Vertraue dir selbst - 6 Impulse von Carl Rogers
Shownotes
In dieser Folge von Betreutes Fühlen geht es um den Psychologen Carl Rogers und seinen bis heute prägenden Ansatz der personenzentrierten Therapie. Warum tragen wir viele Antworten bereits in uns? Und was braucht es, um Zugang zu ihnen zu finden? Wir sprechen darüber, wie echtes Zuhören, Empathie und Selbstvertrauen dabei helfen können, den eigenen Weg klarer zu erkennen.
Fühlt euch gut betreut
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Quellen
American Psychological Association. Carl R. Rogers. https://www.apa.org/about/governance/president/carl-r-rogers
Arican-Dinc, B., & Gable, S. L. (2023). Responsiveness in romantic partners’ interactions. Current Opinion in Psychology, 53, 101652. https://doi.org/10.1016/j.copsyc.2023.101652
Farber, B. A., Suzuki, J. Y., & Lynch, D. A. (2018). Positive regard and psychotherapy outcome: A meta-analytic review. Psychotherapy, 55(4), 411–423.
Rogers, C. R. (1961). On becoming a person: A therapist’s view of psychotherapy. Houghton Mifflin.
Reaktion: Julia Ditzer
Produktion: Murmel Productions
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00:00:00: hat viel mit auffälligen Kindern gearbeitet und dabei erkannt, dass diese Klienten ihre Probleme und den möglichen Umgang damit die Lösungen selbst am besten kennen.
00:00:13: Und ich glaube das kennen wir alle.
00:00:16: Du hast ja gerade gesagt der Erfahrung auch Vertrauen?
00:00:19: Das wäre so ein Punkt wo ich mir selber sage da muss ich mich noch verbessern.
00:00:24: vertraue doch einfach mal deine Erfahrung.
00:00:26: Je offener du dafür jetzt wirst, was in dir vorgeht, desto eher kannst du diese Gefühle dann aber auch zulassen.
00:00:33: Du hörst auf die zu verleugnen und zu
00:00:34: verdrängen.".
00:01:02: Leon, guten Morgen!
00:01:04: Wahnsinn.
00:01:05: Es ist doch der totale Wahnsinn.
00:01:08: Ich habe eben so einen schönen Beitrag gesehen von einer Paartherapeutin online.
00:01:13: Die sagte zu mir kommen ganz viele Frauen und sagen ich hab mein Mann schon tausendmal gesagt du musst zur Paar Therapie.
00:01:23: Komm ohne den Mann.
00:01:26: So
00:01:26: nach dem Motto geht er mal hin die wird es schon die Hammelbeine langziehen.
00:01:31: Ja, sehr gut.
00:01:35: Das heißt du bist besser Dinge, hör ich schon mal raus?
00:01:37: Ich
00:01:37: bin absolut besser Dinge.
00:01:39: Nach ein paar Tagen das mich stört alles und wie ihr musstet eine oder ein Auto fährt vorbei, Mordgelüste ist heute so der Tag wo ich wirklich die ganze Welt wieder umahmen könnte.
00:01:52: und alle Liebe
00:01:54: Geil, so kennen wir dich ja auch eigentlich.
00:01:56: Ja mir kommt das auch immer komisch vor.
00:01:58: wenn ich dann so einmal im Jahr habe ich hier so eine T-Phase für ein paar Tage und da bin ich mich selber fremd.
00:02:05: aber ich weiß ja mittlerweile dass es alles wieder im Sonnenschein endet.
00:02:10: Werde der du bist passt ja heute auch ganz gut
00:02:13: Habe ich als Überschrift dastehen
00:02:16: quasi als überschrift genau Du bist halt normalerweise nicht so, aber dann hat man trotzdem so Momente wo man sich... Das ist ja eigentlich ganz interessant.
00:02:23: Die Momente, wo man dich selber nicht wirklich wiedererkennt und checkt man es anders das ich kenne das gut.
00:02:29: Aber ich genieße teilweise auch diese Momente weil
00:02:33: ich
00:02:34: weiß, dass erzählt mir was über mich.
00:02:37: Ich wollte auch gerade gar nichts anderes was schlechtes ist.
00:02:38: Eigentlich sind solche Momente die du dir plötzlich anders vorkommst als du normalerweise bist welche wo... Woran noch mal so eine krasse Erkenntnis durchkommen kann?
00:02:49: Ja, genau.
00:02:49: Die Erkenntniss geht oft mit einher.
00:02:52: Wenn man wie letzte Woche schon gesagt nicht völlig verblötet ist dann nutzt man sowas und setzt sich mal mit sich auseinander.
00:03:01: Aber bevor wir jetzt schon knietief in unserem Thema sind habe ich noch Wissenschaft für dich
00:03:07: Bitte.
00:03:08: So es gibt eine Jury die gehört von Zeit zu Zeit.
00:03:12: das schönste Wort der Welt.
00:03:13: Ich weiß nicht ob du schonmal davon gehört hast.
00:03:15: Das ist, ganz kurz
00:03:18: auf allen Sprachen.
00:03:19: Ja super genau die richtige Fachfrage.
00:03:23: Wahnsinn Du bist auch einer So und zwar finanziert von der sprachlären.
00:03:29: App Bubble Ist ja immer gut wenn man jemanden finanzieren.
00:03:33: aber in Zusammenarbeit mit Sprachwissenschaftlern, Sprachforen, Philologen usw.
00:03:40: haben sie nach dem schönsten Wort der Welt gesucht Schönsten Wort der Welt gesucht, so.
00:03:45: Und dann haben sie für die Auswahl einen Katalog erstellt mit zweihundertundzwanzig Wörtern in fünf und siebzig Sprachen.
00:03:53: Dann ging die Jury ans Werk und die Kriterien – das ist jetzt interessant für das schönste Wort der welt waren Klang Bedeutung Einzigartigkeit Aber auch Gesellschaftliche Relevanz Und Aktualität, also Hand in Hand gesellschaftliche Relevanzaktörte.
00:04:15: Das Ergebnis für das schönste Wort der Welt ist Kai Takitang.
00:04:21: Das ist aus der Sprache der Mauri und bedeutet – weil die Bedeutung spielt auch eine große Rolle – eben Verantwortung den Erhalt der Natur für die kommenden Generationen zu schützen für alle Generationen, die nach uns kommen.
00:04:40: Und das finde ich schön, weil es klingt halt auch gut.
00:04:44: Geit Dacke Tang!
00:04:47: Ich bin jetzt nicht ganz sicher wie richtig du das aussprichst muss ich dir kritisch nachfragen.
00:04:50: aber...
00:04:51: Ja die meine Org-Nori haben eben bei mir angerufen haben mich nicht gedacht
00:04:55: wie man's ausspricht.
00:04:58: So naja es klingt wirklich schön und es ist auch dass ich mich jetzt natürlich sofort frage ob das universell ist dass wir so ein Wort schön finden.
00:05:08: Es gibt ja im Deutschen einfach so viele hässliche
00:05:10: Wörter.
00:05:11: Ja, es ist ein Bro.
00:05:11: Bei den ... ... bei den ... eh ... ... zweihundert und zwanzig Wörtern, die zu Haus war, standen in Fünf-Siebzig Sprachen, da war kein Deutsches dabei übrigens!
00:05:18: So... Das zweite ist ein walisisches Wort, Platz zwei.
00:05:22: Hieraris das bedeutet Die Sehnsucht nach einer verlorenen oder nie existierten Heimat.
00:05:34: Schön.
00:05:34: Auch schön, ne?
00:05:35: Die Bedeutung.
00:05:35: Und natürlich dann nach Japan.
00:05:37: Ich würde schon fast sagen, in dein Japan Ikigai hast du es schon mal gehört?
00:05:45: Ja.
00:05:46: Der Sinn oder Lebensweg der Menschen antreibt jeden Morgen aufzustehen.
00:05:51: Das ist auch ein schönes Mal.
00:05:51: Also
00:05:52: quasi das deutsche Wort wäre Bettkantenentscheidung.
00:05:56: Würde ich mal sagen,
00:05:57: oder?!
00:06:01: Ja gut, sehr schön.
00:06:04: Du bist ja hier richtig informiert.
00:06:05: heute hast du ja richtig Hoche der Woche am Start.
00:06:08: Ich
00:06:08: habe gedacht wenn ich jetzt schon die ganze Welt liebe und ganz besonders dich dann kann ich nicht unbewaffnet stehen.
00:06:17: Da
00:06:18: hab' ich auch noch was für Dich!
00:06:22: Und gestern habe ich noch mal beide Folgen Jörgs Bulettenschmiede geguckt.
00:06:26: Also wirklich...
00:06:26: Was ist das?
00:06:27: Ja, ja, ja!
00:06:28: Das sagst du hier schon mal.
00:06:31: Und als ich damit fertig war noch eine Folge Keine Ahnung, irgendwo bei Hannover.
00:06:36: Aber er ist nicht wirklich in der Stadt, er ist an so einer Bundesstraße und da müssen wir mal hin.
00:06:41: Ich habe auch schon immer gedacht ich bin ja so viel unterwegs, wenn ich da mal irgendwann vorbeifahre in der B, keine Ahnung was einundvierzig oder sowas dann fahre ich dahin Und im Rahmen dessen hab' ich dann auch noch Wir werden Camper geguckt glaube ich ARD und so ähnlich Absolut geil haben eine absolut geile Familie wiedergefunden die Campen Und das auch lieben in so einem Camberverband, so eine Facebook-Gruppe wo alle das Camping-Logo irgendwo am Körper tätowiert haben.
00:07:05: Die fahren ich glaube nach Deadmold oder sowas und lassen sich Redewellungen erklären.
00:07:10: Da habe ich mal wieder richtig was gelernt.
00:07:12: ins Fettnäpfchen treten.
00:07:14: War dann nämlich erklärt weißt du?
00:07:16: Keine
00:07:16: Ahnung nein!
00:07:18: Da stand früher wohl so ne Art kleiner... Wie sagt man?
00:07:24: Fettnapf in Bauernstuben zwischen Tür und Ofen, mit dem man sich die Stiefel irgendwie einfetten kann.
00:07:30: Wenn man jetzt aus Versehen was aus dem Napf umgetreten hat oder umgekippt hat dann zog man also quasi den Groll der Hausfrau heißt es hier meiner Quelle auf sich Dann hast du quasi das Fett umgetreten.
00:07:44: Es gibt noch andere Quellen, die sagen, dass es so ein Fettnäppchen war, das neben dem Kamin stand, wo dann das heiße Fett vom Räuchern reintropfen konnte mit dem man dann später noch irgendwie weiß ich nicht, irgendwas eklavts machen konnte.
00:07:54: auf jeden Fall sollte man nicht reintreten.
00:07:56: und das zweite was sie gezeigt haben, war einen Zahn zulegen.
00:08:00: und da haben diese Metalldingen gezeigt, das kennst Du vielleicht auch wenn man wieder so'n Kaminer zum Ofen und du drehst darauf so'nen Schweinenspieß quasi an solchen Dingen, wo du den so höher oder tiefer einhängen kannst.
00:08:14: Damit du näher oder weiter weg vom Feuer bist und Zahn zulegen wäre jetzt quasi nochmal einen Zahn drauf damit das Ding näher am Feuer ist und dann geht es mehr ab.
00:08:22: also an diesem Metallteil wo der Spieß draufdreht haben wir wieder was gelernt.
00:08:25: hier schon am Anfang ist ja auch mal ganz mein
00:08:27: Gott.
00:08:27: ja
00:08:29: ich liebe ja so Dokus und wenn ihr da noch so Wissen vermittelt bekommt haben wir alles richtig gemacht.
00:08:35: Ich
00:08:35: schreibe mir ja immer die wichtigen Sachen auf, bemerkenswerten und merkenswerden Sachen und ich habe hier ganz fett stehen.
00:08:42: Jörg's Bulletenschmiede.
00:08:45: Ja beide Folgen!
