So bremst Du deine Sorgen - aus'm Archiv

Shownotes

Ein letzter Gruß von Atze und Leon!

Nachts wach: Eine Sorge wird abgelöst von der nächsten und begleitet von dem Gefühl, komplett die Kontrolle über die Gedanken verloren zu haben – wer kennt das nicht? Heute reden Atze und Leon über genau dieses Phänomen. Es geht in die zweite Folge zum Thema Sorgen. Dabei beantworten sie die Frage, wieso Sorgen so unkontrollierbar sein können und was ihnen Positives abzugewinnen ist. Von spannenden Theorien, was die Sorgen aufrechterhält, über einen Exkurs in die generalisierte Angststörung gibt es in dieser Folge viele praktische Tipps und Tricks von Leon und Atze. Sie zeigen euch, wie ihr eure Sorgen gut betreut!

Fühlt euch gut betreut

Leon & Atze

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Quellen:

Grundlagen zur generalisierten Angststörungen (und allen anderen psychischen Störungen) finden sich im Manual für psychische Störungen, dem DSM-5:

Falkai, P., Wittchen, H. U., Döpfner, M., & American Psychiatric Association. (2015). Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen DSM-5®. Hogrefe.

Informationen zur generalisierten Angststörung findet ihr in diesem Buch:

Becker, E., & Margraf, J. (2017). Vor lauter Sorgen…: Selbsthilfe bei Generalisierter Angststörung. Beltz.

In folgender Studie geht es um die Theorie der Emotionsvermeidung durch Sorgenketten:

Laguna, L. B., Ham, L. S., Hope, D. A., & Bell, C. (2004). Chronic worry as avoidance of arousal. Cognitive Therapy and Research, 28, 269-281.

Ein Buch dazu, wieso wir Angst und Sorge brauchen, findet ihr hier:

Dennis-Tiwary, T. (2022). Future Tense: Why Anxiety is Good for You (even Though it Feels Bad). Hachette UK.

Und hier ist ein spannender (englischsprachiger) Podcast mit der Autorin: Vedantam, S. (Moderator). (2022).A better way to worry – Hidden Brain Podcast: https://hiddenbrain.org/podcast/a-better-way-to-worry/

Tiefer einsteigen in das Problemlösetraining von D’Zurilla und Goldfried könnt ihr in diesem Paper:

D'Zurilla, T. J., & Goldfried, M. R. (1971). Problem solving and behavior modification. Journal of abnormal psychology, 78(1), 107.

Und zu guter Letzt befinden sich hier ein paar Zusammenfassungsstudien zur emotionalen Akzeptanz und den Effekten von Sport und Sorgen:

Orcutt, H. K., Pickett, S. M., & Pope, E. B. (2005). Experiential avoidance and forgiveness as mediators in the relation between traumatic interpersonal events and posttraumatic stress disorder symptoms. Journal of Social and Clinical Psychology, 24(7), 1003-1029.

Carter, T., Pascoe, M., Bastounis, A., Morres, I. D., Callaghan, P., & Parker, A. G. (2021). The effect of physical activity on anxiety in children and young people: A systematic review and meta-analysis. Journal of Affective Disorders, 285, 10-21.

Kazeminia, M., Salari, N., Vaisi-Raygani, A., Jalali, R., Abdi, A., Mohammadi, M., … & Shohaimi, S. (2020). The effect of exercise on anxiety in the elderly worldwide: a systematic review and meta-analysis. Health and quality of life outcomes, 18(1), 1-8

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00:00:00: Und trotzdem ist diese psychische Belastung genauso da, als würde ich da gerade sitzen.

00:00:04: Hätte null Euro auf dem Konto, weiß nächste Woche muss ich die Miete bezahlen, hab ein schreienes Kind zu Hause und grad den Job

00:00:10: verloren.".

00:00:11: Das geht ja auch um das Verständnis der Welt!

00:00:13: Das lässt sich leider heute gar nicht voneinander trennen, wo wir darüber spielen wie man sich Sorgen macht.

00:00:18: Aber ich habe ja trotzdem immer wieder Momente, wo mich meine Sorgen total nerven und ich die auch als zu stark einstufen würde.

00:00:26: Wieso is' das so?

00:00:27: Wieso machen wir uns

00:00:28: Sorgen?".

00:00:28: Optimismus führt letztendlich immer zu Enttäuschung.

00:00:32: Wir sollten stattdessen eine Strategie des heiteren Pessimismus verfolgen,

00:00:35: d.h.,

00:00:36: der Dunkelheit mit Anmut und guten Humor – da komme wieder ich ins Spiel begegnen!

00:00:42: Ich sitze

00:01:02: nicht mehr in Japan, sondern im beschaulichen kleinen Münster.

00:01:06: Ah!

00:01:06: Und wie fühlt sich das an?

00:01:07: Wie fühlte

00:01:07: ich es an?

00:01:08: Äh... ist ein bisschen surreal noch weil äh... Weil ich vierzehn Stunden zurückgeflogen bin und dann natürlich wir als ich dann morgens um fünf Uhr vierzig oder sowas in Frankfurt ankam direkt an dem Tag noch einen Terror-Explor-Dreh in Frankfurt.

00:01:24: Nein!

00:01:24: Nein!

00:01:24: Weil ich ja praktisch weiß mal doch... Doch aber es war gar nicht dumm, weil irgendwie gggg... Also, es war eh alles so sick da aus diesem ganz anderen Land und aus dieser Zeit jetzt hier zurückzukommen.

00:01:35: Und irgendwie hat das dann so ... Das hat auch diesen, weil dieses Fliegen ja auch so absurd ist, hat das Ganze dann wirklich noch mal gut runter gewohnt.

00:01:41: Ich bin dann nach vier, fünf Stunden oder sowas hat das nur gedauert mit dem Zug zurück nach Münzer gekommen... Ja!

00:01:47: ...und wurde dermaßen Das muss ich dir erzählen, krank in die Realität jetzt zurückgeholt.

00:01:52: Ich hab' dir erzählt in diesen drei Wochen Japan wie rücksichtsvoll die Menschen sind und wie sie aufeinander achten, wie wichtig da so soziale Gesetzmäßigkeiten und so unausgesprochene Regeln ein Aufeinander achtgeben.

00:02:05: Wie wichtig das ist?

00:02:06: Darf

00:02:06: ich auch vielleicht mal eine Frage stellen... Ja?

00:02:09: ...ich möchte noch vor Münster nämlich in Frankfurt einsetzen.

00:02:12: nach der Landung du kommst aus dem Flieger gehst diesen Gangway in Lang und kommst dann an den Ankunftsbereich.

00:02:20: Hast du nicht das Gefühl gehabt, du bist in einem dritte Weltland gelandet?

00:02:26: Erste was auffiel!

00:02:27: Aber wer wirklich darauf acht hat, ich muss jetzt gleich noch im Zug zu Ende zählen.

00:02:30: Das war dass die... diese Gepäckwagen, die es so gibt.

00:02:34: Wo du mit deinem Gepick am Flugzeug schieben kannst?

00:02:36: In Frankfurt sind alle abgeschlossen in einer Scheißmaschine wo du erst mal zwei Euro reinschmeißt musst um einen Wagen rauszukriegen.

00:02:44: Da dachte ich mir natürlich und das brauchst du wahrscheinlich auch in Frankfurt weil sonst irgendetwas klaut und in den Main schiebt oder nach Hause nimmt um seinen Vatertagsbierfass durch ein Parkzug zu knallen.

00:02:55: Und es war einfach so dass ich dachte das wäre Japan völlig ausgeschlossen.

00:02:58: also hast recht!

00:03:00: Ich kam da wieder an.

00:03:01: Kaugummi ist auf dem Boden.

00:03:02: Ja, genau.

00:03:03: Packung McDonalds Fritten ausgeschüttet alles da undenkbar.

00:03:07: so noch kurz im Zug weil du hast genau die richtige Kerbe getroffen.

00:03:10: ich sitze im Bord.

00:03:11: bist du in der deutschen Bahn In diesem japanischen Zug diese Schinkansel mit dem Ich jetzt viel gefahren war in den letzten Tagen weil ich war noch in Kyoto in Hiroshima in Naoshima das ist eine Kunstinsel Und dann am Ende wieder zurück nach Tokio.

00:03:25: also mich viel viel zu gefahren.

00:03:27: Jedes Mal an jeder Station kam der Schaffner ins Abteil und verbeugte sich kurz.

00:03:33: Ach, und er kam wirklich regelmäßig da rein um nach einem Rechten zu gucken.

00:03:36: es gab noch so ein Sicherheitskollegen der auch beide in schickster Uniform kamen immer zur Tür und neigten so kurz den Kopf auf wenn keiner geguckt hat.

00:03:45: und die haben das nicht irgendwie so... Nach dem Motto hat jetzt irgendwann der Zentrale gesagt im Corporate Center ihr müsst hier diese Geste machen sondern du hattest das Gefühlsmins.

00:03:53: ich als Außenstehender Die passte so ein bisschen zu dieser Beobachtung von dem Klopuzzer aus dem Film Perfect Days.

00:04:02: Die

00:04:02: machen auch bei diesen kleinen Sachen, achten die auch so total aus Detail und es ist ihnen einfach irgendwie was wert in diesem kleinen zwischenmenschlichen Begegnungen selbst wenn du jetzt der Schaffner bist der dann ab Teil mit sechzig Leuten irgendwie kontrollieren wird auf sowas zu achten.

00:04:17: Sondern sitze ich in diesem deutschen ICE und hab mir da einen Chili bestellt im Bordbistro eine Cola und gucke rüber Und da hängt so eine Frau, wieso halb acht in der Kurve?

00:04:28: Wieso?

00:04:28: mir ist eh alles scheißegal.

00:04:30: Hat ihr Tablet auf dem Tisch noch das Bein so halb aufer Bank und feilt sich mit einem großen Metallhobel ihre zu langen Fingernägel im Bord-Bistro.

00:04:43: Die hatte ein schwarzes straßbesetztes Oberteil an, Gefühl von Ed Hardy oder Camp David mindestens.

00:04:49: Auf dieses schwarze Oberteil... ...tropfte jetzt rieselte, wie wenn so ein Parmesan-Hobbel beim Italiener... ...rieselten diese ganzen Rückstände der Fingernägel.

00:04:59: Und dann guck ich die an, weil ich dachte, ich habe nicht richtig geguckt,... ...wer welcher wahnsinnig gehobelt sich im Zug die Nägel und dann auch in Bordbistro?

00:05:06: Dann gucke ich so ein bisschen schräg rüber und denkst so,... ..."sach sie jetzt

00:05:10: was?".

00:05:10: Und dann dachte ich nee, so Deutsch bis ihr jetzt... ...kommst ja gerade aus Japan bis ihr ausgeglichen sagst nix,... ...hab aber so'n bisschen so'nen kritischen Blick sag ich mal ausgestrahlt.... Und dann hat die mich so angeguckt mit so einer, was willst du denn jetzt?

00:05:22: So eine ganz fiese Haltung.

00:05:26: Ich dachte wirklich als sie dann über ihr Straßstein besetztes T-Shirt pustete und diese ganzen eklage Stände von den Fingernägel in dieses Bordbistro flogen ich wieder an Aerosole gedacht habe und es war alles so scheiße!

00:05:39: Und ich dacht willkommen zurück in Deutschland.

00:05:42: aber als es abends Münster Rana Spargel gab War es dann auch wieder okay?

00:05:47: Na, der Tag ein schönes Ende.

00:05:49: Alle deine Lieben haben sich gefreut dass du wieder da bist

00:05:52: und ich auch.

00:05:52: Ich vermisse dich auch

00:05:53: verdammt!

00:05:54: Ich geb's zu.

00:05:55: Das ist mich aus Deutschland aber Deutschland nicht aus mir.

00:05:57: Da mit den Fingernägeln war ein bisschen drüber... Aber das ist doch eine Kartoffel habe ich hier dann auch gemerkt.

00:06:01: Naja vielleicht kann ich es auch so ein bisschen heilen dein Gefühl.

00:06:06: Ich fahre in Österreich unterwegs die ganze Woche Salzburg Wien Linz und Graz.

00:06:13: Und das war

00:06:14: so, so

00:06:15: schön... Also ich weiß auch nicht!

00:06:19: Ich habe eine richtige Urlaubswoche gehabt.

00:06:21: So jetzt hast du ja für deine neue Tour mit Sicherheit auch Österreich im Programm?

00:06:26: Ja.

00:06:27: Und ich versuch dich schon seit Tagen zu fragen Hast du auch Graz auf dem Tourplan stehen?

00:06:33: Ich hoffe ja, muss ich jetzt nachgucken.

00:06:35: Weil

00:06:35: es ist glaube ich die schönste Stadt in der ich jemals war.

00:06:38: Graz ist so absurd schön

00:06:41: krank

00:06:42: diesen Berg da hoch, hast du es gemacht?

00:06:44: Ja natürlich.

00:06:45: Direkt gesehen und dann da hoch.

00:06:47: das sollte sie noch rächen abends auf der Bühne.

00:06:49: ich hatte so weiche Knie.

00:06:52: Das ist steil.

00:06:53: aber diese Gärten dort, diese Larnterrassen

00:06:56: Und

00:06:57: wie ist bei dir... Ich hatte Graz gar nicht so offen.

00:06:58: Radar Salzburg kennt man Wien eh Innsbruck Aber Graz?

00:07:03: Kennst Du die Reihenfolge der österreichischen Städte mit einwohnender Zahl?

00:07:08: klar, Wien ist am größten.

00:07:12: So aus deutscher Sicht würde man ja immer sagen Salzburg, ne?

00:07:15: Ja hätte ich jetzt auch.

00:07:16: Weil

00:07:16: es ist Wien, Graz, Linz dann erst Salzburg.

00:07:21: Ja also Graz total unterschätzt das freut mich dass dir das auch so gefällt und das heißt du bist ausgeglichen wie ihr und je.

00:07:28: Total!

00:07:28: Und in zwei Tagen fliege ich im Urlaub und es kommt selten vor dass sich schon vorm Urlaub total erholt bin.

00:07:39: Das ist, weil du streng genug ein bisschen älter bist.

00:07:41: Daher kommt das jetzt.

00:07:42: Ja, aber erzählt man Spank

00:07:43: aus deinem Leben?

00:07:43: Ich will ja A wieder in Deutschland ankommen und B habe ich dir hier in den letzten drei kleinen Postkarten so viel berichtet.

00:07:50: Was macht dein Leben?

00:07:53: Wie gesagt, ich war auf Tour.

00:07:54: deswegen hab' ich natürlich hier in Hamburg nicht so viel mitgekriegt gestern bei der Hamburg Marathon gestanden, also eigentlich hätte ich die Geschichte jetzt so erzählen sollen.

00:08:04: Das war Hamburgmarteau und das war total anstrengend.

00:08:07: aber ich habe mich gut gehalten und ich war mental auch gut drauf hatte auch gute Beine muss ich wirklich sagen und dabei war ich nur Zuschauer.

00:08:15: so hätte ich es erzählen soll als Komiker.

00:08:18: Naja, jetzt habt mir gestern diesen Marathon angesehen und habe mich die ganze Zeit gefragt warum.

00:08:24: Und das müssen wir bald behandeln!

00:08:26: Warum man solche... Wir haben es ja schon mal angerissen, die Höchstleistung.

00:08:30: letztens aber warum man ausgerichtet ein Marathon läuft?

