Muster die unser Leben bestimmen - was ist Schematherapie
Shownotes
Warum geraten wir immer wieder in dieselben Konflikte, Beziehungen oder Selbstzweifel – obwohl wir es eigentlich besser wissen? In dieser Folge von Betreutes Fühlen entdecken Leon und Atze, warum manche Muster in unserem Leben so hartnäckig sind.
Gemeinsam schauen wir auf sogenannte Schemata: tief verankerte Überzeugungen über uns selbst, andere Menschen und die Welt. Wir sprechen darüber, wie diese Muster entstehen, warum sie sich oft wie Tatsachen anfühlen und weshalb sie unser Denken, Fühlen und Handeln bis heute beeinflussen können.
Fühlt euch gut betreut
Leon & Atze
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Quellen Jacob, G., & Arntz, A. (2022). Schematherapie (Bd. 53). Hogrefe.
Masley, S. A., Gillanders, D. T., Simpson, S. G., & Taylor, M. A. (2012). A systematic review of the evidence base for schema therapy.
Cognitive Behaviour Therapy, 41(3), 185–202. https://doi.org/10.1080/16506073.2011.614274
Salicru, S. (2023). The healthy adult in schema therapy: Using the octopus metaphor. Psychology, 14, 932–951. https://doi.org/10.4236/psych.2023.146050
Taylor, C. D., Bee, P., & Haddock, G. (2017). Does schema therapy change schemas and symptoms? A systematic review across mental health disorders. Psychology and Psychotherapy: Theory, Research and Practice, 90(3), 456–479. https://doi.org/10.1111/papt.12112
Thimm, J. C. (2022). The higher-order structure of early maladaptive schemas: A meta-analytical approach.
Frontiers in Psychiatry, 13, Article 1053927. https://doi.org/10.3389/fpsyt.2022.1053927
How to use schema therapy to stop life playing on repeat. (n.d.). Psyche. Abgerufen am 15. Juni 2026.
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Betreutes Fühlen Folge zu Glaubenssätzen nach Aaron T. Beck:
- April 2024: Glaubenssätze erkennen und ändern https://betreutesfuehlen.podigee.io/238-glaubenssaetze-erkennen-und-aender
Redaktion: Julia Ditzer
Produktion: Murmel Productions
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00:00:00: Sondern er wird sofort denken, oh hier der weiß nur noch nicht wie komisch ich bin oder da ist vielleicht selber strange.
00:00:05: Oder ja wenn der mich hier kennenlernen will, will der mich eigentlich nur ausnutzen?
00:00:09: Auf keinen Fall wirst du so denken toll!
00:00:12: Da mag mich einfach jemand.
00:00:13: Klingt jetzt so harmlos aber das war so eine Befreiung von diesem Muster.
00:00:18: Das kannst du dir nicht vorstellen und deswegen ... Ich könnte mehrere aufzählen... Aber das schaffst du nicht
00:00:24: wahr?!
00:00:26: So ein absolutes Grundmuster in mir und da habe ich einen Leben lang gebraucht, um immer wieder dagegen zu kämpfen.
00:00:33: Man wird dir erst mal denken Spiel das ist so ja, dass jetzt du damit dein Playmobil als Kind oder mit deinen Wassermahlkasten und mal als dein Piratenboot wie mein Vater was ist da schon wichtig dran?
00:00:42: Aber man kann das mittlerweile an einer Reihe von Tieren total eindrücklich zeigen wie wichtig Spiel ist.
00:00:49: Ja, und das schafft auch in mir eine echte Zufriedenheit.
00:00:53: Und diese Zufredenheit befruchtet wiederum die andere Seite!
00:00:58: Das ist das Schöne, dass man das so gleichmäßig hochziehen
00:01:01: kann.
00:01:03: Betreutes Fühlen – der Podcast mit Azus Schröder & Leon Winscheidt.
00:01:14: Guten Morgen Leon!
00:01:16: Ich hab mich erholt.
00:01:18: Wir haben ja gestern gemeinsam im Hotel Matze in Berlin aufgenommen.
00:01:23: Kennst du so Tage, wo du der Hotelübernachtung müde bist?
00:01:30: Jede.
00:01:30: Heute Morgen wieder!
00:01:31: Da wird dann ein mühstarker Vorhang aufgehangen und soll die Sonneverdumpelung sein.
00:01:37: Aber
00:01:38: das im Juni irgendwie ab vier Uhr, thirty-five ... Da der Lorenz in das Fenster rein ballert und es bei mir Tag hell ist, ich hätte lesen können.
00:01:48: Ich schritte Größe sechs mit Vorhänge zu.
00:01:50: Es war komplett helle dieses Hotelzimmern, ich war völlig fertig!
00:01:53: Und so früh wach und gestern Abend spät eingeschlafen weil ich habe das ja auch im Hotel Matze erzählt die Folge hier für alle zum Nächstes zum Hören kommt glaube ich drei Wochen ungefähr raus haben wir gesagt.
00:02:05: Ich hab mir wieder eine Folge Die Bergretter gepummen, allerdings nicht im ZDF die Serie sondern die Doku in der ARD.
00:02:13: Alter du hast keine Vorstellung.
00:02:15: irgendwie drei so völlige Deppen halb Freizeitkleidung steigen auf einen Watzmann oder auf die Zugspitze oder sowas.
00:02:22: es geht ein Gewitter los und nicht irgendwie so ein bisschen gewitter sondern wirklich Orkan.
00:02:27: Und dann hocken die in so einer Felsspalte und jetzt muss da diese Bergwacht ausrücken was irgendwie freiwillige sind dachte ich wusste auch nicht.
00:02:34: Das sind absolute Vollprofis am Berg, müssen dann da hoch in diesen Sturm und die Blitze schlagen neben denen ein.
00:02:41: Es ist eine Naturgewalt.
00:02:43: so einen Gewitter an diesem Berg, wusste ich auch nicht!
00:02:45: Und die Metallseile, an denen man sich normalerweise festmacht, das sind quasi wie die Blitzerbleiter.
00:02:50: Sondern sitzen sie dann irgendwann als diese drei Typen da erreicht haben nebendienen Bombe, neben denen die Steinschläge ein.
00:03:00: Es ist lebensgefährlich und als das Ganze sich ein bisschen entspannt, also ein bisschen der Regen nachlässt und die Bergkretter schon überlegt hatten, kommen wir gehen, nach Hause, wir brechen ab!
00:03:09: Wir retten jetzt unser Leben, wir müssen die Patienten hier lassen.
00:03:11: Einer liegt noch irgendwo in einer Felsspalte, den haben sie noch gar nicht rausgeholt.
00:03:17: Da nähert sich... Pass auf, es näherts nicht der ADAC-Rettungshelikopter?
00:03:21: Und was macht der eine von diesen drei Fennexien, die da gerade retten?
00:03:24: Der steht auf Schlottern!
00:03:27: Der kann nichts mehr, der hatte vorher gesagt.
00:03:30: Ich sterbe mir so kalt.
00:03:31: ich gehe hier unter steht auf mit den Knien-Schlottern und macht sich eine Halbserbrochen.
00:03:36: also die Spitze hängt vorne ab Kippe an Und der Bergglatter guckt den an.
00:03:40: Was ist denn mit dir los?
00:03:41: Hier kommt jetzt der Heli, du wirst hier gleich mit einer Seilwindel hoch gewinnt und er raucht sich eine Kippe!
00:03:49: Und fragt noch und fragt was es mit meinem Bruder in der Gletscher-Spatte steht dann mit dieser Kippen völlig nass halbdurchfroren so.
00:03:57: das ist dann so ein Problem für mich weil wenn ich sowas um drei zwanzig oder dreißig anfange zu gucken Mein Puls geht mithoch.
00:04:03: Ich sitz mit am Berg, also mental hockig in der Felsspalte und entsprechend gestresst war ich so jetzt komm ich zurück zu deiner Hotelnacht und hab das mir bis halb zwei nicht schlafen.
00:04:13: Habe ich noch so wie diesem Berghettungsmodus wahr?
00:04:17: Und wurde dann heute morgen um vier oder dreißig von der Sonne geweckt durch diese sogenannten Vorhänge.
00:04:22: Ja ich kenne das!
00:04:22: Wie
00:04:22: fühlst du dich?
00:04:23: Sorry
00:04:23: für den Exkurs!
00:04:25: Gut trotzdem.
00:04:26: Ja, Stimme ist wieder da!
00:04:27: Übrigens danke an euch alle, ihr habt so sweet kommentiert und Nachrichten geschickt wegen des kleinen Ausfalls letzte Woche.
00:04:33: Du hörst mich noch ein bisschen nasal aber ich fühl mich sehr gut.
00:04:35: Also ich bin ja gestern wie gesagt viel vor fünf aufgestanden und jetzt bin dann wieder zurück nach Hamburg.
00:04:40: war nachmittags in Hamburg.
00:04:42: Ich habe mich
00:04:42: gefühlt als hätte ich K.O.-Tropfen geraucht.
00:04:44: wirklich alles wie durch so eine Gardine.
00:04:47: Spatzel hat mich mit den Worten empfangen So du siehst scheiße aus.
00:04:51: Jetzt machen wir erstmal einen langen Spaziergang.
00:04:54: Ich wollte eigentlich nur noch ins Bett.
00:04:55: Das war mal super natürlich, wir sind zwei Stunden spaziert hier durch Hamburg und als sie wieder kamen, war ich wieder mit rotem Bäckchen gut durchblutet so weit das Abendmal einzunehmen und dann habe ich auch wirklich gut geschlafen.
00:05:09: Aber
00:05:10: warte, Heli Hotel?
00:05:12: Dann lass uns da schnell verbinden!
00:05:14: Ich hab eine tolle Geschichte für dich die wird mich begeistern und zwar... ...ich bin ja auch jetzt in den Bergen im Südtirol Und bin ja auch nicht mehr in dem Alter.
00:05:25: und auch jetzt die Tourfrage schon.
00:05:28: Bei den Erlebnissen dünner Vorhang, Party nebenan, Türen so dick wie eine Pappe im Dienervierformat ist es nicht angesagt wenn man so viel arbeitet wie du und ich damals immer das beste Hotel zu nehmen
00:05:45: Das
00:05:45: allerbeste.
00:05:46: fünf Sterne plus
00:05:49: Ja das haben wir ja schon mal.
00:05:50: Ja, aber ich frag dich von Zeit zu Zeit.
00:05:53: Irgendwann musst du so
00:05:55: mürbe sein!
00:05:57: Als Update meinst du, dass du mich irgendwann so weit
00:05:59: hast?
00:05:59: Das war
00:06:01: ja unsere Mortal One-Mentalität.
00:06:03: Dass wir doch immer gesagt haben nicht an den guten Weinen oder irgendeinem Whisky gewöhnen sondern Back to the Roots.
00:06:09: und also ganz ehrlich zum Beispiel...
00:06:11: Lass fünf
00:06:12: Sterne plus
00:06:12: dein Mortal One sein.
00:06:14: Ich war im Urlaub in so einem vor einiger Zeit auch in Südtirol ganz schicker Hof.
00:06:19: Ich weiß nicht, manche so ganz schick Hotels haben ja manchmal auch keine Sterne mehr.
00:06:24: Und wir haben uns das glaube ich zwei oder drei Tage gönnen, war auch Schweinetheuer also wirklich sowas wo sich schon der kleine, wie sagt man Sparer in mir aufbäumt.
00:06:34: Aber es war eine Belohnung?
00:06:36: Ja!
00:06:36: Es war irgendwie eine Belohnung.
00:06:38: aber was soll ich dir sagen?
00:06:40: Casher-Wurfzelt Südfrankreich Campingplatz Oder auch
00:06:45: ein bisschen
00:06:46: zum Festival fahren.
00:06:47: Ja, aber das ist ja beides Urlaub und es ist nicht meins.
00:06:52: Es ist nicht dein erstes.
00:06:53: das Publikum also Leute die da sind in solchen Hotels oft dann also jetzt nicht ne Pauschale Aber gibt's ja dann so schickey mäßig?
00:07:01: Das ist schon mal nicht meinst.
00:07:02: Dann wenn du da so krasse Buffets, du ist zu... also es alles einfach.
00:07:06: ich weiß das ist auch Luxus wenn man sagen kann man braucht den wilden Luxus nicht aber es ist einfach irgendwie nicht so richtig.
00:07:11: Ja aber es geht doch um das Zimmer um das Bett an sich.
00:07:14: du kommst rein da hast du das Kissenbuffet Du hast einen Topper der ungefähr drei Meter dick ist wie ein Abrams Schoß!
00:07:23: Du hast fette Vorhänge wo ein Mittag zum zwölf nicht ein Lichtstrahl reinfällt.
00:07:30: So muss es doch sein.
00:07:33: Dann drückst du morgens auf Room Service und die servieren dir dein Kaffee im Silberkennchen.
00:07:38: Mein Gott, das ist doch auch mal gut!
00:07:40: Aber ich kann es noch steigern jetzt.
00:07:41: Also vielleicht sogar steige ich dich in eine Wut rein?
00:07:45: Und ob deiner Wut haben wir so viel Schwung für die heutige Folge also... Ich bin in Südtirol in einem sehr schönen Hotel.
00:07:55: Sehr, sehr schöner Hotel.
00:07:56: Ich habe versucht was besseres zu finden gibt's aber nicht.
00:08:01: Wirklich, das ist ... Ich würd mir sagen so...
00:08:06: Leidste dieser Ansatz.
00:08:08: Das ist schon du!
00:08:09: Da sind wir unterschiedlich.
00:08:10: Ja bitte weiter.
00:08:11: Ich bitte
00:08:12: meinen Lebensalter zu berücksichtigen wie immer.
00:08:15: Es ist hier so dass Mohamed Rashid Almaktoum der Chef von Dubai Sagen wir, Donnerwetter, so was habe ich noch nicht gesehen.
00:08:24: Dagegen ist das Buschall Arap eine billige Absteige.
00:08:28: So jetzt muss ich aber Samstag zum Open Air in Nordrhein-Westfalen Und es ist alles schwer zu machen.
00:08:36: Ich müsste ja über einen Brenner zurück mit dem Zug muss auch mal umsteigen.
00:08:39: Es ist auch weit und erst nach Bozen und so weiter.
00:08:42: Da hab' ich gedacht Moment hier in der Nähe gibt's ja ein Heliport.
00:08:47: da rufe ich doch damals an Ich bin ja eh heli begeistert.
00:08:51: Ja und richtig genug jetzt wird so gemacht habe ich gesagt dann okay da bin ich morgens.
00:08:56: um halb elf bin ich dann am heliport.
00:08:57: ihr bringt mich dann am mündchen mit dich weiter.
00:08:59: kann.
00:09:00: Dann haben die gesagt in welchem hotel bist du denn?
00:09:03: Ja da unter ich hatte noch einen helilande platz.
00:09:05: wir holen nicht um halbef ab nach dem frühstück.
00:09:07: So Und jetzt hab ich alles weggehauen was mir stress machen könnte.
00:09:11: und wert schön am samstag In aller Ruhe nach dem Frühstück, nach der zweiten Dasecafé.
00:09:17: Bist
00:09:17: so geil!
00:09:18: Bitte machst du eine Instastory wieder in Locke?
00:09:19: Mach ich, mach ich.
00:09:21: Das
00:09:21: ist wie Helikopters Wehen.
00:09:23: Alle Klimafragen stelle ich jetzt mal hinten an.