00:08:46: Und die zweite ist eigentlich noch die Absurdere weil es gibt den absolut unnötigen SideQuest dass er dann Jörgs Ballettenschmiederbrotsel für den Zwingerklub irgendwie noch so ein Freund hat der einen Zwingerklub betreibt und er macht man dafür die Bulletten und hat die neue Idee gehabt jetzt auch mal vegetarische Bulletten zusammen zu Ja, sag mal zu mischen.
00:09:07: Weil dann geht er durch sein Ding da, durch seine Imbissbude und sagt, ja hier haben wir noch Schäder!
00:09:12: Da ist noch ein bisschen Väter und hier Bergkäse.
00:09:15: Käsel, kannst du nicht zu viel reinmachen?
00:09:19: Schmecken solltet ihr auch!
00:09:23: Und der ist wirklich eine absolute Legale.
00:09:25: Ich glaub da hat man irgendwie für so ne AfD-Veranstaltung gekocht.
00:09:30: Da hab ich gedacht oh Mann Jörg ey, ich war kurz davor mir einen Jörgs shirt zu besorgen aber... Naja
00:09:36: es klingt nicht soweit weg, ne?
00:09:37: Jörggs Bolettenschmiede
00:09:40: Alles deutscher Schrift auf der Scheibe, aber wollen wir nichts unterscheiden.
00:09:43: Ist das
00:09:44: nicht derselbe Sinnstamm?
00:09:46: Also Bulletten, Camping, Swinger... Wie gehört das zusammen, ne?
00:09:51: Völlig
00:09:52: safe.
00:09:53: Und dazu noch so viele Adiletten.
00:09:56: Wunderbar!
00:09:57: Und dann solche Weißheiten natürlich weil öffentlich-rechtlich eben noch aus Detmal serviert bekommen und Zahn zulegen und ins Fettnäppchen treten, also ich war komplett bedient.
00:10:07: Das Detmold kommt für den Gutes.
00:10:08: Die Stadt, die so schön begrünt ist dass sie Vorwelt ist für andere Städte jetzt bei dieser Hitze eben durch das Grün die Temperatur etwas weiter unten zu halten.
00:10:20: und unser Freund Tomi Schmidt kommt ja auch daher also auf nach Detmolt.
00:10:26: damit würde ich sagen auf in unserer Thema wenn du verstanden bist.
00:10:29: es beginnt tatsächlich mit einer kleinen Pflanze die grün wird.
00:10:32: wir haben heute einen der größten Psychologen vor der Brust, der ganz, ganz viele sehr spannende Gedanken zusammengeschrieben hat.
00:10:44: Aus der Arbeit mit hundert und wahrscheinlich tausenden Klientinnen – er hat nicht von Patientinnen und Patienten gesprochen, sondern Klientininnen und Klienten – und ich habe das Gefühl selten so viel übers Mensch sein so komprimiert gelesen zu haben wie bei ihm und deswegen lohnt sich das total.
00:11:03: Und begrüßt du das, dass er Klienten sagt statt Patienten?
00:11:08: Ach ja... Das erlebe ich auch heute noch manchmal von Kolleginnen und Kollegen, dass die eine so sagen, die anderen so sagen.
00:11:15: Da wäre ich jetzt nicht so... Also
00:11:16: okay da kann man offen bleiben!
00:11:18: Als er
00:11:19: es aber gemacht hat war es revolutionär.
00:11:22: Das ist eigentlich ganz wichtig.
00:11:23: Okay gut.
00:11:24: Gehen wir rein mit einer Geschichte aus seiner Jugend den Blick auf die Menschen geöffnet hat, sagt er.
00:11:31: Und zwar gab's wohl bei denen im Keller Wintervorräte an Kartoffeln... ...die dann im Keller so gelagert haben?
00:11:38: Gab es das bei euch früher eigentlich auch noch so richtig Kartoffel im Keller?
00:11:41: Ja und man hat sich als Kind einfach eine Kleinigkeit hol doch mal eben Kartoffelen von unten.
00:11:45: Oh nee!
00:11:47: Da muss es sein Spiel unterbrechen.
00:11:49: Ja weiß ich noch wie es zur Kartoffelpiste runter geht.
00:11:52: Ich hab sie vor Augen.
00:11:54: Und das gabs dort auch und die stand voll einige Meter unter einem kleinen Fenster bei Carl Rogers im Familienhaus.
00:12:01: Und die Bedingungen für diese Kartoffeln waren natürlich total ungünstig, weil das alles dunkel düster.
00:12:06: und trotzdem hat er beobachtet dass sie irgendwann anfangen zu schließen.
00:12:09: so ganz blasse kleine Sprossen, die wir glaube ich alle schon mal gesehen haben uns immer fragt muss man jetzt wegschmeißen oder kann man es abschneiden?
00:12:16: Ich persönlich schneide es immer ab ich weiß nicht ob es gift ist und esse trotzdem und das passt aber sogar nicht zu den gesunden grünen Sprossen in den guten Boden einpflanzt.
00:12:27: Weil klar, die liegen da in diesem düsteren traurigen Keller und diese Spindeldürren sprossen wachsen jetzt aber trotzdem zwei drei Fuß je nachdem wie lange man die liegen lässt in die Länge während sie diesen fernen Licht des Fensters entgegen strebten.
00:12:42: so beschreibt er das und der sagt die werden ja nie zu pflanzen die werden nie reifen eigentlich eigentliches Potenzial entfalten.
00:12:49: aber unter diesen widrigsten Umständen strebden sie trotzdem danach zu werden.
00:12:56: und sein Fazit ist, das Leben wird nicht aufgeben auch wenn es nicht aufblühen konnte.
00:13:03: Und er sagt, wenn er mit seinen Klienten zu tun hat, deren Leben ja auch auf irgendwie schreckliche Weise entstellt wurde die schlimmste Schicksalsschläge durchgemacht haben.
00:13:12: Die Flächen irgendwelchen Psychiatrien damals ja auch noch ganz andere Orte als heute abgeschoben von der Gesellschaft halt weggesperrt untergebracht sind so ein bisschen wie die Kartoffeln da im Keller dann sagt er musste an diese Kartoffelsprossen denken weil er meint diese Bedingungen Die hat er immer wieder erlebt bei Menschen.
00:13:30: und trotzdem, obwohl sie ungünstig waren.
00:13:32: Obwohl deren Leben oft total verdreht war kaum noch menschlich erschien sieht der immer wieder dass man sich auf die Richtung diese einschlagen verlassen kann.
00:13:44: das leben will leben der Mensch Will sein Und das fand ich in ein unglaublich schönes unglaublich starkes bild ist
00:13:54: ja wahnsinn.
00:13:56: So elementar, also in seiner Bedeutung so elementar... Das ist ja fast der ganz dicke Brocken.
00:14:03: Der Felsbrocken den du in unseren viel zu kleinen Teich geworfen hast.
00:14:06: Hammer!
00:14:07: Natürlich und dieses Beispiel mit dem Kartoffel klar alles strebt.
00:14:11: letztens hast Du ja schon mal beschrieben wie im Hotel Matze wie selbst kleinste Organismen
00:14:17: irgendwie
00:14:17: suchen.
00:14:18: das hat mich schon so beeindruckt.
00:14:19: aber dieses Beispiel ist natürlich noch plastischer.
00:14:21: Wunderbares Bild
00:14:24: Vor allem weil wir es glaube ich alle selber erleben.
00:14:26: Ich weiß nicht wie's dir geht, aber ich habe bis auf bei meinem Opa als der wirklich im alten Heim lag und das ans Sterben ging und sein Leben vorbei war und auch für ihn klar war, ich will eigentlich nicht mehr leben, hab' ich noch nie und ich treffe ja dafür ganz viele Menschen in sehr widrigen Bedingungen mit sehr krassen Lebensläufen.
00:14:46: jetzt für meine Terra Explorer-Folgen und die Podcasts damals und so treffen Ich habe keinen kennengelernt, wo ich das gefühl hatte und trotzdem gibt es nicht am Ende dieses Streben wie bei der Kartoffel.
00:14:57: Ja wenn das Leben immer vorbei geht vielleicht nicht mehr mein Opa der wollte dann irgendwann nicht mehr sein.
00:15:02: aber ansonsten dieser Wunsch zu leben... Jetzt komme gerade drauf weil ich vor ein paar Tagen ein sehr bewegendes Gespräch mit einem Freund hatte ... zu Suizidgedanken, wie er so von sich auch gar nicht kannte.
00:15:17: Im Prinzip das was du gerade eben gesagt hast der ist in eine Depression rein und auch voll und alles ganz heftig... Und der hat sich auch nicht wiedererkannt und da hatte er diese Suizide Gedanken beschrieben.
00:15:27: Mancher letztens bei Paul Bloom war das Psychologieprofessor einen guten Satz dazu gelesen.
00:15:36: Bei den Suizitgedanken versuchst Du die Person umzubringen, die Dich umbringen will!
00:15:43: Das ist am Ende zu einfach untergebrochen, aber den Grundgedanken eigentlich würdest du leben wollen.
00:15:50: Aber da ist diese Krankheit in dem Fall dann die Depression wie gerade geschildert, die dir einredet mit all deiner Intelligenz, mit all Deiner Macht und aller Stärke, die sich dann gegen dich wendet.
00:16:00: nein das sollte es jetzt gewesen sein und das war sowas was wo ich auch wieder direkt an diese Kartoffel denke.
00:16:07: eigentlich wollen wir sein eigentlich wollen Wir leben auch unter den schwierigsten Bedingungen.
00:16:12: Ja, das ist auch etwas was mich durchaus beschäftigt.
00:16:16: Was wäre wenn ich jetzt bettlägerig würde oder ja so ein Schlaganfall dass man sich kaum noch äußern kann?
00:16:27: Wäre der Moment wo man sagen würde bitte bitte bitte schalte das hier alles ab und wir sehen ja so viele Fälle wo dann ja kaum noch Leben ist und trotzdem der Wunsch eben noch besteht weiter zu machen.
00:16:43: Ja, Wahnsinn!
00:16:44: Das hat mich schon lange beschäftigt.
00:16:47: Weil theoretisch würde ich sagen, sobald ich da irgendwo hilflos liege bitte ziehe den Stecker.
00:16:55: aber wie es dann in Wirklichkeit wäre das sieht ja nochmal ganz anders aus.
00:17:01: Dieser innere Drang, den du gerade beschrieben hast zu leben.
00:17:08: Mir hat das ein befreundeter Psychiater vor kurzem erzählt, der am Anfang bei seiner Arbeit ganz viel mit Leuten gearbeitet hat.
00:17:14: Die dann in Altenheime gekommen sind und die dort besucht haben.
00:17:17: Er meinte, er hatten vorher alle tierisch Angst.
00:17:20: Da haben wir gesagt, wenn ich da im Altenheim bin ist das Leben vorbei und alles furchtbar.
00:17:23: Und dann hatte ihn ein paar Monate später dort getroffen und sitzen die da und sagen, der Schokopudding hier ist eigentlich ganz gut!
00:17:29: Ja genau!
00:17:30: Das ist das nicht?
00:17:32: Als ich Tante Regina am Altenhaim gesucht habe... Da hab ich das auch so sehr gespürt, die Frau ist über hundert geworden und du redest mit der.
00:17:40: Und sie sitzt da und hat jetzt keinen Schokopo gegessen oder so einen grünen Brei.
00:17:44: Der sah für mich total eklig aus aber die meinte, es ist richtig lecker hier!
00:17:48: Richtig lecker her und du denkst Alter ja der Mensch... will sein.
00:17:52: So und das ist jetzt erstmal die Ausgangsthese von Karl Rogers, einem der gab es mal eine Umfrage in den achtziger Jahren auf Platz eins gesetzt wurde.
00:18:04: als wichtigster Einflussreichster Psychotherapeut.
00:18:07: unter klinischen Psychologen hat man dort gefragt und dieser Mann kann sich mal Fotos von dem anschauen eigentlich immer so ne Große, durch sich die Gebrille trägt nahezu glatzköpfig mit ein bisschen kurzem grauen Haaren.
