29: Wenn manchmal so ein Rückgeschmerz nicht anbahnt
00:35:31: Ja und du weißt es Du bist hier
00:35:32: wie dumm und bis nicht aufgewärmt oder sowas.
00:35:34: ja und du weiß er bleibt jetzt ein paar Tage.
00:35:37: Genau und da habe ich mittlerweile gemerkt, wenn das in dem Moment wo der kommt ist jetzt nur meine persönliche Erfahrung.
00:35:40: Ich habe keine einzige Studie zu.
00:35:42: aber dass sich dann so in dem moment durchatmen diesen schmerz wahrnehmen Und auf so eine art sich jetzt nicht gegen diesen schmärts zu wehren sondern dann zu sagen alles klarer ist er Dass der dann viel viel viel schneller wieder weg ist
00:35:56: klickt jetzt klingt jetzt
00:35:57: so nach gacka.
00:35:58: Aber das wird es wieder wissenschaftlich zeigen auch diese studien Auch außerhalb des sports das achtsamkeit helfen kann anhaltende schmerzen zu regulieren.
00:36:07: Also in dem Moment, wo ich diesen Schmerz nicht katastrophisiere.
00:36:09: Sondern vielleicht sage er ist da, Achtsamkeit heißt ja nicht, ich rede was schön oder ich muss das irgendwie wegschieben sondern einfach... Ich nehme an dass es gerade da ist, ich beachte es, ich lasse mir vielleicht auch die Botschaft davon mitgeben aber ich kämpfe jetzt nicht dagegen, ich drück das nicht weg, ich verurteile mich nicht dafür, dass es da ist.
00:36:25: Dass das etwas helfen kann!
00:36:27: Ja
00:36:27: also eben auch locker bleiben?
00:36:30: Genau ob jetzt als Superatletin oder einfach im Alltag.
00:36:33: Der zweite große Punkt der genannt wird kein Spotlight für den Schmerz.
00:36:38: Also, ich glaube wir können uns alle vorstellen wenn du so den Fokus drauf richtest und sagst das tut jetzt die ganze Zeit weh dass der schmerz dann viel stärker wahrgenommen wird.
00:36:47: Die klassische Geschichte hast Du heute schon rotes auto gesehen?
00:36:49: Nö!
00:36:50: Aber wenn ich dich frage achte mal auf rote Autos kriegst du fünfzehn Euro wenn du ein siehst?
00:36:53: diese ist die ganz Straße voller rote autos.
00:36:55: Absolut.
00:36:56: So also diese
00:36:57: Überlegung dass man das selber runterschrauben kann wenn man so ein bisschen den Scheinwerfer davon wegnimmt.
00:37:01: Ja
00:37:02: kauft ihr einen Hammer und siehst du überall Nägel?
00:37:04: ja
00:37:04: Ja, genau.
00:37:05: Denkst du, woher wir an Diana Neyert, die da schwimmt und sagt ich singe hier die ganze Zeit den Legend of the People von John Lennon einfach um mich abzulenken?
00:37:12: Und nicht die ganzezeit zu merken wie meine Lippen anschwellen, meine weiß nicht Muskeln durchdrehen.
00:37:17: Du plötzlich
00:37:17: laktatwert hast wie ein Baugerüst.
00:37:19: Da habe ich jetzt mal eine Frage... Ich glaube schon werden jetzt alle so ein bisschen nicken Hast du, hat ja jeder so eine andere Strategie und es behandelt genau das was du gerade beschrieben hast.
00:37:29: Nicht auf den Schmerz fokussieren nicht der Spotlighter hin sondern sich ablenken.
00:37:34: Jetzt gibt's natürlich auch Sachen medizinische Art die wir alle mal erleiden müssen.
00:37:40: Das Bohren beim Zahnarzt die eine dicke fette Spritze in Po oder wo ihn auch immer irgendeinen Schnitt der gemacht werden muss.
00:37:48: Was ist deine Strategie?
00:37:50: Schaust du genau hin Gibt es ja immer wieder so, auch bei Spritzel und Oberarm gibt's ja die Strategie.
00:37:58: Schaust ihr ganz genau an?
00:37:59: Dann tust du dich nicht so weh!
00:38:01: Ich habe natürlich alles schon durch, weil klar bis ein paar Jahre auf den Dachon da war noch mehr Gelegenheit alles auszuprobieren.
00:38:08: Was ist deine Strategie?