00:09:25: Die erste Frage die mir kommt was kostet das?
00:09:28: Klar das ist nicht ganz billig
00:09:30: aber... Wie Sache es?
00:09:31: bitte sag' ich will einen Euro wert.
00:09:34: Brutto.
00:09:34: Du bist ja ein Fakten interessiert ne?
00:09:36: Ja also
00:09:37: Ich sage Glück passt in keinem Dressor.
00:09:43: Ich
00:09:45: mache
00:09:47: eine Schätzung.
00:09:47: Wie weit ist das?
00:09:48: Oder in Zeit, an einer Stunde wenn überhaupt?
00:09:51: Ja so fünfzig Minuten.
00:09:53: Siehst du wie sprit ich spare dadurch dass ich nicht fünf Stunden mit dem Auto muss!
00:09:57: Ich bin ja mal Rettungshubschrauber geflogen für einen Dreh.
00:10:00: das kostete pro Minute.
00:10:01: so unfassbar viel pro Minute wohl gemerkt.
00:10:04: Da haste aber das Personal
00:10:07: da.
00:10:07: Ich würde jetzt mal schätzen das kostet um die anderthalb tausend Euro.
00:10:15: Nein, wir fliegen schon mit einem Eurokopter.
00:10:20: Du bist so geil!
00:10:23: Ja
00:10:24: gut, also toll gelöst.
00:10:25: Mit dem Robinson ervielfierzig fliegen wollte, dann würde ich... Also ich kenne mich mit Helis wirklich aus.
00:10:30: Es ist meine ganze Leidenschaft.
00:10:33: Ich hatte die Anmeldung schon da liegen für den Heli-Schein und das ist für mich so als wenn jetzt jemand drei Wochen auf ZDF Kosten surfen lernt in Venezuela.
00:10:46: Also du gönnst dir...
00:10:47: Ja, das ist auch
00:10:48: sehr vergönnt.
00:10:49: Das ist mal meine Belohnung.
00:10:50: und was soll denn so ein alter Sack sich da mit so einem alten VW-Golf über den Brenner quälen?
00:10:55: Ich bitte dich!
00:10:56: Das ist ja wieder der alte Atzischröder.
00:10:59: ich hab die schon erzählt habe macht zwei Finger ans Ohr aber wie du diesen Harald Schmidt Show auftritt hattest wo dann der Helikopter auf dem Parkplatz landete und es war irgendwie auch ein echter Flug.
00:11:12: Wir brauchen wieder ein bisschen mehr Atze.
00:11:16: Dieses Land braucht mehr Atze.
00:11:18: Wahrscheinlich.
00:11:19: Ja, das ist so.
00:11:20: Diese Mischung macht es.
00:11:22: Dieses Land braucht unbedingt Leon aber dieses Land braucht auch ein bisschen Atze
00:11:27: und es braucht vor allem die betreute Psyche dafür, dass wir eigentlich da... Und deswegen wollen wir jetzt heute reinstarten in einen Thema auf das ich mich schon lange gefreut habe, jetzt ja nochmal eine Woche mehr Vorfreude hatte weil dass das ein Therapieverfahren ist, eine Idee ist in der für alle viel mehr steckt als man es mir denken würde.
00:11:51: Total!
00:11:52: Das betrifft uns alle so sehr und auch mein Leben so sehr.
00:11:57: Es hat auch mit Befreiung zu tun, würde ich mal sagen.
00:11:59: Genau.
00:12:00: Das ist die Grundlage für alles.
00:12:03: Vor allem aber ist es also ein Therapieverfahren, wo auch die jetzt sagen ich habe ja keine psychische Störung vielleicht sogar manche die breitbrustig behaupten.
00:12:11: Ich hab nicht mal psychische Themen.
00:12:14: trotzdem glaube ich was drin entdecken können, wo einen tiefer Gedanke zum Mensch sein drin steckt und vielleicht starten wir einfach mal voll rein.
00:12:23: Ich habe für mich am Anfang notiert so um mein Gefühl dafür zu bekommen Schemattha Was sind das eigentlich?
00:12:31: Also wenn ich es für mich übersetzen dürfte, berichtige mich oder nicht würde ich von Mustern sprechen.
00:12:37: Von Grundmustern.
00:12:39: Ist schon mal gar nicht so verkehrt.
00:12:41: vielleicht aber um reinzukommen einfach direkt konkret gefragt an dich?
00:12:45: Wenn du so auf dein Leben
00:12:47: zurückblickst
00:12:48: hast ja gerade schon angesprochen ein bisschen im Vorsprung gibt's dann irgendwie so einen
00:12:52: Satz eine
00:12:54: Vorstellung die du lange über dich geglaubt hast und erst viel später gecheckt hast.
00:12:59: das ist vielleicht gar nicht die ganze Wahrheit
00:13:01: Da gibt es wahrscheinlich eine Menge.
00:13:02: Ich musste mich jetzt für einen entscheiden, weil ich ja ahnen konnte, dass diese Frage kommt und das kind in mir hat einige Sachen wirklich elementar gelernt wo sich im Laufe meines Lebens Gott sei Dank rausstellte.
00:13:18: auch durch eigenes hinterfragen Stimmt so gar nicht!
00:13:22: Ich habe das als Wahrheit für mich abgespeichert aber stimmt sogar nicht.
00:13:25: Und ein großes Grundmuster was ich gelernt hab ist Das kannst du nicht Diese Selbstzweifel, die ich mal hatte.
00:13:35: Und das war meine große Arbeit.
00:13:38: von diesem Das kannst du nicht zu einem, das kannst du noch nicht zu kommen und das noch impliziert ja dass dieses Grund muss da nicht in Beton gegossen ist.
00:13:49: Beispiel mein Mutter war immer über vorsichtig mit mir.
00:13:52: Das heißt, ich konnte irgendwann schwimmen.
00:13:54: Hab dann auch, was man so macht, dann mach's den Fahrtenschwimmer und was es damals alles gab die Jugendschwimmschein aber alles betreut im Becken mit mindestens hundert Meter Sicht der Mutter.
00:14:07: mein Vater hab mich dann irgendwie...
00:14:08: Ganz kurz gab's damals nicht sowas wie Seefärtchen, Silber- und Bronze?
00:14:11: Das habe ich glaube ich übersprungen.
00:14:13: Dann ging's direkt auf den Jugenschwimmschalen Und das große wird gezahlt wahrscheinlich gar nicht mehr.
00:14:19: Das große Ziel war der goldene Totenkopf.
00:14:23: Der Goldene Totenkopf?
00:14:24: Interessant, ich merke das nicht.
00:14:25: Aber
00:14:26: wie aus düsteren Seiten!
00:14:28: Heute können die Kinder ja gar nicht mehr schwimmen.
00:14:30: Was war der goldene Totenkoff, dass er überragend
00:14:32: ist?
00:14:32: Zwei Stunden Schwimm.
00:14:33: Der schwarze Totenkopp war eine Stunde schwimmen... ...der Goldene war zwei Stunden schwimmen und dann war so ein Kind stark übergewichtig oder du konntest wirklich
00:14:42: schwimmen?!
00:14:45: Also die Grundzüge... Mein Vater hat mir ja immer etwas mehr zugetraut.
00:14:49: Er hat mich ja einfach vom Dreier geworfen, das war ja mein Schwimmkurs sozusagen.
00:14:54: Aber
00:14:54: deine Mutter war eher total
00:14:56: schissig und vorsichtig
00:14:58: mit dir.
00:14:58: Und
00:14:58: eine der Befreiungen, der vielen Befreien in meinem Leben war, dass ich an so einem Magazin zu dem wir auch ab und zu fuhren, auch mit Eltern, wo meine Mutter dann wenn ich weiter als zehn Meter war schon sagte pass auf!
00:15:09: Da sind Strömung und was weiß ich?
00:15:12: Kaltestellen und so, dass sich irgendwann einfach durch diesen See geschwommen bin, hin und auch wieder zurück.
00:15:19: Und genau auf der Hälfte gedacht habe, hoffentlich geht das gut!
00:15:22: Das ging aber gut, dann bin ich auch wieder zu rückgeschwommen.
00:15:24: Und es klingt jetzt so harmlos... Aber das war so eine Befreiung von diesem Muster, das kannst du dir nicht vorstellen.
00:15:32: Ich könnte mehrere aufzählen, aber das schaffst du nicht?
00:15:35: War ein absolutes Grundmuster in mir und da hab' ich einen Leben lang gebraucht um immer wieder dagegen zu kämpfen.
00:15:45: Und das ist was, wo du sagen würdest es kam.
00:15:47: So deine Erklärung durch so überbehütete Kindheit.
00:15:50: Ja ich
00:15:50: war überbehütet.
00:15:52: Gibt's bei dir was?
00:15:53: Ich hab da ja mal das mit diesem Piratenschiff von meinem Vater erzählt.
00:15:57: Dass er das für alle nochmal kurz ... dass der das an der Schule aufgemalt hatte auf eine A-Drei-Seite einen Zeichenblock und dann nach Hause kam und so total stolz war.
00:16:06: Und dass seiner Mutter gezeigt hat... Da waren Käpten drauf mit Hinkebein und Massen und Kanonen und eben diese riesigen Segeln und die Fahne hinten dran, die Wete aber gegen die Windrichtung.
00:16:17: Und er hat seine zwei Minus für bekommen so.
00:16:20: Und war dann entsprechend durch diese Note gefrustert obwohl er eigentlich das Bild so toll fand.
00:16:24: jetzt zeigt er dass seiner Mutter und die Mutter sagt eine eins wäre besser gewesen.
00:16:28: Oh
00:16:28: mein Vater hatte das.
00:16:29: also es hat mir erzählt als erwachsener Mann ja länger ein längeres tolles tiefes Gespräch hatten und dann meinte er Das hätte ihn so lange in seinem Leben so umgetrieben, dieses Gut ist nicht gut genug.
00:16:42: Und als er das so sagte, hab ich für mich überlegt okay, meine Eltern haben mir nie wörtlich gesagt und die haben auch nie gesagt ja ne zwei Minus da wär jetzt nur eins besser gewesen aber dass das so mitschwang und vielleicht wenn mein Vater schon ein Muster war Jetzt bringe ich mal das Wort vielleicht einen Schema war Ja und dann bei mir auch dazu wurde so'n Stück weit.
00:17:02: das liegt für mich auf der Hand.
00:17:04: Also das wäre vielleicht eine Sache wobei und dass mir jetzt ganz, ganz wichtig auch schon früh einmal in der Folge zu sagen.
00:17:10: Wenn wir ja eins lieben ist es die einfache Erklärung und vor allem was ich im Rückblick so wunderbar als Geschichte auf unser Leben dichten lässt.
00:17:17: Ich bin da einfach mittlerweile sehr vorsichtig etwas geschädigt durch meine sogenannte Wissenschaftpsychologie Wo ich viel Kritik dran habe und dann immer wieder feststelle macht sich auch die Psychologie oft zu leicht.
00:17:30: und dann ist die einfache Erklärung eben, die wunderbar passt.
00:17:33: Und man nennt das dann Schema oder Chemotherapie.
00:17:36: aber es ist wirklich so einfach und das wird sich glaube ich auch hier im Laufe dieser Folge zeigen.
00:17:40: Aber erst mal haben wir einen ersten Eindruck von solchen Sätzen ja?
00:17:43: Ich glaub ganz viele kennen das!
00:17:45: Ich bin nicht gut genug oder ich muss alles alleine schaffen.
00:17:48: Ich darf keine Fehler machen.
00:17:50: Ich muss allen gefallen.
00:17:56: Das Spannende ist, dass solche Sätze ja oft gar nicht so bewusst sind.
00:18:01: jetzt mal wie bei meinem Vater für den das eben ein sehr starker Satz war.
00:18:04: Ja!
00:18:05: Das ist dem Jahr auch erst viel später so klar geworden.
00:18:08: Guck mal da denke ich heute noch dran obwohl meine Mutter das vor Jahrzehnten zu mir gesagt hat.
00:18:13: Das läuft eher so im Hintergrund.
00:18:14: Wie eine Art innere Stimme wie ne Brille und der Psychologe Jeffrey Young für diese tief verankerten Überzeugungen den Begriff geprägt, für solche Sätze nämlich schematar.
00:18:29: Okay also das ist ein feststehender Begriff in der Psychologie?
00:18:33: Ja!
00:18:34: Das war meine große Frage Schematter.
00:18:36: Und die Grundidee ist
00:18:37: jetzt, dass diese Schemattern nicht nur beeinflussen wie wir über uns selber denken sondern auch wie wir Beziehungen erleben, wie wir mit Kritik umgehen welche Menschen wir uns vielleicht aussuchen an uns ran lassen und warum wir vielleicht auch manchmal immer wieder in dieselben Konflikt geraten.
00:18:53: du merkst also schon das Ding hat echt Sprengkraft.
00:18:56: Wir reden heute auch noch über das verletzte Kind den inneren Kritiker Den Vermeider oder den Octopus in unserem Kopf.
00:19:02: Also es ist einfach unglaublich Bildstark, diese ganze Welt die wir da gerade betreten.
00:19:08: und vielleicht trotzdem einfach nochmal um das möglichst klar zu beschreiben.
00:19:13: Ich habe einen Blog gefunden wo zwei schöne Metaphern standen was so ein Schema ausmacht.
00:19:18: Also einmal schematar.
00:19:20: kann man sich wie Geschichten vorstellen die wir über uns selber und über die welt erzählen.
00:19:26: Geschichten die wir oft schon ganz früh gelernt haben und die unser denken prägen.
00:19:31: Ich hab sofort an so Kinderbücher gedacht, z.B.
00:19:34: Maxx und die Wilden Kerle oder Pippi Langstrom von ja Räubertochter.
00:19:39: das sind ja so Motive in diesen Geschichten und so Heldenreisen, die bis heute irgendwie im Kopf haben.
00:19:46: So Grundgedanken glaube ich schon auch wirklich in einem Wirken.
00:19:49: Ein bisschen kann man sich das so vorstellen also zum Beispiel jetzt.
00:19:52: da heißt es dann eben oft negativ niemand wird mich wirklich lieben wenn er mich richtig kennenlernt.
00:20:00: Das ist
00:20:00: ja eine Geschichte, die ich über mich erzählen kann.
00:20:03: Immer wieder gibt es Beispiele dafür.
00:20:05: Du hattest auch sofort gerade eine Geschichte über dich.
00:20:08: Ja genau!
00:20:09: Wie hast du das damals erlebt als Junge?
00:20:11: Als du in diesen See gesprungen bist und irgendwie den goldenen Totenkopf erschwimmen wolltest oder... Ich muss mir meinen Wert erstmal verdienen,
00:20:19: wo
00:20:19: ich auch eine ganze Geschichte draus stricken kann.
00:20:22: Zwei Minus in Kunst reicht nicht aus.
00:20:25: ne eins wäre besser gewesen Und diese Geschichten werden dann irgendwann zu so einer Art Abkürzung im Kopf.
00:20:30: Du greifst immer wieder darauf zurück, ohne nochmal das Unbewusste ... Das wirklich zu merken!
00:20:36: Für mich ist aber eigentlich das noch stärkere Bild Ich habe es gerade eben schon angerissen Schemattha als Brille Also die Brille durch die ich auf die Welt schaue.
00:20:47: und das ist da nicht einfach eine Brille mit klarem Glas sondern die ist eingefärbt Die hat vielleicht einen Sprung, die hat vielleicht ne Stärke, die hatte irgendwas reingeschliffen.