00:18:20: Inseiten noch schmales längliches Gesicht markante Nase hohe Stirn und vor allem ein sehr freundliches offenes Lächeln.
00:18:28: wurde in Illinois in einem Vorort von Chicago geboren hat zunächst Agrarwissenschaften studiert.
00:18:34: Die Eltern waren immer ganz heißer drauf, dass die auf eine Farm ziehen und das alles... Das
00:18:38: ist sehr interessant!
00:18:38: ... sich
00:18:38: gemacht wird.
00:18:40: Ist dann aber auf Umwegen doch zur Psychologie gekommen, hat sich immer mehr dafür fasziniert, hat viel mit auffälligen Kindern gearbeitet und dabei erkannt, dass diese Klienten ihre Probleme und den möglichen Umgang damit die Lösungen selbst am besten kennen.
00:19:00: Das war so einer seiner großen Gedanken.
00:19:03: Und am Anfang hat er noch die Psychoanalyse verfolgt, das war ja damals so... Das eigentlich einzige große Verfahren gab noch die BFW-Rüsten aber erstmal Psychoanalysen.
00:19:13: und die Idee dabei ist der Therapeut, ist der absolute Experte, der weiß was es ist und kann das in dir erkennen und dann wird das geklärt.
00:19:23: auch da jetzt wieder vereinfacht gesagt.
00:19:26: And Rogers beschreibt eine Szene, die ich auch wieder sehr interessant fand.
00:19:30: Er arbeitet mit einer Mutter zusammen und glaubt jetzt, er kann sagen okay die Mutter hat irgendwie Ablehnung gegenüber diesen Sohn.
00:19:38: Und deswegen verhält sich der Sohn total schlecht.
00:19:41: Und seine Versuche jetzt diese Erkenntnis mit der Mutter zu teilen, er hat es ja verstanden.
00:19:45: eher der Therapeut der sich auskennt... ...die scheitern!
00:19:49: Schlagen komplett viel.
00:19:50: und dann sagt er irgendwann okay, ich muss das aufgeben.
00:19:53: Er sagt ihr dass was wir haben versucht aber es ist uns nicht gelungen.
00:19:56: Und sie stimmt zu man die beiden beenden das Gespräch schütteln sich noch die hand und die geht zur tür und dann dreht die sich um und fragt Sag mal nehmen Sie eigentlich auch erwachsene zur beratung an?
00:20:08: Und er sagt ja natürlich würde ich machen.
00:20:10: und dann sacht sie Dann hätte ich gerne Hilfe.
00:20:14: Und sie kommt wieder zurück zu dem Stuhl, den Sie eben verlassen haben.
00:20:16: Es ging ja eigentlich die ganze Zeit um ihr Kind und nicht um sie.
00:20:18: Und beginnt jetzt mit ganz viel Verzweiflung über ihre Ehe zu erzählen, über die gestörte Beziehung zu ihrem Mann, über Ihr Gefühl zu versagen, die Verwirrungen, die sie erlebt, all das mitsuteilen... ...und alles ganz anders als diese sterile Fallgeschichte über ihren Sohn der sich irgendwie falsch verhält, die er vorher erzählt hat!
00:20:39: Und damit, sagt Kyle Rogers, begann die echte Therapie Und dieser Vorfall war eben einer von vielen, die ihm geholfen haben, sagt er.
00:20:47: Was er erst später vollständig erkannt hat nämlich die Tatsache so eher dass es der Klient ist der weiß was wehtut in welche Richtung es geht welche Probleme entscheidend sind und nicht der Therapeute.
00:21:03: Er sagt ich sollte mich viel mehr auf die Klugheit meines Klienten verlassen und nicht auf meine eigene oder hier irgendwie auf die Kompetenzen unter Beweis stellen möchte Und das ist damals ja quasi revolutionär, diese sogenannte klientenzentrierte Therapie.
00:21:21: Da geht es im Prinzip darum dass du jetzt gar nicht speziell eine Diagnose suchst oder einfach bestimmte Symptome jetzt behandelt werden sondern Rogers dreht das Ganze um.
00:21:34: Finis jetzt nicht die Methode so entscheiden sondern er ist überzeugt dass Menschen wachsen können wenn sie einem gegenüber begegnen dass ihnen mit Echtheit, also ganz authentisch.
00:21:45: Dass ihnen empathisch und vor allem bedingungsloser Wertschätzung begegnet.
00:21:51: Und das ist aus seiner Sicht die Rolle des Therapeuten.
00:21:54: ich schaffe ein Umfeld wo diese Kartoffel sprießen kann aber wo die hin will was sie ausmacht wie Was die für Ziele hat was die für Probleme.
00:22:04: Das weiß diese Person
00:22:06: der Klient
00:22:07: auf den wird zentriert.
00:22:09: Also ich habe schon mal vor Jahren von einem französischen Film hier erzählt.
00:22:14: Das Thema war, ich komme jetzt leider nicht gefährlich oder schöne Fremde irgendwie sowas.
00:22:18: Wer es weiß sollts mir bitte schreiben.
00:22:20: Die Geschichte ist folgendermaßen in Paris eine Frau sucht therapeutische Hilfe und will zu einem sehr bekannten Psychiater.
00:22:30: Vortut sich aber im Stockwerk und landet in der Steuerkanzlei.
00:22:35: Ich hab's hier schonmal erzählt.
00:22:38: Aber da habe ich keine Zweifel.
00:22:39: Erzähl
00:22:39: mal
00:22:40: weiter, vielleicht kommt die er hinterher.
00:22:41: Sitz dann bei dem Steuerberater und weil sie so viel zu erzählen hat, weil sie einen hohen Druck hatte, kommt er nicht dazu zu sagen Sie haben sich geirrt, Sie sind im falschen Büro Ich bin Steuerberator.
00:22:51: Sie erzählt und erzählt und erzählt Und dann ist sie stunden rum und sie sagt Dankeschön verschwindet wieder.
00:22:58: Jetzt kommt sie jede Woche und irgendwann findet erst so interessant das zu hören dass er sie auch gar nicht weiter aufklärt.
00:23:06: Und ein Stockwerke höher ist der Psychiater und der ist dann auch so dargestellt, wie man sich so alte Weise psychiert Psychiater vorstellt, eben mit einem weißen Bart und nicht mehr ganz so jung.
00:23:20: So um die siebzig und sehr gelassen.
00:23:21: Und die gehen traditionell sowieso schon seit Jahren mittags immer essen und er erzählt immer von der Patientin, der Steuerberater erzählt von einer Patientin und der Psychiator gibt ihm dann so ein paar Tipps.
00:23:31: Du könntest das noch erzählen, das auch erzählen und irgendwann ist es soweit dass er denkt ich muss doch das geht!
00:23:36: Ich kann das gerne
00:23:37: nicht mehr machen.
00:23:37: und dann sagt er bei Mittagessen zu diesem erfahrenen Psychiata ja was is denn?
00:23:43: Wenn die Frau jetzt antworten will, was ist wenn sie Lösung will?
00:23:47: Und dann sagt der Psychiater Schmatzen bei der Suppe.
00:23:51: Die Antworten und die Lösungen bringen die Patienten immer mit.
00:23:56: Das ist ja derselbe, was du gerade erzählt hast.
00:23:59: Ja.
00:24:00: Passt wunderbar!
00:24:01: Ist auch eine geile Idee für den Film.
00:24:02: Ich muss
00:24:03: unbedingt rausfinden wie der Film heißt.
00:24:05: ich glaubt er wird dich begeistern.
00:24:07: das Ende darf ich natürlich nicht verraten aber es wirklich ein ganz teurer Film für alle die sich für Psychologie interessieren.
00:24:13: Und spätestens jetzt kann man sagen, also dass da jemand sitzt der sich offen und ehrlich nicht irgendwie fassadenhaft gibt.
00:24:23: Der keine Rolle spielt sondern er selbst ist.
00:24:25: das was tolles ist Das das toll ist wenn dieser Mensch dir mit einer Wertschätzung begegnet und zwar bedingungslos.
00:24:32: du darfst hier erzählen Du darfst in diesem geschützten Raum der Therapie so sein wie du bist und dass dieser mensch empathisch ist also versucht wirklich sich in dich hinein zu versetzen und das zu begreifen, was du da erzählst.
00:24:47: Das ist alles toll!
00:24:49: Und es ist alles toll wenn ich das gegeben habe.
00:24:51: Carl Rogers sagt, dass sind ganz wichtige Bedingungen für eine gute Therapie.
00:24:56: aber er geht auch soweit zu sagen Wenn das gegeben ist, das reicht.
00:25:01: Da kommen dann Wittchen und Heuer zwei große Experten der klinischen Psychologie in einem ihrer großen Fachbücher und sagen da sagt die moderne Forschung, das geht zu weit.
00:25:11: Es reicht nicht nur aus, dass da jemand empathisch ist und zuhört und dich wertschätzt sondern wir brauchen dann.
00:25:18: Techniken.
00:25:19: Wir brauchen dann Überlegungen, wir brauchen Methodiken.
00:25:21: und auch diese Idee dass man keine Diagnose stellt ist ja heute nicht der Standardweg ganz im Gegenteil.
00:25:27: und so viel man an Diagnosen kritisieren kann und sie hinterfragen kann uns sagen kann Sie sind nicht perfekt haben wir ja schon oft genug besprochen sie sind aber für viele Leute unglaublich hilfreich.
00:25:37: das heißt nicht dass wir das in hundert Jahren immer noch so machen werden.
00:25:40: Wissenschaft is immer weiterentwicklung und gerade die der Psychologie hat glaube ich noch viel zu entwickeln.
00:25:46: Aber mir war das wichtig, hier mal auch eine Einschränkung zu geben.
00:25:50: Weil die neue Forschungslage eben sagt Moment mal ganz so in Anführungsstichen einfach ist es dann auch nicht.
00:25:58: ja und trotzdem fand ich diese Grundidee und es ist ja auch ne ganz andere Zeit in der er das alles macht vor Jahrzehnten Toll.
00:26:06: und finde es auch toll, dass jemand da kommt und sagt mal dieses Guru Hafte vom Supertherapeuten der alles weiß und alles kann in Frage zu stellen.
00:26:15: Und zu sagen Begegnet diesem anderen Menschen dort auf Augenhöhe und versucht ihn wirklich zu verstehen.
00:26:20: das ist etwas was heute in guter Therapie immer noch passiert.
00:26:23: ja und eben auch für uns selbst Dass du vielleicht als ersten Schritt Mal machst nicht bei jedem so wie ich das hatte Bei jeder Stimmung Schwankung sofort zum Therapeuten gehst, sondern vielleicht mal guckts.
00:26:38: Wenn ich mich mit mir selbst beschäftige, finde ich die Antwort ja
00:26:41: schon.".
00:26:42: Ja genau und das ist auch dann genau das was Rogers interessiert?
00:26:46: Kann ich denn dort Antworten finden und wieso funktioniert jetzt überhaupt Therapie?
00:26:50: Auch eine Frage, die man damals nicht wirklich gestellt hat weil sie eigentlich kaum einer an die Karten gucken ließ.
00:26:54: Und Rogers haben es eben schon gesagt ein sehr wissenschaftlicher Typ hat auch als Kind schon in der Schule irgendwie Enzyklopidien gelesen und alles was er in den Finger kriegen konnte dann gab's den Vater der diese Farm so wissenschaftlich betreiben wollte fängt jetzt an Eigentlich als erster die Psychotherapie und ihre Wirksamkeit mal wirklich zu erforschen.
00:27:11: Er wertet hunderte Fälle aus, guckt sich die Protokolle dazu an und versucht zu begreifen was macht sie denn aus?
00:27:19: Und kommt zur folgender Idee ein Mensch der über einen längeren Zeitraum erlebt dass ihm jemand mit echter Annahme begegnet.
00:27:29: Der beginnt allmählich diese Haltung sich selbst gegenüber einzunehmen.
00:27:37: Ja.