00:38:09: Beamst Du Dich weg beim Zahnarzt?
00:38:11: Bist Du in einem fernen Land?
00:38:13: Beim Zahn-Arzt gefühlt bis ich dreiundzwanzig war, faktisch wahrscheinlich bis ich, weiß ich nicht, sechzehn war das auch schon... relativ alt ist, hat meine Mutter meine Hand gehalten.
00:38:24: Das werde ich nie vergessen in Harn-Insolingen da auf diesem Stuhl zu sitzen.
00:38:29: Furchtbar zahnarzt!
00:38:31: Und dann hat meine Mutter immer meine Hand gehalten.
00:38:34: Später, weil ich wirklich mit Spritzen und Blut ... Das kann ich gar nicht auch so Blut abnehmen!
00:38:39: Das ist mich die absolute Vorhälter.
00:38:40: Das hab' ich dir doch schon erzählt, dass ich irgendwann dachte beim Arzt jetzt bin ich mal selbstbewusst... ...und dann kamen die Helferin rein und fing an mir da Blutab zu nehmen und meinte, is das für sie ein Problem?
00:38:49: Ich so, nee, nee!
00:38:50: Wollte so selbstwusst und cool sein.
00:38:52: Und hab dann extra drauf geguckt.
00:38:54: und das nächste, woran ich mich erinnere, ist wie ich ohnmächtig auf dem Boden liege und zwei so übermichgebeugte Arzhelferinnen ein bisschen als welcher Obertrottel, dass ich es nicht gesagt habe und das so auf ja locker.
00:39:04: Das kann ich weil ich mich selber konfrontieren wollte in dem Moment alleine.
00:39:07: Nee Hölle!
00:39:08: Ja aber darauf wollte ich ja eben hinaus.
00:39:11: man probiert verschiedene Sachen hat dann für sich irgendwann was du singst ein Lied, denkst an den Film der dir letztens so gut gefallen hat versuchst dich weg zu beamen bis mit deinen Gedanken im fernen Land Und da, wie du sagst bei den Rückenschmerzen.
00:39:29: Ich wusste ja eben nicht worauf du hinaus wolltest.
00:39:32: So jetzt hat's sechzigjähriger.
00:39:35: was war natürlich der erste Gedanke?
00:39:36: Du sagst Rückenschmerz und wolltest darauf hinaus, dass man dem Schmerz nicht zu viel Platz gibt und dadurch alle wieder lockerer wird.
00:39:44: Mein erster Gedankel war IBO-Sixhundert.
00:39:47: Ja, klar.
00:39:48: Das ist wieder die... Aber das ist ja genau der Punkt, weshalb wir diese unangenehmen Gefühle werben?
00:39:53: Der Schmerz hat ja eine Funktion!
00:39:55: Trotzdem fast wie ne IBO-Sixhundert.
00:40:00: um den Punkt abzuschließen mit dem Spotlight bei diesen Ultra-Lehnen und Athleten sagen sie in dieser Übersichtsarbeit.
00:40:05: nehmen wir über das wir sprechen.
00:40:06: es könnte sein dass es neuromodulatorische Prozesse gibt also im Prinzip die einfach gesagt die Vernetzung im Kopf so anders funktioniert, dass normalerweise wenn ich das jetzt als Warnsignal wahrnehme.
00:40:21: Zum Beispiel ein potenzieller Gewebeschaden weil du da die ganze Zeit rennst und dein Knie vielleicht langsam richtig weh tut, dass der quasi übersteuert wird.
00:40:28: Das wäre jetzt wieder für einfach gesagt eine Ibu-Sixhunderte, die du dir selber im Kopf da draufknallst und sagst ne, ich ziehe jetzt diesen Lauf durch!
00:40:37: Und auch da sagt man schon, das ist ja nicht immer gut.
00:40:39: Also es gibt ja auch Leute die dann irgendwann so eine Sportsucht rein rutschen und gegen jeden eigentlich Widerstand ihres Körpers sowas durchziehen wie ein weißer und schwarzer Wolf der irgendwie in deinem Kopf kämpft und der eine berühlt dich an du schwimmst jetzt diese Hundert Achtzig Kilometer der andere sagt Alter es tut hier alles nur noch weh wer gewinnt!
00:40:56: So
00:40:56: dritter großer Punkt für mich eigentlich der spannendste nämlich der wunderschöne Schmerz.