00:08:33: Weil klar sind so die ersten Tanzania-Genianer, die da vorne weg stürmen und neue Rekorde erlaufen.

00:08:42: Wunderschön!

00:08:42: Kriegen wir

00:08:42: immer noch irgendwie so ein BMW oder sowas?

00:08:44: Ja,

00:08:46: wie so Garzell.

00:08:46: also wunderschöne anzusehen aber nach einer Stunde geht das Elend los.

00:08:52: Nach

00:08:52: zwei Stunden gibt es ja auch immer so Pace-Maker

00:08:55: d.h.,

00:08:56: da sind Läufer dabei die laufen dir fast auf die Minute genau das Ding.

00:09:01: Da sind aber eben auch Pace Maker dabei.

00:09:03: ich lauf hier in vier Stunden fünf den Marathon Also nicht besonders schnell.

00:09:08: Und an die kannst du dich halten, ne?

00:09:11: Dann weißt du, wenn du mit dem läufst, kriegst du diese Zeit hin.

00:09:14: Dann kriegste

00:09:14: ungefähr diese Zeit so und da schleppeln sich teilweise Leute des Weges, dass du denkst ob das so eine gute Idee ist.

00:09:24: Das habe ich gestern den ganzen Tag beschäftigt oder habe gedacht

00:09:27: vielleicht

00:09:27: können wir speziell zum Ich will mal den Marathon oder oft heißt es ja ich will mal in New York Marathon laufen Was dahinter steckt?

00:09:38: Also zwei Thesen, ich glaube es gibt so einmal dieses Lager once in a lifetime.

00:09:44: Ich hab das mal gemacht.

00:09:46: Ja aber da fängst

00:09:46: du ja schon an!

00:09:47: Wenn sie auf Mallorca Olobs sind zu sagen... Einmal muss man ja ein Ballermann gewesen

00:09:51: sein.

00:09:51: Einmal aus dem Eimer getrunken.

00:09:53: Einma aus dem eimer getunten wo oben noch einer reingekotzt hat die auch nicht wirklich rein passen.

00:09:57: Das sind dann die die dir so auffallen Die das mit Ach und Krach vielleicht gerade hin biegen.

00:10:02: Und das zweite Lager Die sind mir deutlich verdächtiger, die könnte ich mir so vorstellen.

00:10:08: Das fängt zu Ü-Dreißig, fängt das an?

00:10:11: Also ich hab jetzt übrigens überlegt... ...das muss ein ganz wichtiger zentraler Punkt bei mir in der neuen Show werden.

00:10:18: Es gibt so Wendepunkte im Leben und Ü-dreißige ist glaube ich eine.

00:10:22: Entweder du kriegst Kinder oder du läufst einen Halbmarathon und die ganz gestürten machen eben beides.

00:10:28: Und man fängt auch sich für andere Sachen zu interessieren weil sie sagst du Bock auf Vögel!

00:10:34: Alter, ich gehe da durch Japan und bleib plötzlich stehen weil ich plötzlich so Vögel sehe.

00:10:39: Und das ist aber nicht da angefangen, sondern es hatte ich schon hier bei mir in Deutschland beobachtet dass ich mich plötzlich frage, ah!

00:10:44: Ist das jetzt eine Blaumeise oder eine Kohlmeise?

00:10:47: Und so Knüttelaufgangen habe.

00:10:49: Und dann mit meiner Mutter mich austausche, weil die Knüatteln sind wohl nicht so gut, sondern man soll... So macht meine Mutter das dann, ich glaube landlos inspiriert.

00:10:57: Soll solche Schneebesen nehmen und in die Schneebesen arbeitet man dieses Knödelmaterial ein damit die Vögelchen nicht diese grünen kleinen Plastiknetze von diesen Knödeln mitfressen?

00:11:08: Und du kannst ja wieder benutzen, die Schneebesen!

00:11:10: Also liebe Hörerinnen, liebe Hürre stellt euch darauf an dass wir in zehn Jahren hier in reiner Ornautologie-Podcast sind.

00:11:19: Bist du auch IntuVögel jetzt?

00:11:22: Ja, jetzt kommt wieder der Komiker.

00:11:24: Das ab dreißig fällt dann bei dem Wort das N weg wahrscheinlich.

00:11:29: Ja, ja, aber Börding ist das Fachwort.

00:11:32: Gut,

00:11:33: gut, Gott sei Dank!

00:11:34: Ich bin nicht alleine und ich komme drauf wegen Marathon weil ich glaube wirklich so es gibt bestimmte Punkte im Leben da willst du sie dann beweisen?

00:11:41: Und die die dann so ein Marathon mit Training und auf Topzeit und mit Pace Maker auf Eisen nicht drei Stunden oder sowas dann rennen... Ja, manchmal habe ich mich das letzte Zeit gefragt.

00:11:51: Wenn so Guidance grundsätzlich im Leben wegfällt und man nicht mehr so genau weiß, wofür mache ich das hier eigentlich alles?

00:11:56: Wo geht es hin?

00:11:57: Was soll das alles?

00:11:59: Dass dann ein gewisser Körper kult.

00:12:01: Und ich meine, es ist gar nicht negativ wertens.

00:12:04: Weil ich denke mir, sich da Sport zu betätigen ist ja eigentlich was Schönes.

00:12:08: Absolut!

00:12:08: Man sollte vielleicht negativ Wertend gar nicht so sagen sondern nur noch wertent weil wertent ist halt gleich... Da musst du dir ganz kurz eben zum Schluss bevor wir dann in die Folge gehen genau das Gegenteil erzählen und das passt eigentlich ganz gut auf.

00:12:22: Straßeninterview hab' ich in so einem Reel gesehen, Straßenintervue kommt so ein Mann des Weges nicht mehr ganz so jung.

00:12:30: aber Mathe, du siehst schon bisschen Freak Und der Interview fragt, darf ich Sie mal fragen wie es Ihnen geht?

00:12:36: Er sagt sehr gut.

00:12:39: Ja warum?

00:12:39: Ja wenn mir ist alles scheißegal!

00:12:42: Wie jetzt... wie Ihnen ist alles

00:12:43: Scheißegal?!

00:12:44: Wie Al-Sinzi?

00:12:45: Ich bin in zweiundachtzig und er macht einen superfitten Eindruck.

00:12:49: Und ja, wie war Ihr Leben?

00:12:50: Sehr, sehr gut!

00:12:51: Ich war Arzt, Allgemeinen Mediziner, Hausarzt.

00:12:55: Kein schöner Beruf weil man kann vielen nicht helfen Und ihnen geht es jetzt gut.

00:13:01: Ja ja, was ist für sie Glück?

00:13:03: Wenn man gesund ist?

00:13:04: das ist für mich Glück und ich war zeitlebensgesund bis ich fünfundsiebzig wurde.

00:13:09: Ach was hatten Sie dann bekommen?

00:13:11: Ja Parkinson!

00:13:12: Wie geht's Ihnen damit?

00:13:13: sehr gut wie so?

00:13:14: weil mir alle scheißegal ist.

00:13:18: Das ist die Endstufe und da will ich hin.

00:13:25: Ich würde sagen, du bist auf einem guten Weg.

00:13:27: Aber genau

00:13:28: das ist der Punkt!

00:13:29: Das ist total geil und das ist glaube ich wirklich der Punkt.

00:13:32: da schließt so sehr schön den Bogen zu dem Marathon.

00:13:35: Wenn dir diesen Zustand nämlich noch nicht erreicht hast Dann rennst du so ein Marathon Und nochmal, das ist völlig okay.

00:13:43: Ich könnte mir vorstellen auch mal einzulaufen wenn ich mich nicht so Sorgen um meine Knie machen würde.

00:13:46: Lässt das mal.

00:13:48: Beobachte lieber die Vögel, Birding ist ... ... zweiundvierzig Kilometer Birding is deine Disziplin.

00:13:57: Leute, letzte kleine Postcard hier von uns.

00:13:59: Die Folge die wir heute für euch rausgesucht haben aus dem Sommer im Jahr zwanzig.

00:14:03: Die hatte euch damals extrem gut gefallen.

00:14:05: es geht um Sorgen und wie man sie bremsen kann.

00:14:08: Ansonsten bleibt es nur zu sagen dass wir ab nächster Woche wieder ganz regulär in der vollen Länge am Start sind eure Psyche betreuen das fühlen Betreuen euch dick in Arm nehmen viel Erfolg für alle Marathons wünschen die jetzt anstehen und beim Burning viel Spaß wünscht und bei allem was ihr sonst so tut.

00:14:21: Atze!

00:14:22: Wir gehen rein oder?

00:14:23: Ich freue mich so auf dich ja und jetzt rein Leon.

00:14:36: Es gibt einen Spruch, den hast du schon oft gehört und du kommst nie drauf von wem er ist.

00:14:43: Und zwar... Achtung!

00:14:45: Halt dich fest für die Schule nicht für das Leben lernen

00:14:48: wir.

00:14:50: Wilhelm Busch.

00:14:52: Warte ich wiederhole nochmal Für die Schule ja?

00:14:55: Nicht für das leben lernen wir.

00:14:59: Ja, ich hätte jetzt geraten will Helmbusch ist falsch.

00:15:01: ja

00:15:02: Ist der spruch denn so richtig?

00:15:03: Hast Du ihn so gehört?

00:15:06: Für die Schule, ich kenne ihn für die Schule nicht.

00:15:08: Genau!

00:15:09: Nicht für das Leben.

00:15:10: Genau.

00:15:11: Ne, warte

00:15:11: mal?

00:15:11: Ja ganz genau.

00:15:12: Pass auf... Ich wiederhole ihn nochmal und du saßst ob ihr ihn so kennst.

00:15:17: Für die Schule, nicht für das leben lernen wir.

00:15:24: Wir lernen für die schule und nicht fürs lehmen.

00:15:25: Bisschen anders aber ich kann es dir nicht genau sagen.

00:15:27: was soll das?

00:15:28: Du kennst ihn wahrscheinlich

00:15:29: fürs leben nicht für die chule lernen wir.

00:15:32: So ist ja eigentlich schon lange in deutschland immer goldportiert.

00:15:35: Aber er ist im Ursprung von unserem Lieblingsszeniker und der wollte damals das römische Schulwesen verbessern.

00:15:46: Und meinte die Schüler würden nicht genug auf das Leben vorbereitet, und es war eine Kritik von ihm.

00:15:52: für die Schule lernen... Für die Schule!

00:15:54: Nicht für das Leben lernen wir.

00:15:55: also er wollte dass sich das ändert.

00:15:58: Ja das nur benannt

00:16:02: Ist es gestattet eine Gegenkritik, also sich jetzt dem berühmten Seneca entgegenzustellen?

00:16:08: Natürlich.

00:16:08: Weil wir ja jetzt gelernt haben auch über den Film, Seneca-Film dass er in der zweiten Lebenshilfe komplett durchgetickt ist.

00:16:17: So weit wollte ich gar nicht gehen.

00:16:19: aber ich habe oft das Gefühl in letzter Zeit, dass in unserem Bildungssystem eben immer mehr dieser Anspruch reingegeben wird Leben verarbeitet

00:16:29: werden muss.

00:16:31: Und das ist ja erstmal klingt ja sehr total toll, weil alle denken was soll ich mit binomischen Formeln und was soll nicht mit dem Periodensystem?

00:16:38: Ich muss später einen Versicherungsvertrag verstehen und wissen wie man einen ETF-Sparplan einrichtet.

00:16:47: So sehr ich das nachvollziehen kann habe ich auf den Eindruck wenn man damit dieses für die Schule lernen so ein bisschen ins Verstaubte fast schon Unnötige schiebt,

00:16:57: dass

00:16:58: man diesen Optimierungsdrang unserer Gesellschaft hat ja befeuert.

00:17:04: Und das ist jetzt wenn ich dann sowas höre wir brauchen ein Schulfachfinanzen.

00:17:09: Das ist ja immer so.

00:17:09: du hörst immer die Forderung und von allen wir brauchen das SchulfachFinanzen und wir brauchen da Schulfachpsychologie.

00:17:13: und bei Psychologie würde ich wahrscheinlich mit unterschreiben.

00:17:15: aber ich habe oft das Gefühl Last vor allem Junge Kinder, also wenn die Schule so anfängt und auch die ersten Klassen an der Weiterfindenschule.

00:17:24: Hey da geht es erstmal um Bildung!

00:17:26: Geh bildet hier

00:17:27: und nicht um Ausbildung oder

00:17:31: schon für den Arbeitsmarkt fertig gemacht werden oder für WG-Verträge lesen können das musst du dir tatsächlich später im Leben aneignen.

00:17:39: oder nebenbei aber ein gebildeter Mensch zu sein.

00:17:43: Das wäre für mich das Ziel, mit dem man aus der Schule rausgeht und da können ganz verschiedene Sachen zunehmen.

00:17:48: aber dass man vielleicht so Sachen wie ja so grundsätzliche Denkweisen wie in so einer binomischen Formel mathematisch was auseinanderzunehmen, Logik kennengelernt hat, dass man Ethik und philosophisches Verständnis hat, das man historische Zusammenhänge kennt.

00:18:02: Da denke ich mir oft ja...

00:18:04: Und das schreibe ich sowas von

00:18:06: So.

00:18:07: Und auch dieses verkürzte Abi finde ich eigentlich ein Riesenfehler,

00:18:12: warum

00:18:13: nicht lange Zeit eben mit Lernen verbringen und von mir ist auch lange Zeit an der Uni verbringen um Grundlagen zu haben fürs Leben?

00:18:20: Das andere das kommt doch sowieso also... Ich sage ja im Spaß immer!

00:18:24: Warum bringt man den Kindern nicht rückwärts einparken und Feuer machen bei?

00:18:29: Aber es lernt man dann doch mit und wenn du systematisches Denken oder auch eben konzeptionelles Lernen Erlernt hast, dann hast du es doch später im Leben auch viel leichter.

00:18:40: Ich bin natürlich parteilisch aber ich habe oft das Gefühl auch jetzt wieder wir hatten für unser Team neue Leute gesucht und ganz tolle Bewerbungen bekommen viel auch aus dem BWL-Bereich, aber auch was anderes.

00:18:51: Ich sage jetzt mal eher so Business und sehr angewandten Fächern.

00:18:55: Ja ein eindruckes oft einen riesen Vorteil vom Psychologie Studium ist dass das auch an vielen Stellen es ist kein Studium Generale du lernst nicht alles quatsch Aber du larnest viel Methodik.

00:19:05: Und das habe ich in der Uni auch oft hinterfragt und da saßen auch ganz viele.

00:19:08: Es wurde uns eine erste Vorlesung gesagt.

00:19:10: jetzt sitzen hier bestimmt alle und denken ja wir reden hier nur mit Menschen es geht um Emotionen und es geht Um unser selbst reflektieren an mit Statistik eins und zwei, dabei geht es um Meta-Analysen.

00:19:21: Und Covariantsanalysen, du sitzt da und denkst oh mein Gott!

00:19:23: Und muss das alles errechen?

00:19:25: Muss so viel statistisches, mathematisches Know how erst mal dir anhäufen?

00:19:29: und auch methodisches wie baue ich eine Studie auf?

00:19:33: was ist ein Nested Design?

00:19:35: also ganz viele Sachen die du irgendwie erstmal mitnehmen musst.

00:19:38: ja und da habe ich dann nachher gedacht Wenn ich jetzt auf mich selber an das Unternehmertum denke, alles was danach noch so fehlte.