00:27:39: Also der erste Schritt sagt, da ist das er sich selbst überhaupt zuhören lernt weil ihm jemand anders aufmerksam und wertfrei zuhört.
00:27:48: ja
00:27:49: dadurch kannst du jetzt auch deine eigenen Gefühle wahrnehmen Und du bemerkst dann dass du wütend bist.
00:27:55: Du erkennst wann du Angst
00:27:56: hast.
00:27:57: je offener du dafür jetzt wirst was in dir vorgeht desto eher kannst du diese gefühlte dann aber auch zulassen.
00:28:04: Du hörst auf die zu verleugnen zu verdrängen und Gefühle, die dir vielleicht beängstigend oder chaotisch oder ganz ungewöhnlich vorkommen.
00:28:11: Oh mein Gott!
00:28:11: Was habe ich dafür Gedanken?
00:28:12: Wieso hab' ich solche Gefühlle?
00:28:13: Darf ich doch gar nicht... Oder vielleicht auch beschämend?
00:28:16: Die werden dann als Teil von dir
00:28:19: angekommen.".
00:28:20: Ja, wollte ich gerade sagen.
00:28:21: das Wort was mir in den Sinn kommt ist Akzeptanz selbst akzeptant
00:28:26: Ja, und da nochmal über den Umweg von.
00:28:29: ich treffe auf jemanden der mich wirklich akzeptiert.
00:28:33: Und das fand ich ein unglaublich wertvoller Gedanken weil vor ein paar Tagen mit einem befreundeten Psychiater zusammengesessen und er erzählte mir wie er als Verhaltenstherapeut also ganz überheblich sich mit einem mit einem der großen Köpfe der der Psychoanalyse ... bei irgendeinem Kongress unterhielt und gesagt hat ja, die Psychoanalyse.
00:28:54: Und hatte das so abgetan.
00:28:55: und dann unterbrach dieser große Kopf der Psychoanalyse ihn... ...und sagte in wie vielen Momenten in der Woche erlebst du,... ...dass dir jemand wirklich seine komplette Aufmerksamkeit gibt... ...ungeteilt offen zuhört?
00:29:13: Ja!
00:29:15: Und dann saß er da und meinte... Keine Ahnung komme ich vielleicht auf drei Minuten in irgendeinem Gespräch mit meiner Frau?
00:29:21: und ich habe auch so überlegt, wie oft erlebe ich das eigentlich pro Woche.
00:29:24: Und dann sagte dieser Mensch von der Psychoanalysier guck mal und wir machen keine Ahnung viermal fünfzig Minuten war jetzt so Das Beispiel.
00:29:30: was er dann gebracht hat.
00:29:31: Du erlebst dass dann inso viel mehr Ausmaß Ob es jetzt Psychoanalysis oder eben eine andere Therapie vom Daumen geht's mir hier gar nicht, sondern mir gehts um den Gedanken dieses erfahren.
00:29:42: Jemand hört mir wirklich zu, lässt sich auf mich ein!
00:29:46: Dass das dann dazu führt dass ich mich auf mich Einlassen kann, dass Ich anfange mich zu verstehen weil mich jemand anders versteht.
00:29:53: Das fand ich einen guten Gedanken.
00:29:55: Ja
00:29:55: und dieses Gefühl zu verstehen sollte man das andere extrem mal eben schildern.
00:29:59: Nämlich kennen wir auch alle Und zwar alle zu hundert Prozent dass wir auf Leute treffen, die nur von sich erzählen.
00:30:08: Ja absolut!
00:30:09: Nur für sich interessieren.
00:30:11: Da ist ja mein Lieblingsproch.
00:30:12: genug von mir, kommen wir zu dir, wie findest du
00:30:14: mich?
00:30:14: Genau ich hatte jahrelang einen Podcast mit so jemandem zusammen und damit meine ich jetzt nicht dich.
00:30:19: Und das wirklich dieses unangenehme Gefühl nach dem Gespräch, dass du sagst, ey, er hat gar nicht gefragt, wie es mir geht.
00:30:28: Witzig, dass du das so machst und es geht um das Verstehen des Gefühls.
00:30:33: Das ist ja genau das Gegenteil.
00:30:34: und wenn wir uns dieses Gefühl, dieses negative Gefühl vorstellen und das dann umdrehen, jemand der wirklich war Mensch komm jetzt wie geht's dir denn?
00:30:43: Du hast doch da vor einem Jahr erzählt das und das.
00:30:46: Wie ist das ausgegangen?
00:30:48: Was macht diese Situation gerade mit mir?
00:30:51: macht das Angst?
00:30:51: was macht ihr das auch angst?
00:30:53: Und so wie gut das dann tut merkt man ja sofort.
00:30:57: Und schon stellt man sich selber auf Fragen.
00:30:59: So witzig das gerade ansprichst, weil ich genau das auch letztens erlebt habe mit jemandem länger unterhalten und irgendwann hab' ich so nach zehn Minuten gedacht Alter du erzählst hier nur und nur von dir und hatte jetzt gar keinen speziellen Redebedarf.
00:31:12: aber es gibt ja Leute die einfach nix anderes... so egocentrisch sind, dass sie nur von sich die ganze Zeit in Furcht war.
00:31:18: Und Sie können
00:31:19: auch nicht anders?
00:31:19: Weil sie sich absolut nur für sich interessiert.
00:31:21: Sie könnten für sich ihn nicht
00:31:23: gehen!
00:31:23: Ich hasse das... ich will wirklich sitzen an da immer und denke ey, ich höre mir gerne viel an und ich hab' eigentlich oft das Bedürfnis zu sagen, ich nehme mich ganz bewusst zurück weil wenn ich einen zuhör, lerne ich ja richtig viel.
00:31:34: aber ich finde wenn du merkst ist diese andere Person diese Empathie nicht hat zu checken.
00:31:41: Irgendwann stellt man auch mal eine Gegenfrage und dann könnte ich ja immer noch sagen, ne?
00:31:44: Ich will grad gar nichts erzählen.
00:31:45: Erzähl du mal weiter das doch!
00:31:46: Aber dass wenn dir das abgeht... Furchtbar ist es nicht so Leute da renn' ich weg.
00:31:50: Das sind so Wolkenmenschen.
00:31:52: Wenn die wegziehen wird's besser.
00:31:53: Wolkenmensch, den merken wir uns mal.
00:31:56: Genau so ist das.
00:31:57: Und Du hast gerade gesagt, es ist hier nicht gegeben und jetzt ist ja da so die Generale Entschuldigung aber irgendwann, naja sie können ja auch so bleiben, aber die bräuchte dann nicht mehr in meinem Umfeld.
00:32:09: Auf denen will ich nichts Böses, aber ich weiß auch nicht was ein Therapeuten raten würde.
00:32:16: Hörst du dir eigentlich selber mal zu?
00:32:19: Ja oder nach unserem Ansatz gerade würde er vielleicht gucken mit dieser Person... Wo kommt das eigentlich her?
00:32:27: Und der würde ja wahrscheinlich dann nicht wehren und sagen, Mensch ist jetzt schlecht und furchtbar.
00:32:31: Sondern er wäre in seiner Rolle als Therapeuten für dieser Person auch mit Wertschätzung.
00:32:37: Du hast jetzt vierzig Minuten sehr interessant erzählt aber nur von
00:32:40: dir.
00:32:42: Nur von dir!
00:32:42: Du hast mich das nicht gefragt, das nicht gefraht, das hat dich mal gefragt wie es mir geht.
00:32:47: Was genau?
00:32:49: Wo kommt dass her?
00:32:49: bei dir?
00:32:50: Warum guckst du so auf dich?
00:32:52: Wovor hast du Angst?
00:32:56: Ach herrlich.
00:32:58: Es gibt, gehen wir mal in die Forschung jetzt weiter eine Metallalyse aus dem Jahr zwei tausend achtzehn von Faber und Kolleginnen und Kollegen wo die Forschen im Grunde diese zentrale Annahme von Rogers überprüft haben.
00:33:10: also führt es tatsächlich zu besseren Therapie Ergebnissen wenn die Therapeutinnen und Therapeuten ihren Klientinnen oder Patienten, wie man will mit echter Wertschätzung und Akzeptanz und Respekt begegnen.
00:33:22: Und dafür haben die vierundsechzig Studien mit insgesamt mehr als dreitausendfünfhundert Menschen ausgewertet.
00:33:27: Da wurden ganz unterschiedliche Therapieformen berücksichtigt, ne?
00:33:29: Einzeltherapie, Gruppentherapie erwachsene Kinder usw.
00:33:32: Das Ergebnis war je stärker Menschen das Gefühl hatten von ihrer Therapeuten angenommen und wertgeschätzt zu werden, desto erfolgreicher verlief ihre Therapie.
00:33:46: Der Effekt dabei war jetzt nicht riesig, aber er war über diese verschiedenen Therapieformen robust und besonders schön finde ich wie die Autoren dieser Studie das selber formulieren.
00:33:57: Sie schreiben jetzt sinngemäß Wertschätzung ist nicht die einzige wirksame Zutat von der Therapie Aber sie bereitet den Boden auf dem dann andere Therapeutschintervention überhaupt erst wirken können.
00:34:09: Man muss fairerweise dazusagen, diese Studie hat Grenzen.
00:34:12: Sie zeigt das Wertschätzung mit besseren Therapienergebnissen zusammenhängt.
00:34:16: Sie kann aber nicht beweisen dass sie allein die Ursache dafür ist.
00:34:19: So einer guten Therapie kommen ja viele Sachen zusammen.
00:34:21: Das
00:34:21: ist doch mit Sicherheit eine der Grundlagen, dass man eben diesen Teppichschaft auf den man dann auch gehen kann.
00:34:31: Genau!
00:34:31: Genau.
00:34:32: Und da gibt es direkt noch eine zweite Übersichtsarbeit aus dem Jahr zwetausend dreinzwanzig von zwei Psychologen, von der University of California und die haben sich die wahrgenommene Responsivität des Partners angeguckt.
00:34:48: also ist ein etwas sperriger Begriff aber eigentlich auch wieder ne sehr schöne Idee.
00:34:51: habe ich das Gefühl dass mein Gegenüber mich versteht meine Sicht nachvollziehen kann mir mit echter Fürsorge begegnet.
00:34:59: Genau dieses Erleben nennen die dann wahrgenommene Responsivität.
00:35:03: Kommt da was zurück und sagen, dass genau dieses Gefühl ein wichtiger Baustein für eine glückliche Beziehung ist.
00:35:09: Das ist das, was ich eben beschrieben habe.
00:35:10: Hast du denn pro Woche ja zumindest mal drei Minuten das Gefühl, dass deine Partnerin dein Partner ... dir mit Responsivität begegnet.
00:35:18: Wir haben ja schon oft über Beziehungen gesprochen, wo du wirklich dir nur noch an den Kopf fassen kannst und das Gefühl, dass da kommt so gar nichts mehr zu... Ja, ja!
00:35:23: ... in so einem toten Fisch-Fischvollen Arbeit.
00:35:26: Und hierbei zeigt sich jetzt Menschen die sich von ihrem Partner eher verstanden und angenommen fühlen erleben im Schnitt mehr Nähe, mehr Vertrauen,... ...mehr Intimität sprechen.
00:35:36: offene überschwierige Themen können ihre Gefühle besser zeigen und entwickeln langfristig stabilere Beziehung.
00:35:42: Also eine Reihe von Pluspunkten Und genau dieses, dachte ich so beim Lesen von Rodgers.
00:35:50: Dieses Gefühl ist vielleicht ja auch das größte Geschenk was du als Eltern
00:35:54: ein
00:35:55: Kind machen kannst?
00:35:55: Ja!
00:35:56: Genau und ich glaube dann hast du eine bessere Grundlage für spätere Partnerschaften wie du es gerade schon geschildert hast.
00:36:03: Ich glaube nicht dass es jemand hinterfragen würde weil's so offensichtlich ist.
00:36:09: Wenn das Kind erlebt er hier kann ich erzählen... Hier kann ich traurig sein, wütend sehe.