00:41:02: Da hat man eine qualitative Studie gemacht.
00:41:04: Das heißt, die Leute befragt mit einer Art Interviews und es kommt immer wieder das Leiden in dem Moment der Schmerz fast so ein bisschen katartisch also reinigend wahrgenommen wird oder als, das fand ich ein spannendes Zitat wirklich wunderschönes Leiden.
00:41:21: Die Lust am Schmerzen
00:41:23: Die Lust am Schmerz, du suchst im Prinzip diese Situation.
00:41:27: Dreißig Fragen haben die denen gestellt, sechzehn Athleten und Athleten wieder eine kleine Stichprobe wo die ganz persönlich von Geschichten, von Emotionen, von ihren Reflexion über diesen Sport erzählen konnten.
00:41:37: Und wirklich manche sagen ey es ist wunderschönes Leid.
00:41:41: zum Teil wird von spiritueller Erfahrung oder fast so einer Erleuchtung gesprochen dass die leute dissoziieren die verlassen im prinzip ihren körper gegucken von oben auf sich drauf sind nicht mehr einfach nur sie selbst sondern gehen so auf in dieser tätigkeit.
00:41:57: und das Ja das fand ich was, wo ich wieder sehr viel mit anfangen konnte.
00:42:02: Dass man das sucht ne?
00:42:03: Der eine sucht es vielleicht dann in irgendwelchen Drogen um so ein Eskapismus zu haben der andere arbeitet sich vielleicht blöd um sich nicht mit sich selber beschäftigen zu müssen.
00:42:12: und jemand der so eine Sporterfahrung macht merkt vielleicht auch wie schön dass manchmal ist den eigenen Kopf verlassen zu können.
00:42:19: und wenn dann dieser krasse Schmerz dabei eine Rolle spielt und plötzlich obwohl das so unangenehm ist daraus so einer Art da ist dieses Selbsttranscendente.
00:42:27: Ich werde Teil von was größerem.
00:42:29: Wenn so etwas entsteht, dass das cool ist... Das kann ich mir sehr gut vorstellen!
00:42:33: Da habe ich gedacht, das wäre eine Erfahrung, die ich auch mal gerne hätte.
00:42:35: Ja.
00:42:35: Ich weiß nicht ob ich auf dem Rennrad wenn die Jungs mich da bergauf jagen Kilometer und Kilometer ob ich da dran komme eher nicht weil Hannes, immer wenn wir am Berg umankommen.
00:42:44: Bruder Hannes hat immer Leon du hast noch Körnchen übrig und ich denke ja man aber ich bin doch kurz vom sterben.
00:42:50: was wollt ihr hier noch von mir?
00:42:51: Und dann sagen die immer das ist bei dir eine Mindset Frage sind diese knallart zu mir?
00:42:55: und du merkst einfach das stimmt das stimmt der geht es mal weiß er?
00:42:58: als ich mit Jan Ulrich gesprochen habe hab ich den ja gefragt wie fühlt sich denn doping an?
00:43:02: wie fühlte ich doping gesagt?
00:43:04: eigentlich dass ja auch ein extrematlet so ne tute vor uns waren wahnsinn.
00:43:09: Er hat gesagt, eigentlich ging es vor allem darum dass du für dich das Gefühl hast, du stehst auf der Startlinie nicht ein paar Meter hinter dem Rest.
00:43:15: Weil so klar war das alle dopen.
00:43:17: Und am Ende dieses da werden noch so ein paar was auch immer dann diese Stoping in dir bewirkt und wenn es etwas mentales ist ich bin jetzt hier nicht die einzige day abgeschlagen wird dass das noch was aus dir rausdrückt dass das diese letzten Körnchen noch rausholt sich diesen Schmerz noch irgendwie aushalten lässt.
00:43:32: Das kann man ja total vorstellen.
00:43:34: Ja dass das dann was ist, wo du Lust dran findest.
00:43:38: Dass das was dir erstrebenswert kommt.
00:43:40: Vorkommt vielleicht fast wie etwas, wo Du sagst ja es so ein Ritual für mich.
00:43:45: Das beschreibt auch Diana Knight die sagt das Wasser war auch heilend.
00:43:51: Nicht mehr aus Wut irgendwann sich schwamm aus Ehrfurcht vor unserem blauen Planeten kann man sich auch vorstellen.