00:20:56: Das ist gefärbt durch meine Erfahrungen, durch Gefühle und Überzeugungen.
00:21:00: Damit nehme ich die Realität eben nicht völlig neutral war oder so wie die Welt tatsächlich ist sondern ich achte besonders auf Informationen, die zu meinen alten Geschichten zu meinen Grundüberzeugungen passen.
00:21:14: Also wir haben es hier schon oft gebracht dieses Beispiel Wie eine Brille, die du anhättest, die alles rote besonders betont.
00:21:22: Wenn du dann durch ne Straße gehst siehst du viel mehr rote Autos als wenn das nicht der Fall
00:21:26: wäre.
00:21:27: Und natürlich haben wir jetzt nicht wirklich so eine Brille auf, aber wenn ich dir sage, Atze du kriegst fünfzig Euro Wenn du auf dem Weg zum Heli rote Autos siehst dann wirst du die Augen auf wobei dir ist das egal Aber andere...wenn ich dir fünftausend Euro gebe für jedes rote Auto was du siehst würdest du vielleicht auch eins erkennen So und dann wär das wie so ne Art Brille Die Du Aufziehst.
00:21:45: Wir haben also bis hierhin so einen ersten Eindruck.
00:21:47: Schemattha sind Grundüberzeugungen, Muster-Sätze, die wir uns wie so eine Brille vorstellen können.
00:21:54: Die wir oft sehr früh im Leben erlernt haben.
00:21:58: Ja.
00:21:59: Die bestimmen, wie wir auf die Welt gucken.
00:22:02: Wie wir unser Erleben wahrnehmen und unsere Beziehungen.
00:22:05: Und das alles ist eben die Idee von diesem Psychologen, von diesem Forscher namens Jeffrey Young.
00:22:15: Und gehen wir mal einen Schritt weiter, um vielleicht jetzt noch ein bisschen Ordnung da reinzubringen.
00:22:18: Was gibt es denn für Schematar?
00:22:20: Wir haben ja gerade schon so ein bisschen unsere eigenen beschriebenen paar Beispiele gehabt.
00:22:23: Der hat insgesamt achtzehn verschiedene aufs Tapé gebracht und um die so ein bissel zu sortieren kann man sie eigentlich in fünf große Bereiche zusammenfassen.
00:22:34: Der erste Bereich wäre dann sowas wie Beeinträchtigung von Autonomie- und Leistung.
00:22:39: Ja, okay.
00:22:41: Das so haben die Zweifeln häufig daran, ob sie alleine zurechtkommen oder erfolgreich sein können?
00:22:48: Da könnte man jetzt an dich denken, oder?
00:22:49: Ja, total!
00:22:51: Also als junger Mensch, als Kind du kriegst vorgelebt, Arze du schaffst das nicht, du kannst es nicht.
00:22:58: Alleine schon mal ähnlich, die Mutter muss am Beckenrand stehen.
00:23:01: Richtig.
00:23:01: Passt das dazu?
00:23:02: Ja das passt total dazu und natürlich mit allen Ablegern und wahrscheinlich sind es tausende Ableger wie eine eigene Wohnung betreiben, einen eigenen Haushalt führen.
00:23:14: Schaff ich nicht!
00:23:15: Was später dazu führte, dass sie gedacht haben, ich muss in das Hotel ziehen?
00:23:19: Aber egal... ist ja auch nur ein Beispiel.
00:23:22: aber da gibt es
00:23:22: ganz... Das ist ein gutes Beispiel weil das ist doch dann genau diese Brille.
00:23:26: Irgendwann steht deine Mutter nicht mehr am Beckenrand, aber du denkst weiterhin Ich bin solche Sachen nicht in der Lage also muss sich das irgendwie loswerden.
00:23:33: Genau
00:23:33: ich sehe die Situation durch diese Brilde, die mir meine Mutter verpasst hat.
00:23:40: Eine zweite Art von diesen Schemata wäre Abgetrenntheit und Ablehnung.
00:23:47: Da
00:23:47: geht es dann um die Erfahrung, dass Nähe, Sicherheit, emotionale Unterstützung, das das fehlt?
00:23:53: Ja!
00:23:54: Und wie oft habe ich das erlebt?
00:23:56: Das glaube
00:23:56: ich!
00:23:56: Wie oft hab' ich jetzt bei meiner Arbeit für in Extremköpfen, für Terror Explorer auch hierfür die Recherchen mit Menschen gesprochen wo du einfach in ihrer Lebensgeschichte gehört hast.
00:24:07: Wir hatten sie auch letztens, als es um die Entfremdung von den Eltern ging... Ey ich würde mir so sehr wünschen dass sich damals gut behandelt worden wäre,
00:24:16: aber das
00:24:17: war nicht da!
00:24:19: Das war nicht der... Und dann hatte ich den Gefühl zu haben von Ich bin es nicht wert geliebt zu werden.
00:24:24: Ich bin auf mich allein gestellt was wir eben schon hatten.
00:24:27: Ich kann anderen Menschen nicht vertrauen.
00:24:29: Vielleicht um das mal greifbar zu machen.
00:24:31: also wenn jemand tiefen sich drin der Überzeugung ist.
00:24:34: Ich bin nicht
00:24:34: liebenswert.".
00:24:36: Und dann kommt er vielleicht nach den großen Ferien in die Schulklasse und setzt sich jemand Neues neben denen, vielleicht sitzen geblieben oder kommt aus einer anderen Stadt ist umgezogen und sagt hey hi wer bist du denn?
00:24:48: Und versucht einfach net Kontakt aufzubauen.
00:24:50: Dann wird durch das Schema dieses Menschen Auf keinen Fall die Ideen stehen.
00:24:54: Ja, das ist der mag mich einfach sehr gut
00:24:56: als
00:24:56: ein Typ sein Sondern er wird sofort denken oh hier der weiß nur noch nicht wie komisch ich bin oder da ist vielleicht selber strange.
00:25:04: Oder ja wenn der mich hier kennenlernen will will der mich eigentlich nur ausnutzen.
00:25:07: auf keinen fall wirst du so denken toll Da mag mich auch jemand und es kann natürlich dann später im Erwachsenen alte auch wiederkommen dass du da sitzt und denkst Wenn dir vielleicht jemand von der Arbeit eine nette Nachricht schreibt, hast du mal Bock mit zum Bowling zu kommen oder was auch immer man da macht abends ein Bierchen zu trinken?
00:25:24: Dann ist das nicht ach nett freue ich mich sondern es wird sofort hinterfragt.
00:25:30: Das ist etwas was mich gar nicht berührt.
00:25:36: wenn sowas wie Kritik käme nach dem Motto ja hör mal da letztens im Meeting hast aber einen Fehler gemacht dann nehme ich das unglaublich persönlich bläder auf.
00:25:43: denke die hassen mich hier alle im Team keiner mag mich warum auch Ich bin ja nicht liebenswert
00:25:47: Das ist so schräg wie es klingt, auch eine Komfortzone in der man da ist.
00:25:54: Weil das ist dir bekannt.
00:25:56: Das ist dein Umgang mit verschiedenen Situationen, dass du erstmal alles negierst für dich und sagst, das kann man ja nicht gut meinen mit mir.
00:26:08: Das kennst du?
00:26:08: Da bleibst du!
00:26:10: Und es macht Arbeit daraus zu gehen.
00:26:13: Du kannst dich sicher noch an dem Moment erinnern Irgendwann festgestellt, dass wir hatten ja jetzt beide sehr liebende Eltern und ich glaube wir haben da auch beide tiefe Wurzeln familiär.
00:26:26: Ja!
00:26:26: Und du kannst dich sicher noch an dem Moment erinnern wo du die Realität da draußen mitkriegst?
00:26:30: Dass es nicht mal allen so ist.
00:26:33: Das fängt dann vielleicht mitschülern an wo du denkst was ist denn da los?
00:26:36: oder bei Freunden wo du zuhause bist und das ein ganz rauer Umgangston Wo du dich erstmal wunderst und dann stellst du nach und nach fest das ist bei viel mehr Leuten So als bei mir dieses friedvolle Miteinander zu Hause.
00:26:51: Da kann ich mich dran erinnern an verschiedenste Situation wo ich teilweise geschockt war, wo ich dann mit zu Abend gegessen habe bei Freunden und am Abendbrotisch
00:27:01: ein Ton herrschte!
00:27:02: Wo ich gedacht hab das kann doch nicht wahr sein Ja?
00:27:07: Und genau was du beschrieben hast dass es gibt wenn man sich damit beschäftigt und Du natürlich als Fachmann ja noch viel mehr der ja quasi Woche für Woche dann neue Fälle erlebt von Leuten, wo psychisch auch vielleicht etwas schräge Lebenslinien vorhanden ist.
00:27:27: Dass du heute wunderst du dich sicher nicht mehr weil du weißt das fast der Normalfall ist.
00:27:34: aber es gab diesen Moment glaube ich für uns alle wo wir festgestellt haben oh da gibt's ja so viel andere Beispiele und auch so viele negative Beispiele.
00:27:44: Ich mag was du gerade eben gesagt hast zu der Komfortzone.
00:27:49: Weil das ist ja erstmal genau wie du gesagt hast komisch, warum soll es eine Komfortzone sein?
00:27:55: Aber was ich gewohnt bin, was ich als Muster kenne, das nimmt dein Kopf natürlich als dass das war, was am einfachsten
00:28:02: ist
00:28:02: und das ist dann auch das Fieser an solchen Schematern die eigentlich gar nicht gut tun.
00:28:06: Das wäre ja schön wenn du sagen könntest hey da ist jemand nett zu mir, ich bin vielleicht ein netter Typ dass die ganze Zeit unglaublich wirkmächtig sei, einfach weil du das schon immer so machst.
00:28:15: Und die
00:28:16: Brille zu wechseln er fordert ja auch Mut und Arbeit!
00:28:20: Ja
00:28:21: es ist ein bisschen wie du hattest die ganze zeit eine Sonnenbrille auf.
00:28:23: jetzt ziehst du sie ab und merkst boah wie hell ist das da draußen?
00:28:26: Du
00:28:26: bist es so gewohnt durch diese Sonnen brille zu gucken, dass dir das gar nicht mehr irgendwie besonders vorkommt und plötzlich der Kontrast ein herausbewegen aus der Komfortzone wäre.
00:28:35: Aber wenn es irgendwann dunkler wird, wär's vielleicht sinnvoll diese Sonnenbrille mal abzuzogen damit du wieder was siehst.
00:28:39: Ja
00:28:39: sehr gutes Beispiel.
00:28:40: Schwierig
00:28:40: mit diesem Schemata.
00:28:42: Gehen wir weiter?
00:28:42: Der dritte Bereich wäre Schwierigkeiten mit Grenzen und Selbstkontrolle.
00:28:47: Da wären zum Beispiel problematische Schematas die man so haben könnte.
00:28:51: ich bin etwas Besonderes und sollte besser behandelt werden als andere.
00:28:55: Tja!
00:28:56: Ich bin ne Sohn, da haben wir glaube ich verauert Leute.
00:28:59: Ein bisschen die nazistischen Überlegenheitsgedanken oder ich kann mir das erlauben.
00:29:06: Ich,
00:29:07: der fünf Sterne Hotelgast!
00:29:10: Der vierte Bereich wäre so eine starke Orientierung an anderen also dieses die eigene Bedürfnisse immer hinten anstellen und auszublenden.
00:29:18: Die fallen vom Tisch.
00:29:19: Ich bin der Piepelpließer Da Kann Das auch richtig heftig werden?
00:29:23: Ich Bin Eine last für andere.
00:29:26: dass erlebe ich ganz Ganz oft beim mensch mit psychischen
00:29:28: Störungen
00:29:29: Dass sie irgendwann spüren Verdammt, wir haben ja letztens darüber gesprochen wie der Schwamm, der die Energie zieht.
00:29:35: Das Mensch mit psychischen Störungen natürlich auch spüren ich mache anderen das Leben schwerer.
00:29:42: so
00:29:42: ist die Überzeugung im Kopf obwohl es eigentlich die Krankheit ist und nicht du.
00:29:46: aber das ist dein Gefühl.
00:29:47: Und wieder raus aus diesem Bereich kennen das glaube ich viele dass man für sich denkt Ich bin einfach so ein Problem-Mensch und ich bin so anders.
00:29:56: Und ich ecke hier an, ich pass hier gar nicht rein, dass das eine unglaublich starke Brille ist durch die man die Welt sieht.
00:30:01: Ja ja, das glaube ich auch.
00:30:04: Der
00:30:04: fünfte und letzte Bereich wäre dann übermäßige Wachsamkeit und Gehemmtheit dass so dieses perfektionistische ständig sich selber kontrollieren, sorgen.
00:30:16: Du musst immer auf der Hut sein ich darf kein Risiko eingehen, ich darf für die Kontrolle nicht verlieren.
00:30:21: Ich muss perfekt sein.
00:30:22: das sehe ich bei Leuten die gerade letztens noch erlebt.
00:30:25: eine gute Freundin von mir wurde große eingeladen und da muss immer alles perfekt sein.
00:30:31: ja
00:30:32: Also ich denk so, ey ist doch schön wenn man mit Freunden zusammenkommt.
00:30:34: Aber da auch ist ja auch schön aber es muss alles perfekt sein und dass aus den Radieschen am besten noch ein paar Blümchen geschnitzt werden und die Tischdeckchen werden nochmal gebügelt.
00:30:45: und das ist einfach so.
00:30:47: einerseits was Schönes das zu machen und andererseits denke ich auch immer klar man bildet sich dann irgendwann.
00:30:52: einmal könnte das einfach bei Leuten erkennen.
00:30:54: aber zumindest in dem Fall denke ich doch da ist vielleicht etwas an.
00:30:57: jetzt nehme ich den Begriff Schema.
00:30:59: du hast für dich dieses Schema.
00:31:01: Ich muss übermäßig kontrolliert, lieber gehemmt aber dafür alles gebügelt.
00:31:06: auf die anderen.
00:31:07: Wir
00:31:08: hatten ja gestern noch das Thema.
00:31:09: Das dicke Auto was man zur Schau stellt der schicke Eingangsbereich.
00:31:17: wenn mal Leute zu Besuch kommen
00:31:19: als wir gestern in
00:31:21: Berlin gesprochen haben So bei Wohnungssuche oder wenn man andere Wohnungen besichtigt der fällt mir das immer auf, dass dann kommt ja den Anzeige auch vor.
00:31:33: Repräsentative Eingangsbereich oder repräsentative Wohnung.
00:31:38: und wenn du genau darüber nachdenkst für wen willst du denn repräzentieren?
00:31:45: Wohnen noch schön ist doch alles in Ordnung aber spielt eine unheimliche Rolle so zu repräsentieren.
00:31:51: Und da fängt es ja schon mit an, dass man da vielleicht einen höheren Wert eben signalisieren möchte weil man sich vielleicht tief drinnen etwas weniger wert fühlt.
00:32:05: Nehmen wir also bis hier noch mal mit Schemata wie so eine Brille durch die ich die Welt sehe.
00:32:10: Jeffrey Young der das Ganze in die Welt gebracht hat hat verschiedenste Schematas unterschieden.
00:32:16: Wir haben uns gerade fünf angeguckt.
00:32:18: einmal dieses Beeinträchtigung von Autonomie und Leistung.
00:32:22: Ich kann Entscheidungen nicht allein treffen, ich bekomme allein nichts auf die Reihe.