00:36:12: Kann auch schwierig sein und trotzdem verliere... ...verliere ich diese Liebe der Eltern nicht sondern es kommt Responsivität.
00:36:19: Es kommt was zurück.
00:36:20: das scheint mir auch sehr zentral.
00:36:21: Ja ja
00:36:23: wir lernen Carodas jetzt also schon immer besser kennen.
00:36:26: und vielleicht einmal ein bisschen zusammengefasst.
00:36:27: Er dreht den Spieß im Prinzip um, passt zu dem was du gerade eben beschrieben hast von dem Film.
00:36:32: die Probleme bringt der Klient mit er bringt aber auch die Lösungen mit.
00:36:35: nicht
00:36:36: ich als Psychologe, Psychiater weiß jetzt da am allerbesten Wattphase ist und muss ihn irgendwie analysieren sondern ich schaffe im Prinzip durch drei große Bausteine nämlich Echtheit Empathie und Akzeptanz überhaupt erst mal so eine Art Acker wo die Kartoffel sich darauf entwickeln kann und wieder wachsen kann.
00:37:00: Und dann vielleicht den Lösungen, dem eigenen Verstehen einem anderen Umgang mit sich selbst ein Stück weit näher
00:37:06: kommt.".
00:37:07: Das haben wir auch kritisch hinterfragt aber das vielleicht einmal so bis hierhin... Und Karl Rogers beschäftigt sich jetzt daraus Erwachsen aus alldem was der mit diesen Menschen erlebt hat in all diesen Therapiesitzungen mit der großen Frage, wie geht es denn dann?
00:37:22: Mensch sein.
00:37:23: Wie funktioniert das denn?
00:37:24: Wie kann ich den so heißt sein Buch und Becoming a person also eine Person ein Mensch werden.
00:37:31: Wie kann nicht das schaffen?
00:37:32: Und da hat er eine Reihe von Ideen die deshalb hier am Anfang schon angekündigt mich total berührt haben neben allem was wir jetzt schon hatten.
00:37:39: und ein ganz ganz wichtiger Punkt für Rogers ist Ich kann meine Erfahrung vertrauen.
00:37:46: Ah
00:37:48: ja.
00:37:50: Kennst du das, dass man manchmal eben der Erfahrung nicht vertraut?
00:37:55: Ja!
00:37:57: Dass man immer wieder unsicher wird.
00:38:00: Also auch gerade so in diesem Zwischenmenschlichen.
00:38:02: Ein bestes Beispiel für mich sind so enge und wichtige Beziehungen.
00:38:06: wie oft hast Vielleicht auch schon mal in der liebesbeziehung bei mir aber auch schon im beruflichen momenten gedacht.
00:38:14: so ich hab hier ein störgefühl.
00:38:16: ja genau das
00:38:17: stimmt was nicht dieser mensch behandelt mich scheiße er redet vielleicht nur von sich oder du merkst und er hat dich da und da mal irgendwie so ein bisschen Ja, hatte sie irgendwie so So ein bisschen snitschig verhalten und ich irgendwie ausgenutzt oder sowas.
00:38:29: Aber dann schiebst du das weg Und dann vertraust du nicht deiner Erfahrung, sondern irgendwie so ein Intellekt in einem schlauen Gedankengang in deinem Kopf.
00:38:36: Ja aber der wird mir ja empfohlen.
00:38:38: oder ja wir sind ja jetzt schon so lange zusammen
00:38:41: und man muss ja auch... Vielleicht liegt es auch ein bisschen an mir
00:38:43: was... ...und vielleicht liegt's auch ein bißchen an mir!
00:38:46: Das ist das doch?
00:38:47: Ja genau das meine ich.
00:38:49: Ich glaube das kennen wir alle.
00:38:51: Du hast ja gerade gesagt die Erfahrung auch Vertrauen und das wäre so einen Punkt wo ich mir selber sage da muss ich mich noch verbessern Vertraue doch einfach mal deine Erfahrung.
00:39:02: Ja, auch durchaus ein naiver Mensch der auf die dümmsten Sachen reinfällt.
00:39:10: Also mich zu verarschen macht fast keinen Spaß weil es so einfach ist.
00:39:16: Mein Spatzel schüttelt immer nur den Kopf
00:39:20: und
00:39:21: schickt mir immer wieder Reels wo ein Typ durch die Gegend läuft und schon völlig naive Sachen macht und da steht jemand runter Nichts mit dem Herz hier noch immer.
00:39:34: Ich weiß genau was du meinst, okay?
00:39:36: Ja und aber also wo merkst du das wenn es wichtiger wird?
00:39:41: Naja auch im Geschäftlichen!
00:39:43: Also mittlerweile habe ich ja Gott sei Dank Leute um mich auf Freunde die geschäftlich sehr bewandert sind oder frage lieber nochmal nach Aber eigentlich ist genau der Bereich wo nicht meine Erfahrung vertraue.
00:39:55: Also mittlerweile sollte ich das einschätzen können ... mein Umfeld, weil ich mich nicht auf meine Erfahrung verlassen will.
00:40:07: Ja!
00:40:07: Ich hab also... wie gesagt kenne ich auch und ich habe sogar zwischendurch aber das auch anders rum wo ich dann gemerkt hat boah wie geil ist es wenn du dich auf die Erfahrungen verlassen kannst?
00:40:17: So finde
00:40:18: ich jetzt mittlerweile wirklich das beste Beispiel im Bühne dass du sagst ey Verlasse dich auf das, was du dort erlebst.
00:40:26: Du sitzt vorher in deinem stillen Kämmerlein und denkst dir ja das könnte lustig sein oder dass es bestimmt spannend und das kannst du super aus der Wissenschaft erzählen.
00:40:33: und dann gehst du raus auf die Bühne und merkst oh!
00:40:35: Es funktioniert ja gar nicht oder es sieht keiner außer mir.
00:40:38: Oder das ist noch völlig unklar und dann hast du aber die, dann machst du aber Erfahrungen wo dann umgekehrt hier auch manchmal was passiert wo du so dachtest na das ist vielleicht das Zuwaage oder ich weiß nicht ob's auch andere berührt.
00:40:51: und dann machst Du plötzlich die Erfahrung boah krass hier wirds grad komplett still im Raum und du hast wirklich das Gefühl dass machten so viele Köpfen klick.
00:40:59: Hast du mir also eingebleut, Alter macht genug Testshows.
00:41:02: Macht genug Previews.
00:41:03: deswegen mag ich diese Momente da eigentlich so sehr weil das so echt passiert dass du komplett über dieses Erleben, über deine eigene Erfahrung gehst.
00:41:11: Was erfahre ich hier in diesem Moment?
00:41:12: Und das macht was mit mir und dem Vertrauen!
00:41:15: Ja,
00:41:15: aber gleichwohl auch im Freundes-und Verwandtenkreis, auch Menschen die man sehr lieb hat sind manchmal... Da gibt es immer so ganz apodiktische Menschen, die alles, was sie sagen, mit dem Brustton der Überzeugung bringen, das ist nur so sein kann und nicht anders.
00:41:35: Und da steht mir immer der Mund auf, wo ich bewunder das fast.
00:41:38: Ich würde es auch gern können.
00:41:39: Alles Mögliche sagen ohne den Hauch eines Zweifels.
00:41:45: Da ist schon besser so, dass man zweifelt.
00:41:48: Wem sage ich das?
00:41:48: Jemand, der sich für Wissenschaft interessiert wird ja den Zweifel immer hoch leben lassen.
00:41:53: Total!
00:41:54: Ja, das
00:41:54: sind wir schon fast wieder bei dem... Wie heißt er dann in Kruger Effekt?
00:41:57: ne?
00:41:59: Größte Fresse bei totaler Ahnungslosigkeit.
00:42:03: Ah, ja.
00:42:04: Aber es passt eigentlich wirklich auch ganz schön zu dem was Rogers uns hier rät.
00:42:08: und er sagt eines der grundlegenden Dinge die ich lange nicht begriffen hatte und dir immer noch lernt ist dass sich lohnt eine Tätigkeit auszuüben wenn ich das Gefühl habe dass sie wertvoll ist.
00:42:21: also anders gesagt Vertrau diesem organischen Empfinden, so nennt er das.
00:42:26: Das passt für mich gut zu!
00:42:27: Ich hab ja nicht nur meinen Kopf sondern eben auch mein ganzen Körper.
00:42:31: fühlt sich das für mich an was ich da mache?
00:42:34: und zwar sagt der, dass wäre für ihn oft vertrauenswürdiger als der Intellekt Und er hat das dann beschrieben, wär sein ganzes Berufsleben lang.
00:42:41: Wir haben es ihm schon gehört.
00:42:42: Er hat oft Sachen umgeworfen und auch revolutionäre Dinge als erster gemacht und meinte er hatte so oft die Rückmeldung bekommen oder hatte natürlich dann auch Zweifel an sich selber, aber er sagte hat es nie bereut in Richtungen gegangen zu sein die sich richtig anfühlten.
00:43:01: Auch wenn das damals irgendwie einsam war oder er sich auch manchmal ein bisschen vorkam wie einen Hochstabler oder jemand der was Falsches tun könnte und hat dann wirklich gesagt dieses Lernen sich da auf dieses innere Gefühl zu verlassen dass das unglaublich wertvoll ist und sagt, er hat mehr Respekt vor den Wagengedanken die von Zeit zu Zeit in ihm auftauchen.
00:43:25: Und die sich vielleicht anfühlen als wären sie von Bedeutung seitdem er das berücksichtigt.
00:43:30: Und das glaube ich ist etwas was uns oft verloren geht.
00:43:34: also für mich es so... im Alltag.
00:43:37: Dann hast du den Stress, die Daily hasselst und dann hast du irgendeinen Hickack.
00:43:41: Irgendwas ist ja immer!
00:43:43: Und du kannst ja wunderbar deinem Hamsterrad laufen machen tun und dann gehst du abends noch joggen und am nächsten Tag musst du dich um die Versicherung kümmern und es wieder was berufliches und am Wochenende fährst du auf ein Festival und so weiter bis wieder raus Und dann innezuhalten und zu sagen, ey warte mal irgendwo da drunter sind vielleicht Gefühle, sind vage Gedanken die zwischendurch sich wünschen würden.
00:44:04: Ey Leon hör uns nehmen wir uns mal wahr vertraue hier deiner Erfahrung und nicht nur dem was du da so alltagsmäßig drüber müllst.
00:44:12: absolut.
00:44:12: das ist glaube ich etwas was uns oft abgeht und was wir übersehen.
00:44:16: aber es ist nicht so dass man immer mehr dahin kommt dass Leute von ihren Problemen schildern eben auch von ihrem Wir fühlen mit denen sie nicht klarkommen, dass man auch immer mehr ohne Therapeut zu sein fragt.
00:44:30: Was könnte denn wirklich dahinter stecken?
00:44:32: Das habe ich mir mittlerweile so angewöhnt.
00:44:35: Ja wir haben den und den Streit zu Hause.
00:44:39: meine Freundin rastet immer aus.
00:44:40: wenn das und das und dann frage ich jetzt immer schon was könnte denn da hinterstecken wo könnte es ja wirklich herkommen?
00:44:47: und das finde ich glaube So mit das Wichtigste in der Psychologie, dass man immer guckt wo könnte es eigentlich herkommen.
00:44:54: Also was du gerade schon sagtest nicht zugemüllt sondern mal... Das alles beiseite geräumt und dann mal gucken was steht da wirklich?
00:45:04: Rodgers sagt dann dazu und das passt wunderbar zu dem was du eben angesprochen hattest mit dem Dann sitzt man da und macht so Erfahrungen wo man sich denkt hey bin ich das eigentlich?
00:45:13: Ja Dass er sagt.
00:45:15: viele Menschen erleben sich so Ich Bin Ein Bestimmter Mensch So bin ich, ich bin Leon und so.
00:45:23: Und dann habe ich aber manchmal Sachen die ich fühle, die überhaupt nicht dazu passen.