00:19:46: Eine BWR-Verstehen also eine betriebswirtschaftliche Auswertung,

00:19:49: die du jeden

00:19:49: Monat vom Steuerberater kriegst und ganz viel von der Praxis.

00:19:52: Das lernst du eh beim Machen!

00:19:55: Und ich war früher echt immer auch auf dem Trichter ne komm lasse die ganze Theorie weg, die Leute schnell in die Praxis und in den Arbeitsmarkt.

00:20:03: und mittlerweile wo ich ein bisschen älter bin und aus dieser Zeit raus bin erkenne ich erst den Wert den bildung hat und gebildet werden.

00:20:12: ja

00:20:14: das wollte ich nämlich dich als nächstes fragen.

00:20:16: du erkennst mittlerweile diesen wert und total wie viel mehr funtu vielleicht auch hast die dinge zu verstehen.

00:20:25: naja man kann genau das was du beschrieben hast.

00:20:28: fahren wir in robinson club irgendwo da triff so weil es ist ja nicht gerade billig.

00:20:32: da trifst du einige unternehmer unternehmerinnen

00:20:35: die es

00:20:35: zu was gebracht haben, wie man im Leben so schön sagt.

00:20:38: Aber wo wenig Bildung dahinter ist?

00:20:40: Und da möchte man manchmal verzweifeln am Samtisch.

00:20:46: Die Mitglied im Robinson Club bei viertausend Euro pro Woche hält sich jetzt in Grenzen aber ich weiß

00:20:50: nicht... Mittlerhalb sowieso!

00:20:52: Aber man neigt dann schon fast dazu ein bisschen hochenäßig zu werden weil man denkt, das hat absolut gar nichts mitgekriegt.

00:20:59: Aber die können ja natürlich jeder Rendite sagen Und wenn alles nur ökonomisiert ist, dann ist ja klar wo wir landen.

00:21:05: Für mich ist mittlerweile auch wirklich so, wenn ich mich jetzt fragen würde was bereust du.

00:21:09: Dann ist es das ich mein Studium an ganz vielen Stellen viel zu sehr genau in diesem ökonomisierten Schmalspur schnell und effizient mit guter Note fertig gemacht habe.

00:21:19: Das war echt ein Fehler!

00:21:21: Du würdest ja mehr Zeit lassen oder?

00:21:22: Ich würde nicht

00:21:23: erstens mehr Zeitlassen und ich hab zweitens das Gefühl dass durch diesen da muss man auch dazu sagen durch diesen riesigen Druck den viele Leute gemacht bekommen das galt bei uns hier auch Bachelor-Master System, die ich zwingt Topnoten abzuliefern um einen Masterplatz irgendwo zu kriegen.

00:21:38: Ja!

00:21:39: Seid ihr irre?

00:21:40: Ihr bildet hier, bietet ihren Ausbildungsgang an der für viele nach dem ersten Teil quasi aufhört oder mit einem riesigen Stressverbundes um dann nochmal Platz zu bekommen nachdem man schon diese Abiturnoten liefern musste.

00:21:51: das einfach Wahnsinn und in diesen Stress habe ich mich voll reingegeben.

00:21:54: und dann immer diese Fragen in den Vorlesungen ist es klausurrelevant Und er ist jetzt im Nachhinein von irgendwelchen Forschenden sprechen darf und mal auch den Wert erkennen was das bedeutet, wenn er so eine Professorin mit all ihrem Know-how anderthalb Stunden vor dir steht und ein Thema erklärt.

00:22:09: Und dann nicht die ganze Zeit deine Frage sein sollte ist das Klausur relevant?

00:22:12: Das habe ich erst später gecheckt!

00:22:14: Und das würde ich auf jeden Fall mittlerweile anders machen und das wird auch meinen Kindern mitgeben.

00:22:18: Studium ist auch Persönlichkeitsbildung, Studium es gebildet werden, guck mal links und rechts besucht da mal eine Juraforlesung vielleicht interessiert dich noch was ganz anderes was du dir parallel aneignen kannst um einfach ein breites Bildungsfeld aufzubauen und da habe ich oft heute das Gefühl, da rufst du in den Wald und der Halt ist leer zurück.

00:22:38: Das muss jetzt alles nachholen.

00:22:39: Denkst du denn dass Menschen wie du Die Verpflichtungen haben sich vorzuflanzen.

00:22:47: Jetzt kommt wieder meine Oma ins Spiel mit ihrem Spruch, die Mutter der Dumm ist immer schwanger.

00:22:51: Ach so!

00:22:54: Ich würde mich da aber eher... Nein, nein, das kam jetzt falsch rüber, aber ich würde mich total zu dem zählen.

00:23:01: noch viel gebildeter sein müssten.

00:23:03: Also ich merke das oft, so jetzt die Thema was von Goethe oder was hat eigentlich Schiller geschrieben?

00:23:08: Da habe ich das Gefühl so deine Generation, ihr habt das noch alles parat.

00:23:11: wir können dann vielleicht ein bisschen besser Englisch.

00:23:13: aber manchmal denke ich echt shit ey.

00:23:15: äh ich bin echt auf vielen Feldern total ungebildet.

00:23:19: wenn du jetzt neunzehn wärst und hättest nicht die Möglichkeit Philosophie Psychologie, Entschuldigung ist ja für mich sowieso immer eins zu studieren Was würdest du studieren?

00:23:31: DJ in Megapark.

00:23:36: Ich nicht

00:23:36: Psychologie studieren könnte,

00:23:37: ich würde auf den Tanz gehen.

00:23:44: Da gibt es viel was mich auch umtreibt.

00:23:46: aber ich glaube, ich werde alle Hebeln in Bewegung setzen doch wieder Psychologie Studieren zu können.

00:23:52: und

00:23:53: wenn ich dann ins Ausland müsste und ich kenne auch Leute die Mussten, sage ich jetzt mal, holländisch lernen um dann Psychologie in Holland studieren zu können.

00:24:01: Nee, ich würde

00:24:02: alle

00:24:02: Hebeln in Bewegung setzen.

00:24:05: Für mich ist das das perfekte Studium gewesen.

00:24:07: Das ist die perfekste Antwort!

00:24:09: Was würdest du machen wenn es nicht möglich wäre?

00:24:10: Ich würde einfach alle Hebele in Bewegungs setzten dass ich's doch machen kann.

00:24:15: Das is gut.

00:24:16: Schlau, das passt

00:24:17: zu unserer letzten Folge.

00:24:19: Hoffnung stirbt zuletzt.

00:24:22: Ja Mein lieber Freund.

00:24:24: Ansonsten dachte ich mir, wir haben heute ein Thema vor der Brust.

00:24:29: wo?

00:24:31: da habe ich wirklich zig Fragen an dich weil für mich ist so der Eindruck Wir reden ja heute über Sorgen und bei allen wo es jetzt schon klingelt wir haben ja vor einiger Zeit hier mal die Folge gehabt vor lauter grübeln wenn er mal reinhören möchte.

00:24:43: Vor lauter Grübel ließ sie Da geht's auch So ein bisschen

00:24:46: aufgemacht.

00:24:46: da ging es schon Mal grundsätzlich um Sorgen.

00:24:48: Heute wollen wir eine Schippe drauflegen.

00:24:49: was passiert Wenn wir wirklich so permanent Sorgen uns machen.

00:24:53: Wenn wir fast schon so ein chronischer Sorgenmacher-Typ sind, der vielleicht die ganze Zeit in seinem Kopf den einen Stein und noch den nächsten umdreht, der nachts von einem Gedankenkarussell aus seinem Schlaf gerissen wird, der niemals ganz runterfährt weil immer könnt ihr irgendwas schief gehen und man will dann super vorbereitet sein und ist vielleicht mit so einem Dauerstresser unterwegs... Wo kommt das her?

00:25:16: Und wie können wir da anders mit umgehen?

00:25:17: Ich habe Sachen für dich dabei, du wirst hoffentlich wieder mit den Ohren schlackern!

00:25:20: Metersorgen magisches Denken und eine psychische Störung, die sehr oft übersehen wird.

00:25:26: Aber alleine in Deutschland Millionen Menschen betrifft.

00:25:29: Und da wollen wir uns heute überall diese Wege, die ich gerade genannt habe den Kern psychologischen Mechanismus angucken der unsere Sorgen und Ängste antreibt und am Ende versuchen ja vielleicht neue Wege zu bauen um mit diesen Sorgen umzugehen.

00:25:44: Das alles jetzt schon mal versprochen hab ich mich aber gefragt du wenn ich dich so erlebe Wenn ich mit dir telefoniere, wenn wir essen gehen.

00:25:53: Wenn wir uns WhatsApp schreiben, ich habe mir das Gefühl du bist so der Anti-Sorgentyp.

00:25:57: Es ist immer alles gut bei dir!

00:25:59: Ist das richtig?

00:26:00: Ja...

00:26:02: aber Wir hatten hier schon festgehalten, streng genommen bin ich älter als du.

00:26:06: Ich hab das Gefühl dass mit dem Alter die Lässigkeit auch zunimmt muss ich schon sagen.

00:26:11: Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass ich mir in deinem Alter noch viel mehr Sorgen um alles gemacht habe Und ich empfinde das auch gar nicht mal so als negativ, wenn du dir Sorgen machst.

00:26:22: Du hast ja hier auch schonmal von deiner Sorge berichtet falls du Vater werden würdest ob du das alles richtig machen würdest, ob du es alles packen würdest und so weiter...

00:26:30: ...und

00:26:31: da sieht man auch schon!

00:26:33: Ich hoffe ich nehme nicht zu viel vorweg dass man in gewisser Weise sich auch oder im gewissen Rahmen sich auch ruhig Sorgen machen sollte.

00:26:40: aber bei mir hat sich das.. ich weiß nicht ob man sagen kann so rausgewachsen der.

00:26:46: Ich glaube, wenn man nicht völlig verblödet ist dann stellt sich doch irgendwann auch so dieser Erfahrung ein.

00:26:53: Dass man sich viele Sorgen umsonst macht und vieles gar nicht eintritt.

00:26:58: Und das hat sich bei mir schon sehr verfestigt und durchgesetzt.

00:27:03: Bei vielen Sachen ... Man will ja auch nicht so klugscheißerisch als typisch alter weißer Mann daherkommen.

00:27:09: aber vielen Sachen die mich auch jüngere vortragen in Sachen Unternehmungen und Investments oder auch in Sachen Liebe, da denkt man schon manchmal naja ich weiß schon.

00:27:21: Ich weiß schon wo es rauskommt im halben Jahr oder einem Jahr.

00:27:25: du sagst das dann nicht weil jeder muss ja auch seine Erfahrung selber machen.

00:27:28: aber bei vielen Sachen weiß ich für mich persönlich aber auch schon naja kommen wir schlafen jetzt mal drei Nächte drüber denn haben wir entweder eine Lösung oder er hat sich erledigt.

00:27:38: okay also das kann ich erstmal nachvollziehen Auch wenn ich jetzt einen kleineren Zeitrahmen beobachte, kann würde ich auch sagen von Anfang zwanzig bis jetzt Mitte dreißig.

00:27:49: Ja hat sich das auch schon drastisch verändert?

00:27:51: Ich bin auch deutlich gelassener mit vielen Sachen.

00:27:53: aber ich habe trotzdem oft so... dass ich denke Boah deine Sorgen du weißt genau die sind total unnötig.

00:27:59: und jetzt nachts um vier Uhr änderst Du eh nichts an der Situation.

00:28:02: Aber dann liege ich doch wieder wach im Bett und denke komm geht das jetzt an!

00:28:06: Und du musst dich darum kümmern.

00:28:08: Und dann hab ich auch oft so, dass ich das Gefühl habe, ich mach mir so prophylaktisch Sorgen.

00:28:12: Weißt du wenn du mit so... Ich hab ja schon mal erzählt, dass es mittlerweile nicht mehr so viele oder fast gar keine Arschlöcher in meinem Umfeld habe.

00:28:19: So beruflich vor allem weil ich's echt mir immer mehr irgendwie versuche einzurichten die zu umschiffen

00:28:25: und

00:28:25: da auch mehr mein Bauchvertrauen, wenn ich das so wittere, dass die gar nicht mehr zulässt.

00:28:28: aber ich hab noch ein paar Altlasten.

00:28:30: Wenn sich dann Leute bei mir melden oder die wollen nochmal was von mir oder so, dann fang' ich an mir so Sorgen zu machen.

00:28:36: Kannst du dich jetzt trauen, dem gar nicht zu antworten?

00:28:39: Kannst den vielleicht sogar sagen hey pass mal auf mit dir will ich nichts zu tun haben.

00:28:43: und dann denke ich mir oh nee da wird er sich der wird dir schaden wollen und du willst keine fein.

00:28:48: Dann sind das so dumme Gedanken und ich weiß genauer ist so dumm dass wir jetzt darum sorgen machst.

00:28:54: aber ich mache mir Sorgen darum oder auch was du eben gesagt hast Vater werden.

00:28:57: Ich sehe es jetzt bei all meinen Freunden drum herum die Kinder kriegen Das ist ein Riesending und die sind total gefordert.

00:29:04: Aber ich habe noch gar nicht erlebt, dass irgendwer überfordert ist.

00:29:07: Die kriegen das irgendwie alle so hin.

00:29:09: Und trotzdem für mich ist das eine riesen Sorge.

00:29:13: Für mich ist auch sowas wie was du gerade angesprochen hast dieses Unternehmertum, dass ich mir immer vorstelle, was passiert wenn jetzt die Sachen bergab gehen?

00:29:20: Und bei uns in den Firmen, vor allem in den Gastronominien und Münster arbeiten auch viele Leute.

00:29:25: Da hängt viel dran, dass das funktioniert!

00:29:27: Und da bin ich ja wenn nur noch eine kleine Stellschraube immer noch ein Teil von... ...und dann mache ich mir darum Sorgen.

00:29:34: Ich mach mal ganz, ganz viele Sorgen und denke jedes Mal shit wann werde ich endlich?

00:29:37: Wann komme ich in diesen Modus?

00:29:38: Also wann hat sich das bei dir verändert, dass du sagst jetzt fängt diese Glassenheit

00:29:41: an?!

00:29:41: Ich glaube

00:29:41: das merkt man gar nicht.

00:29:43: Das ist so'n schleichender Prozess und du selber kennst ja eben Gute Tage und schlechte Tage.

00:29:49: Es gibt Tage, da fliegst du fast durchs Leben.

00:29:53: Und dann gibts Tage Da machst du dir alles Sorgen.

00:29:56: Das hat man glaube ich nicht wirklich selber in der Hand.

00:29:58: Also man kann so im gewissen Bereich Kann man was antrainieren Dass man eben So ein bisschen über den Tellerrand hinaus schaut und Ja eben sieht dass es immer dann wenigstens noch a b und c gibt.

00:30:12: Aber selbst in so Fällen wo's tatsächlich nur Lösung A gibt Ja, muss man sich ja irgendwann auch damit abfinden.

00:30:21: Da muss man sagen das ist ebenso.

00:30:22: Aber es sagt sich alles leichter her!

00:30:24: Ich weiß nicht ob's da Trainings gibt keine Ahnung aber das werden wir heute sicher lernen was man tun kann um nicht in die Angst.

00:30:32: wahrscheinlich ist das eine Folge dass man so in so einer Angststörung oder so abrutscht.

00:30:36: kann das sein?

00:30:37: Sehr sehr spannend.

00:30:38: ich habe mir angekündigt wir gucken uns gleich den Kernmechanismus an und dann gehts fast ein bisschen Andersrum, aber will ich noch nicht zu viel verraten.