00:43:56: Du bist da mitten in der Nacht siehst irgendwie Milliarden Sterne bis in diesem Wasser schwimmst seit Stunden und Du fühlst so eine Verbindung.
00:44:04: Du spürst die Kraft der Gezeiten unter deinem Körper, den Antrieb von deinem eigenen Willen.
00:44:09: Manchmal trägt dich ne Welle ein Stück um stattdicht zu brechen und sie glaubt dass sie in diesem Moment und das ganz viele Menschen sowas als tiefe Emotionen spüren wenn man auf den Horizont guckt ja im Prinzip zum bisschen zu vergleichen zu vergreichen du bist komplett wach du bist ganz klar du bist entschlossen Das für Sie sogar das Fazit ist Wenn das mein letzter Tag wäre meine letzte Art entzug dann könnte ich sagen Ich habe alles getan.
00:44:31: Das ist aber, glaube ich eine wichtige Stelle jetzt zeitlich in unserer Aufnahme wo wir sagen müssen es geht nicht.
00:44:40: das sind Sachen denen man sich freiwillig aussetzt.
00:44:43: Wir müssen jetzt differenzieren und abgrenzen zu Menschen die aufgrund einer Krankheit starke Schmerzen erleiden müssen und ich könnte mir vorstellen dass auch viele Frauen die während ihrer Periode besonders leiden schon die Faust in der Tasche haben.
00:44:57: da müssen wir uns nochmal abgrenzeln an dieser stelle
00:45:00: Und das ist ja nur ein Beispiel.
00:45:01: Endometriose, einfach so viel... Auch überhaupt viele chronische Sachen wo du das Gefühl hast, dass wird so oft nicht ernst genommen.
00:45:08: Wo du so oft denkst, aber ja Schmerz ist doch man hat dir mit Mama auf den Fuß gehauen und dann ist der Fuß blau oder gebrochen und wenn man das nicht sieht kann es noch kein Schmerzen sein.
00:45:15: Nein Bullshit!
00:45:17: Alles was wir hier gerade beschreiben zeigt doch auch wenn du völlig recht hast in so einem Fall irgendwie selber gewählt, wenn man jetzt an so einen Spitzentreat lehrt oder an Jan Ulrich denkt.
00:45:26: Selbst wenn es eine Geschichte dahinter gibt die ein dahin bringt das ist ja nicht zu vergleichen mit einer Krankheit.
00:45:30: Genau.
00:45:31: Oder zumindest nicht so einfach.
00:45:32: Das ist ein absolut wichtiger Punkt den du sagst und trotzdem so ein Stück weit.
00:45:36: deswegen fand ich diese Ausnahme.
00:45:39: Sportlerinnen und Sporter so interessant sagen diese Forschen wir können uns was von denen abgucken wie man mit dem Schmerz umgeht Nicht als Patentrezept, nicht für alles.
00:45:50: Nicht als kleinreden vom Schmerz sondern einfach wie gehen die damit um und was spricht einen vielleicht an?
00:45:56: Deswegen ein guter Punkt was du sagst und vielleicht nochmal kurze Zusammenfassung.
00:46:00: das erste war wenn man sich mit der Angst vor dem schmerz beschäftigt dass das ein pluspunkt sein kann statt zu katastrophisieren vielleicht über achtsamkeit diesen schmerzen kennen zu lernen und Die angst davor ja so ein stückweit abzubauen.
00:46:15: Dann haben wir als zweiten Punkt gesagt, diesen Fokus davon wegzuziehen.
00:46:19: Ob man da jetzt nicht abhängt oder ob man andere Tätigkeiten nachgeht und ob man tausendmal John Lennon singt.
00:46:24: Da wird jeder der das versucht seinen eigenen Weg finden müssen.
00:46:27: als drittes.
00:46:29: Und gut dass du es nochmal einhaagst.
00:46:30: Das wird für Menschen die Schmerznahmen, die sie überhaupt nicht haben möchten ganz anders klingen als für diese Ausnahmeathleten.
00:46:37: Es ist irgendwie auch etwas Schönes, was die in diesem Schmerz sehen.
00:46:40: Das ist was Rituelles und eine fast schon transcendente Erfahrung, die die damit machen.
00:46:47: Dann würde ich doch sagen kommen wir Richtung Ziel, Richtung Ende.
00:46:52: Florida zeichnet sich im zwanzig Kilometer schon ab!
00:46:55: Genau, das Unfall kommt jetzt immer näher.