00:45:27: Zum Beispiel sagt er Ich liebe meine Eltern, aber manchmal spüre ich irgendwie eine richtige Bitterkeit gegen meine Eltern.
00:45:33: Denke auf einen Moment mal wo kommt ihr her?
00:45:35: Was darf ich doch nicht fühlen!
00:45:36: Ich muss doch meine Eltern... Ja und
00:45:37: beides geht ne?
00:45:39: Beides geht oder eigentlich halte ich mich für wertlos.
00:45:42: und trotzdem gibt es Momente in denen ich mich allen anderen total überlegen fühle Fast so ein Nazist mit so Grandiositätsvorstellungen.
00:45:51: Und er sagt, zu Beginn der Therapie entsteht oft das Gefühl da bin ich und da sind meine Gefühle aber beides gehört irgendwie nicht zusammen.
00:46:01: Und das eigene Selbstbild.
00:46:02: also wie denke ich dass ich bin?
00:46:04: Und eben meine Erfahrungen stehen erst mal im Widerspruch zueinander.
00:46:08: und er sagt Im Laufe der Therapien verändert sich das langsam aus dem Gedanken diese Gefühlen da können unmöglich zu mir gehören wird irgendwann, naja vielleicht kann ich all diese Erfahrungen zulassen auch wenn sie widersprüchlich sind.
00:46:24: Ja
00:46:26: und er sagt das ist einer der entscheidende Momente jeder tiefgehenden Therapie.
00:46:31: Der Klient kommt am Anfang mit dem Wunsch seine Probleme zu lösen und irgendwann merkt er Ich bin hierher gekommen Probleme zu Lösen und stattdessen erlebe ich mich selbst
00:46:42: ja und diese Widersprüchlichkeit Ja, auch mit zu umarmen und nicht sagen so hier ist der große Topf da sind die guten Sachen.
00:46:52: Und ich habe aber auch die und die negativen Gefühle und die lasse ich draußen.
00:46:57: Sie gehören ja zusammen bei deinen Freundinnen Freunden dass du sagst das war ganz besonders an ihr an ihm Aber das und das Ganze und gar nicht.
00:47:10: und trotzdem mag ich diese sehr.
00:47:16: Gibt es für dich so ein Widerspruch, den Du im Laufe der du strengst noch ein bisschen älter und deswegen wieder der Versuch was abzugreifen.
00:47:22: Also gibt's für dich die Sachen wo du so sagen würdest hey im laufe der zeit habe ich gecheckt da ist einen widerspruch an hier.
00:47:28: aber Ich hab gelernt den zu akzeptieren oder wie mich aufzunehmen?
00:47:32: Ja ich sage jetzt mal was du wahrscheinlich gleich sage mache ich auch drei haken dran Was mein äußeres angeht.
00:47:41: Die meiste Zeit denke ich, oh Gott, gerade so diese Situation im Kaufhaus.
00:47:46: Die Spiegel an denen man mit der Rolltreppe vorbeigeschoben wird und denkt ne ne?
00:47:51: Dann bin ich nicht!
00:47:53: So hässlich bin ich nich'.
00:47:55: Und trotzdem gibt's ja Momente wo man auch sein Äußeres dann mag.
00:48:00: Und das ist eine Sache, auch das, ich wiederhole mich jetzt schon wieder.
00:48:04: Aber es ist ja vielleicht ganz gut so.
00:48:06: Auch das ist ja was den meisten von uns so geht, dass man manchmal sich ganz attraktiv findet aber eben manchmal auch sogar nicht.
00:48:16: und das ist ein Widerspruch.
00:48:17: wo du jetzt mittlerweile sagst, manchmal stehe ich morgens da und denke Alter vom Auto überfahren Und dann, zwei Tage später findest du dich wieder ganz... Genau.
00:48:26: Das ist ja genau das, dass wenn ich jetzt den einen Moment habe wo ich sage ach ich bin ja eigentlich doch noch ein lecker Kerlchen Dann kann man ja nicht dieses Gefühl nehmen und jetzt für immer so sein Gehören eben auch die Tage dazu wo man vielleicht ganz genauso aussieht aber denkt ach du Scheiße quasi Modo war doch sehr hübsch gegen mich.
00:48:50: Ja
00:48:52: Er ist gut Roger beschreibt einen seiner Klienten, der versucht hat diese Veränderung mal so aus sich heraus zu in Worte zu fassen.
00:49:03: Und er hat gesagt ich weiß gar nicht mehr wer ich eigentlich bin.
00:49:07: Ich kenne glaube auch ganz viele von uns das Gefühl gerade in dieser Zeit dass man oft da sitzt und sich fragt hey wer bin ich eigentlich?
00:49:13: Aber manchmal sagt er wenn ich einfach nur fühle habe ich für einen kurzen Moment das Gefühl wirklich dazu sein echt zu sein.
00:49:25: Und er sagt dann auch, dass ihn die Widersprüche verunsichert, die man da entdecken kann.
00:49:29: und du denkst die ganze Zeit hey ich bin doch eigentlich anders und ich empfinde doch anders und das ist total beunruhigend und sagt gleichzeitig ist es aber auch ein Abenteuer und kann total aufregend sein herauszufinden wer ich denn da eigentlich bin?
00:49:41: Und dass er sich manchmal bei dem Gedanken ertappt, dass der Mensch vielleicht tatsächlich in Ordnung ist was auch immer das genau bedeutet und sagt, es ist am Ende eine Reise.
00:49:52: Und ich möchte – auch wenn diese Reise beängstigend ist – trotzdem irgendwie versuchen zu verstehen, wer ich bin, was mich ausmacht?
00:49:58: Ja
00:49:59: ja!
00:49:59: Und eben sich auch so in Ordnung zu finden mit den Widersprüchen.
00:50:05: Vielleicht auch genau diese Seiten die man absolut nicht an sich mag aber irgendwann damals wieder die Akzeptanz
00:50:13: hat,
00:50:13: dass man sagt ne, das ist Teil meiner Persönlichkeit Ja, es ist vierundzwanzig Stunden nur die Sonne scheinen würde.
00:50:20: Das wäre nicht gut für mich.
00:50:24: Also der große Gedanke ums zusammen zu fassen von Rodgers Ich kann meine Erfahrung vertrauen.
00:50:31: Schiebt das nicht weg, müll es nicht zu, Intellekt und Überlegen ist super und toll und alles analysieren auch.
00:50:37: aber manchmal ist das wie erlebe ich es eigentlich?
00:50:41: Und selbst wenn da Widersprüche sind und Sachen die auf den ersten Blick überhaupt nichts zu mir passen am Ende vielleicht doch genau dieses Vertraut deinem erfahren etwas was ganz wichtig ist um sich selber zu verwirklichen um sich weiterzuentwickeln.
00:50:56: Da haben wir es ja eben wieder, Vertrau drauf.
00:51:00: Ja genau!
00:51:00: Daran.
00:51:00: anschließend sagt Rogers als nächstes die Beurteilung durch andere ist kein Leitfaden für mich.
00:51:08: So, sagt sich so leicht ne?
00:51:09: Kennen wir auch alle.
00:51:10: dann stehst du da im Kaufhaus auf der Rolltreppe und guckst in den Spiegel und denkst shit ey und da drüben sind die ganzen Fotos von den Models und sehen die alle geil aus.
00:51:16: und was haben die für krass coole Klamotten?
00:51:18: und die anderen sind doch eh so viel schöner und jünger und gestrafter und aufgespritzer und hasse nicht gesehen.
00:51:25: Die Urteile von anderen sind zwar zu beachten und auch zu berücksichtigen, aber sie können niemals eine Richtschnur für mich sein.
00:51:32: Und er sagt das war schwer zu lernen.
00:51:34: Ich glaube, das können wir uns alle vorstellen.
00:51:35: Der Mensch ist ein soziales Wesen, haben wir hier in all den Jahren immer wieder betont.
00:51:39: Wir orientieren uns an andern!
00:51:42: Und er sacht dann aber ja... und trotzdem erinnert sich wie er total erschüttert war als so'n sehr gelehrter, sehr nachdenklicher Mann, so ne Art Instanz für ihn ... der viel, viel kompetenter und viel sachkundiger als Psychologe war.
00:51:55: Ihm gesagt hat, dass er Fehler macht... Und zwar so wie er sich für Psychotherapie interessiert.
00:52:00: Das können ja niemals zu irgendwas führen!
00:52:03: Und er sagt Ja natürlich solche Kritik die frisst dich auf ne?
00:52:06: Und die ficht dich so an!
00:52:08: Und dann gleichzeitig hatte er sich total über extremes Lob gefreut.
00:52:14: Aber er sagt Er hat sich eigentlich immer wieder darum bemüht... Obwohl er diese Erfahrung kennt, dass das er sich keine allzu großen Sorgen macht wie die anderen ihn bewerten.
00:52:28: Also zu wissen ob das was ich tue ehrlich gründlich offen und solide oder falsch ist.
00:52:34: da ist eher die einzige Person die das beurteilen kann.
00:52:37: Aber das
00:52:37: ist ja ein Ideal!
00:52:39: Ich möchte das auch.
00:52:40: Das gelingt mir nur nicht immer.
00:52:41: Möchte ich auch.
00:52:43: Mich einfach so gut zu finden wie ich bin.
00:52:45: das gelingt nicht immer Ja
00:52:48: oder mich vor allem von der Bewertung von anderen zu lösen.
00:52:50: Ich habe es gerade sehr, sehr... Da hatte ich echt dran zu knabbern.
00:52:53: also ich hab eine vor kurzem mit hera explorer folge gemacht und da ging es darum dass das wir wissen wollten wenn Menschen verschwinden was übrigens viel häufiger passiert, als man erst mal denken würde.
00:53:06: Die allermeisten tauchen nach kürzester Zeit wieder auf, da ist dann jemand nur kurze Geräte oben gewesen und das Kind ist länger bei einem Freund... Ja ich weiß es gerade nicht mehr genauer aber es waren auf jeden Fall Tausende so aus dem Motto!
00:53:17: Und es sind auch permanent in Deutschland wirklich viele Leute vermisst.
00:53:20: also ich war... Sorry, ich weiß gerade die Zahlen ja, weil ich war echt geflasht.
00:53:23: Ist auch nicht so wichtig sondern es ging am Ende eigentlich darum dass ich verschiedene Menschen getroffen habe, die davon erzählt haben wie das ist und das war unglaublich berührend eine der berührendsten Geschichten, die haben wir dann halt auch länger erzählt.
00:53:37: Da habe ich einen Vater getroffen in Tothmos.
00:53:39: Das ist ein ganz kleiner Ort im Süden und im Süd von Deutschland.
00:53:44: Und das ist die Tochter Scarlett beim Wandern im Alter von sechsundzwanzig Jahren am zehnten September zwei tausend zwanzig verschwunden.
00:53:52: Und zwar bei so einer Schluchtensteigwanderung im Südschwarzwald war das Ganze.
00:53:57: So!
00:53:58: Ich hab' also den Vater getroffene Ralf mit ganz vielen anderen auch einfach verzweifelt, diese Tochter sucht und da so viel kämpft.
00:54:07: Und ich treff den... und dem kommen sofort die Tränen!
00:54:11: Es war einfach unglaublich berührend.
00:54:14: Ich hab ja dann den ganzen Tag mit ihm verbraucht und wir hatten einen super Draht und haben uns gut unterhalten und es war einfach alles sehr heftig.
00:54:23: Ich kann einfach sehr empfehlen, da mal reinzugucken, weil das natürlich hilft wenn viele Leute sowas sehen Am Ende doch noch irgendwie eine Spur kommt.
00:54:33: So, worum es mir aber gerade ging war dass ich dann ganz ganz viele Reaktionen unter das YouTube Video bekommen habe oder zumindest einigelt was ich sonst so nicht kenne.
00:54:41: wo sie ist boah voll unempartisch.
00:54:42: der Moderator ey absoluter Scheiß-Moderator.
00:54:45: ey wieso?