00:32:25: Dann dieses Abgetrenntsein oder Ablehnung.
00:32:28: dann hatten wir Schwierigkeiten mit Grenzen und Selbstkontrolle.
00:32:31: eine sehr starke Orientierung an anderen Menschen war das Viertel und das Fünfte war so eine übermäßige Wachsamkeit und Gehemmtheit.
00:32:38: da wird schon klar in wie vielen Lebensbereichen das Wirken kann Und es wird hoffentlich noch ne zweite Sache klauen.
00:32:44: damit kommen wir jetzt zum nächsten Schritt um dieses ganze Thema Schematherapie auch zu begreifen.
00:32:50: Das könnte uns doch super helfen, wenn wir da rankommen.
00:32:54: Wenn wir Menschen helfen könnten an dieser Brille was zu verändern?
00:32:58: Und das ist eigentlich die Geschichte von Jeffrey Young,
00:33:01: diesem Forscher.
00:33:02: Das sind amerikanischer Psychologe der in den Achtzigern und neunziger Jahren dann diese Idee weiterentwickelt nochmal anders denn den Aachtziger- und Neunzigejahren dann diese idee entwickelt hat.
00:33:13: Wir waren zunächst Schüler oder später enger Mitarbeiter von Aaron Beck.
00:33:18: Wer da nochmal unsere Folge zu Glaubenssätzen reinhören möchte, da geht es um diesen Aaron Beck.
00:33:23: Könnte gerne noch mal für euch eine Podcast-App eingeben.
00:33:26: und die Schematherapie ist eine Therapie vom aus der sogenannten dritten Welle.
00:33:34: Und wer das noch nie gehört hat, dass ist ganz interessant.
00:33:36: Die Psychotherapie fällt ja nicht vom Himmel sondern sie hat sich im Laufe der Jahre entwickelt und auch eben immer weiterentwickelt.
00:33:43: Die erste Welle, das waren vor allem so Verhaltens ansetzen.
00:33:48: Ja, ja.
00:33:48: Expositionen.
00:33:49: Du hast vor irgendwas Angst?
00:33:50: Okay, musst du dich dem stellen.
00:33:53: Konditionierung.
00:33:54: Verhaltenstherapien.
00:33:55: Ja.
00:33:56: Pavlovs Hund.
00:33:57: Ich klingel mit dem Glöckchen der fängt an zu sabbern und das im Prinzip übertragen auf den Menschen.
00:34:02: In der zweiten Welle ist man dann schon ein Schritt weitergegangen und hat gesagt, der Moment mal nur das Verhalten was es eigentlich mit unseren Gedanken.
00:34:08: und man hat die kognitive Verhaltenstherapie ins Leben gerufen da ist immer noch das verhalten drin steckt schon im Griff.
00:34:14: aber die Kognition in die Gedanken kam dazu.
00:34:17: Und die dritte Welle, noch mal einen Schritt weiter.
00:34:20: Hier ist jetzt nicht nur dass die Gedanken und das Verhalten einbezogen werden sondern auch stark die Gefühle des Körperempfindens.
00:34:30: Da entsteht eine ganze Reihe von verschiedenen Therapietechniken.
00:34:35: Akzeptanz-
00:34:35: und Komittmentherapie mitgefühlstherapien.
00:34:39: Nichts das mal Dialektisch-Piavoraltherapie.
00:34:40: Die hatten wir ja auch schonmal mit Marschalineharn... ...und dann eben auch diese Schematherapieden Eine Weiterentwicklung, weil man das Gefühl hatte okay bisher.
00:34:49: Das reicht uns noch nicht was die kognitive Verhaltenstherapie macht.
00:34:53: Ich habe mal eine Zwischenfrage oder wir
00:34:54: gehen noch einen Schritt weiter?
00:34:56: Du hast jetzt geraumer Zeit das Wort Muster nicht benutzt.
00:35:03: Ist das aktiv dass du das vermeidest?
00:35:05: Nein also es ist ja wie immer so ein Begriff Schematar wenn man den jetzt einbringen möchte und dann eine ganze Therapie drauf aufbaut Da muss man sich ja fragen, was bedeutet das?
00:35:15: Und wir haben es ja versucht mit Geschichte, mit Brille
00:35:18: zu
00:35:18: erklären.
00:35:18: Mit Sätzen die unser Leben bestimmen ist können.
00:35:20: ich könnte aber auch von Mustern sprechen
00:35:22: vielleicht
00:35:23: in mir für das ist jetzt keine.
00:35:26: Das fragt man sicher wenn man dir hier zuhört ob da das Wort Muster bewusst vermieden wird Aber eben nicht so
00:35:34: Genau ganz genau.
00:35:36: und Yang hatte also Forschungpsychologe Die Idee vor allem aus der Beobachtung, dass manche Menschen eben so tief verwurzelte Probleme in ihrem Selbstbild haben.
00:35:50: In ihren Beziehungen die sie schon ihr ganzes Leben begleiten das man vielleicht an was Grundlegendes ran muss
00:35:57: fast
00:35:57: so seine These schon ganz früh im Leben entsteht und für ihn war dann eigentlich klar naja nur über Gedanken zu sprechen oder nur über das Verhalten zu gehen.
00:36:08: ich will an diese Schema daran.
00:36:11: Die Chemotherapie entstand als ein Verhandlungseinsatz, vor allem für tiefgreifende lang anhaltende psychische Schwierigkeiten wie etwa die Persönlichkeitsstörungen.
00:36:23: Das fand ich eine interessante Idee.
00:36:25: Die Anwendung von dieser Schemattherapie ist aber in den letzten Jahren deutlich breiter geworden, es gibt mittlerweile Studien wo es auch um andere psychische Erkrankungen geht S-Störungen, posttraumatischen Belastungsstörungen Zwangsstörer und heute wird die Schematherapie auch in Deutschland in der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin gelehrt Und es gibt einiges noch an Forschung zu tun.
00:36:48: das ist übrigens sehr zentral in der Psychotherapien nicht nur für diesen Bereich Aber es wird eben geforschen.
00:36:54: Deswegen finde ich's einfach ein sehr spannendes Ding, das mal zu kennen und bei aller Kritik die man an den Psychotherapieverfahren immer wieder hat – wir kommen hier später auch noch zu – was ich von den Praktikerinnen und Praktikern immer wieder gesagt bekomme.
00:37:09: Guck mal Leon!
00:37:10: Dadurch dass wir Menschen so unterschiedlich sind, dass wir so unterschiedliche Brillen aufhaben um das Bild aber zu nehmen… ist ja auch völlig klar, dass es toll ist wenn wir uns aus einem großen Werkzeugkoffer an Therapiemöglichkeiten bedienen können.
00:37:25: Ich hab von
00:37:25: ein paar Tagen noch mit einem Professor aus der systemischen Therapie gedreht und er sagte mir Ja macht dann manchmal so Stuhlübungen ne?
00:37:32: Wenn jetzt zum Beispiel aus deinem Familiensystem deinen Vater eine wichtige Rolle spielt aber keine Lust hat mir zur Therapie zu kommen Dann kann das sein, dass man mal so eine Übung macht wo man sich vorstellt Der sitzt da drüben auf dem Stuhle Und du kannst jetzt mit dem in ein Gespräch gehen Und dann sagt er sofort dazu, aber wenn ich jetzt bei dir merken würde Leon.
00:37:48: Das ist für dich eine Vorstellung die überhaupt nicht greifbar oder du findest das irgendwie albern mit dem Stuhl?
00:37:53: Dann werde ich doch borniert zu sagen Aber daran halte ich jetzt fest Nein!
00:37:56: Dann gucke ich in meinen Werkzeugkoffer und nehme vielleicht etwas aus einer anderen Technik und wende dass an.
00:38:02: Und es ist glaube ich auch einer der Punkte wo wir in der Psychotherapie so verschiedene Ansätze noch haben und eigentlich das Schöne an den modernen Herangehen isst Dass man wirklich sagt.
00:38:12: Ich nehm natürlich Das was am besten passt, das was ich als Mensch der mit einem anderen Mensch arbeite hier für sinnvoll halte.
00:38:20: So macht aber gleichzeitig die Forschung schwierig weil es natürlich so ein bisschen auch die Tür aufmacht und dann macht halt jeder so sein Süppchen.
00:38:27: wie sollen wir denn dann wissenschaftlich weiterkommen?
00:38:30: Denn es gibt ja auch berechtigte Kritik an der Psychotherapie, dass es viele Leute gibt wo das nicht richtig greift.
00:38:36: Dass es oft Menschen gibt wo die psychische Störung nicht weggeht.
00:38:40: Jetzt kann man fragen ist das die Psychotherapieschuld oder hilft sie nicht zumindest ein bisschen?
00:38:44: Aber es ist schon ein Feld wo ich mir zum Beispiel oft klarere wissenschaftliche Standards wünschen würde.
00:38:49: Das mal aber als kurzer Exkurs, dass man so ein bisschen begreift, wo kommt das eigentlich her und wie passt denn die aktuelle Forschung?
00:38:54: Ja weil das hier in der Schuhmedizin auch so.
00:38:56: du kannst ja nicht jetzt auf jede Krankheit aspirin verschreiben.
00:39:02: Und so kannst du nicht bei jedem der depressive Symptome hat, immer antidepressiv einfach einsetzen.
00:39:11: Ich glaube das ist ein wichtiger Hinweis und da ist ja genau das was du meinst.
00:39:15: man muss schon eben die verschiedenen Therapiearten auf den Menschen der da sitzt anwenden und nicht mit dem Vorschlag haben wir wird der einen und selben Methode dadurch fräsen.
00:39:30: Und das Tolle ist doch, dass es sich weiterentwickelt, dass wir diese Wellen haben und vielleicht auch noch in Zukunft weitere Wellen dazukommen.
00:39:38: Ist doch ein Zeichen dafür sind jetzt ja auch schon wieder ein Schritt weiter, dass das nicht starr ist sondern das geforscht wird, das ausprobiert wird und es wird hoffentlich immer geben.
00:39:46: so Wir gehen den Schritt weiter.
00:39:48: Diese Schemattha Wo kommen die eigentlich her?
00:39:52: Wie entwickeln wir sie?
00:39:54: Die Idee von Yang war dass die dann entstehen, wenn die Grundbedürfnisse von Kindern so ins Spiel kommen.
00:40:02: Wenn das Kind alles super hat, würde ich schon sagen bei mir an ganz vielen Stellen ein positives Bild über andere Personen sich selber über die Welt, wenn es sicher aufwachsen kann, geliebt wird auch mal vor Herausforderungen gestellt wird – es geht ja nicht darum, dass immer nur heile Welt ist -, dann kann das eine sehr gesunde Sicht auf die Welt und sich selbst entwickeln.
00:40:22: Aber wann wird's problematisch?
00:40:24: Und da sagt Yang jetzt, es gibt fünf Grundbedürfnisse und wenn die nicht gegeben sind.
00:40:32: Wenn's da schwierig wird dann so einmal das Bedürfnis nach einer sicheren Bindung.
00:40:37: ich werde geliebt.
00:40:38: Ich werde verstanden, ich werde angenommen.
00:40:40: Dann Autonomie und Kompetenz.
00:40:42: Ich will ja erleben dass ich Dinge selber schaffe.
00:40:44: Es passt wieder wunderbar zu dir immer die Mama am Rand steht.
00:40:50: Wenn du so Helikoptereltern hast jedes Problem vor dir wegräumen.
00:40:53: Wie sollst du dieses Bedürfnis erfüllt bekommen?
00:40:55: Wir brauchen aber auch dritter Punkt Grenzen.
00:40:58: Natürlich brauchen
00:40:59: Kinder Grenzen
00:41:01: und Orientierung, wenn es nicht Grenzen nennen willst, nennt es Leitplanken.
00:41:04: Wie geht denn eigentlich Leben in Gesellschaften?
00:41:07: Ja
00:41:07: bis hin zur Frustration die man akzeptiert.
00:41:11: Genau das.
00:41:13: Bis vierte wäre dann Freiheit und auch Gefühl und Bedürfenesse ausdrücken zu dürfen.
00:41:18: klar genauso wie ich Grenzen brauche ist aber auch wichtig, dass ich nicht unterdrückt werde und das vielleicht Dinge die mich ausmachen, die gerade zu meinen wichtigen Bedürfnissen gehören.
00:41:28: Dass sich die nennen darf, dass sich die ausleben darf.
00:41:30: Das Fünfte finde ich ganz schön Spontanität und Spiel.
00:41:35: Denkt man jetzt spielt es irgendwie sowas?
00:41:37: Was ist daran wichtig?
00:41:37: Aber da gibt's atemberaubende Forschung!
00:41:40: Ich bin dabei, das für die neue Tour aufzubreiten.
00:41:43: Und da sitze ich hier mit einem breiten Strahl, weil es ist total geil wie viele andere Lebewesen auch spielen.
00:41:51: Man wird dir erst mal denken, Spiel das ist so ja, da sitzt du damit dein Playmobil als Kind oder mit deinem Wassermahlkasten und mal als dein Piratenboot wie mein Vater.
00:41:59: was ist da schon wichtig dran?
00:42:01: Aber man kann das mittlerweile an einer Reihe von Tieren total eindrücklich zeigen, wie wichtig
00:42:06: Spiel ist
00:42:08: Und diese Idee spontan spielend neugierig zu sein Freude am erleben zu haben Dinge auszuprobieren Auch unbeschwert zu sein.
00:42:17: Ich bringe jetzt mal hier einen Bezug, den ich selber dabei sehe zu unserem System.
00:42:23: Vor allem auch zu unserem Gehirn.
00:42:25: Ich brauche die Momente damit mein Kopf lernen kann in dem Unbeschwerten.
00:42:30: Exploriere!
00:42:31: Probiere aus!
00:42:32: Lass neue... mach's jetzt vereinfacht... Verbindungen entstehen Ideen auf die du vielleicht sonst nicht gekommen wirst.
00:42:37: also wir haben fünf große Bedürfnisse und wenn die eingeschränkt werden, wenn es da Schwierigkeiten gibt dann können diese Schematter entstehen, die maladaptiv sind.
00:42:48: Die nicht gut funktionieren.
00:42:49: Aber es gibt natürlich auch tolle Schematte, ne?
00:42:50: Ich werde geliebt – die Welt ist super!
00:42:52: Ja, positive
00:42:53: Schematten ja...
00:42:54: Ganz genau.
00:42:56: Wenn du das hörst, diese Bedürfnisse, gibts da eins wo du das Gefühl hast, dass kommt heute oft zu kurz, wo du dir so Gedanken machst?
00:43:06: Naja manchmal kommt's einem ja so vor als würde man auf Schienen fahren Links und rechts die Leitplanken, soziale Leitplanken auch haben.
00:43:16: Und was mir wenn du mich fragst ob wir spontan antworten dass man sich öfter mal die Freiheit nimmt links und rechts auszubrechen?
00:43:26: Einfach ja
00:43:27: Ja Das heute so ein Bedürfnis von uns dieses trau dich mal vielleicht spontanität und spiel.
00:43:33: Ja genau das Spiel eingeschränkt ist
00:43:35: weil man so funktionieren muss.
00:43:37: auch der vielleicht einmal zu oft gesagt aber So ist es normal in unserer durchökonomisierten Welt, dass da wenig Platz für Spiele ist und ausprobieren.
00:43:48: Und speziell eben auch bei jungen Leuten bei Schule und bei Studenten, nicht weil man jetzt schon vier Semester Jura studiert, nicht plötzlich doch umschwenken kann auf Kunsthistorie oder so.