00:46:58: Sie
00:46:58: sagt sie hat sogar so eine Art Hau von Traurigkeit gespürt weil diese epische Reise zu Ende geht.
00:47:02: nochmal die hat es immer und immer wieder versucht ist immer wieder gescheitert.
00:47:06: Jetzt verbindet sie das mit dem Tod ihrer Mutter.
00:47:08: Mit dieser furchtbaren Geschichte und der sexualisierten Gewalt aus ihrem Leben kann man sich glaube ich noch mal mehr vorstellen was das für sie heißt.
00:47:15: Und sie denkt immer noch ja vielleicht schafft man's nicht aber du wächst und wächst.
00:47:21: Sie kommt an diesem Strand, wie ich das ganz am Anfang beschrieben habe.
00:47:25: Kommt aus diesem Wasser kann kaum noch gehen.
00:47:27: also wer möchte guckt mal bei YouTube rein.
00:47:29: wir packen es in die Show Notes Wie heftig das für sie in diesen Moment war.
00:47:33: aber da steht ihre Freundin.
00:47:35: Die fallen sich In die arme und ich hab dann gelesen fand ich ganz interessant.
00:47:39: also es gab Zweifel.
00:47:41: An dem ganzen Versuch.
00:47:42: Guinness World Records und die Welt Open Water Swimming Association haben das beide nicht als Rekord offiziell anerkannt, weil nicht jede Stunde genau überliefert war was nicht die geforderten detaillierten GPS Daten und Co.
00:47:55: also gab einfach Sachen wo man dass scheinbar nicht so dokumentiert hat, wie man es hätte machen sollen.
00:48:00: Keine unabhängigen Beobachter dabei und so weiter.
00:48:01: aber der Alter als ich das gesehen habe, wie die da rauskommt... Ich würde ja alles glauben!
00:48:06: Und hatte auch das Gefühl Wahnsinn oder so irre Leistung.
00:48:10: und sie sagt jetzt drei Sachen an das Publikum irgendwie zu dieser Freundin aber auch zu sich selber.
00:48:15: Als erstes liebt niemals auf Ja Niemals niemals Auf.
00:48:20: Dann ist es nie zu spät für Träume.
00:48:23: Sie hat's ja mit sixty vier gemacht und das erreicht was vorher niemand geschafft hatte.
00:48:27: Und große Leistungen sind niemals alleine möglich, weil sie dieses ganze
00:48:32: Team um sich herum sind.
00:48:33: Okay das war auch eine der Säulen und Erkenntnisse, wichtigen Erkenntnissen okay?
00:48:37: Ja
00:48:38: was mit Sicherheit ist auch essentielles Umsoeinen Schmerz um sowas durchzuziehen.
00:48:44: Sie zitiert dann noch Turo am Ende der es so schön auf den Punkt bringt wo sie sagt Es geht nicht darum was man erreicht sondern wer man auf dem Weg dorthin wird.
00:48:54: Das gefällt mir!
00:48:55: Das schönste war für mich dann allerdings.
00:48:58: Der erste Kommentar, den ich bei YouTube unter diesem Video sehe... This talk makes me feel like the laziest asshole ever and I love it!
00:49:05: Dieser Talk lässt mich wie das faulste Arschloch der Welt fühlen und nicht liebe es.
00:49:09: Und ich dachte da hat's auch fast draggehen.
00:49:13: Das muss man auch aushalten.
00:49:14: Das ist so
00:49:14: ein Auraushalt.
00:49:15: mit der Hand in den Chips guckst ihr so jemand an und denkst, haben wir die jetzt für sich geschafft?
00:49:19: Ich sitze hier faule und es ist schön fand ich sehr versöhnlich.
00:49:27: Ja, mein Lieber!
00:49:28: Also ein hoffentlich ganz knackiger interessanter Blick auf absolute Ausnahmemenschen in besonderen Geschichten die sich hier wissenschaftlich angeguckt wurden und vielleicht so ein Stück weit einen ein bisschen anderer Blick auf den Schmerz der dahinter steckt wie man damit umgehen kann und ja damit wie immer ein Gefühl betreut
00:49:46: Ja, Wahnsinn!
00:49:47: Zum Schluss hast du noch unwissentlich einer der schönsten Stellen in meinem Programm aufgemacht.
00:49:53: Da rede ich auch über Extremerfahrung beim Abnehmen und so weiter... ...und dass ich halt auch meine guilty pleasures habe.