00:54:46: Wieso lasst ihr denen das machen?
00:54:47: alter wie redet der mit dem?
00:54:49: jetzt fragt er den hier hey dir kommen die Tränen ist doch klar dass der Vater weint und ich saß da und war so.
00:54:54: Ich war richtig getroffen.
00:54:56: Weil ich dachte, ey shit!
00:54:57: Ich geb mir so Mühe immer total empathisch mit den Menschen zu sein und mich total darauf einzulassen.
00:55:03: Und hatte auch in dem Fall bei dem Gespräch komplett das Gefühl.
00:55:07: Dann kommt halt die Welt und prasselt auf dich ein.
00:55:11: Plötzlich wirst du so krass bewertet von außen und liest es und denkst, ey das ist so harsh und so knallhart.
00:55:18: Natürlich würd's dann gerne sagen, is mir jetzt komplett egal... Wer mich trifft das dann?
00:55:25: Ja, vielleicht war es ja sogar so, dass du besonders objektiv sein wolltest in dem Moment und nicht durch deine Gefühligkeit das auch noch effakt mehr erfragt hast.
00:55:38: Und dann kommt genau das Gegenteil und du bist als unempatisch kritisiert.
00:55:44: Genau!
00:55:45: Da habe ich dann ein bisschen gedacht – und das ist jetzt für mich eine Einschränkung von Rogers – Ich finde schon, dass es legitim ist sich Kritik Nicht nur anzuhören, das sagt er natürlich auch.
00:55:55: Er sagt auch nehmt Kritik auch ernst und ich freue mich auch über Lob ist ihm auch ganz wichtig.
00:56:00: aber er sagt halt dieses grundsätzliche dich immer einen anderen auszurichten dass es falsch und es würde sich auch grundsätzlich unterschreiben.
00:56:06: Aber ich glaube eben trotzdem dass selbst wenn diese Kritik da jetzt harsches und heftiges nicht so denke naja Vielleicht war ich in dem Moment auch ein bisschen unempathet.
00:56:15: Ich habe es nicht so empfunden, aber vielleicht kann ich auch was draus machen und vielleicht kann sich auch versuchen so eine Kritik anzunehmen und das nächste Mal halt eben zu sagen hey selbst wenn es für mich sich so im Moment nicht angefühlt hat und ich auch hier ehrlich zu meiner Linie stehen will ist ja trotzdem auch wichtig.
00:56:29: nehme ich Menschen die sich das angucken mit oder entsteht da irgendeinen Störgefühl ne?
00:56:33: Und dass ist dann etwas wo ich so denke her Es ist auch ein Wert darin, sich an anderen zu orientieren und oft die zu hören.
00:56:39: Und auch eine Kritik anzunehmen.
00:56:41: Die kann oft übers Ziel hinaus schießen... ...und ich bin voll bei Rogers dass wenn das zu weit geht und du dich dann nur noch wie so'n Fähnchen im Wind an dem ausrichtet wo der Applaus herkommt oder vor der Kritik wegläufst,... ...dann machst Du ja nix mehr!
00:56:53: Das wäre überhaupt nicht meine Art.
00:56:54: Aber das finde ich sowas wo man schon ne Gratwanderung finden muss.
00:57:00: Und trotzdem wieder eine seiner großen Ideen also.... Die Beurteilung durch andere ist kein Leitfaden für mich.
00:57:07: Ja, ja... Also er nimmt das als Hinweis aber eben nicht als Leitfahrten okay?
00:57:13: Das ist ja griffig!
00:57:17: Und damit kommen wir schon zu einem nächsten Gedanken der auch mich sehr berührt hat weil ich das tatsächlich in letzter Zeit öfters auch erlebt habe.
00:57:28: Karl Rogers sagt was am persönlichsten ist, ist am allgemeinsten.
00:57:35: Oh, das müssen wir aufdrösen.
00:57:38: Ja, er sagt es gab Zeiten da hatte irgendwie ein Gespräch mit seinen Studis oder Mitarbeitenden oder in seinen Schriften sich so persönlich ausgedrückt so sehr aus seiner Erfahrung geschrieben dass das Gefühl hatte.
00:57:51: ey das wird ja niemand sonst verstehen weil das ja einfach nur ich bin das hier genau.
00:57:55: meine Erfahrungen sind meine Gedanken meine Gefühle und sagt er hat aber diesen Fällen eigentlich immer festgestellt, dass gerade das Gefühl, dass ihm am privatesten, am persönlichsten und deswegen am unverständlichsten für andere erschien sich als ein Ausdruck herausstellte bei dem es bei vielen anderen Menschen dann die stärkste Resonanz gab.
00:58:16: Die stärkeste Reaktion!
00:58:18: Und das hat ihn zu der Überzeugung gebracht, dass das persönlichste und einzigartigste in jedem von uns wahrscheinlich genau das Element ist, dass wenn du's teils oder ausdrückst, andere am tiefsten anspricht
00:58:31: Es muss man sich ja echt mal hinter die Löffel schreiben.
00:58:34: Das ist so ein großartiger Gedanke.
00:58:37: Also stimmt das, frag ich erst mal dich?
00:58:39: Würdest du sagen, dass es stimmt auch wenn du auf der Bühne was erzählst?
00:58:42: Ich hab ja oft bei deinen Shows das Gefühl... Manchmal sitzt man da und weiß gar nicht genau wieso lache ich jetzt?
00:58:48: oder du erzählts in Story.
00:58:50: Ja, ist ja so!
00:58:50: Und du erzähls in Story und ich sitze da und denke, hä?
00:58:54: Du hast eine Story mit Jürgen Du bist mit Jürgen unterwegs, sagst der Dicke.
00:58:57: So nennst du ihn immer dein Kumpel und ihr wart irgendwie am Nürburgring oder sowas.
00:59:01: Vierundzwanzig Stunden rennen und am Ende hockt er auf dem Porter-Potty bei euch im Wohnwagen da am Nörburgringen und kackt einen Riesenhaufen oder so was?
00:59:07: Und du sitzt da und denkst und hörst dir... Ich habe es jetzt hoffentlich ungefähr
00:59:10: richtig wiedergegeben.
00:59:10: Fällt mir gut!
00:59:12: Du hörst hier das an und denkest,
00:59:14: Hä?!
00:59:14: Ich war noch nie am Nürburgring, ich hab kein Freund der Jürgen heißt.
00:59:17: Ich habe auch glaube ich noch nie einen Porter-Potty gekackt und trotzdem wie du das so beschreibst und deinen Umgang damit sitze ich da und denke krass irgendwie.
00:59:26: es berührt mich.
00:59:27: also ist einerseits eine total spezielle individuelle Erfahrung ja aber die...ich hab oft das Gefühl dass genau..also ich kann's total nachvollziehen was Rogers hier sagt dass das die Momente sind die mich am stärksten berühren.
00:59:39: Ja!
00:59:39: Und in der Comedy ist es ja auch tatsächlich so Wenn du die Leute erreichen willst, dann musst du da deinen Weg gehen.
00:59:53: Also du kannst nicht wie so ein Pop-Song versuchen möglichst viele Geschmäcker zu treffen sondern erzähl deine Geschichte.
01:00:02: Ja und das stimmt schon.
01:00:03: Und je mehr auch deine Geschichte ist desto mehr Leute sagen kenne ich nicht wie du es gerade beschrieben hast aber Ich kapier was du meinst Ja, oder?
01:00:16: Und du machst das ja auf der Bühne auch.
01:00:20: Also es ist ja wirklich so dass du auf der bühne Sachen erzählst die dich interessieren.
01:00:26: Du guckst nicht in erster Linie darauf verstehen, dass fünf tausend Leute sondern Das sind ja alles Themen, auf denen du selber Bock hast und deshalb bist ihr wahrscheinlich auch so erfolgreich und deshalb hören die leute dir gerne zu weil man merkt Es ist ja ein Anliegen!
01:00:41: Es ist dir wichtig.
01:00:44: Also, ich gebe mal ein Beispiel wo... Das war jetzt mein Portapotti quasi.
01:00:47: Ich habe in letzter Zeit mich sehr viel mit Hefepilzen verschäftigt und das ist erstmal natürlich und das sind ganz kleine Wesen, wo es... Achtung!
01:00:58: Es sind jetzt wilde Thesen aber mich hat es total berührt.
01:01:01: eine Kernüberlegung ist, dass wir erst einmal denken würden ja der Mensch, der dominiert hier alle anderen so also der Mensch hat alle anderen Lebewesen aller anderen Tieren auf diesen Planeten unterjocht und hat die im Griff und kontrolliert sie.
01:01:12: Aber wenn man sich ein bisschen genauer beschäftigt, wie viele Symbiosen zwischen Lebewesen bestehen dann hat jeder glaube ich schon mal sowas gehört.
01:01:19: Wie ja irgendwie so einen Armeisenhaufen an dem Baum tut den Baum gut oder welche Pilze im Wald haben eine Symbiose mit einer anderen Pflanze?
01:01:26: Alles fein!
01:01:27: Putzerfische am Hei geht irgendwie hin und her okay aber es gibt eben auch ganz viele Sympiosen zwischen Lebewesern und dem Menschen und Hilfepilze sind eine solche Symbiose.
01:01:39: So, und ich will jetzt nicht zu viel vorgreifen weil das habe ich eben alles für die neue, wie ich gerade da weiter ist für die Neue Tour zu recherchieren.
01:01:43: dann hab' ich das so meinen ersten allerersten Leuten mal also um mich herum erzählt und dachte ja wen sollen jetzt got the hell Hefepilze interessieren?
01:01:50: Aber wenn du plötzlich begreist wieviel macht dieses Mikrobiom in deinem Darm?
01:01:55: Und Hefe Pilze die dabei helfen bestimmtes Essen zu verdauen Für uns überhaupt erst aufbereitbar machen nämlich v.a.
01:02:02: Teig hefeteig Wie viele Teig fressen wir Wird ihr plötzlich klar?
01:02:07: Alter Fuck, haben wir eigentlich die... anderen Lebewesen im Griff?
01:02:11: oder haben diese verdammten kleinen Hefe-Pizzer unseren Griff.
01:02:14: Weil wir jeden Tag alles dafür tun, um uns da noch die Hefepizza reinzuknallen und da noch den fetten Donut zu bekommen und da auch den nächsten Teigbatzen zu essen.
01:02:24: Und das ist also ich habe es jetzt ein bisschen verkürzt aber das ist so ein absurdes Thema!
01:02:28: Aber dir wird plötzlich ganz ganz viel Kleibe.
01:02:30: die Arroganz des Menschen sich über andere Lebewesene und Tiere zu steilen...
01:02:34: ...und
01:02:34: den Wunsch wenn du das verstehst und da einen Schritt weiter gehst, plötzlich vielleicht dich selber mehr als Teil von was größerem ganzen als Teil von einer Natur, die eben nicht nur aus menschlich steht.
01:02:45: Sondern wie wir das hier in der Folge mit den Anichnabbecken, mit diesen indigenen Völkern aus den USA und Kanada hatten, die ja so eine ganz starke Verbundenheit einhalb Meter Natur bilden, dann entsteht plötzlich ein anderer Blick auf dich!
01:02:57: Und das war so eine Story zum Beispiel, die ist total speziell und total abgefriegt.
01:03:00: Ich saß da, als ich diese Literatur gegraben habe... ...und die Bücher dazu gelesen haben und dachte, wem zur Hölle soll das interessieren?
01:03:06: Und allen denen ich das jetzt immer so wieder ausführlich erzählt hatte, die waren so krass!
01:03:10: Was?!
01:03:11: Deswegen esse ich vielleicht hier so ne Hefepizza und deswegen hab' ich so viel Bock auf Teig die ganze Zeit.
01:03:16: Weil die Scheißhefen, die Kontrolle kann
01:03:17: man nicht haben.
01:03:19: Und dann merkst du okay, dass es eigentlich genau das was Rodgers sagt, was ganz speziell wirkt.