00:44:02: Was ist
00:44:03: mit sicherer Bindung?
00:44:06: Oh, da würde ich mich nicht ran trauen.
00:44:09: Aber ja...
00:44:15: Also ich frage mich das so viele Singles, so viele Menschen die einsam sind geht uns da gerade was kaputt?
00:44:21: Verlieren wir gerade dieses Grundbedürfnis?
00:44:24: oder viele von uns geliebt zu werden verstanden zu werden angenommen zu werden geschützt zu sein?
00:44:31: Ja aber auch da gibt es natürlich zwei Haupt Punkte oder zwei Hauptseiten dieser Münze.
00:44:38: Eins haben wir jetzt eben auch schon gestreift, wenn du gelernt hast ich halt mich lieber zurück, ich bleib da lieber raus, mich kann man gar nicht lieben dann wird es natürlich schwer sich auf eine sichere Bindung einzulassen und so kommt eins zum anderen.
00:44:56: deswegen ist das glaube ich ein weites Feld.
00:44:58: aber
00:44:59: Ich frage mich, ob man das heute eher lernt.
00:45:01: Weißt du ist das etwas wo wir uns in Zukunft Sorge machen müssen?
00:45:04: Es gibt dir immer so diesen Gedanken okay also diese Generationenvorwürfe ich finde sie eh Album.
00:45:10: vor ein paar Tagen noch mit einer Forscherin gesprochen Das war hochinteressant die sagte oft sind diese Ideen die eine Generation ist so und die andere generation ist so völlig falsch sondern es sind sogenannte Periodeffekte.
00:45:22: Also Work-Live Balance wird gerade von allen gefordert.
00:45:26: Das ist eine Periode der Work-Life-Bälle zu.
00:45:28: nicht die neue Generation, sondern die Alten wollen das auch und die guckt sich Riesendatensätze an und hat dann eine Reihe von Beispielen.
00:45:34: Und da denke ich manchmal so jetzt der jungen Generation vorzuwerfen ihr wisst ja gar nicht mehr wie man liebt oder wie das in Zukunft gehen soll unsicher aber es ist vielleicht tatsächlich so dass grade die Periose ist wo viele Menschen den Eindruck haben Boah dieses sicher gebunden zu sein geliebt verstanden angenommen zu werden.
00:45:51: Das fehlt oder wird weniger?
00:45:54: Was sich eklatant geändert hat, auch zur Gesamtnistorie der Menschheitsentwicklung ist.
00:46:04: Dass wir alle heute ein Computer in der Tasche haben und diese Auswirkungen werden sich ja wahrscheinlich mittel- und langfristig erst so richtig zeigen aber ich könnte doch in einer fremden Stadt ohne Kontakt zu haben eine zwei Wochen da irgendwo im Bett liegen, nur zu den Mahlzeiten aufstehen und an der Welt irgendwie teilnehmen in meinem kleinen Kämmerlein.
00:46:27: Und das hat sich schon geändert!
00:46:29: Du siehst ja auch bei einer ganzen Kennenlernphase warum haben die vielen Clubs in Deutschland ... wir haben das Clubsterben in Deutschland... Warum haben die Clubs so viele Probleme?
00:46:40: Weil du natürlich auch heute anders teilnehmen kannst.
00:46:44: Früher musstest du, weil es ist keine Chance sonst irgendwie an der Weltheit zunehmen als durch die Tür zu gehen und rauszugehen.
00:46:51: Und
00:46:52: ich glaube, das wird schon... Das nochmal eklatant verändern!
00:46:56: Also es ist ja für dich auch super interessant wie sich das in fünf Jahren verändert hat, in zehn Jahren verändert haben.
00:47:03: Du fährst mit der U-Bahn, du sitzt irgendwo im Café und neun von zehn Leuten starren doch auf diesen Bildschirm?
00:47:10: Das ist für mich der Kernpunkt an dem wo ich gerade daran arbeite dieses einfach sein für die Tour.
00:47:16: Ich erzähle deswegen so viel, weil ich da die ganze Zeit im Tunnel eigentlich bin und dafür Recherchiere und mache.
00:47:21: Und wirklich mein Eindruck ist... Wir spüren an so vielen Stellen wir arbeiten am falschen.
00:47:28: Ja diese Grundbedürfnisse sowas wie sichere Bindung
00:47:32: Spiele
00:47:32: und Spontanität Auch Grenzen das auch Grenzen aufgezeigt werden.
00:47:36: ja Das ist ein Bedürfnis.
00:47:37: verdammt es nicht dass du hier einfach nur machen kannst wie Du willst und der fetteste Macker bist mit der breitesten Brust und auf die anderen scheißen kannst.
00:47:44: Diese Bedürfnisse werden an so vielen Stellen mittlerweile mit Füßen getreten.
00:47:48: Wenn so dieses psychologische Fundament genommen wird, dann wird es mit dem Sein auch immer schwieriger.
00:47:53: und das ist ja für mich der Ausgangspunkt an dem wo ich mich gerade frage wie geht das anders?
00:47:58: Wie können wir anders damit umgehen?
00:48:01: Das ist das was mich für die neue Tour total umtreibt.
00:48:03: deswegen bin ich da drin und denke denn die ganze Zeit drüber nach genau wie du sagst.
00:48:06: das ist für mich total spannend.
00:48:07: Aber Gamechanger
00:48:08: oder nicht?
00:48:09: Ja absolut!
00:48:10: Vor allem wenn man sich das bewusst macht dass was wir geliefert bekommen Klobrillen, die beheizt sind.
00:48:16: Kühlschränke, die mit uns reden.
00:48:18: iPhone-seventeen nach iPhone- sechzehn nach iPhone fünfzehn und iPhone vierzehn.
00:48:21: Du denkst oh wann kommt iPhone achtzehn?
00:48:23: Du brauchst es nicht!
00:48:24: Es wird dir kein bisschen besser damit gehen aber es wird uns vorgelebt dass das deine Bedürfnisse sind und was wirklich an bedürfnissen das Mensch dann ausmacht.
00:48:33: da habe ich doch an vielen Stellen das Gefühl darum kümmern wir uns nicht mehr.
00:48:37: Das ist nicht mehr gegeben und das ist doch etwas, was natürlich ein Angriff ist auf unser Sein.
00:48:42: Genau!
00:48:42: Und dann zu fragen wie kommen wir da wieder hin?
00:48:44: Wie geht das?
00:48:45: Wie kann ich mir das zurückholen?
00:48:46: Das ist das, was mich jetzt seit einiger Zeit begleitet und wo ich gerade alles darauf hinderweite.
00:48:55: Ja und da passt das sehr gut du hast völlig recht.
00:48:57: Das ist für mich absolutes Gold dieses Thema und diese Schematherapie eben auch total spannend.
00:49:04: Vielleicht gehen wir mal einen Schritt weiter, denn eine Sache ist hier ganz wichtig.
00:49:08: Wir fassen zusammen ... Yang der Erfinder dieser Schematherapie sagt Ey!
00:49:14: Wir haben Grundbedürfnisse, fünf Stück haben wir uns gerade angeguckt und wenn die nicht erfüllt sind dann können diese maladaptiven Schemata also Schematabrillen, die uns eigentlich nicht gut tun entstehen.
00:49:24: da hat er achtzehn Stück unterschieden.
00:49:26: wir haben uns die Eben in verschiedenen Bereichen angegückt.
00:49:28: so weit bis hier.
00:49:30: Und jetzt es ganz wichtig vielleicht einmal zu sagen Das klingt alles erst mal so nach, okay deine Eltern sind schuld.
00:49:36: Bei dir kamen wir sofort auf die Mutter bei meinem Vater, bei mir dann auf den Vater.
00:49:42: Nach dem Motto wenn ich heute Probleme habe, haben die Eltern was falsch
00:49:45: gemacht.
00:49:46: Aber so einfach ist es nicht.
00:49:47: Schämata entstehen zwar häufig in der Kindheit so young aber nicht nur durch das Verhalten der Eltern.
00:49:53: Sie können noch durch ganz viele andere Erfahrungen geprägt werden zum Beispiel über Fürsorglichkeit auch aus einer Gesellschaft heraus oder durch Verluste, wenn eine Bezugsperson stirbt.
00:50:05: Das sind ja nicht die Schuld der Eltern aber auch durch andere Verlusten.
00:50:10: Wenn ich das Gefühl habe, mir wird hier die Sicherheit auf dieser Welt genommen natürlich kann das was mit mir machen auch schon gerade als sehr junger Mensch.
00:50:18: Mopping-Durchgleichaltrige da kann Kinder völlig angreifen.
00:50:22: Das ist ja so heftig wie Mobbing, Bullying in der Schule.
00:50:26: Wie gnadenlos das sein kann?
00:50:28: Geschwister können eine Rolle spielen.
00:50:30: Das ist einfach sehr vielfältig und deswegen ist Chemotherapie... Da gehen wir jetzt gleich tiefer rein nachdem wir die Basics verstanden haben auch nicht einfach die Suche nach dem Schuldigen.
00:50:41: also es geht nicht darum den Eltern die verantworten.
00:50:43: Das glaube ich ein ganz wichtiger Punkt ja
00:50:46: sondern es geht viel mehr darum zu verstehen welche Erfahrungen könnten dazu geführt haben dass wir heute bestimmte Muster, ich benutze das fort, entwickelt haben.
00:50:56: Und wie kann ich heute besser damit umgehen?
00:50:59: So
00:50:59: und da setzt also jetzt diese Schematherapie an!
00:51:03: Wir gehen das einfach mal ganz konkret durch.
00:51:05: Die entscheidende Frage ist Wie kann ich so eine Brille die mir nicht gut tut?
00:51:10: Wie kann Ich die verändern?
00:51:11: Wie Kann ich daran arbeiten?
00:51:12: Wie immer muss es nicht heißen nimm die Abtritt drauf und der Leben ist komplett anders.
00:51:16: So Hundert-Achzig Grad wenn Mal eben aus der Hüfte Ja Wenn Das Ginge Reuchten wir keine Psychotherapie, es wird diesen Podcast nicht geben und keiner hätte irgendwelche Probleme.
00:51:24: Weil dann würden wir alle diesen Eintrick machen.
00:51:26: Aber den gibt's eben nicht!
00:51:27: Wir hätten sonst davon gehört... Und jeder Live-Cod stattdraußen oder jedes sonstige fünftausend Euro Retreat wo man mit dem Helikopter hin muss glaubt ihnen nicht.
00:51:37: Das einmal gesagt Die Schematherapie geht deswegen auch von einem Prozess aus.
00:51:42: Ein erster Schritt kann darin bestehen die eigenen Wiederkehrenden Musterschema dazu erkennen.
00:51:50: Das ist ganz oft, dass die sich in so besonders festgefahrenen Verhaltensweisen in unserem Leben zeigen.
00:51:57: Das sind Situationen wo wir uns fragen warum passiert mir das immer wieder?
00:52:03: Ja
00:52:03: ja und
00:52:04: die australische Psychotherapeutin Gemma Stone, die selbst achtundzwanzig Jahre Chemotherapien durchgeführt hat beschreibt es in ihrem Blog ganz schön pack ich in die Show und deswegen habe ich das mal rausgepackt.
00:52:14: also die sagt zum Beispiel Übung Schreib noch mal über so ein wiederkehrendes Verhaltensmuster in deinem Leben und wie du dich dabei fühlst.
00:52:23: Wir können es immer konkret machen, ihr schreibt jetzt nicht auf aber Arzt wir gehen's mal kurz durch.
00:52:26: vielleicht bei dir ist es wahrscheinlich eher so diese eher was aus der Vergangenheit dann oder gibt es auch heute noch etwas wo du sagen würdest da hast du so eine Brille noch auf?
00:52:34: Ach bestimmt ich wüsste jetzt spontan nichts zu sagen wenn wir weitersprechen kommt ja sicher schon das ein oder andere.
00:52:43: Nehmen wir doch die, die wir am Anfang haben.
00:52:44: Ja genau
00:52:45: aber auch an dieser Stelle vielleicht noch mal den Hinweis du bist immer im Fluss.
00:52:50: Auch deine Psyche ist natürlich immer im fluss und selbst wenn ich jetzt noch zwanzig Jahre älter wäre dann werde ich ja auch immer noch nicht durchs Ziel wobei es dieses Ziel vielleicht auch gar nicht gibt.
00:53:00: und ich glaube das müssen wir in dem Ganzen immer begreifen dass wir immer in Entwicklung begriffen sind ja
00:53:08: total und deswegen Ist es ja vielleicht heute bei dir so, dass diese Brille von damals gar nicht mehr so stark ist?
00:53:14: Genau.
00:53:14: Ich kann das nicht!
00:53:15: Ich schaff das nicht und du hast auch schon hier erzählt.
00:53:18: Im Gegenteil mittlerweile hast du ja ein totales... Ja auch einen Selbstvertrauen.
00:53:22: Ja
00:53:23: ich weiß jetzt schon, dass ich mit dem Hubschrauber Piloten vom Samstag ein Leben lang befreundet sein werde.
00:53:31: Wahrscheinlich auch fragen wir uns, darf ich den
00:53:32: landen?!
00:53:34: Sehr gut okay aber dann ist das doch vielleicht das gute Beispiel.
00:53:36: Das war ja nicht immer so.
00:53:38: noch mal rein in deine Vergangenheit als diese Brille aufhatte, ich kann das nicht.
00:53:41: Ich schaff das nicht!
00:53:43: Also was hat sich da wiederholt?
00:53:45: Gab es da bestimmte Gefühlsthemen die immer wieder aufgetaucht sind?
00:53:49: Wie würdest du das beschreiben und jetzt auf dem Blatt Papier schreiben?
00:53:51: Ich würde
00:53:52: das wie so eine gläserne Wand beschreiben vor die ich immer gerannt bin um dann jemals festzustellen ist gibt sie gar nichts?
00:54:00: also ich wusste für mich sicher dass ist da.
00:54:04: deswegen bin ich gar nicht in diese Richtung gegangen.
00:54:07: Ich bin vielleicht die drei Meter nach rechts gegangen, obwohl ich oder links suchte was aus oder geradeaus.
00:54:13: Wo ich gedacht habe naja brauchst du nicht weitergehen das geht eh nicht so.
00:54:17: und dass diese Wand im Kopf die hab ich zumindest sehr klein gemacht sodass ich einfach drüber hoppeln kann
00:54:27: um das zu verstehen du denkst da Ich schaff das eh nicht hier so lang zu schwimmen, da kommt gleich eine Wand.
00:54:32: oder ich würde niemals mich trauen in der Bar jemanden anzusprechen um ihn kennenzulernen.
00:54:37: Da kommt gleich die Wand dann gehe ich vielleicht in die Bar rein.
00:54:39: aber das sind nur die ersten drei Meter.
00:54:41: mehr schaffe ich nicht bleibt
00:54:42: für mich alleine bis ich dann irgendwann mich doch getraut habe.
00:54:45: ich mich selber ist genau die Frage die du gestellt hast bis ich irgendwann gedacht hab so geht es nicht weiter.
00:54:52: also meine Schüchternei zum Beispiel von der ihr schon auf die Rede war dass ich irgendwann gedacht habe, ich will nicht mein Leben lang so schüchtern bleiben.
00:55:00: Ich muss was
00:55:00: unternehmen.".
00:55:01: Also spreche ich jetzt aus so schwer mir das fällt.