00:30:46: Und du hast recht!

00:30:47: Wir haben am Ende ein Köcher voller Pfeile für Sorgen-Tipps.

00:30:51: Wie kann man damit anders umgehen?

00:30:52: Vielleicht habe wir erstmal um das einmal festzunageln.

00:30:55: Wir haben es jetzt so leichtfertig benutzt dieses Wort SORGEN und natürlich kennen wir das auch alle.

00:30:59: Aber vielleicht wollen wir einmal abstecken.

00:31:00: was heißt das eigentlich aus psychologischer Sicht sich Sorgen zu machen.

00:31:04: Und die American Psychological Association, APA.

00:31:08: Übrigens wer so Begriffe mal nachgucken möchte ist zwar auf Englisch aber man findet APA, die haben als eine Webseite und auch ein ganz schönes übersichtliches Wörterbuch wo man ganz viele psychologische Sachen erklärt bekommt.

00:31:18: das deutsche Äquivalent wäre der Dorsch.

00:31:21: Ich bin da immer eher bei den Amerikanern.

00:31:22: Da kann man schnell schön nach gucken.

00:31:24: wer also Lust hat.

00:31:25: APA sagt jetzt folgendes Sorgen sind einen Zustand der psychischen Belastung oder Aufregung aufgrund der Befürchtungen eines bevorstehenden oder erwarteten Ereignisses einer Bedrohung oder einer Gefahr.

00:31:40: So, wenn

00:31:42: wir das mal auseinandernehmen reden wir also von einem Zustand wo du psychisch Ballast im Kopf hast oder aufgeregt bist, da reden wir gleich noch über körperliche Symptome die dann eine Rolle spielen.

00:31:52: Dass du also wirklich mit deinem ganzen Organismus hoch fährst und dass du etwas befürchtest das ist der Grund davon das bevorsteht oder erwartet wird ganz wichtig bei diesem erwartet.

00:32:03: Wir können uns durchaus Sorgen um Dinge machen, die nur in unserem Kopf existieren.

00:32:08: Die für die überhaupt nichts spricht wo es gar keine Wahrscheinlichkeit gibt dass sie jetzt eintreten.

00:32:13: oder sagen wir mal keine hohe.

00:32:14: aber ich könnte mich den ganzen Tag hinsetzen und mir jetzt Sorgen machen das mein Vater mit Mitte sechzig demnächst irgendeine Krebsdiagnose bekommt.

00:32:21: ja klar sowas kann passieren aber eigentlich spricht er überhaupt nix für weil der ist top gesund unserer Familie gibts da keine Häufung.

00:32:28: Aber was sich damit sagen möchte ist eben Wir können uns auch so richtige Gedankenschlösser bauen und das ist eben auch ein Teil der Definition von Sorgen, dass wir uns irgendwas vorstellen wo für nichts spricht.

00:32:38: Und trotzdem ist diese psychische Belastung genauso da als würde ich da gerade sitzen hätte null Euro auf dem Konto.

00:32:45: weiß nächste Woche muss sich die Miete bezahlen haben schreien des Kindes zu Hause und grad den Job verloren.

00:32:49: also die gedachte Sorge belastet dich genauso wie die tatsächliche

00:32:54: mit.

00:32:54: genau so müssen wir vorsichtig sein.

00:32:55: das kann sehr ähnlich.

00:32:57: aber sie hat das gleiche Potenzial.

00:32:59: ja Und Davion Telles haben schon in den neunziger Jahren als Forschende die Sorgen, wie du das gerade eigentlich ganz schön beschrieben hast.

00:33:09: Als einen Flussbeschirm, als ein Kontinuum.

00:33:11: Du hast ja gesagt, dass liest so graduell nach mit dem Sorgen machen, je älter du wirst und die sagen... Das passt für mich ganz schön dazu, dass Sorgen eben auch grundsätzlich so ein Kontino umbilden weil sie auf der einen Seite helfen können?

00:33:26: Da gibt es ein Problem!

00:33:28: Ich habe kein Geld auf dem Konto, mein Kind geht schlecht und ich brauche dringend ein Job.

00:33:31: Dann ist es wahrscheinlich total sinnvoll sich Sorgen zu machen und vielleicht auch sind wir wieder bei der Hoffnung von der letzten Folge diese Handlungswege aufzusuchen.

00:33:41: aber – jetzt kommt eben das Kontinue um – aus diesem gesundenen Sich-um-Probleme zu sorgen kann auch ein Sofiel

00:33:49: werden.".

00:33:50: ein übermäßig sich Sorgen machen, einen unnötig sich Sorgn machen und dann kann das in sowas ganz Unproduktives Repetitives immer das gleiche.

00:33:59: Immer die ähnlichen Gedankenschleifen im Kopf, nie eine Lösung kein Problem dadurch bewältigt und ein permanentes Belastungsmomentum im Leben werden?

00:34:10: Ja ist es denn definiert diese Schwelle?

00:34:14: ist sie definiert zwischen normal Sorgenmachen und Krankhaft?

00:34:20: Ja, das ist wie bei fast allen psychischen Störungen die große Frage.

00:34:27: Wo ist es krankhaft?

00:34:28: Wo ist deine Wiedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit noch normal?

00:34:33: Weil das jeder mal erlebt!

00:34:35: Und wo müssten wir schon von Depressionen sprechen?

00:34:38: Also wann ist es pathologisch sozusagen.

00:34:41: Das ist ganz, ganz schwierig.

00:34:43: Aber ich habe dir was mitgebracht.

00:34:44: Ich habe eben angekündigt Wir hören uns auch eine psychische Störung an die ganz oft übersehen wird, die wir hier zu kennen sollten und Die bildet vielleicht so ein bisschen den Gipfel.

00:34:53: also machen sie jetzt mal wirklich extrem Maximales Sorgenlevel richtig richtig belastend richtig krankhaft.

00:35:01: Da muss Hilfe her.

00:35:02: Und zwar heißt das Ding die generalisierte Angststörung.

00:35:07: Okay, da habe ich... Hast du schon gehört?

00:35:09: Ich habe

00:35:11: ein paar Überschriften in der Vorbereitung dazu gelesen und hab gedacht – ich steige da nicht ein, das höre ich nämlich heute von dir – und das musst du uns einmal jetzt erklären weil eigentlich ist unser Thema chronische Sorgen und dann plötzlich steht er wenn man googelt Generalisierte Angststörung

00:35:32: Genau.

00:35:33: Wie passt das zusammen?

00:35:35: Ja, also erstmal müssen wir uns klar machen wer jetzt hier zuhört und sagt Moment mal Depression habe ich schon einmal gehört S-Störung hab ich schon mal gehört aber Generalisierte Angststörungen Wir haben vielleicht auch schon von Phobien gehört oder vom Panikattacken.

00:35:46: Aber was ist dieses Ding?

00:35:48: ja ganz wichtig ist dass diese Störung die generalisierte angstein wie der Name schon sagt zu den Angststürungen gehört Und das ist die häufigste stöhrungsgruppe bei den Erwachsenen.

00:35:59: Also die Angststörungen, die haben viele nicht auf dem Radar, weil es bei einem psychischen Problem eben viel öfter um Depressionen finde ich geht in der öffentlichen Berichterstattung oder auch im Essstörung.

00:36:08: Aber die Angststeuerungen sind unglaublich verbreitet.

00:36:12: Dass man diese generalisierte Angststörung aber bekommt im Laufe der Lebensspanne liegt bei neun Prozent.

00:36:18: also das betrifft einfach unfassbar viele.

00:36:20: Frauen sind dabei übrigens doppelt so häufig betroffen wie Männer.

00:36:23: Genau!

00:36:23: Das ist echt ein Thema für Millionen.

00:36:26: Und jetzt kommt der Punkt,

00:36:29: die

00:36:30: ist deswegen vielleicht nicht so bekannt.

00:36:33: Weil sie schwer zu greifen ist und da kommen jetzt die Sorgen ins Spiel.

00:36:37: also Die Hauptmerkmale dieser generalisierten Angststeuerung sind übermäßige Angst und Sorgen.

00:36:45: Das heißt die Menschen haben im Prinzip die ganze Zeit So ein Sorgen Ja, wie sage ich das?

00:36:52: So Sorgenwolken im Kopf hängen.

00:36:55: Die Intensität und Dauer und auch die Häufigkeit von diesen Ängsten und Sorgen sind deutlich übertrieben im Vergleich zu der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit des gefürchteten Ereignisses.

00:37:06: Also übertrieben

00:37:07: ist ja wichtig.

00:37:07: Völlig

00:37:08: übertieben!

00:37:09: Genau wenn du da sitzt – und ich nehme nochmal das Beispiel Contolayer Kind ist krank, du hast keinen Job und du machst dir jetzt den ganzen Tag Sorgen.

00:37:16: Shit wie könnte es für mich weitergehen?

00:37:18: Dann wird ja niemand sagen das ist psychisch krank sondern man würde sagen Jo, das ist absolut richtig!

00:37:24: Aber wenn du jetzt da sitzt und sagst hey was läuft richtig gut meine beiden gesunden Kinder gehen zur Schule mein Ehemann hat einen tollen Job Das Konto ist soweit ganz okay voll.

00:37:32: wir haben jetzt den Sommerurlaub vor der Brust aber ich bin die ganze Zeit volle Ängste, voller Sorgen und jetzt geht es weiter.

00:37:39: Habe Schwierigkeiten die Sorgen zu kontrollieren oder zu verhindern?

00:37:42: Habt die ganze Zeit meine Aufmerksamkeit egal was ich so mache auf diese Sorgen gerichtet hab die ganze zeit solche ja beruflichen Verpflichtungen Gesundheitsthemen Finanzthemen Gesundheit von Familienmitgliedern schlimme Ereignisse im Kopf Und die überlagern so alles Die nehmen so richtig das gesamte Volumen meiner Gedankenwelt ein Dann wird es kritisch.

00:38:07: Dann müssen wir von der Problematik sprechen und das ist jetzt sehr, sehr schwierig.

00:38:11: deswegen sage ich ja Das festzunageln woran sollen wir jetzt messen ob das jetzt viel zu viele Sorgen sind oder Ob das gerade noch normal ist?

00:38:21: und dann versucht dann zwar immer mit solchen Zeitkriterien zu kommen Und zwar folgendem also all dieses sorgen machen dass sollte mindestens sechs monate an der mehrzahl der tage auftreten

00:38:34: Ah, okay.

00:38:35: Ja!

00:38:37: Aber damit kann ich dir ja auch nur so eine grobe Daumenrichtung hinhalten ne?

00:38:40: Weil die wenigsten von uns werden ja genau sagen können da fangen jetzt meine Sorgen an und da sind sie vielleicht im Laufe des Tages auch noch mal weg.

00:38:47: aber um das einmal klarzustellen wir haben in der relativ langen Zeitraum von sechs Monaten und am Mehrzahl der Tage also es geht eigentlich darum dass du dir permanent Sorgen machst und Ängste hast.

00:38:58: Also so eine Dauerbefeuerung sozusagen aus dem Innen heraus.

00:39:04: Allein wenn man es ausspricht, spürt man ja schon das Leid was da mit verbunden ist.

00:39:08: Dass du gar nichts anderes mehr denken kannst.

00:39:12: Ganz genau und dann kommen eben Symptome dazu wie Ruhelosigkeit oder dieses ständig auf dem Sprung sein eine leichte Ermütbarkeit vielleicht auch eine Reizbarkeit Konzentrationsschwierigkeiten manchmal auch ne Lehre im Kopf Und das fand ich auch interessant neben Schlafstörungen vor allem aber auch so Muskelspannungen Und das habe ich ja eben gesagt, auch dieses auf dem Sprungsein passt ganz gut dazu.

00:39:35: Dass dein ganzer Körper, dein ganzes System hochfährt nie so ganz entspannt sondern die ganze Zeit mit diesen Sorgen... Vorlevel der Angst beschäftigt ist, das muss uns eben klar sein.

00:39:48: und dann muss auch die Belastung klar sein.

00:39:50: Eine schwitzen Übelkeit-Durchfall beschleunigte Herzfrequenz Kurzatmigkeit schwindelt Das kann alles dazugehören.

00:39:56: zur Klarheit gehört glaube ich aber auch dass man begreift dass es nicht mit den tatsächlichen Sorgen zu tun hat Sondern eben die Sorgen die man sich macht.

00:40:05: Nicht umsonst is ja bei so glücks ablassen und Glücksumfragen eben auch den seriösen Da ist ja ganz klar zu sehen, dass in den Ländern wo alles im Überfluss vorhanden ist so wie in Deutschland zum Beispiel.

00:40:18: In den westlichen Ländern das Glück nicht am höchsten ist.

00:40:21: Oft ist es in den ärmeren Ländern viel höher und da sieht man mal die Denke darüber nichts mit dem Realen zu tun haben muss.

00:40:31: Ja grundsätzlicher Punkt absolut richtig bei diesen Happiness-Skalen die du gerade ansprichst... Atlanten, da muss man ein bisschen differenzieren.

00:40:40: Wir sehen das Länder die ganz besonders reich sind wie solche Ölstaaten zum Beispiel jetzt eben nicht.

00:40:45: also wo alles im Überfluss theoretisch vorhanden ist, wo das einkommende Leute besonders hoch ist dass sie eben nicht an der Spitze stehen sondern es darf vor allem die Skandinavischen länder stehen.

00:40:54: dann muss man aber auch dazu sagen die sind jetzt eben Nicht besonders arm Sondern die haben sehr gute Sozialsysteme Die haben eine Erklärung in hohes Vertrauen in die Regierung und aus so einem eine geringere Schere zwischen Arm und Reich.

00:41:09: Wenn du jetzt in Afghanistan bist, dass es ganz weit unten und so richtig arm und den ganzen Tag Probleme hast und vielleicht bürgerkriegsähnliche Zustände dann ist das schwierig mit dem Zurück zu sein.

00:41:19: Aber es gibt durchaus

00:41:20: auch einige arme afrikanische Länder die da relativ weit vorne sind?

00:41:26: Das kann ich mir vorstellen!

00:41:27: Und der Punkt ist ja vor allem was Du gerade sagst ist ja genau richtig.

00:41:31: Selbst wenn du jetzt da sitzt und alles läuft eigentlich objektiv super in deinem Leben, du hast was zu brauchst.

00:41:36: Du bist in Deutschland ist gar überhaupt kein Grund sich Sorgen zu machen, dass eine Krankenversicherung Job und eine tolle Person an deiner Seite Ja dann bist du trotzdem nicht davor gefeilt eine generalisierte Angststeuerung zu bekommen.

00:41:47: ja

00:41:48: und das ich eben ganz klar mache

00:41:50: Genau nichts wo

00:41:50: man sagt die Umstände sind auch so dass man sich den ganzen Tag Sorgen machen muss.

00:41:53: deshalb bekommt man das es kann alles im Überfluss vorhanden sein und trotzdem machst du dir Kommst du in diese angstörung?

00:42:01: Genau, genau.

00:42:02: und das was dann eben so tragisch ist.

00:42:06: Was leider oft passiert ist es wird dann kein Fachpersonal aufgesucht wozu wir ja hier immer nur einladen können wenn man so merkt dass geht schon irgendwie in die Richtung.

00:42:14: ich bin unsicher abchecken lassen nicht jetzt rumrennen oder bei tiktok posten.

00:42:18: hey leute ich habe bei betreutes fühlen gehört ich hab eine generellisierte angstein weil ich aber alle kriterien erfüllen.