00:50:01: Und dann sage ich hab an der Pause jetzt gerade eine komplette Tüte Shirochips gegessen.
00:50:05: Und kennst du diesen Moment?
00:50:07: Die Tüt ist schon leer aber unten drin sind noch diese... Auf der Bühne sage ich mal seltene Erden.
00:50:14: Also diese letzten Krülle, die kippst du in die linke Hand?
00:50:18: Und manchmal kannst sie noch gar nicht kippen sondern du musst mit einem Fingernagel in diese ganze Naht von der Chipshütte.
00:50:23: Wo
00:50:23: auf jeden ausfällig ist, du kippste in eine Hand und das nicht anders geht leckst zu dir dann aus der Hand.
00:50:27: Ja!
00:50:28: So und wenn du in dem Moment kein Waschbänken in der Nähe hast... Der erste Weg ist ja eigentlich immer so runter zur Jeans da abputzen Oder so wie gestern, ich stehe da mit dieser linken Hand das Schibskrömmel drin.
00:50:46: Kommt in dem Moment ein Feuerwehrmann und fragt ob wir ein Selfie zusammen machen können?
00:50:51: Und ich nehme ihn so in den Arm und die Hand war wieder
00:50:53: sauber!
00:50:54: Nein, du Hund!
00:50:56: Was
00:50:57: ich selbst empfehlen kann ist heimlich weil ich immer denke, die Jeans wäschst du nicht jeden Tag.
00:51:01: Im Idealfall ja fast gar nicht.
00:51:03: was ich sehr empfehle kann sind aber für solche Momente Die Kleidungsstücke, die du oft wäscht.
00:51:08: Also entweder du krabbelst dir hinten so ein bisschen in die Boxershots am Hintern rum und reibst das da rein oder unauffällig das Jeansbein mit einem Finger hochziehen und dann am Socken.
00:51:17: Also Socke-und Unterhose ist für mich oft eine Notfall servierte.
00:51:21: Socke
00:51:21: finde ich gut, T-Shirt finde auch gut wird ja öfter gewaschen im Idealfall nicht das eigene.
00:51:33: Er wird dich hassen, er wird sich regen bei dir wünschen.
00:51:36: Ich hoffe übrigens dass man den Regen hier bei mir nicht zu laut hört.
00:51:38: Hier regt uns Prassels gerade auf das Dach.
00:51:40: Atze ich drücke dich!
00:51:41: Ja und ich drüge dich mal lieber.
00:51:43: Euch alle hoffentlich ganz ohne Schmerzen nochmal einladen.
00:51:46: Ich muss eine Korrektur machen.
00:51:47: da ist es ein kleiner Lapsus unterlaufen.
00:51:50: Ich habe hier immer den Achtundzwanzigstagen angekündigt.
00:51:52: Es ist der siebenundzwantigste Sorry aber damit ja einen Tag früher.
00:51:55: In welcher Stadt?
00:51:57: Nein, diesen Freitag, dem März, startet der Vorverkauf für die neue Tour
00:52:01: und
00:52:01: nicht am XXVIII.
00:52:03: Aber es ist eigentlich noch besser, dann kann man das heimlich bei der Arbeit bestellen und hat nicht mal einen Termin vor Augen.
00:52:08: So, Atze...
00:52:09: Und
00:52:10: findest du's
00:52:10: denn gut wenn ich jetzt schon meine Abschiedsstour ankündigen würde?
00:52:16: Nein!
00:52:16: Ich will so machen wie Howard Carpnell.
00:52:18: also Hello again again.
00:52:20: Also wäre das okay?
00:52:21: Das macht vielleicht ein zwanzig Jahre Abschiedstour.
00:52:24: Na ja, ich überlege
00:52:25: noch mal.
00:52:25: Ich erwarte dass ich dich wie Die Purple in dreißig Jahren noch vor so einem Hamburger Studio sehe wieder einen Trailer.
00:52:31: Dreh ist für die Jungs.
00:52:31: Und dann
00:52:32: noch schlimmer im Morgenmagazin!
00:52:37: Wir sehen uns.
00:52:37: Leon
00:52:38: Duwin leid sich nicht heute in Rostock und wir geben beide wieder alles groß.
00:52:43: drückt dich tschüss.
00:52:54: Jetzt abonnieren auf Spotify, dieser
00:52:57: iTunes und überall wo es Podcast gibt.
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