00:55:04: Mir tropft vielleicht der Schweiß von der Nase.
00:55:06: Ich spreche einfach Leute an und dadurch hab' ich das Schema aufgebrochen.
00:55:11: Das wäre ja dann schon das Ziel auf dem Weg dahin?
00:55:15: Du hast es erst mal für dich notiert.
00:55:17: Du hast ein gewisses
00:55:19: Bewusstsein geschaffen.
00:55:20: Genau!
00:55:21: Die Schematherapie sagt... Das reicht noch nicht aus, um das zu verändern.
00:55:26: Hilft es jetzt zu verstehen, woher die denn kommen und wie die dein Verhalten beeinflussen diese Schemata?
00:55:32: Und vielleicht auch welche Bewältigungsstrategien du aktuell nutzt!
00:55:36: Also nochmal... Woher die kommen hast Du schon so ein bisschen erroiert.
00:55:40: Vielleicht von dem Verhalten deiner Mutter, die da besonders vorsichtig war.
00:55:46: Gibt's aber noch andere Bereiche?
00:55:48: Du hast ja viel dran gearbeitet.
00:55:51: Also andere Erklärungen für Dich?
00:55:58: Das
00:55:58: lag als Kind, als Jugendlicher auf die Welt.
00:56:02: und bis vielleicht eher der vorsichtige Typ.
00:56:05: Der nicht so vorsichtigen Typ, der draufgänger, der abwartende, beobachter... Ich glaube ich habe da schon im frühen Jahr sehr viel mit zu tun gehabt, dass ich mir nicht vieles von dem Verhalten der Erwachsenen... Ich meine jetzt nicht meine Eltern sondern die Nachbarn.
00:56:24: Die Onkeltanten vielleicht auch die Zufällig-Vorbeikommende.
00:56:28: Der Bauarbeiter, die Verkäuferin in der Bäckerei.
00:56:33: Verhalten beobachtet was man sich vielleicht als Kind nicht erklären kann aber irgendwann du denkst ja auch permanent darüber nach wie die Welt funktioniert als Kind.
00:56:44: Wir alle können uns ja selber jetzt als Kind vorstellen, wie wir da irgendwo an der Ecke stehen.
00:56:47: Vielleicht sogar in einer Bäckerei im dritten Reihe und beobachten was davor sich geht.
00:56:52: Wie wer bestellt?
00:56:53: Wie die Verkäuferin darauf reagiert?
00:56:56: Das sind ja alles Erfahrungen, die wir machen um vielleicht davon etwas zu nehmen mit der Welt dann auch so umzugehen.
00:57:04: Ganz kurz ich weiß noch so, meine Mutter damals im Kaufpark ließ es bei uns im Supermarkt gesagt hat Leon warte mal hier an der Kasse Ich hole noch was Und du rückst näher und näher an die Kassiererin.
00:57:15: Ich habe im Schweißbad stand ich da geschwitzt, ich hatte Angst was machst Du gleich wenn Du dran guckst?
00:57:23: Ja genau!
00:57:25: Wo ist sie?
00:57:26: Ja stimmt total okay.
00:57:27: dann guckest Du auf diese Erwachsenen und guck's Dir was ab.
00:57:30: Ja genau mach ich das.
00:57:31: Ich hab gestern als ich in Lin am Hauptbahnhof eine halbe Stunde noch hatte, wenn ich auch da so ne Bäckerei hab Noch schnell in Crescent, wir essen Kaffee getrunken und da hat so'n Vater... Bist
00:57:42: du denn nicht Hubschrauber geflogen?
00:57:45: Ja Berlin.
00:57:46: Ich vertrau doch im Berlin keinem Heli.
00:57:52: Auf jeden Fall!
00:57:53: Da saß ein Kind, ja das war das Kind vielleicht drei oder vier Und also ich saß jetzt mit denen am Tisch weil auch nichts anderes frei war und der Vater schaute mich so an er hat gar nicht gefragt als nur so geguckt ob ich vertrauenswürdig.
00:58:10: Er hat mich auch so eingeschätzt, weil er das ja Werten holen wollte von der Kasse.
00:58:14: Und dann habe ich mir das Kind so angesehen und die war total verunsichert, weil Papa jetzt weg ging und gleichzeitig war sie aber auch fasziniert und hat so... Jetzt sitze ich hier mal ganz kurz alleine und entweder schaffe ich das oder nicht und beobachte aber alles!
00:58:31: Alles was passiert ist so fasziniere.
00:58:33: So wie du eben beschrieben hast mit deiner Mutter.
00:58:35: Dann kommt Papa wieder Und dann das gemerkt, die ist gerade ein Zentimeter größer geworden.
00:58:41: Die kurze.
00:58:42: Das war so schön zu sehen!
00:58:45: Und das
00:58:46: ging dir auch als Kind da?
00:58:47: Ja
00:58:48: und eben auch dieser ganze Blödsinn wie Kommunikation stattfindet habe ich eben noch mit Spatzel besprochen weil wir es beide ähnlich erlebt haben.
00:58:59: Dieser Ton
00:59:00: der manchmal herrscht, wie Erwachsene manchmal gebelt haben sich gegenseitig angebelnt haben Wo du als Kind gedacht hast, so redet man noch nicht.
00:59:11: Kannst du dich an so einen Moment erinnern?
00:59:15: So kann man doch nicht miteinander reden.
00:59:18: Ja und das ist ja das...
00:59:22: Da sitzt du dann... Das ist was dir in den Kopf kommt wenn ich das
00:59:25: fahre.
00:59:29: Und jetzt eben die Antwort auf deine Frage.
00:59:32: und da ganz früh wirklich ganz früh war mich schon klar So will ich nicht mit Leuten sprechen.
00:59:39: Das habe ich mir als Kind schon wirklich fast täglich vorgenommen, die Bauarbeiter, die sich da auch einen guten Job gemacht haben aber die sich angebrüllt haben auf der Baustelle das war mir immer als kind schon klar Ich will mit anderen Menschen nichts so sprechen.
00:59:57: Ja,
00:59:57: das heißt aber wie passt es zu dem Schema bei dir?
01:00:00: Zu sagen ich kann nix, ich schaff das nicht Da ist die Glaswand?
01:00:05: Das passt insofern dazu, weil ich... Also in meiner Wunschwelt war das so.
01:00:10: Ich gehe da hin auch als Kind und sage So jetzt is hier mal Ruhe ihr redet mal vernünftig miteinander.
01:00:17: Und das konnte ich aber nicht klar, weil mich nach viel zu klein war und zu unerfahren und später fühlte ich mich total unwohl in dieser Welt wo Leute sich vor morgens bis abends anbällen.
01:00:27: vielleicht kam auch ein bisschen die Schüchtheinheit daher und das muss sich ja und das ist ja die Antwort auf die Frage Da muss ich mir das erstmal klarmachen, wo stehe ich in diesem Spiel?
01:00:38: Und wie weit kann ich mich jetzt raustrauen um es in meiner Welt zu ändern.
01:00:43: Okay und dann denkst du nicht weit, da kommt die Glaswand.
01:00:48: Genau
01:00:48: genau und erst mal schaffst du das nicht weil wir sind ja auch so überlegen ist ja klar.
01:00:54: aber wie oft ist doch heute noch so?
01:00:55: oder geht uns allen noch so dass man denkt da findet gerade irgendwas statt wo man eigentlich hingehen müsste und sagt sag mal was ist denn hier eigentlich los?
01:01:05: Jetzt kommen wir alle wieder runter.
01:01:08: Lass uns doch mal vernünftig darüber sprechen, wie oft erleben wir das überall von morgens bis abends?
01:01:14: Und da sind wir doch wirklich schon wieder total mittendrin in unserem heutigen Thema Schematthaar.
01:01:20: Was schleppt man mit?
01:01:20: Welchen Umgang hat man gelernt?
01:01:23: Auf welcher Schiene ist man unterwegs?
01:01:25: Ja,
01:01:28: total, absolut!
01:01:31: Wie du sagst... Wir haben also versucht, vielleicht durch den Blick in die Vergangenheit das Haus zu finden.
01:01:36: Wo könnte es herkommen?
01:01:37: Ja!
01:01:38: Du weißt ich bin gar nicht immer so ein Freund davon der Ewigkeit eine Vergangenheid rumzustochen.
01:01:41: und trotzdem
01:01:42: ist
01:01:42: es aber... Und
01:01:43: trotzdem lässt
01:01:44: sich nichts
01:01:44: los wie du schon jetzt sagst.
01:01:46: dein Vater erzählt von einer Erfahrung die dreißig vierzig Jahre zurück lag.
01:01:50: ja
01:01:51: richtig und Ich habe ja auch schon mal hier so ein bisschen meinen Frieden damit gefunden wenn ich sage Vielleicht muss das gar Nicht immer alles dann die perfekte Hundertpult sichere Erklärung sein, die hast du ja gerade auch nicht ganz.
01:02:04: Sondern es ist vielleicht ein Versuch, sich selber eine Geschichte zu geben.
01:02:09: Ein Gefühl von mir aus
01:02:10: auch.
01:02:12: Wenn ich das habe und vielleicht so einen Verständnis dafür habe dann kann ich ja versuchen zu verstehen wie bin ich denn damit umgegangen?
01:02:19: welche Gefühle sind dann aufgekommen?
01:02:20: Welche Reaktion hat sich und vor allem welchen Überlebensstrategien haben denn da gegriffen?
01:02:25: bei dir wäre das vielleicht sowas wie da kommt gleich die Glaswand Dann gehe ich besser nur drei Meter, weil die kommt ja eh.
01:02:30: Genau, genau
01:02:31: das ist es.
01:02:31: Bleib vorsichtig,
01:02:32: bleib schüchternd, bleibt vermeiden.
01:02:34: Genau
01:02:34: so ist es!
01:02:36: Die Therapeutin und Bloggerin beschreibt, fand ich ganz schön einen Patienten von ihr sie nennt ihn Dan der ganz stark auf Kritik reagiert.
01:02:46: also erso nachdenkliche aber eigentlich auch ganz kompetienter Teamleiter macht eine Präsentation kriegt jetzt ne kurze kritische Rückmeldung vom Vorgesetzten.
01:02:55: Die Kritik ist sachlich und nicht besonders hart.
01:02:57: Es ging eigentlich darum, dass er eine Folie noch hätte besser erklären können aber eher reagiert total stark darauf.
01:03:03: seine Stimmung wird schlechter.
01:03:05: Er spielt die Situation immer wieder im Kopf durch und war total überzeugt.
01:03:08: alle anderen halten ihn jetzt für unvorbereitet.
01:03:11: der fühlt Scham, der spürt Druck in der Brust und den Wunsch sich irgendwie zurück zu ziehen bei dem es jetzt so ein Unzulänglichkeitsschema aktiviert die tief verwurzelte Überzeugung das ja einfach grundsätzlich Gut genug ist.
01:03:25: Und wir gehen jetzt den nächsten Schritt, wenn wir das alles verstanden haben.
01:03:27: Jetzt könnte sich auch der Dan fragen, wo kommt das denn her?
01:03:29: Aber ich bleibe mal bei seinem Beispiel.
01:03:31: um jetzt so ein Schema zu verändern hilft es die sogenannte Auslöserkette zu verstehen weil die oft durch einen auslöse aktiviert werden.
01:03:39: das sind die Grundideen dieser Theorie.
01:03:42: Da kann sehr subtil sein, irgendwie ein Tonfallen kritischer Blick.
01:03:45: Eine unbeantwortete Nachricht.
01:03:47: wie oft denke ich wenn ich eine WhatsApp-Nachricht an irgendwelchen schicke und der antwortet nicht sofort oh Gott mag er mich nicht mehr.
01:03:52: habe ich was falsch gemacht?
01:03:53: Und da gucke ich in meine eigene WhatsApp-nachrichten wie viele Sachen ich nicht beantworte und denke hey chill mal.
01:03:57: aber das kann so einen Auslöser sein.
01:03:58: Der Auslöser
01:03:59: ist gerade ein kleines mini Plädoyer dafür das Wort Trigger wegzulassen.
01:04:05: In dem Fall könnte auch von Trigger sprechen.
01:04:07: Ich möchte aber immer wieder dazu sagen wir befinden uns ja hier im Rahmen der Idee, der Schema-Therapie.
01:04:12: Das ist nicht meine Idee und ich möchte Pauschal dafür werben.
01:04:16: Ich möchte uns versuchen die Psychologie näher zu bringen.
01:04:20: das ist eben ein großer Themenbereich und ich habe zurecht auch genug Kritik an dem Wort Trigger oder Auslösern.
01:04:26: aber hier ist es also der Grundgedanke.
01:04:27: eine von mir aus jetzt wie bei Dan kleine Kritik.
01:04:30: Jetzt wird das Schema aktiviert Charme Minderwertigkeitsgefühle Angst vor Bloßstellung.
01:04:36: als nächstes kommt die Bewältigung.
01:04:37: ich ziehe mich zurück ich fange ans zu grübeln Es kommt mein Verhalten, ich schalte emotional vielleicht ab.
01:04:43: Ich isoliere mich weil ich das sonst ja kaum aushalten kann davon den anderen schlecht gefunden zu werden und das Ergebnis ... Mein Schema wird bestätigt... Ja?
01:04:54: Und jetzt mal als Übung für sich zu fragen hey wo gab es bei dir in letzter Zeit so eine Situation die dich emotional aus dem Gleichgewicht gebracht hat und die dann in diese fünf Schritte zu zerlegen Auslöser welches Schema wir aktiviert?
01:05:07: wie hast du versucht das zu bewältigen?
01:05:09: Welches Verhalten kommt dabei raus?
01:05:11: Und was ist dann das Ergebnis, dass Schema wird bestätigt.
01:05:14: Das mal für sich zu Challengen und jetzt zu gucken wo kann ich diese Kette unterbrechen?
01:05:22: zum Beispiel ganz am Anfang der Auslöser kommt.
01:05:25: Ich kriege die kleine Kritik und könnte sofort in meinem Kopf wie immer nach links abbiegenden Richtung ich mach mich fertig und das Schema aktiviert.
01:05:32: Ich könnte aber auch sagen kurz innehalten ob ich dafür eine Atemübung mache Ob ich mich einfach an diese Folge erinnere und weiß, da wird grad ein Schema aktiviert.
01:05:42: Vorsicht!
01:05:42: Du könntest auch rechts abbiegen in deinem Gehirn oder eine andere Richtung.
01:05:46: Oder ob ich vielleicht sage, hey bei mir ist das so ein großes Thema, ich mache eine Psychotherapie dazu, ich brauche da mehr... Das sei jetzt jedem selbst überlassen aber irgendwo diese Kette unterbrechen zu können, das wäre der zentrale Ansatz.
01:05:58: Das
01:05:58: kann übrigens auch ganz schön viel Spaß machen ne?
01:06:01: Das kann total viel Spaß.
01:06:02: Es kann auch sehr unangenehm sein, weil Psychotherapie ist ja oft vor allem am Anfang auch richtig Arbeit und sehr schmerzvoll.
01:06:08: Das erzählen wir immer wieder Leute wo du denkst da toll, da kommt die Befreiung Ja aber es ist ein Weg und irgendwann kannst du aber sicherlich auch richtig Spaß machen.
01:06:16: Nö, ich meine jetzt auch so kleine Situationen dass du dich hinterher fragst warum habe ich da jetzt wieder so Schroff reagiert?