00:42:22: nein nein bis zu den profis.

00:42:24: lässt sie drauf gucken dafür sind die da.

00:42:26: aber neben dem nichts aufsuchen von von irgendwie Fachpersonal ist es dann auch oft so, dass dieses unangenehme Gefühl und deswegen passt das hier aus so schön unseren Fühlenpodcast unterdrückt wird zum Beispiel mit Alkohol.

00:42:40: Und da geht's dann um einen Verdrängen von diesem.

00:42:43: ich halte das nicht mehr aus was da in meinem Kopf los ist

00:42:45: einfach eine Bremse für ein Abend oder vielleicht irgendwann für jeden Abend.

00:42:51: ja

00:42:53: genau das genau das.

00:42:54: und du siehst schon wir sind jetzt wirklich wenn man sich das mal ausmalt ich kann nur noch eingeschränkt am Sozialleben teilnehmen.

00:43:01: Die

00:43:01: Mehrheit der Zeit ist von Sorgen eingenommen.

00:43:05: in meinem Kopf, das ist einfach ein Extremzustand, psychische Störung haben wir kein Fragezeichen.

00:43:10: wenn wir von diesem Gipfel jetzt aber runter wollen dann wird es schwierig zu sagen ab wo ist denn jetzt wieder alles okay?

00:43:16: und ich denke einfach da müssen wir uns jetzt klar machen dass bei solchen Phänomenen wie Sorgen oder Angst, es ganz schwierig ist vor allem für Laien zu sagen bis sie hin ist noch okay und danach Ist schon problematisch.

00:43:32: Es

00:43:32: gibt ja sagen wir mal relativ viele die sich mit diesem Thema beschäftigen.

00:43:37: nicht umsonst ist ja dieser Klassiker von Dale Carnegie Sorge den ich lebe egal was man davon hält aber er ist ja glaube ich seit dreißig Jahren Bestseller.

00:43:46: Und das seicht ihr schon?

00:43:47: Das kenne ich nicht.

00:43:48: kannst du das mal beschreiben?

00:43:50: Das ist ein sehr amerikanisches Standardwerk.

00:43:54: Ich weiß gar nicht, ob der Ökologie Psychologe war?

00:43:58: Ich vermute schon aber seht es mir nach wenn das nicht war.

00:44:02: Habt ihr das Buch tatsächlich mal gelesen als Anfang zwanzigjähriger?

00:44:09: So ähnlich wie du wollte ich einfach wissen was drin steht und da geht's sehr um eine amerikanische Formel.

00:44:15: Da geht es erst mal drum, mach dir keine Sorgen, da wird's schon laufen.

00:44:17: Und dann wird das Buch im Laufe des Textes immer weiter so businessorientiert.

00:44:25: Du kannst es schaffen und so weiter.

00:44:28: Also wenn du gut, dass du es nicht gelesen hast, dann wärst du mir vielleicht schon

00:44:32: an die Brülle gegangen.

00:44:33: Ich wollte kann sagen...

00:44:36: Also sehr viel westliche Werte und eben auch naja ... Es hat viel mit Geld zu tun auch.

00:44:45: Hat dich das dann damals abgeholt als zwanzigjähriger?

00:44:47: Nein,

00:44:47: ich habe damals schon ein bisschen erkannt wie viel Blödsinn auch drin steckt.

00:44:50: Grundsätzlich waren aber so einige Überschriften was weiß ich niemand tritt einen toten Hund.

00:44:55: da geht es darum dass man sich Sorgen macht was die Leute über einen denken können und so.

00:45:02: Es heißt ja unter anderem also sorglich nicht lebe die Kunst zu einem von Ängsten und Aufregungen befreiten Leben zu finden.

00:45:10: Werfalls für dein aller nächstes, übernächstes Programm.

00:45:15: Aber es war damals doch so dass ich gedacht habe ja also immer schon ein fröhliches Kind, früher Jugendlicher und später Erwachsener wenn man mich heute so gezeichnet möchte.

00:45:25: aber umgetrieben hat mich das Thema immer schon warum machen die einen sich so übertrieben sorgen?

00:45:31: Und so Straßenköter wie ich nicht?

00:45:33: so sehr oft hängt sie auch mit so einer Resilienz zusammen die von uns oft bemühte dass wenn man das schon durch einige Tiefen gegangen ist, dass man dann ebenso das Normale auch besser genießen kann.

00:45:47: Aber auch das lässt sich ja nicht generalisieren.

00:45:49: Aber würdest

00:45:51: du das aber so für dich sagen?

00:45:52: Also dass du sagst, weil du durch Tiefene und Probleme und irgendwelche Morastfelder schon im Leben gegangen bist, bist du heute sorgenfreier?

00:46:01: Ja!

00:46:02: Das würde ich einfach jetzt mal hier so behaupten... Ich bin nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren worden Aber ich hatte liebevolles Zuhause, aber mit wenig Geld.

00:46:12: Und das habe ich damals manches mal betrauert für mich selbst.

00:46:16: Aber heute im Rückblick würde ich sagen, dass war ein ganz großes Geschenk.

00:46:22: Also dadurch habe ich ganz gute Wurzeln gekriegt.

00:46:26: Wie gesagt, ich hatte auch sehr liebevolle Eltern muss man dazu sagen.

00:46:30: Du hast ja hier schon öfter beschrieben... Ich bin gerade noch bei einer anderen Stelle hängen geblieben von diesem Dale Carnegie oder wer heißt?

00:46:37: Und zwar, als du gesagt hast was war der Untertitel?

00:46:40: Sorgenfreies Angst freies Leben.

00:46:44: Da geht bei mir als Psychologe alle Alarmloben an.

00:46:47: Die Kunst!

00:46:47: Da hatte

00:46:48: ich dich schon ne?

00:46:48: Die Kunst zu einer von Ängsten und Aufregungen befreiten Leben zu finden.

00:46:53: Ja da hattest du mich die Kunst von Ägsten und aufregung befreites Leben.

00:46:56: Was und jetzt?

00:46:57: sorry ich will ihm nicht so nahe treten

00:46:59: aber

00:46:59: was für ein Mist.

00:47:01: Was für ein Mist!

00:47:03: Warte,

00:47:04: ich wollte deinen Blutdruck noch etwas steigern.

00:47:06: Dieses Buch hilft Ihnen sich das Sorgen abzugewöhnen, ehe es einzugunderrichtet zu einer Lebenseinstellung zu gelangen die Frieden und Glück bringt mit der Kritik anderer fertig zu werden geistig und körperlich auf der Höhe zu bleiben sich selbst so finden trübs in den wenigen Tagen zu heilen.

00:47:22: Trübs sind in wenigen Tage zu heil an vielen Beispielen erkennen was der Wille des Menschen vermarkt das Leben positiv zu verhindern.

00:47:33: Also abgesehen von dem Trübschen wäre ich bei diesen weiteren Punkten jetzt dabei gewesen, aber dieses erste.

00:47:39: Also erleben frei von Angst und ich sage jetzt mal Sorgen vereinfacht.

00:47:43: Was ist daran so falsch?

00:47:44: Ich habe dir ja eben gesagt wir werden einen Teufelskreis kennenlernen ein Grundmechanismus des Sorgenmachens den sich total lohnt zu verstehen.

00:47:52: Lass uns mal die generalisierte Angststeuerung jetzt hier als Wir haben verstanden dass es die gibt.

00:47:56: Wir sind dankbar, wenn wir nicht betroffen sind.

00:47:58: Wir holen uns Hilfe, vielleicht abhaken und von da aus weiter runter gehen und gucken okay was jetzt mit den alltäglichen Sorgen die wir uns vielleicht alle hier und da mal machen?

00:48:06: Und ich habe es ja eben beschrieben Ich hab sehr sicher keine generalisierte Angststörung Aber ich habe trotzdem immer wieder Momente wo mich meine Sorgen total nerven und ich die auch als zu stark einstufen würde.

00:48:19: Wieso ist das so?

00:48:20: Würdest

00:48:21: du das?

00:48:21: Als zu stark?

00:48:22: Ja Nicht jetzt auf diesem Niveau von Cutoffwert, Therapiebedürftig.

00:48:32: Weil dafür kriege ich dann das doch mit einigen Ressourcen immer wieder in den Griff und dafür ist es eben vor allem nicht sechs Monate und die meiste Zeit des Tages.

00:48:41: Aber

00:48:42: gerade wenn ich stressige Phasen habe...

00:48:45: Was würdest du denn sagen?

00:48:45: Das Gefühl

00:48:46: hab' ich krieg Sachen nicht fertig, dann werde ich nachts wach und liegt da und das Gedanke aus der Mitte Sorgen läuft!

00:48:51: Was würdest Du denn sagen, nicht wissenschaftlich

00:48:53: belastbar?!

00:48:56: von den Sorgen, die du dir machst.

00:48:57: Wie viele treffen wirklich einen?

00:49:02: Ja nahezu keine.

00:49:04: Nahezu

00:49:04: keiner oder?

00:49:07: Und egal wie du in der Geschichte zurückblickst alle Philosophinnen und so weiter sind ja eigentlich zu diesem Schluss gekommen.

00:49:15: das ist sich eigentlich gar nicht lohnt weil also ganz ganz wenig tritt nur ein

00:49:23: Genau.

00:49:23: aber das kann ich mir in dem Moment ja sagen Ich habe auch die Erfahrung dazu Aber das dann hinzukriegen, dann nachts den Schalter umzulingen und sagen jetzt schlafen wir wieder ein.

00:49:32: Mach dir keine Sorgenwindschalt!

00:49:34: Das ist halt eben da nicht das Ding.

00:49:36: Und das ist deswegen so schwierig – und jetzt muss Prof.

00:49:39: Dr.

00:49:40: Margraf kommen von der Ruhr-Uni Bochum, der dazu eine unglaublich schöne Abwärtsspirale beschreibt.

00:49:46: Ein Teufelskreis.

00:49:48: Jetzt müssen wir besonders aufpassen.

00:49:50: Genau.

00:49:51: Pass auf interne oder externe Auslöser?

00:49:53: Wir sind jetzt erstmal da, wie zum Beispiel ein Gedanke.

00:49:56: Morgen muss ich zu diesem wichtigen Termin oder zu dem wichtigen Vortrag... ...oder es kommt, das wäre was internes, das wär mein Kopf?

00:50:03: Oder es kommt einen Kommentar von außen.

00:50:05: Stell dich nicht so an, sei nicht so pessimistisch!

00:50:07: Das hatten wir in der letzten Folge und... Dann kann aber auch so was wie ein körperliches Symptom dazukommen.

00:50:13: Ich merke schon, ich bin die ganze Zeit schon ein bisschen hochgefahren vielleicht auch angeschlagen und jetzt die Aufmerksamkeitslenkung richtet sich auf all das und meine Interpretation ist, dass es bedrohlich.

00:50:23: Damit ist jetzt erstmal dieser Teufelskreis angestoßen.

00:50:27: wir sind noch nicht drin, er wird erst angestozen.

00:50:29: Und auf dieses hey hier ist etwas bedrohlig reagieren wir jetzt normalerweise mit aktivierend von Ressourcen.

00:50:36: Ich muss wegrennen, ich muss mich schützen.

00:50:38: Ich muss mich irgendwie wehren und was tun.

00:50:40: Wenn ich jetzt aber jemand bin der zu diesem viel zu viele Sorgen machen neigt dann werde ich meine Ressourcen und meine Fähigkeit so ein Problem zu lösen unterschätzen.

00:50:52: Und dann fühle ich mich dieser Situation nicht gewachsen.

00:50:56: Dann liegst du an nachts im Bett und denkst shit wenn jetzt der Anruf da kommt zu dem neuen Projekt das Du angestoßen hast Da ist eine Person abgesprungen, die du dringend bräuchtest und jetzt wirst du das nicht packen.

00:51:06: Und dann liegst du in der Nacht zum Vier und kannst dir gar nicht vorstellen hey Moment mal!

00:51:09: Du hast schon ganz andere Probleme gemeistert gelöst.

00:51:12: Ja.

00:51:13: Du denkst jetzt ich habe mich genug?

00:51:15: Und jetzt geht es weiter.

00:51:17: Jetzt fange ich an mir Sorgen über meine Sorgen zu machen.

00:51:22: Ja!

00:51:22: Meter Sorgen.

00:51:24: Das finde ich einen unglaublich schönen Begriff weil das denken viele nicht.

00:51:26: wir können Gefühle zu unseren Gefühl haben.

00:51:28: Wir können so ne zweite Ebene aufmachen.

00:51:31: Jetzt mach ich die

00:51:31: Sorgen wieder über das Problem und dann hat man Angst vor der Sorge.

00:51:35: Ja,

00:51:37: genau das!

00:51:38: Wenn ich heute Nacht nicht gut schlafe, dann hab' ich ja morgen noch mal weniger Energie

00:51:42: um dieses Problem

00:51:43: zu lösen.

00:51:44: So ein Mist.

00:51:45: jetzt mache ich mir Sorgen oben meine Sorgen.

00:51:47: Kennt jeder?

00:51:48: Du hast morgen eine Klausur erst denkst du an die Klausure und irgendwann denkst so Scheiße Ich mache mir jetzt so Sorgen dass sie nicht schlafen kann.

00:51:55: Ja, ja.

00:51:56: Oder wenn ich jetzt... Jetzt habe ich hier diese Diagnose vom Arzt bekommen?

00:52:00: Jetzt darf ich mir aber keine Sorgen machen, sonst wäre ich ja noch kränker!

00:52:02: Ich hab doch mal irgendwo beim Live-Coach gehört du musst ja mit einem Mindset kannst du das alles lösen und wenn du dann noch ein paar Globalie gegen deine Krebsdiagnose kriegst, dann wird er so.

00:52:11: Der Punkt ist aber diese Metasorgen die können nicht nur negativ sein sondern ganz interessant.

00:52:14: sie können auch so eine positive Annahme beinhalten.

00:52:18: Haaa gut dass sich hier gerade Nacht zum vier Uhr wach liege.

00:52:21: wo habe ich meine Notizblock?

00:52:22: ich fange jetzt an mir Sachen aufzuschreiben denn wenn ich mir Sorgen mache Dann ist das ja Vorsorge.

00:52:28: Stehst du, was ich meine?

00:52:30: Ich fange schon mal an, dass alles durchzukauern und ich versetze mich da rein... ...und werde jetzt dann gleich vielleicht auf die tolle Idee kommen, den gorgischen Genotens erschlagen und das Problem gelöst haben.

00:52:43: Hab' ich noch nie erlebt, dass das passiert und dass wir eben auch problematisch.

00:52:46: Aber das ist jetzt ein ganz zentraler Punkt.

00:52:48: Da

00:52:48: sollten wir nachher nochmal drauf zurückkommen wenn es

00:52:51: darum geht, was

00:52:51: wir tun können!

00:52:54: Aber jetzt sind wir schon am vorletzten Schritt, bevor wir diesen Teufelskreis in diesem Mechanismus voll verstanden haben.

00:53:00: Wenn ich diese negativen Annahmen über meine Sorgen habe und mich die Sorgen immer mehr beschäftigen, dann entsteht der Versuch, die zu kontrollieren und zu unterdrücken?

00:53:10: Weil das will ja niemand!

00:53:12: Das fühlt sich nicht gut an, es wird sich belasten.

00:53:14: Und jetzt fange ich an sie wegzudrücken zum Beispiel mit Alkohol oder indem ich mir sage du darfst jetzt nicht dran denken sei mal entspannter.

00:53:20: und jetzt kennt jeder was passiert.

00:53:23: Denkt nicht an den rosa roten Elefanten, Paz

00:53:26: ist

00:53:26: er da.

00:53:28: Und jetzt fange ich an weil ich merke das funktioniert nicht, wird die Sorgen nicht los dass sich so Vermeidungsstrategien und Rückversicherungsstrategin einsetze also übrigens auch ganz typisch für Menschen mit dieser generalisierten Angststörung.

00:53:40: Ich mache dann den Brief umschlag nicht mehr auf

00:53:43: Ich lese die Wurzepnachricht

00:53:45: nicht von dieser blöden Person.

00:53:47: Oder ich rückversichere mich, indem ich immer wieder Anrufe schatzpasst alle... Hör mal du fragst ja nicht!

00:53:52: Du gehst mit und nicht fremd?

00:53:53: Das wäre auch so ein typisches Sorgenthema.

00:53:55: sondern du schreibst dann fünf Wurzeppnachrichten am selben Abend wo du weißt der ist mit seinen Freunden essen oder auf der Firmenfeier.

00:54:02: aber du fragts immer wieder nach und wie läuft's?

00:54:03: Ach schickt da mal ein Foto und dann guckst du isst er damit irgendeiner Frau drauf also dieses.. ich akzeptiere das überhaupt nicht dass die Sorgen da sind.

00:54:10: Sondern ich fange jetzt an Strategien, das loswerden zu wollen.

00:54:16: Das funktioniert nicht und der Punkt, der uns hierbei eben klar werden muss ist jetzt der ganz zentrale Aspekt wenn es um Sorgen geht.

00:54:25: Sorgen tun nicht gut, Sorgen belasten uns.

00:54:28: Sorgen brauchen Platz in unserem Kopf den wir eigentlich was anderes

00:54:32: benutzen können.

00:54:34: Und trotzdem machen wir uns die ganze Zeit immer und immer wieder Sorgen.

00:54:39: Warum?

00:54:40: Weil sie uns das Gefühl geben Ich setz mich ja zumindest gedanklich damit auseinander.

00:54:46: Ich bereite mich zumindest darauf vor, dass es schlecht laufen könnte.

00:54:51: Ich reduziere meine Anspannung weil ich ihm nochmal eine Nachricht schreibe.

00:54:55: Ich versuche mich abzusichern, weil ich irgendwelche Rückversicherungsmechanismen in Gang setze.

00:55:01: Ich stelle mich dem nicht so richtig indem ich vermeide das heißt ich tue alles um diese Sorgen aufrecht zu erhalten anstatt mich den Ängsten dahinter wirklich zu stellen.

00:55:16: Und mein Lieblingsvergleich dazu ist, das wie Fast-Food essen.

00:55:20: Du weißt genau ... Das Big-Bag-Menü tut dir überhaupt nicht gut!

00:55:24: Aber du beißt trotzdem rein und in dem Moment selbst schmeckt es total geil und lecker.

00:55:28: Du denkst, ah, das denkst du nicht bewusst?

00:55:30: Sondern es läuft unbewusst ab... Ich mach mir jetzt Sorgen, ich kürm' mich um meine Probleme.

00:55:34: An die echten Ängste dahinter gehst du noch nicht dran.

00:55:36: Eine halbe Stunde später merkst du Boah shit, ich hab immer noch Hunger.

00:55:39: Ich brauch den nächsten

00:55:39: Burger.".

00:55:40: Und das verselbstständigt sich.

00:55:42: Aber wir müssen doch verstehen, dass haben wir ja hier gelernt schon in den fast vier Jahren, die es im Nächsten sind, dass es grundsätzlich eben auch eine positive Funktion gibt.

00:55:54: Grundsätzlich ist ja nichts dabei, sich normale Sorgen zu machen.

00:55:59: Das müssen wir verstehen an dieser Stelle!

00:56:01: Dass es nicht darum geht, sich gar keine Sorgen mehr zu machen!

00:56:04: Absolut...das können wir immer wieder betonen.

00:56:07: Da

00:56:08: hat sich die Natur was bei gedacht, dass ich dein Hirn grundsätzlich Sorgen machen kann.

00:56:12: Und dass du grundsätzlich auch jemand bist als menschliches Wesen das in die Zukunft gucken kann, sich Sachen vorstellen kann macht total Sinn.

00:56:19: Ja natürlich!

00:56:20: Wenn du ein Teich siehst wo jetzt drei Krokodile drin hängen dann ist vielleicht deine Sorge berechtigt, dass da etwas passieren würde.

00:56:27: Springst du da nicht

00:56:28: ran?

00:56:28: Genau ja genau.

00:56:31: aber das Problem ist eben... Das Kernproblem am Sorgenmachen.

00:56:35: Es geht hier darum, dass sich der echten Angst die dahinter steckt.

00:56:38: Mein Partner könnte mich verlassen ich könnte irgendwann arm sein weil mein Unternehmen nicht mehr klappt Ich könnte die Prüfung nicht schaffen und dann kriege ich den Berufsabschluss nicht und da bin ich arbeitslos.

00:56:48: Dass wir uns dieser echten angst dahinter nicht stellen Sondern durch die Sorgen im Prinzip immer so eine armlänge Abstand durch den gerade beschrieben Teufelskreis

00:56:58: Eine Betäubung fast!

00:57:00: Eine betäubungsfast zu der Angst dahinter machen.

00:57:03: Und was dann sehr, sehr oft gesehen wird ist auch etwas, was wir Sorgenketten nennen in der Psychologie.

00:57:09: Das ist ein unglaublich schönes Bild wieder von dem Professor Malgraf.

00:57:12: Du gehst von einer Sorge zur nächsten um dir mal einen Bild zu bemühen... Was ich unglaublich schöne finde, das wie so eine Bergkette ne?

00:57:21: Du gehest den Berg nicht ganz bis zur Spitze Wo dann oben die Angststünde, die sagt du wirst arbeitslos in der Gosse landen.

00:57:29: Sondern du gehst dir nur so halb hoch bis zu dem Punkt wo du denkst oh jetzt wird es zu unangenehm.

00:57:34: Ich habe mir jetzt lang genug Sorgen gemacht wie das wäre diesen Job nicht zu kriegen oder die Prüfung nicht zu schaffen und dann vielleicht so arbeitslose sein.

00:57:40: aber ich hab mir das nicht ganz ausgemalt.

00:57:42: Ich hab mich nicht richtig in die Angst reingegeben.

00:57:44: Das wär der Gipfel!

00:57:45: Und jetzt gehe ich von diesem einen Berg den ich halb hoch geladet bin was schon anstrengend und unangnehm war einfach zum nächsten.

00:57:52: Weil dass ich da sitze und mich entspanne im Tal auf so einem Liegestuhl, das gestehe ich mir nicht zu.

00:57:59: Ich muss mehr die ganze Zeit Sorgen machen.

00:58:01: Sonst könnte ja wirklich was Schlimmes passieren!

00:58:04: Und dann mache ich halt als nächstes mir Sorgen darum ob es meiner Mutter gut geht und dann als nächstes mache ich mir Sorben darum was eigentlich in meiner Gesundheit ist und gehe von einem angegriffenen Berg zum nächsten und nie zum Gipfel.

00:58:17: zur echten Angst dahinter

00:58:19: Ja... Was gar nicht so vielen gelingt zum echten vorzudringen.

00:58:24: Das muss man dazu sagen, da kommen wir sicher nachher noch drauf bei den Lösungen.

00:58:27: aber es geht ja auch um das Verständnis der Welt.

00:58:31: Das lässt sich leider heute gar nicht voneinander trennen wo wir darüber sprechen wie man sich Sorgen macht.

00:58:36: ich habe nachher nochmal was zum Thema Sisyphus der ja einen großen Teil seines Lebens den Stein den Berg hochrollen musste als Aufgabe und dann müssen wir nachher mal drüber sprechen wenn wir uns drüber unterhalten.

00:58:49: was können wir tun um das ein bisschen zu verändern?

00:58:52: Ja.

00:58:52: Entschuldige, dass ich das jetzt schon sage...

00:58:54: Nein, es ist gut!

00:58:57: Es gibt mir, während wir drüber sprechen muss man ja immer wieder bedenken ganz ohne Sorgen funktioniert es eben nicht.

00:59:03: Ich schuldige dass sich das immer wieder betone aber das muss der Grundtenor hier sein.

00:59:09: Und kann so eine Sorgen gehen?

00:59:10: Dass wir verstehen, dass es um eine Angstörung geht und nicht um das normale Sorgen machen.

00:59:15: Das will ich halt immer wiederbetonen.

00:59:18: Aber vielleicht ist es ein schöner Moment, weil du hast gerade beschrieben Das fand ich ganz interessant.

00:59:23: Wenn wir auf die Welt gucken heute, was war das nochmal?

00:59:25: Wenn wir über die Welt schauen, dann müssen wir dieses Mindset begreifen.

00:59:30: Ja, wir müssten das Mindset begreifen.

00:59:32: Jetzt sitzt natürlich hier so ein Albert Camus Anhänger und großer Fan aber... Ich will es ganz kurz machen.

00:59:40: bei Camu geht's ja darum dass er Existenzialist ist und nicht nur als Schriftsteller sondern auch als Philosoph sagt Wir müssen begreifen, dass die Welt voller Probleme steckt und zwar voller Probleme.

00:59:55: Ganz lapidar, das wir im Prinzip auf einem Haufen Scheiße leben.

00:59:59: Und er sagt es ist wirklich Anlass zu Pessimismus aber zu einem fröhlichen Pessismus.

01:00:08: Das heißt sowieso Probleme auf uns einstürzen.

01:00:14: Vielleicht muss sich doch etwas ausführlicher werden.

01:00:16: Wir machen auch gerne.

01:00:17: Im

01:00:18: Altgriechischen Mythos von Sisyphus ist er ja von den Göttern verdammt, bis in alle Ewigkeiten Felsbockenberg zu rollen und Albert Camus sei darin eine Metapher für den Zustand der Menschen.

01:00:30: also wie Sisythus sind wir zu einer Existenz verurteilt die häufig grausam willkürlich ungerecht würden.

01:00:40: wahrscheinlich am ersten die meisten nicken, ja?

01:00:43: John F. Kennedy hat, glaube ich mal gesagt das Leben ist ungerecht aber nicht immer zu deinen Ungunsten.

01:00:48: und für Camus waren die zentralen Tatsachen des Lebens unausweichlich.

01:00:52: erstens dass er tot und als Leiden allgegenwärtig sind.

01:00:55: Und dennoch und jetzt kommt der entscheidende Satz für mich bei Camu und dennoch bringen es nur wenige von uns fertig sich demzustellen.

01:01:04: stattdessen klammern wir uns alle an Glaubenssysteme, Religion Vorschrittsglaube vernunft und auch die Drogen, die du eben ins Spiel gebracht hast.

01:01:16: Das wegdrücken usw.

01:01:17: Man klammern sie oder ein materielles.

01:01:20: Warum sind gerade in diesen Zeiten wo sich alle besonders viele Sorgen machen?

01:01:24: Gerade die Marken Dior Prada Chanel Gucci Cha Cha Cha alles so erfolgreich?

01:01:32: Die Leute klammern sich an so Werte.

01:01:35: Ich beschäftige mich im Moment sehr mit dem Thema, weil ich natürlich mich mit dem Themen Erlösung für mein nächstes Programm beschäftige.

01:01:42: Und sich wirklich der Wahrheit zu stellen, sagt Camus eben in der Person von Sisyphus als heroisch an.

01:01:50: Also dieser Typ machte sich keine Illusion über sein Schicksal?

01:01:54: Ja verstehe.

01:01:56: Es gab auch keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft aber er gab trotzdem nicht auf und für Camu ist das die einzige Möglichkeit dem unvernünftigen Schweigen der Welt wirklich das Stand zu halten.

01:02:06: Es gibt kein Schicksal, dass nicht durch Verachtung überwunden werden kann, hat er gesagt.

01:02:10: Camus will damit sagen, dass wir uns letztendlich selbst schaden, wenn wir die Härten des Lebens leugnen als wenn wir sie annehmen.

01:02:17: Optimismus sagt er für letztlich immer... ich bin jetzt sofort fertig!

01:02:20: Optimismus führt letztendlichen immer zur Enttäuschung.

01:02:23: Wir sollten stattdessen eine Strategie des heiteren Pessimismus verfolgen.

01:02:27: Das heißt der Dunkelheit mit Anmut und guten Humor, da komme wieder ich ins Spiel begegnen.

01:02:33: Kannst du dir vorstellen warum mich das so begeistert?

01:02:36: Ja ich fühle es gerade auch total.

01:02:38: erstens nochmal... Es ist ja nicht zufällig, dass diese Folge heute so ein bisschen anschließt an unserer Letzte mit der Unterscheidung von Hoffnung und Optimismus.

01:02:47: Wo wir gesagt haben, Optimismus ist eben nicht dasselbe wie Hoffnung.

01:02:49: Da geht es ums Handeln beim Hoffen.

01:02:51: Beim Optimismus bleibst du im Grunde sitzen.

01:02:53: Das hat ja mein Weltbild schon so ein bißchen zerrüttert weil ich dachte ich bin voll der Optimist.

01:02:57: Und jetzt gerade wo Du das beschreibst dieses Bild von dem... Ich hab's richtig veraugen.

01:03:01: Dieses Bild von diesem durchtrainierten muskulösen Griechen, der da irgendwie so einen fetten Felsblock die ganze zeit berghoch schiebt

01:03:09: immer und immer wieder.

01:03:10: das war die strafe der gott akzeptiert

01:03:11: und macht und tut.

01:03:12: das passt ja aus.

01:03:13: so diesen sorgenketten diesem gipfel wo wir hoch müssen ja und so schwer dass wird und es wird mich jedem schritt noch schwerer muss du das irgendwann machen.

01:03:21: das finde ich ein echt findersbild.

01:03:22: sehr sehr schön und sie

01:03:23: sind fürs wurde als glücklicher mensch beschrieben.

01:03:25: das muss man dazu sagen.

01:03:29: Ach ja, wir könnten uns hier verlieren natürlich in der Philosophie.

01:03:34: Aber das passt zum heutigen Thema.

01:03:37: so gut dazu.

01:03:38: Dann können wir auch wissenschaftlich weitermachen.

01:03:41: nur als Gedankenmodell müssen wir uns einfach vorstellen dass es nur wenigen gelingt und gerade in unserer Zeit wirklich zu sehen dass alles eben voller Aufgaben ist Das ganze Leben Wenn wir nach Lösungen gefragt.

01:04:01: und ja ehrlich, wie Sie sich vorstellen sollten wir den Kopf nicht in den Sand stecken und zu viel Sorge machen sondern einfach jetzt sind wir schon fast wieder in der Lösung mehr Akzeptanz dem entgegenbringen.

01:04:11: Weil das Leben besteht eben auch aus Herausforderung.

01:04:15: Ich wollte gar nicht so weit ausholen!

01:04:17: Nein aber mir gefällt das Bild total gut weil ich oft denke da merke ich es dann wirklich auch wenn ich mich mit mir selber vergleiche von vor zehn fünfzehn Jahren Dass ich immer mehr diesen Eindruck bekomme, du wirst nicht ankommen.