01:06:24: Gehen wir mal kurz wieder in Supermarkt Da hat sich jemand vielleicht vorgedrängelt an der Kasse Und du hast gesagt Hör mal, Kollege.
01:06:33: Das ist ein Superpunkt!
01:06:34: Hast du keinen Bock auf Rente oder?
01:06:36: Du kannst ja auch wenn du draußen stehst vor dem Supermarkt dich fragen, das ist mir schon oft so
01:06:39: gegangen.
01:06:40: Sag mal ich habe doch so viel Zeit, so völlig egal ob sich deiner vordrängelt oder nicht und dann... Das meine ich auch mit Spaß
01:06:47: machen.
01:06:47: Also kein Bock auf rente finde ich gut.
01:06:49: Ja.
01:06:51: Dass man dann plötzlich über sich selber auch lacht.
01:06:54: Ja,
01:06:55: das finde ich auch sehr schön und ich habe das tatsächlich so wenn du es gerade sagst auch mal im Kleinen zu gucken.
01:07:00: Das stimmt total.
01:07:01: also Ich würde schon sagen Es gibt sicherlich in mir einen Teil ob ich das jetzt Schema nenne weiß ich nicht der So ein perfektionistischen Anspruch hat.
01:07:10: Und was ich oft früher gemerkt hab ist daraus entstand für mich so Wenn wir irgendwas erzählt hat Der vielleicht gerade einen Vortrag gehalten hat und das hat nicht so gut geklappt.
01:07:19: oder eine Freundin erzählt mir von Ihrem Café, das sie gestartet hat und ist niedergeschlagen weil irgendwas weiß ich nicht war im Mitarbeiter Gespräch.
01:07:26: Nicht so wie gewünscht also kleine Niederlagen des Alltags.
01:07:30: Dann war immer in meinem Kopf okay so problemlöser an.
01:07:33: Wie kriegen wir das gelöst?
01:07:34: Von mir aus Schema aktiviert durch den Trigger-Eder.
01:07:37: geht's ein Freund nicht gut?
01:07:38: oder willst du jetzt irgendwie helfen?
01:07:40: ja das muss doch perfekt gemacht werden.
01:07:41: und dann sofort Drei, vier, fünf.
01:07:43: Ungefragt natürlich Lösungsvorschläge rausgekommen.
01:07:45: Ja, ungefragt!
01:07:46: Heute weiß er, Elian warte ganz kurz bevor du diesen Weg nach links gehst einmal durchatmen.
01:07:52: was will denn die Person gerade?
01:07:54: Will die das vielleicht einfach nur erzählen, um ihr Leid mal zu teilen?
01:07:57: Vielleicht gerade ein bisschen ballast bei dir auch abladen auf zwei Schultern.
01:08:01: Die noch was mehr mittragen können!
01:08:02: Will die Person vielleicht einfach hören wie doof der Mitarbeiter ist, der sie da angerounzt hat und dass sie völlig recht hatte in dem
01:08:09: Mitarbeitergespräch?!
01:08:10: Und dann merkst du plötzlich hey zumindest für mich es so seltenst ...wollen die Leute direkt die perfekte Lösung hören von so einem perfektionistischen... ...typen wie dem kleinen Männchen in meinem Kopf und eher was anderes.
01:08:22: Und das war dann sowas wo ich, genau wie du sagst, mittlerweile auch ein Spaß dran hab', wenn jemand mir sowas erzählt nicht dass ich mich totlache weil da geht es ja jemandem nicht gut aber mich selber kurz zu bremsen und mal innezuhalten und zu fragen, könntest du auch anders abbiegen in deinem Kopf mit deinen?
01:08:42: Schematat.
01:08:44: Das bewundere ich an den guten Therapeuten immer so, dass sie dann nicht in solchen Fällen sagen oh ja das ist wirklich schlimm da wäre ich auch traurig und so sondern es einfach neutral bleiben und vielleicht wie im Fall fragen so leicht sind Sie zu haben.
01:09:08: Wir machen das hier schon länger, aber ich habe mit meiner Mutter telefoniert und die hat gesagt, ich wünsche mir, weil sie oft ... Das Bedürfnis hat in den Folgen so die Sachen auch für sich mitzunehmen.
01:09:19: Dass es zwischendurch noch mal kleine Zusammenfassungen gibt.
01:09:22: Ich hab immer gesagt, mach' ich doch!
01:09:23: Aber ich hab auch gedacht, weil ich's selber kenne vielleicht nochmal bis hier ein kleines Zwischenfahrt sieht.
01:09:28: Jeffrey Young über den wir sprechen sagt also dass Schlüssel für psychische Probleme könnte in diesen frühen Schemather liegen.
01:09:35: Das ist seine Sicht, eine Perspektive gibt auch viele andere und er geht davon aus dass das dann entsteht wenn grundlegende Bedürfnisse nicht erfüllt sind zum Beispiel nach Bindung oder nach Autonomie oder dass ich meine Gefühle ausdrücken kann.
01:09:48: darüber haben wir gesprochen.
01:09:49: ja
01:09:49: und wenn das so ein bedürfnis über längere zeit nicht ausreichend erfüllt ist dann kann ich schemathe entwickeln diese brillen dich anab mit denen ich vielleicht mit einer tief verankerten Überzeugung viel negativer auf die Welt gucke oder viel schräger auf die welt gucke als ich müsste.
01:10:06: und diese schematas sind oft total hartnäckig haben wir gesagt weil sie wie so geschichten sind, die wir komplett verinnerlicht haben und immer wieder über uns selber erzählt.
01:10:14: Und jetzt in der chemotherapie das war gerade der letzte part über den wir gesprochen haben geht es darum dass zu erkennen sich zu fragen wo kommt das her?
01:10:23: Und diese kette die dann ausgelöst wird an irgendeiner stelle zu durchbrechen und zu fragen Kann ich nicht durch eine etwas andere Brille auf die Welt gucken oder vielleicht die Brille in dem Moment sogar mal ganz abnehmen, oder eine andere aufsetzen?
01:10:36: Ein bisschen soweit so
01:10:38: klar.
01:10:40: Dann machen wir jetzt Richtung Zielkarte noch zwei Sachen, die ganz wichtig sind und super spannend – Die Schemattha!
01:10:48: Das ist so die große Idee, die großen Muster... Da ist das Wort wieder….
01:10:54: ...die in uns wirken.
01:10:55: Aber man hat relativ schnell gemerkt, das ist ja doch ziemlich abstrakt.
01:10:58: Und dann soll es achtzehn Stück geben und man kann die in Unterkategorien aufteilen.
01:11:02: Was ist denn eigentlich mein Alltag?
01:11:04: Da geht die Chemotherapie deswegen noch einen nächsten Schritt und sagt im Alltag sind ganz oft Modi, die eine Rolle spielt.
01:11:12: Ja!
01:11:14: Aber jetzt kann ich den einen oder anderen Modus springen der daraus entsteht.
01:11:20: Einer dieser Modi ist das verletzte Kind So nennen die das.
01:11:24: Wer sich fragt, wo sowas vielleicht als Idee herkommt?
01:11:26: Es ist schon viel viel älter... ...als man erst mal denken würde.
01:11:30: und dieser oder diese Kindmodi da gibt es verschiedene.
01:11:34: Das können Momente sein in denen ich mich total klein und überfordert fühle so wie ich das vielleicht als kind damals gelernt habe.
01:11:41: Viel überforderter und verletzlicher als die Situation, dass vielleicht rechtfertigt ne?
01:11:45: Du denkst wieder an dieses Kind das an dieser Supermarktkasse stand und von der Mutter vielleicht nie geliebt wurde immer überfordert wurde und immer vom Vater vom Dreier geschmissen wurde.
01:11:54: Das meldet sich in dem Moment Und das fühlt sich wieder hilflos und verletszt.
01:11:58: und dann bist du total unsicher wenn du jetzt den Vortrag vor dem ganzen Team halten sollst und interpretiert jedes Gänen als ich bin echt nicht liebenswert und ein absoluter Loser.
01:12:09: In dem Moment dieser Präsentation bist du vielleicht in diesem Kind-Modus.
01:12:15: Ein Beispiel!
01:12:16: Dann gibt es als zweites die Eltern Modi, also haben die Kinder und jetzt kommen die Eltern, das sind so innere Stimmen, die uns kritisieren, die unter Druck setzen, die abwerten.
01:12:25: Botschaften, die wir vielleicht ganz früh gelernt haben, haben wir ganz am Anfang drüber gesprochen.
01:12:28: Du bist nicht gut genug.
01:12:29: Na eins wäre besser gewesen.
01:12:31: Du solltest dich was schämen.
01:12:33: Du musst alles perfekt
01:12:34: machen.".
01:12:35: Diese Stimme, die ja manche von uns wirklich noch so ganz klar hören.
01:12:38: Vielleicht ist es auch irgendeine strenge Großtante oder das ist eine abstrakte Lehrerin, die wir da am Kopf haben.
01:12:45: Das wären Elternmodi.
01:12:47: und dann kann der Vermeider kommen Bewältigungsmodi wo's dann erst mal so hilfreich wirkt diese Gefühle aus den Kind- und Elternmodien nicht spüren zu müssen.
01:12:57: Ich fang anders ganz zu bewältigen zum Beispiel indem ich mich zurückziehe.
01:13:01: Ich halte halt keine Vorträge Ich lerne halt keine Leute kennen, ich geh wie Atze immer nur die drei Meter.
01:13:06: Genau!
01:13:09: Oder indem ich mich ablenke und betäube ob das mit Handyscrollen ist... ...mit Alkohol, fantastischer Bewältigungsmodus... ...Bironilampe Off, mit Essen oder anderen Strategien.
01:13:21: da geht es dann ganz oft darum sich den Wünschen anderer unterzuordnen.
01:13:26: Die eigenen Bedürfnisse haben wir schon übergesprochen fallen vom Tisch.
01:13:29: statt zu sagen ich stehe für meine Interessen ein.
01:13:32: Statt zu sagen Thema wirklich an, vermeide ich und wähle damit Bewältigungsmodi die eigentlich nur ganz kurzfristig wirken aber immer wieder so automatisch anspringen.
01:13:44: Das ist der Moment wo ich sage ich gehe nicht wirklich meinen Stress meine Belastung meine Konflikte an sondern abends lieber drei Gläser Rotwein.
01:13:52: da kann ich zumindest irgendwie so dösig einpennen.
01:13:55: Ja
01:13:55: ja
01:13:57: und deswegen wäre ein schöner Modus der vierte.
01:13:59: Ich habe ihn ganz am Anfang schon angekündigt auch bekannt als der Oktopus.
01:14:07: Solche gesunden Modi, da gibt es nicht nur den gesunden Erwachsenen sondern auch vielleicht das glückliche Kind.
01:14:12: aber der gesunde Erwachsene vielleicht gehen wir da mal rein, er kann Gefühle einordnen Der kann für seine eigenen Bedürfnisse sorgen und er kann gute Entscheidungen treffen.
01:14:20: Das glückliche Kind wäre dann vielleicht eher sowas wie Momente von Freude, von Leichtigkeit.
01:14:24: Da kann ich das Spiel, das spontane Total genießen.
01:14:27: Und in der Chemotherapie ist dieser sogenannte gesunde erwachsenen Modus was ganz zentral ist.
01:14:33: Jeffrey Young meint damit also den Teil der selbstbewusst handlungsfähig, fürsorglich, psychisch stabiles.
01:14:40: Das kannst du dir doch vorstellen!
01:14:41: So dein Chef kommt rein... Ein Ideal!
01:14:44: Du hältst diese Präsentation und es war vielleicht nicht perfekt, jetzt kriegst du eine kleine Kritik reingedrückt.
01:14:50: Was macht das innere Kind?
01:14:51: Das wird ganz hebelig und fühlt sich machtlos,
01:14:54: völlig
01:14:54: fertig.
01:14:55: Irgendwo kommt die Elternstimme im Kopf und brüllt dich an.
01:14:58: Ey du bist auch echt ein Loser!
01:14:59: Und abends knallt sie dir die Flasche Wein rein um das alles zu vergessen.
01:15:02: Toll.
01:15:04: Alles keine tollen Modi.
01:15:06: Der gesunde Erwachsene würde vielleicht sagen... Ja, das war nicht perfekt aber dank für die Rhythmeldung da kann ich doch was draus machen.
01:15:13: Und ah, da kommt jetzt gerade ein Gefühl von... Ich hätte jetzt lieber nur Lob bekommen Aber ist doch normal, wenn ich ein guter Chef wäre für jemanden würde ich dir noch auch sagen hey das war gut aber da gibt es auch noch was wo du dich weiterentwickeln kannst.
01:15:25: So was wünscht man sich doch!
01:15:26: Du merkst also eine andere Perspektive drauf.
01:15:29: und so diese Frage die finde ich eigentlich total schön... Was würde jetzt einen gesunder psychisch reifer Erwachsener in meinem Kopf machen als Modus?
01:15:40: Also wie würde sich ein reifer mit fühlender reflektierender Mensch in dieser Situation verhalten?
01:15:46: Was würde der denken?
01:15:47: Der würde vielleicht die Bedürfnisse von so einem verletzten Anteil in mir aus der Kindheit ernst nehmen, das nicht wegdrücken.
01:15:55: Er würde diesen inneren Kritiker vielleicht hören aber er würde den Grenzen setzen und vielleicht erst noch Momente wo er den nicht ernst nimmt?
01:16:03: Und das Schöne ist jetzt auch hier wieder deswegen habe ich das am Anfang erzählt wie die Psychotherapie sich weiterentwickelt dass es keine ganz neue Idee die Yang hier einbringt.
01:16:12: Karl Rogers hatte sowas schon der Fully Functioning human, der voll funktionierende Mensch.
01:16:18: Wir
01:16:18: haben über Maslow hier schon gesprochen und diesen Pyramide.
01:16:21: auch da gab es ja diese Selbstverwirklichung.
01:16:23: Wer will ich denn sein?
01:16:24: Was macht mich
01:16:25: aus?".
01:16:26: Und das fand ich eigentlich eine schöne Idee.
01:16:27: und jetzt das Bild vom Octopus weil so ein gesunder erwachsenen Modus in unserem Kopf im Alltag ganz viele Aufgaben erledigen muss wie mit acht Armen.
01:16:36: daher die Idee Da muss der sich um die Bedürfnisse aus meiner Kindheit irgendwie kümmern, die ihn mir noch wirken.
01:16:41: Da muss er mit meinen Gefühlen umgehen.
01:16:43: Da musste er dem Chef danken für die konstruktive Kritik.
01:16:47: Da musst du ja mit Selbstzweifeln umgehen also an ganz vielen Stellen irgendwie so seine Finger im Spiel hat Der Octopus mit acht Armen und das fand ich einen sehr schönen Gedanken.
01:16:57: Also sich vielleicht in Zukunft zu fragen okay nochmal zusammengefasst Für Mama Wir haben verstanden dass es Schematag geben könnte nach dieser Idee von Young in unserem Kopf, die wirken wie Sätze.
01:17:10: Wie Geschichte, wie Brille, wie Muster.
01:17:13: und wenn wir verstehen wollen wo die herkommen lohnt sich wahrscheinlich oft ein Blick in die Kindheit.
01:17:17: vielleicht sind sie aus Bedürfnissen entsprungen die nicht erfüllt wurden.
01:17:21: Wollen wieder ran?
01:17:22: Wer eine Chemotherapie?
01:17:23: nix was unser Podcast jetzt ersetzen kann.