01:04:32: Du wirst da nicht irgendwann fertig sitzen sondern das Leben ist halt ein Stein in den Berg hochschieben und das viel so schön dass du sagst mit einem heiteren Pessimismus kriegst du das irgendwie hin das angenehm zu gestalten Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dann gelungenes Leben daraus entsteht.

01:04:48: Aus meiner Sicht viel höher als wenn du denkst... Ja!

01:04:50: ...du kannst auf so ein Plateau ankommen und dann legst du den Stein ab und dann baust du dir deinen Häuschen.

01:04:54: Als Reinholdshälfte dahin hast deine Frau, dein Labrador und dein Kind und dann ist alles gut.

01:04:57: So, ich glaube es läuft einfach nicht.

01:04:59: Es wird immer wieder was kommen und deswegen finde ich auch total zu recht betont dieses... Wir müssen immer wieder sagen, die Sorgen sind ja nicht an sich das Schlechte sondern unser Umgang damit.

01:05:09: Bei Sorgen hat sich die Natur was gedacht.

01:05:11: Die haben durchaus einen Sinn sonst hätte die Natur uns nicht die Fähigkeit geben die Zukunft zu gucken.

01:05:15: so ein Eichhörnchen versteckte Eichel im Boden, nicht weil es daran denken kann dass irgendwann Winter wird uns sich sorgen um seine Vorräte macht sondern aus so einem tiefen Instinkt wahrscheinlich

01:05:25: heraus

01:05:25: mit dem Eichhörnchen nichts zu nahe treten.

01:05:27: Aber wir Menschen sind halt von der Komplexität der Zukunftsvorstellung auf einem ganz anderen Niveau und deswegen wäre es falsch zu sagen die Sorgen an sich sind das Problem sonder wie wir damit umgehen.

01:05:36: Das ist im übrigen auch um das noch einmal zu bemühen bei der generalisierten Angststörung oder überhaupt bei Angststörungen ein ganz zentraler Punkt in der Therapie.

01:05:47: Angst gehört zum Leben.

01:05:48: Ja, und nicht die Angst an sich ist das was du verteufeln musst oder die Sorgen an sich sind das falsche sondern Und ohne Vorwurf irgendwas läuft bei dir falsch im Umgang damit und da müssen wir ran.

01:05:59: ja und es ist ja überhaupt auch dein Thema als Psychologe Die angst dass du wirklich vielen klar machst dass sie angst dazu gehört.

01:06:09: Ich merke ja wie du bei dem thema auch immer abgehst und ich weiß ist es im aktuellen programm auch drin?

01:06:15: Ja da habe ich einen hab ich einen ganzen Block zu diesem Umgang mit negativen Gefühlen, die wir eigentlich nicht haben wollen.

01:06:20: Und da merk' ich auch jedes Mal... Ich leite den dann ein mit so wie wir jetzt ganz viel übers Fühlen verstanden aber wir haben noch nicht verstanden, wie wir mit den besonders fordernen

01:06:28: Gefühle um Wut,

01:06:29: Angst, Traurigkeit und da merkst du wirklich der wird's komplett leise.

01:06:33: Wollt

01:06:33: ihr gerade sagen?

01:06:33: Da nimmt die Konzentration sehr zu, oder?

01:06:36: Ja ja und das ist halt auch etwas was wir glaube ich grundsätzlich falsch verstehen.

01:06:40: Wir verteufeln dann das negative Gefühl an sich und verkennen dass das grundsätzliche Funktion hat wie die sorgen ja auch und sind dann sauer auf das negative Gefühl.

01:06:50: Und nicht auf uns, die wir falsch damit umgehen.

01:06:53: Ich glaube, dass wäre jetzt auch der beste Moment, um zu sagen Wir nehmen die finale Kurve und gehen Richtung Ziel gerade und klären jetzt Wie geht es denn besser?

01:07:00: Wie kann ich denn mit Sorgen, die wahrscheinlich in allen unseren Leben immer wieder eine Rolle spielen?

01:07:05: Wie Kann Ich Besser Damit Umgehen?

01:07:09: Ich kann mir vorstellen, dass du ganz viele Sachen hast die sich so bei dir auch im Laufe des Lebens ergeben haben.

01:07:15: Für mich ist eine Sache ganz wichtig vielleicht als ersten Punkt wenn ich die bringen darf magisches Denken das haben wir auch in der letzten Folge schon mal angerissen jetzt hier nochmal vertieft sind prinzip ne Art zu denken, bei der du glaubst dass deine Gedanken, deine Handlungen das was du vielleicht auch aussprichst oder nur in deinem Kopf aussprichst.

01:07:36: Irgendeine Ursache auf etwas hat was damit eigentlich nichts zu tun hat.

01:07:40: also Beispiel Mama ist nachher total Niedergeschlagen nach dem Autounfall ihres Kindes, wo sich das Bein gebrochen hat.

01:07:49: Weil sie da einmal nicht vorher angerufen hat und gesagt hat fahrschön vorsichtig.

01:07:53: oder umgekehrt.

01:07:54: Wenn Sie anrufen fahr schön vorsichtig dass dann nichts passieren kann.

01:08:00: Und wenn sie sich dann hinsetzt und sich alleine vielleicht nochmal weiter gedacht, du sitzt bei dir zu Hause und stellst dir vor, boah heute wird mein Mann echt was Schlimmes passieren.

01:08:07: Dann passiert dem wirklich etwas Schlimmes, dann denkst du ja das habe ich durch meine Gedanken

01:08:11: ausgelöst.".

01:08:11: Das ist so dieses abergläubige und dieses magische Denken?

01:08:15: Ja!

01:08:15: Und der Punkt ist die Sorge ist eben dass wir vielleicht oder das Sorgen machen.

01:08:21: Das gibt uns das Gefühl, dass wir vielleicht irgendwie einen positiven Effekt auf etwas haben könnten was wir in dem Fall vielleicht gar nicht beeinflussen.

01:08:27: Wenn ich jetzt hier nachts um vier Uhr liege und mir Gedanken mache wie dieses Projekt noch laufen könnte in Zukunft wenn...wenn ich diesen Anruf bei meinem Sohn tätige dann wird ihm schon nichts passieren.

01:08:38: also dass sich mir im Prinzip vorstelle ich könnt über magisches Denken des Ganzen verändern und da gehören die Sorgen eben dazu indem ich mir die ganze Zeit Sorgen mache Dann steiger' ich mich da rein Dann nehme ich mir die Chance, das abzuschalten.

01:08:48: Und dann hab' ich plötzlich das Gefühl, die Sorgen sind was total Gutes wie dieses McDonald's-Menü... ...was mir aber eigentlich gar nicht gut tut und das muss uns bewusst sein,... ...das ist sehr verführerisch sich in solches magisches Denken solchen Aberglauben reinzugeben,... ...aber es ist eigentlich total irrational und alleine dieses Wort finde ich,... ...magisches Denkens dazu zu kennen zeigt schon, wie albern das ist weil dann irgendwelche Zauberer glaube ich wahrscheinlich auch kaum jemand.

01:09:14: Ja!

01:09:15: Und jetzt könnt ihr der ein oder andere denken, naja wenn sowieso nix passiert dann drücke ich einfach meine Sorgen weg und das ist natürlich auch sehr, sehr falsch.

01:09:23: Genau das Gegenteil ist ja völlig!

01:09:25: Meine Biografie die ich letztes Jahr rausgebracht habe, die fängt ja mit einem Satz von meinem Vater an.

01:09:30: Alles unterdrückte steht eines Tages vor deiner Tür und haut jetzt zur Berührung in die Fresse.

01:09:36: Und deshalb gilt nämlich genau...

01:09:40: Das aber euer Schleng ne?

01:09:45: Ich habe festgestellt, Sätze in der Comedy.

01:09:48: Sätze wo entweder Fresse oder Asi drin vorkommen, die kommen immer besonders gut an.

01:09:54: Schön!

01:09:57: Unvergessen von Alfred Tetzler, da war es ein Herz und eine Seele im Fernsehen.

01:10:02: Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten, hat Dieter nur später aufgegriffen und das ist ja ein bisschen was dran in der heutigen Zeit.

01:10:09: Speziell in den heutigen Zeiten.

01:10:10: Nein wir waren gerade beim Unterdrücken.

01:10:12: bringt ihn nicht weiter, weil irgendwann steht er alles wieder vor der Tür.

01:10:17: Also wenn wir es nicht unterdrücken was können wir machen?

01:10:21: Wir können sie umarmen!

01:10:22: Wir können unsere Sorgen auch umarminen und das heißt die akzeptieren.

01:10:30: Viele Dinge sind ja vielleicht dann ja vielleicht sind sogar schlimm.

01:10:35: aber wenn sowieso passiert kannst du sie auch akzeptiert.

01:10:40: Was ist bei meiner Arbeit ein Fehler passiert?

01:10:43: Ja, dann akzeptier doch mal das Fehler eben dazugehören.

01:10:49: Wo soll das Geld herkommen um das Haus abzubezahlen?

01:10:54: Auch immer da hat ja die Frage was könnte schlimmstenfalls passieren?

01:10:59: und wenn du schon dieses Risiko eingehst dir ein Haus zu kaufen und vielleicht Schulden aufzubauen, die du eventuell nicht bezahlen kannst, da musst du auch damit leben.

01:11:09: Das ist passiert und dann gehört eine Akzeptanz dazu natürlich.

01:11:12: aber wenn du ne Bank überfällst Du wirst geschnappt und wir es in knast gesteckt Dann musst du einfach eben damit auch leben.

01:11:20: da kannst ja nicht sagen oh Scheiße habe ich nicht bedacht.

01:11:24: Ja, ich hab das bei diesen ganzen Unternehmer sein irgendwie immer mehr für mich gemerkt, dass das eben den Unterschied machen muss.

01:11:30: Du gehst da Risiken ein und du stellst vielleicht Leute ein.

01:11:33: Du investierst in eine Büroausstattung die vielleicht einen Vermögen kostet und hast dann am Ende da alles reingesteckt?

01:11:39: Und jetzt klappt das nicht oder... Du machst ja halt die ganze Zeit Sorgen, dass das klappt.

01:11:44: Ja!

01:11:44: Das gehört

01:11:45: dazu.".

01:11:46: Und da merke ich – das habe ich eben auch schon gesagt – kann man tatsächlich ein Stück weit besser werden?

01:11:50: Ich würde mich heute ganz andere Sachen trauen als ich mich mit Anfang zwanzig getraut habe.

01:11:53: Ich weiß noch, dass wir ganz lange selbstständig waren, also mein Bruder und Kumpel und ich aber ... immer alle mit eigenen... was ist das dann?

01:12:01: Nicht mal eine GBR, also einfach nur so ein Gewerbeschein im Prinzip und die Vorstellung jetzt jemanden einzustellen.

01:12:06: Und diese Verantwortung zu übernehmen, das hat mich so lange nicht getraut.

01:12:13: Er ist jetzt wo ich das immer wieder gemacht habe und halt auch merke, yo!

01:12:17: Das ist mit vielen Sorgen verbunden und mit viel Verantwortung verbunden Aber du kannst lernen, damit umzugehen.

01:12:22: Mein Mutter sagt dann immer zu mir, boah das macht dir das nicht alles tierisch viel Sorgen und die Leute, die Verantwortung und dass das alles klappt.

01:12:29: Dann merke ich halt so nee, das macht mich zum Beispiel keine Sorgen mehr oder nur sehr bedingt natürlich weil es auch gerade läuft.

01:12:34: aber da merk ich so, da lernst du einen ganz anderen Umgang mit Sorgen.

01:12:37: also ich habe durch dieses Unternehmer sein ganz ganz neuen Umgang Mit Sorgen kennengelernt.

01:12:43: Ich weiß gar nicht, ob man es hier sagt.

01:12:46: Es wird vielleicht Unmut hervorrufen aber ich sage trotzdem wenn die

01:12:50: in schöne Ankündigung...

01:12:53: Dafür sind wir doch alle hier!

01:12:55: Wenn du mit Unternehmerinnen und Unternehmern zusammensitzt hast so oft eine sehr positive Kommunikation, das ist mir aufgefallen.

01:13:01: Jetzt tippen die ersten schon ein.

01:13:05: Aber es ist wirklich so weil als Unternehmer und Unternehmerin siehst Du oft eher Chancen als Probleme Und das ist ja auch logisch, weil du wirst ja vielleicht nur selbstständig arbeiten können wenn du etwas dir mehr von der Zukunft versprichst.

01:13:24: Deswegen behaupte ich mal dass da eine etwas andere Kommunikation im Spiel ist.

01:13:27: Da wird natürlich der Wissenschaftler in dir, alles wird sich sträumen.

01:13:30: Der ist schon auf Hundert Achtzig.

01:13:34: Das ist ja meine Beobachtung, das da tatsächlich eine andere.

01:13:38: Bis hin zu eigene Fehler eingestehen.

01:13:40: also wenn wir wieder bei Camus dass man dem der Wahrheit in die Augen schaut, dass und solche Leute oft sagen darunter ist mir ein Fehler passiert, da war ich blöd, das passiert mir nicht nochmal, da habe ich einen großen Fehler gemacht.

01:13:53: Da hörst du an anderer Stelle vielleicht bei Leuten die sich etwas mehr Sorgen machen eher so ne Schulddiskussion Der war schuld.

01:14:02: Ja, ich hab gesagt es kann

01:14:04: natürlich anders.

01:14:06: Deswegen oder tut mich schwer, das kann jetzt nicht von mir einfach hingenommen werden weil du hast keine Datenbasis dazu.

01:14:12: Wir diskutieren

01:14:13: ja auch hier unter uns Privatpersonen.

01:14:14: aber deswegen würde ich dir trotzdem noch was erwidern wollen nämlich dass Ich für mich oft denke wohl ich selber Unternehmer bin.

01:14:21: Viele davon sind mir auch überhaupt nicht sympathisch und viele davon hab ich das Gefühl machen.

01:14:24: Das meine ich nicht!

01:14:25: Ja, nee, nee... Und die haben auch nicht das was gerade alles aufgezählt, dass irgendwie so ein Macher-Meinsen, so einen Optimismus, sondern sie sind irgendwie verbittert aus dem Zorn heraus, machen die da ihren weltzerstörerisches Shortunternehmen weiter und sind vielleicht auch total erfolgreich damit.

01:14:41: aber dann werden wir irgendwie der... Die Lehrerin, die ich kenne Tolle Klassen in Berlin leitet, die absolut keine Unternehmerin ist.

01:14:49: Aber alle das mitbringen, was du gerade gesagt hast irgendwie lieber?

01:14:52: Naja... Das ist so recht!

01:14:53: Ich kenne tatsächlich auch Unternehmer, da fehlt es dann wieder an der Schulbildung.

01:14:59: Da hätte man vielleicht doch noch ein paar Jahre dranhängen sollen dass Leute, die, sagen wir mal, kommerziell erfolgreich sind und auch viel Geld in der Tasche haben für die das der einzige Wert ist.

01:15:10: Und da schlag ich zum Beispiel auch immer die Füße über den Kopf zusammen wenn sie sagen ja aber wieso machst du das denn so?

01:15:17: Da findest du ein paar Gründe dann sagen die aber ich verdiene noch viel Geld damit.

01:15:20: Achso!

01:15:22: Ja vielleicht einen Kompromissvorschlag, der ganz gut passt.

01:15:25: zu dem Thema Umgang mit Sorgen.

01:15:28: also wir haben ja diesen Teufelskreis der Sorgen kennengelernt auch schon jetzt verstanden, dass die Sorgen die ganze Zeit da sind.

01:15:36: Eine schöne Strategie ist ein problemlöse Training das es gibt, in der Psychologie gibt es schon viele Jahre alt aber aus meiner Sicht hat das trotzdem noch eine Daseinsberechtigung und es besteht aus fünf Schritten entwickelt von Desurila & Goldfried und zwar funktioniert das so.

01:15:53: also ich muss mich am Anfang erst mal fragen was ist hier überhaupt das Problem?

01:15:57: So und dazu gehört schon mal, dass hast du gerade auch gesagt Akzeptanz das Probleme ein Teil des Lebens sind.

01:16:03: Und deswegen war ich immer so böse als dieses Coaching Buch davor gelesen hast Du wirst einen Leben ohne Probleme und Sorgen und Ängste führen.

01:16:09: Das stimmt nicht.

01:16:10: Erstmal akzeptieren ist gehört dazu.

01:16:11: Da habe ich gleich noch einen wichtigen Punkt Problemorientierung mache und sage, die gehören dazu.

01:16:18: Muss ich im zweiten Schritt das Problem mal formulieren?

01:16:20: Es wirklich fest nageln!

01:16:22: Und das passt auch so ein bisschen zu unseren Sorgenketten.

01:16:24: nicht immer in diesem diffusen Nebel der Sorge hängen bleiben, nicht auf den Gipfel wollen wo die echte Angst ist sondern nagell dich mal fest was es denn wirklich das Schlimmste was passieren könnte?

01:16:34: Was ist das Kernproblem?

01:16:36: Geh

01:16:37: in deinen Angstgipfel bis ganz nach oben und versuch dass man von mir aus auch schwarz auf weiß hinzuschreiben so bildlich wie möglich möglich so unangenehm wie möglich, weil dann wird dir erst mal klar okay hier rum geht's und davor will ich mich vielleicht die ganze Zeit ein bisschen drücken und mache mir irgendwelche diffusen Sorgen statt an die echte Angst ranzugehen.

01:16:55: Und jetzt kommt der dritte Punkt.

01:16:57: da passt ganz schön auch wieder zu dem Thema Hoffnung.

01:17:00: Erstellen von Alternativen.

01:17:02: Guck wie du dieses Problem Lösen kannst.

01:17:05: was könntest du tun um diese angst die vielleicht auch berechtigt ist?

01:17:09: ich habe angst vor krankheit oder armut im alter.

01:17:12: Was kann ich für lösungswege einschlagen, um mich davor zu schützen?

01:17:16: jetzt kommt der vierte Schritt und da kann ich wirklich aus Erfahrung sagen man wird besser.

01:17:19: darin trifft eine entscheidung Und ich hab's so oft erlebt, kennst du es vielleicht auch.

01:17:24: Dass man da sitzt und sich dann nicht traut einen dieser Wege die man sich überlegt hat auch wirklich einzuschlagen.

01:17:30: Nimm einen!

01:17:31: Nimm einem!

01:17:32: Und am Ende das war immer eine Psychologie über Prüfung also what you don't measure... hat nicht passiert.

01:17:39: und deswegen gucken, hat sich da was verändert.

01:17:42: Habe ich mich vorwärtsentwickelig reflektiere?

01:17:44: Hat diese Strategie dieser Lösungsweg für mich zu einer Verbesserung geführt?

01:17:48: ansonsten wird

01:17:48: nachjustiert.".

01:17:50: Und damit mache ich mir übrigens auch den vierten Schritt einfacher dieses Entscheidungen treffen wenn ich sage Ich habe hier ein Problem worum ich mich sorge aber dem Weg den ich jetzt einschlage das ist mal ein Versuch um.

01:17:59: wenn der bei der Überprüfung nicht standhält kann ich auch nochmal einen anderen Weg einschlagen Aber klar, aber

01:18:06: eben klar den Weg einschlagen.

01:18:08: Achtung jetzt kommt der Volksmund wieder, er sagt in Zeiten aller größter Not ist Mittelweg der sichere Tod.

01:18:17: Oh ja!

01:18:18: Gut Leute wie ich mir jetzt wünschen würde, ich bin ein Leon, der gegenübersitzt.

01:18:23: Wir telefonieren gerade da ab.

01:18:25: Nein

01:18:25: nein, das war sterb, komm jetzt vielleicht falsch.

01:18:28: Ja, wieso?

01:18:29: Nein.

01:18:30: Ich glaube schon das es richtig ist.

01:18:31: Weil wenn man immer nur den Kompromiss immer nur ...

01:18:34: Sag ich ja meine ich doch!

01:18:35: Das soll sich falsch rüber.

01:18:38: Nein, diese

01:18:38: Vor- und Vorzweise haben oft einen total guten Kern.

01:18:44: Ich wusste schon vorher, dass du für den klaren Weg bist.

01:18:48: Entweder klar A oder klar B. Ich hätte nur gern ... ich wäre jetzt so gerne mit dir in einem Raum weil du dann immer so schön guckst wenn ich solche Sachen sage.

01:18:58: Hier hätte ich zustimmend genickt mein lieber Freund und ganz ausgeglichen und befriedet geguckt!

01:19:03: Ich will noch einen Schritt weiter.

01:19:05: Wir hatten mal Professor Dr.

01:19:07: Tobias Teismann einen Grübelforscher zu Gast, der ist Diplompsychologe und das finde ich immer eine schöne Kombi auch eben Therapeut also ausgebildeter Verhaltenstherapeutin.

01:19:17: Der forscht an der Uni Bochum am Lehrstuhl für klinische Psychologie und Psychotherapie.

01:19:21: Ich hoffe ich habe mich jetzt mit dem Professor nicht unrecht getan geschenkt.

01:19:24: so dieser Mann sagt dass er war bei mir im Club zu Gast und hat mit mir ein komplettes Thema dazu gemacht.

01:19:33: auch dieses sich immer wieder um etwas Sorgen machen, dass das oft durch ganz bestimmte Situation oder Themen getriggert wird.

01:19:39: Und diese persönlichen Trigger was löst es bei mir aus die zu verstehen?

01:19:44: Das kann unglaublich wichtig sein mit den Sorgen anders umzugehen.

01:19:48: Also wenn ich zum Beispiel in einen Eindruck habe, es sind immer die Blicke von den anderen, die irgendwie despektierlich sind... Wenn ich beim Weg durch die Fußgängerzone dann mal ganz aufmerksam meinen Gedanken zuhöre und vielleicht sogar noch ein Sorgentagebuch führe also meine Sorgen wirklich mal hinschreibe was hab' ich da gerade eben gefühlt als ich durch die Fussgängerzone gegangen bin?

01:20:07: Und das Gefühl hab', ich werde immer von allen so negativ angeguckt.

01:20:13: Das hilft wohl.

01:20:14: Also ein sehr gezieltes Beobachten der Gedanken,

01:20:18: so

01:20:19: der Professor Theismann macht Sinn und da geht noch ein Schritt weiter und das ist für ihn so ein bisschen die Geheimwaffe.

01:20:27: nachdem ich mich jetzt mit meinen Triggern auseinandergesetzt habe, die auch einfach mal so hinzunehmen als dass was sie sind nämlich gedankliche Trigger ja?

01:20:37: Und oft weiß ich dann objektiv so krass sich das jetzt gerade anfühlt und so heftig die Sorgen sind So wirklich rational ist das nicht.

01:20:46: Und der sagt jetzt, das fand ich ein unglaublich schönes Bild, nimm deine Sorgen mal wahr wie ein dreijähriges Kind, dass in der Ecke steht und schreit!

01:20:54: Das kann unglaublich nervig sein aber ich muss da nicht immer drauf eingehen und das ist ein Zweifel auch gleich einfach vorbei und völlig irrational und halb so wild.

01:21:05: Das fand ich einfach einen guten Gedanken.

01:21:06: Ich identifiziere mal die Trigger, die die Sorgen auslösen und dann nehme ich sie auch mal hin als das was es ist.

01:21:11: Konstrukt in meinem Kopf Die Zweifel wie ein Dreijagg ist Kind rumbrüllen und schreien.

01:21:16: Und wenn ich da mal bisschen gelassen bleibe, beruhigt sich das Kind auch

01:21:19: wieder.".

01:21:21: Das klingt doch gut!

01:21:23: Das war noch gut, dass du das Beispiel mit dem Kind gebracht hast.

01:21:26: Wunderbar.

01:21:28: Kommen wir zu den letzten Gedanken vielleicht oder?

01:21:32: Mein lieber

01:21:32: Freund, hast du

01:21:33: noch eine Sache

01:21:34: aus

01:21:34: deinem Rappachtor der Lebenserfahrung?

01:21:36: Nein bitte mach erst einmal weiter... Ich sag dir dann ganz zum Schluss was meine Sorge bei der heutigen Folge war ja.

01:21:44: Okay, ich bin gespannt.

01:21:45: Dann noch zwei letzte Gedanken nochmal vom Herrn Teismann der sagte wenn wir uns dann ablenken wollen von solchen Sorgen?

01:21:53: Ich glaube das habe ich dir auch schon mal erzählt.

01:21:55: also bitte keine zwei Finger ans Ohr sondern nimm's nochmal mit weil es hier so schön passt Wenn ich mich von irgendwas ablenke will weil ich nachts um vier Uhr wach werde und merke dass ist jetzt überhaupt nicht zielführend dass du die hier sorgen machst.

01:22:07: was viele falsch machen ist dass wir uns so halbgab riseln Und er sagt Mach wirklich etwas, das dein Kopf dann fordert.

01:22:16: Die Sorgen haben so eine Macht und so ein Druck in deinem Schädel, dass wenn du jetzt nur so ne halbdösige Netflix-Serie anschmeißt, wo du zum achtendzwanzigmal Harry Potter guckst oder schmitsprechen kannst, dann wird dein Kopf nicht genug gefordert.

01:22:27: Und er hat die Sorge, die ganze Zeit noch ne Chance, so n bisschen Platz in deinm Kopf zu behalten neben Harry Potter... Und nicht wirklich wegzugehen.

01:22:35: Wenn du dich ablenken möchtest und das ist durchaus okay, vor allem wenn du merkst, jetzt habe ich mir tagelang Sorgen, manchmal brauche ich mal ein bisschen wieder einen anderen Blick auf die Welt.

01:22:44: Ich muss mal raus an die frische Luft.

01:22:46: Ablenken so dass du kognitiv genug gefordert bist damit die Sorge keinen Platz mehr hat im Kopf.

01:22:53: Also mach echt was fordern, es ließ ein Buch.

01:22:56: Such das Gespräch, schreib was auf fang an was zu malen koch was back war aber echt etwas was dich einen stückweit fordert.

01:23:04: nicht so eine dösige berieselungstätigkeit aller netflix serie

01:23:07: nein und macht dir die mühe dann einfach auch aufzustehen vielleicht weil du hast gerade gesagt koche was und wenn's morgens um vier ist oder liess was Dann geh raus aus dem Bett, setz dich aufs Sofa oder in Sessel.

01:23:18: Lies ne Stunde bis du wieder richtig müde bist und dann normalerweise kann man dann wirklich besser weiterschlafen.

01:23:24: Besser als dann bis morgens halb sieben da weiter hin und her zu felzen.

01:23:28: Dein finaler Gedanke ich bin sehr gespannt!

01:23:30: Ach meine Sorge... Meine große Sorge heute hier in unserer Sorgenausgabe war dass ich Sorge nicht rechtig ausspreche.

01:23:42: So ähnlich wie bei Wort was kommt von draußen rein?

01:23:45: Soche, was wollt ihr sagen?

01:23:47: Ich mach mir so viel Sochen.

01:23:48: Nein

01:23:48: und dann hab ich festgestellt du sprichst es genauso falsch aus wie ich und da war ich beruhigt.

01:23:53: Ach ja!

01:23:53: Wie geht's denn richtig?

01:23:55: Sorge Und wir haben die ganze Zeit Sorge gesagt.

01:23:58: also SOA GEN

01:24:01: Sorge

01:24:02: Sorge Richtig

01:24:03: wäre Sorge

01:24:04: Ja aber wir Nordrhein-Westfalen sind ja doch immer ein bisschen in Gefahr das er als A auszusprechen besser lecker Und so weiter.

01:24:17: Man mögen uns verzeihen, dass wir...

01:24:19: Sorge!

01:24:20: Du hast recht.

01:24:20: Das ist wirklich aufgefahren.

01:24:21: Sorge?

01:24:23: Sorge, Sorge.

01:24:25: Also O-A ganz schnell gesprochen, ne?

01:24:27: Sauge.

01:24:30: Ja aber das war meine größte Sorge und ich kann da mitten jetzt leben.

01:24:33: Siehst du der kommt wieder die Akzeptanz ins Spiel.

01:24:40: Was der Wunsch ist, der mich am Ende eines Gesprächs wenn man dann irgendwo hingeht hinfährt und so weiter weggeht.

01:24:46: Meistens auf die Palme bringt auch wenn er gut gemeint ist.

01:24:50: Und das ist pass auf dich auf!

01:24:52: Ist es nicht furchtbar?

01:24:54: Wo ich immer?

01:24:55: und ich frage auch manchmal was denkst du denn was ich gemacht hätte wenn du das jetzt nicht gesagt hättest?

01:25:01: Bungie ohne Seil oder was?

01:25:05: U-Boot

01:25:06: Besuch runter zur Titanic.

01:25:10: Ja, verstehe ich.

01:25:11: Aber du hast sochen aus meiner Sicht komplett richtig betont?

01:25:15: Ich bin entlastet!

01:25:16: Siehst du auch diese Sorge?

01:25:17: Alle nochmal genau hier in der Hochzeit umsonst.

01:25:19: Ja lieber völlig umsonsten mal lieber Freunde wie so viele Sorgen.

01:25:22: aber wenn wir am Ende noch ein Gedank mitnehmen nämlich Sorgen und Ängste gehören zum Leben Und manchmal wollen die uns Dinge sagen sie sind nicht schön ja aber vielleicht wichtig für uns zu hören und wir dann statt wegzudrücken all das berücksichtigen was wir gerade eben in den besseren Umgang mit Sorgen Köcher als Pfeile verschossen haben, dann glaube ich sind die Chancen ganz gut dass wir vielleicht auch mit diesem sich chronisch Sorgen machen und sich immer in so einen Stress reingeben.

01:25:46: In Zukunft besser umgehen!

01:25:47: Ich merke das für mich tatsächlich und das kann ich wirklich aus Erfahrung sagen.

01:25:50: Ich habe mit dem Professor Margraf schon vor einiger Zeit gesprochen.

01:25:52: Ich hab mich den Prof.

01:25:53: Theismann gesprochen und mich viel mit diesem Thema beschäftigt ist nicht immer ganz einfach die psychologische Theorie in die Praxis umzusetzen Aber man wird besser.

01:26:00: Man wird wirklich besser.

01:26:01: Das ist für mich auch etwas, was mich immer wieder ermuntert zu sagen.

01:26:05: Therapie wirkt und die Ansätze aus so fallends therapeutisch fundierten Programmen dass man die für sich runter bricht auf wenn man keine Diagnose erfüllt das ist meine feste Überzeugung.

01:26:16: Meiner auch.

01:26:17: deshalb sollte ich eine Seminareihe machen dann wird es sein positives Denken mit Azte Schröder.

01:26:25: Leon zum Schluss sage

01:26:27: ich

01:26:28: dir nur eins Pass auf dich auf!

01:26:35: Tschüss, Miramur.

01:26:41: Das werde ich tun.

01:26:48: Au revoir.

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