01:17:25: aber wir haben vielleicht einen Eindruck davon bekommen dass da oft so automatische Ketten wirken und die zu durchbrechen Da kann ich gucken, da gibt es verschiedene Stellen wo ich ansetzen kann ob der Trigger am Anfang ist oder später das Abbiegen im Kopf.
01:17:38: Aber dann gibt's Möglichkeit und jetzt zu sagen oft ist so ein Alltag mal ein bisschen kleiner wieder einfacher vielleicht ein bestimmter Modus aktiv schaffe ich etwas öfter?
01:17:48: Der erwachsene Octopus zu sein ja all diese Sachen in Brüffert.
01:17:51: Ich finde das ein total schönes Bild.
01:17:53: aber in diesem Bild muss man ist glaube ich der Standpunkt sehr wichtig.
01:17:57: deswegen weiß ich jetzt explizit darauf hin.
01:18:00: Stell dir nicht vor, dein Idol... Was weiß ich?
01:18:06: Selma Hayek oder Brad Pitt würde das machen.
01:18:10: Also George Clooney steht da irgendwo.
01:18:15: Ich nehme natürlich alle Leute in meinem Alter ist ja klar und verhält sich wie der Octopus, wie der gesunde Erwachsene sondern nimm dich!
01:18:24: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
01:18:26: Nimm Dich und stell dir das vor Wie du erwachst und reagierst, wie du auf Kritik reagierest.
01:18:32: Stell dir nicht irgendeine Projektion vor anderen tollen Menschen die vielleicht sogar dein Idol ist oder dein Idol.
01:18:40: Sondern nimm dich und stell dir das vor dass du eine Kritik erfährst und die Kritik wirklich objektiv annimmst.
01:18:52: Schön!
01:18:53: Das ist, glaube ich, ganz wichtig.
01:18:56: Sonst bist du immer nur in der Projektion unterwegs auf andere und das Arzt schafft es.
01:19:02: Da möchte ich auch meinen, nimm dich!
01:19:03: Und wie ich eben schon sagte, dass kann Spaß machen.
01:19:06: Es kann Spaßmachen den größten Hasel zu kommen und mal ruhig zu bleiben.
01:19:12: Der Brassel ja gut super Schönes Bild.
01:19:16: Vielleicht hat dein Octopus auch nicht immer schon acht Arme, sondern manchmal erst noch drei!
01:19:20: Aber vielleicht wächst dir ein Viertel?
01:19:22: Ja,
01:19:23: sei dann selber der Octopus.
01:19:25: Es macht unheimlich Spaß mit seiner Umgebung und seinen Mitmenschen reflektiert umzugehen.
01:19:33: Hast du manchmal das Gefühl dieser Octopus zu sein?
01:19:36: Ich
01:19:36: habe das Gefühl dass ich auf jeden Fall mehr Einzwei Arme mehr hab als noch vor dreißig Jahren Und das
01:19:49: schafft
01:19:49: auch in mir eine echte Zufriedenheit und diese Zufredenheit befruchtet wiederum die andere Seite.
01:19:56: Das ist das Schöne, dass man das so gleichmäßig hochziehen kann.
01:20:00: Wie ich schon sagte klingt jetzt vielleicht für den ein oder anderen verwirrend aber dass man Lust daran entwickeln kann sich in der Beziehung weiterzuentwickeln.
01:20:10: Naja es ist super was du sagst Du hast doch hier das auch schon sehr Klar mal beschrieben, dass für dich früher dann... ...Alkohol nach so einer Show und ein Party machen aus einem Modus war.
01:20:23: Ja!
01:20:24: Vielleicht einen Vermeidungsmodus?
01:20:26: Und dass du dann mittlerweile sagst nicht nur das hat sich drastisch verändert sondern daraus entstehen dann komplett von der Podcastaufzeichnung.
01:20:34: und deine Freundin sagt lass spazieren gehen.
01:20:37: also ich will es jetzt nicht ganz bewusst so ein bisschen profane aber das sind doch Sachen die zusammenhängen.
01:20:42: Irgendwann, wenn ich den Einarm vom Oktopus vielleicht ein bisschen gestärkt habe die anderen auch überhaupt eine Chance bekommen mit ins Spiel zu steigen.
01:20:49: Das passt doch ganz gut oder nicht?
01:20:51: Auch zu deiner Geschichte?
01:20:52: Ja total und wie gesagt es ist oft im Kleinen aber lass es bei dir du gehst sagen wir Doktor Leon Winscheidt geht's mit Leuten der gerade kennengelernt hat durch den Drehtag abends essen Und alle freuen sich auf das fette Steak.
01:21:08: und du sagst, ich würde gern vegan essen.
01:21:11: Zwei in der Gruppe machen sich lustig über dich.
01:21:13: Ach guck mal!
01:21:17: Unser lieber Herr Doktor... So jetzt könntest Du Dich aufregen aber Du kannst Dich auch drauf einlassen und locker bleiben und sagen Ja ja, das ist mein Weg.
01:21:28: Da kann man noch beibleiben.
01:21:30: Wem sage ich das?
01:21:32: Wem sagst du das?
01:21:34: Und damit in alter betreutes fühlen man hier, Leute.
01:21:37: Wir wären ja nicht dieser kleine Psychologie-Podcast wenn wir nicht eben auch immer bei aller Begeisterung und da ist ja heute viel Begeistung glaube ich hoffentlich rüber gekommen trotzdem auch den kritischen Blick drauf geben weil uns überzeugen nicht einfach nur Ideen sondern auch die Evidenz dahinter.
01:21:51: was sagt denn die Forschung ganz zum Schluss und dass es wirklich noch mal sehr spannend weil klingt ja alles erstmal toll und klingt total überzeugend und in sich stimmig.
01:22:01: Ich habe mir dann angeguckt, was gibt es denn eigentlich für Studien dazu?
01:22:04: Eine fand ich interessant.
01:22:05: Das war eine Großübersichtsarbeit erschien in einer Fachzeitschrift schon vor einigen Jahren, wo man sich dann mal die Studie angeguckt hat und zwölf Studien konnten überhaupt nur aufgenommen werden also wo die Chemotherapie untersucht wurde.
01:22:19: Die Studien hatten sehr schwankende Qualität.
01:22:24: Die überzeugendste Evidenz fand sich für die Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
01:22:30: Darüber hinaus gab es auch positive Effekte, zum Beispiel Posttraumatscher Belastungssteuerung S-Steuerungen
01:22:34: usw.,
01:22:35: also ist schon so dass es dort Hinweise gab das da positive Effekt sind.
01:22:41: aber die Autorinnen dieser Studie haben auf einige Einschränkungen hingewiesen und zwar wie gesagt sehr wenige hochwertige Studien Viele arbeiten mit kleinen Stichproben.
01:22:52: Viele haben keine Kontrollgruppe oder keine sinnvolle Randomisierung, wo ich schon direkt bei mir klammern sage ja dann ist auch eh kurz vor Schrott und das muss man einfach schon mal direkt dazusagen.
01:23:03: und genau hier hat ein anderes Forschungsteam aus Großbritannien angesetzt ein paar Jahre später, im Jahr zwei tausend siebzehn und nochmal geguckt gibt es mittlerweile mehr Studien und sich gefragt verändert Schemattherapie denn tatsächlich die Schematat, die da zugrunde liegen oder am Ende vielleicht doch nur die Symptome.
01:23:21: Weil wenn das alles so eine tolle Idee ist mit den Schemataten würden wir auch sehen wollen?
01:23:24: Das greift wirklich an!
01:23:27: Dafür haben sie sich also Studien angeguckt.
01:23:29: sehr bemerkenswert dass zahlreiche Schematherapiestudien ausgeschlossen werden mussten weil sie zwar Symptom gemessen haben aber gar nicht überprüften ob sich die Schemata selbst verändern.
01:23:40: Was ist das denn dann?
01:23:41: Ich habe eine Theorie, dass die Schematthaier an denen wollen wir arbeiten und dann messe ich gar nicht in Studien ob sich da überhaupt was tut.
01:23:48: Dann ist es ja jetzt keine wirkliche Erkenntnis so.
01:23:51: Und die zentrale Aussage dieser Übersichtsarbeit wo auch wieder nur zwölf Studien drin waren mit insgesamt drei Hundert Sechzig Teilnehmenden, was er wirklich wenig isst.
01:24:00: In elf der Zwölf Studien haben diese maladaptiven Schematheber, die wir heute so viel gesprochen haben im Verlauf der Therapie abgenommen.
01:24:07: über verschiedene Störungen hinweg waren die Effekte auch ganz gut.
01:24:10: Gleichzeitig verbesserten sich die Symptome, also es scheint tatsächlich so zu sein dass da an dem angesetzt wird was die Schematherapie verspricht.
01:24:20: aber vorsichtig wenn sie Symptomen verbessern und Schemata dann heißt das ja nicht automatisch dass die Veränderung der Schemate auch die Ursache für die Symtomverbesserung ist.
01:24:30: Und
01:24:30: genau das konnten die Autorinnen auch nicht eindeutig beantworten weil nur drei der zwölf Studien überhaupt untersucht haben statistisch ob Schemaveränderungen mit Symptomveränderungen zusammenhängen.
01:24:41: Ich will da jetzt nicht wieder wie der Booman wirken, der hier irgendwie die Erbsen zählt aber das ist wichtig weil natürlich kannst du daherkommen und sagen pass mal auf Leute ich habe eine neue Therapie entwickelt und die funktioniert so!
01:24:53: Und es beginnt alles in der Kindheit und ich hab da schöne Begriffe wie Schemata oder Erwachsenenmodi oder das innere Kind und das klingt alles total toll und berührt Menschen.
01:25:02: und wir haben schon oft gesagt hier in diesem Podcast dass das auch einen Wert hat die Psychotherapie vor allem weiterentwickeln wollen, dann müssen wir doch messen was wir da machen.
01:25:13: Sonst kann ja der nächste Übermorgung kommen und sagen ich koche jetzt hier auch noch ein Süppchen mit, ich nenne das nicht Schemathe, ich nehm das...weiß ihn nicht?
01:25:20: Ich nenne das Influencer!
01:25:21: Und da musst du einfach nur verstehen wer dich wie Influenced hat.
01:25:23: und plötzlich habe ich einen neuen Begriff und tolle Fachwörter und kommt da ganz klasse daher wie so ein Superstar und das schlägt Wellen und am Ende ist es aber kurz vor Heilpraktiker.
01:25:33: also es gibt auch Kritik an dieser Chemotherapie zum Beispiel, dass das Modell dahinter viel schwächer ist als also viel weniger erklärt ist.
01:25:46: Viel weniger bisher erforscht ist, als es jetzt erst mal wirkt.
01:25:49: wenn wir hier begeistert davon erzählen die Datenbasis ist einfach noch begrenzt.
01:25:54: Das trifft aber muss man fairerweise dazu sagen nicht nur auf die Chemotherapien zu.
01:25:59: und die Breite Wenn ein Modell gefühlt alles erklären kann Wenn es achtzehn Schematak gibt, ja dann ist die Frage was sagt das denn wirklich noch aus?
01:26:11: Beispiel jemand ist distanziert.
01:26:12: Ah vermeidung!
01:26:13: Jemand ist klamot, ah Verlassenheitsschuhe.
01:26:15: Ja genau.
01:26:15: Jemandes leistungsorientiert, ah unerbittliche Standards da passt immer irgendwas wie so eine Art Deutungsmaschine aber nicht wirkliche Aussagekraft.
01:26:23: also kurz vor Tarok haben.
01:26:27: Küchenpsychologie und das muss man hierbei einfach kritisieren.
01:26:32: Es gibt mittlerweile Studien, es gibt auch neuere Studien.
01:26:35: Ich habe beim Max-Planck-Institut noch mal gesehen dass die Schematherapie total loben vor kurzem noch eine Studie gemacht haben wo sie verglichen hatten ich glaube das war Kognitive Verhaltenstherapie, noch ne andere unterstützende Therapie und an eben Schemattherapien ganz froh oder ja fast schon begeistert waren dass die Chemotherapie genauso gut war wie die Kognitive Verhaltenserapie.
01:26:57: was?
01:26:58: Wie gesagt meine ich Wo man dann auch sagen könnte, ja und warum brauchen wir die?
01:27:02: Warum brauchen wir denn andere Methoden wenn doch die nur genauso gut sind wie die davor.
01:27:07: Ja um so ein bisschen versöhnlich zu werden zum Ende vielleicht aber gerade deswegen weil Menschen so unterschiedlich sind und so unterschiedliche Brillen haben und es deswegen Sinn macht wenn wir in der Therapie aus einem großen Werkzeugkoffer auswählen können wem jetzt was hilft.
01:27:23: mir war das aber wichtig dass wir da kritisch drauf gucken und das auch im Zukunft tun.
01:27:27: Und so toll und spannend und einleuchtend, dass mit den Schemattern klingt.
01:27:33: Immer auch nochmal Challenging ganz so sicher ist das nicht?
01:27:36: Das würde mich nicht wundern wenn wir vielleicht in fünfzig Jahren bei der Folge sechstausend siebenhundert achtundfünfzig von betreutes Filmsagen weiß noch damals Atze da hat man noch gedacht Der Mensch funktioniert mit Schematten
01:27:50: Nie lässt du uns in Ruhe schlafen.
01:27:53: Ja, vielleicht ist es auch genau andersherum wenn man sagt super Idee und es ist doch auch wirklich plausibel.
01:27:58: Es spricht ja auch einiges dafür.
01:28:00: aber das ist eben eine Gratwanderung die wir in der Forschung immer haben und dem will ich hier mit diesem Podcast gerecht werden.
01:28:06: also in diesem Sinne hoffe ich dass wir ganz viel mitgenommen haben dass die kleinen Zusammenfassungen geholfen haben.
01:28:12: Ich nehme das total mit Mama Dass das hilft.
01:28:17: Für heute hoffe ich, dass wir Jeffrey Young als Namen im Kopf behalten und die Chemotherapie so ein bisschen kennengelernt haben.
01:28:25: Als eine, die sich mit Grundmustern, Brillengeschichten in unserem Kopf beschäftigt und wie wir die vielleicht etwas besser für uns gestalten können?
01:28:35: Herr Doktor!
01:28:37: Herr Schröder...
01:28:40: Dann bin ich für diesen Tag schon wieder beschäftigt.
01:28:43: Das ist schön, wie du es schaffst jetzt seit bald sieben Jahren mich am Denken zu halten, wie man so schön sagt!
01:28:52: Wie heißt nochmal der Hubschrauber mit dem du fliegst?
01:28:55: Das früher war das Eurocopter, aber die gehören jetzt glaube ich zu Airbus.
01:28:59: Es ist ein Airbus, aber Turbine sonst ist er zu lang.
01:29:02: Ich
01:29:03: Google gleich wie viel ein Turbinen-Eurocopter pro Stunde kostet.
01:29:06: Wie gesagt
01:29:07: und da hast du mich jetzt bestellt.
01:29:08: So einen Robinson RF-Zweiundzwanzig
01:29:10: oder RF forty?
01:29:11: Das ist quasi den Käfer in der Luft aus Wollwelli.
01:29:15: Guten Flug!
01:29:16: Sei gedrückt und schönes Open Air.
01:29:18: Ich freue mich auf nächste
01:29:18: Woche.
01:29:19: Bis dann!
01:29:19: Tschau tschüss!
01:29:27: der Podcast mit Arze Schröder und Leon Winscheid.
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