01:03:25: Was auf den ersten Blick nur dich betrifft oder interessiert, ist vielleicht am Ende das was die allermeisten Menschen berührt.
01:03:30: Ja ja okay dann kann man's nachvollziehen.
01:03:35: Oder?
01:03:35: Sehr
01:03:35: gut.
01:03:37: Manchmal denke ich dass
01:03:38: wir herrscht ihr wehen.
01:03:41: Wir sind natürlich mit diesem Hierarchidenken der Mensch und der Mensch ist die Krone der Schöpfung aufgewachsen Und eine willkommene Gelegenheit das auch mal wieder zu hinterfragen.
01:03:54: Und nicht nur das, sondern auch wenn... Das merke ich oft, wenn ich mit vielen Menschen diese kleinen Soziallexperimente drehe.
01:04:06: Wo dann zum Beispiel jemand was ganz Persönliches erzählt.
01:04:10: Thema Kontaktabbruch hatten wir letztens wie abgefuckt jemand von seinen Eltern war und die sich auch richtig beschissend verhalten haben und der wirklich so eine richtige Wut hatte gegen seine Eltern geschürt.
01:04:22: Und als das alles durch war, da waren halt eben mehrere gerade auch junge Menschen, die Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen hatten.
01:04:27: Hat er dann aber auch gesagt und trotzdem ich liebe die.
01:04:33: Und du merkst es ist viel dem nicht leicht das so zu erzählen weil das war ja jetzt ein offensichtiger Widerspruch zu wie scheiße diese Eltern zu dem waren.
01:04:40: und man hat aus dem Business Gefühl... Ich will's nicht sagen der kam sich blöd dabei vor aber der hat das total gecheckt.
01:04:46: hey das macht ihr eigentlich überhaupt keinen Sinn!
01:04:48: Als er das aber so erzählte merktest du boah das ist seine ganz persönliche Erfahrung Aber die resoniert hier gerade in ganz vielen anderen.
01:04:56: Und die anderen haben genickt und du spürtest so, wie gut das tut zu merken.
01:05:00: ey ich bin damit nicht allein!
01:05:02: Also bei Potter Potty und Hefe Pilzen ist es ja jetzt mehr eine nette Geschichte die ein fasziniert und die Interesse und Neugier weckt.
01:05:10: aber ich glaube grade auf dieser Gefühlsebene werden wir so oft denken da fühle ich was was nicht sein darf Da denke ich, was man nicht denken darf.
01:05:18: Da habe ich Ängste, die nicht ins Leben gehören.
01:05:22: und wenn du dann aber anfängst diese ganz persönlichen Erfahrungen zu teilen Dann zu spüren ey das kennen andere auch
01:05:30: Ja und das hatten wir ja eingangs eben schon, dass diese Widersprüchlichkeiten mit reinzunehmen Also nicht das eine dazu lassen als andere ist bei mir Sondern es gilt auch diese Wiedersprüchlichkeit gehört eben zu dir.
01:05:43: Und damit mein Lieber so langsam Richtung Ende würde ich sagen.
01:05:50: Vielleicht noch ein Gedanke, den Rodgers als Humanist der war mit am höchsten gehalten hat nämlich wir sind im Grunde
01:06:00: gut.
01:06:03: und da sagt er das war eigentlich eine die der revolutionärsten Erkenntnisse seiner therapeutischen Arbeit.
01:06:09: Er hat nämlich zwei große, ganz einflussreiche Tradition damit angefangenen abzurasieren.
01:06:14: Einmal so dieses christlich-protestantische, du wirst schon mit der Erbsünde geboren und musst jetzt davon erlöst werden irgendwie in dem Diabetes oder Ablasshandel betreibst.
01:06:24: Und aber auch gegen Sigmund Freud und die so mächtige Psychoanalysie damals weil Freud und seinen Anhänger, die waren selber zeugt dass das s Ja, ja.
01:06:34: Also ich ess und über ich das ess.
01:06:36: So ein unbewusster Kern des Menschen vor allem aus Trieben besteht die wenn man den freien Lauf lässt dann zu incest zum Mord und anderen Verbrechen führen würden.
01:06:46: also tief in deinem Kern bist du eigentlich ganz schlecht und fatal und das musst du irgendwie nen Griff bekommen.
01:06:52: Roger sagt nein für ihn ist Therapie es haben wir gesagt vor allem so eine Rückkehr zur unmittelbaren eigenen Erfahrung zu dem, was wir tatsächlich wahrnehmen fühlen körperlich erleben.
01:07:06: Und vor einer Therapiesache stellen sich viele Menschen oft ganz unbrust immer wieder dieselben Fragen.
01:07:11: Was erwarten andere von mir?
01:07:12: Was würden meine Eltern und meine Kultur von mir wollen?
01:07:15: Was sollte ich
01:07:16: tun?".
01:07:17: Und richten ihr Verhalten die ganze Zeit daran aus!
01:07:21: Im Verlauf der Therapie verändert sich diese Perspektive und der Mensch fängt dann an zu fragen wie erlebe ich diese Situation eigentlich?
01:07:28: Welche Bedeutung hat sie für mich Wenn ich mich so oder so verhalte, wie fühlt sich das für mich an?
01:07:34: Und dann beginnt der Mensch Entscheidungen auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrung zu treffen.
01:07:38: Das haben wir eben auch gesagt nicht impulsiv oder irgendwie egoistisch schlecht für andere sondern seine realistische Abwägung.
01:07:45: die trägt jetzt seinen Handel.
01:07:47: Hast dir herausgenommen?
01:07:48: ne?
01:07:50: Genau und Rogers sagt wenn dieses diese Bewusstheit entsteht Dann kommt was dazu was im Alltag eben oft fehlt vollständige unverzehrte Wahrnehmung von meiner eigenen Erfahrung.
01:08:02: Du lernst deine Gefühle, deine körperlichen Reaktion, dein unmittelbares Empfinden ernst zu nehmen statt das ständig durch Erwartungen, durch Bewertung oder irgendwelche inneren Gebote ob jetzt von der Kirche vor deinen Eltern und von Sigi freut zu überlagern.
01:08:16: Und da kann man besser werden tatsächlich?
01:08:19: Ja und er verweist dann auf Abraham Maslow, den wir hier letztens auch schon mal besprochen haben mit einem Gedanken, den ich sehr schön finde.
01:08:27: Maslow argumentiert dass viele Gefühle die wir als schlecht oder wie antisozial betrachten Feindseligkeit, Eifersucht und Aggression gar nicht zu unserem eigentlichen Wesenskern gehören.
01:08:40: Also wenn ich jetzt irgendwie aggressiv bin oder eifersüchtig, oder irgendwie sonst böse dann sagt Maslow ja naja die entstehen Wenn grundlegende menschliche Bedürfnisse frustriert werden also das bedürfnis nach Liebe Nach Sicherheit nach Zugehörigkeit.
01:08:55: und diese bedürfen sind für Maslow Und auch für Rogers nichts problematisches im Gegenteil sehr ganz normal und gesund dass wir gemocht werden wollen verbunden sein.
01:09:04: Und das Seben der Perspektivwechseln, nicht die Eifersucht ist ursprünglich?
01:09:09: Nicht der Hass.
01:09:10: Nicht die Aggression.
01:09:11: Alles wo wir von aus vielleicht sagen könnten Boah!
01:09:13: Bei all dieser Wut auf dieser Welt bei all dem Konflikt, bei all den Rumpöbeln, bei allen Kommentarspalten voller Hass, voller Groll.
01:09:22: Der Mensch ist eben böse.
01:09:24: Nein Die beiden sagen Ey Wir haben das Bedürfnis geliebt zu werden und sicher zu fühlen, zugörig zu fühl'n.
01:09:30: und wenn DAS nicht
01:09:31: erfüllt ist normal
01:09:33: Ja, dass sowas wie Eifersucht Wut oder auch eine Aggression entstehen kann.
01:09:37: Ist damit nicht gerechtfertigt?
01:09:38: Heißt ja nicht okay passt.
01:09:40: dann aber die beiden sagen naja grundsätzlich aus diesem Wunsch heraus sich verbunden und geliebt zu fühlen entstehen auch negative Gefühle und kann auch negatives Verhalten entstehen.
01:09:51: Aber das ist nicht das was das Problem ist.
01:09:54: Und tatsächlich gab es dazu ne Methanalyse von zwei tausend zwanzig zumindest im weizen Sinne wo man geguckt wurde.
01:10:00: Was passiert eigentlich wenn Menschen Wer ja lieben und verbunden sein wollen, soziale Ablehnung erfahren.
01:10:07: Und dafür haben die einundvierzig experimentelle Studien mit über dreitausend achthundert Teilnehmenden ausgewertet.
01:10:13: In all diesen Studien wurden Menschen zunächst sozial zurückgewiesen oder ausgeschlossen.
01:10:19: Kannst du dir so vorstellen?
01:10:19: Du sitzt da am Computerspiel zum Spiel mit anderen, denkst du... ...und irgendwann hören die auf dir den Ball zuzuwerfen!
01:10:25: Du wirst also plötzlich
01:10:26: ausgeschlossen.".
01:10:27: gibt es dann auch in anderen Setups.
01:10:28: Und wie reagieren jetzt diese Menschen?
01:10:30: Eher hilfsbereit oder eher aggressiv?
01:10:32: Ja, ja.
01:10:33: Was wird zusammen?
01:10:34: Aber wir haben eher aggressif und das hatten wir vorhin auch schon.
01:10:41: Es liegt immer was drunter!
01:10:44: Ja, richtig.
01:10:45: Die soziale Zurückweisung führte im Schnitt zu mehr agressiven und weniger prosozialen Verhalten.
01:10:51: Okay.
01:10:52: Das heißt jetzt natürlich nicht, dass jeder Mensch da aggressiv wird.
01:10:55: aber die Studie legt also nahe das Aggression oft keine ursprüngliche Eigenschaft des Menschen ist sondern eine Reaktion auf das verletzte Bedürfnis nach.
01:11:04: hey lasst mich mitspielen!
01:11:05: Lasst mich dazugehören.
01:11:07: ich will auch Liebe empfinden Und das fand ich einen sehr hoffnungsvollen Gedanken, also hinter ganz ganz vielen schwierigen Seiten des Menschseins.
01:11:16: Hinter Boshaftigkeiten, hinter Konflikten, hinter Streit, hinter Eifersucht, hinter Neid steckt vielleicht am Ende doch einfach ein verletztes Bedürfnis.
01:11:27: Das muss nicht so pauschal gelten und... Wir haben ja hier schon oft diskutiert, gibt es eigentlich böse Menschen.
01:11:32: Könnte man wahrscheinlich wieder drei Philosophiebücher mit voll schreiben?
01:11:35: Aber so dieser Grundgedanke der Mensch ist im Grunde gut von Karl Rogers.
01:11:40: Das finde ich passt sehr gut zu dem wie wir ihn heute kennengelernt haben.
01:11:43: und das vielleicht noch mal was... Was wir für uns selber mitnehmen können wenn wir uns miteinander und mit uns selber beschäftigen.
01:11:49: Sehr schön!
01:11:50: Dann eben auch noch schnell in Literatur hin weiß das Buch Im Grunde Gut von Rutger Bregmann.
01:11:56: Da geht's natürlich auch sehr um die Soziologie aber Wir erleben das politisch ja jetzt gerade auch.
01:12:01: und die Reportagen, wo da irgendwelche normalen Menschen mit hasstverzehrten Gesichtern in die Kamera schreien.
01:12:10: Was sich alles ändern muss und was die Politiker für Deppen sind.
01:12:14: Da denke ich auch so oft wer hat hier so weh getan?
01:12:17: oder wer hat diesen Spielabbruch?
01:12:20: Wer hat dich ausgeschlossen?
01:12:22: Ja sehr schön!
01:12:25: Also, wie wird man ein Mensch?
01:12:27: Becoming a person.
01:12:28: Rogers Fazit ist es ist ein Prozess und das Leben in seiner besten Form sagt er ist ein fließender sich ständig verändernder Prozess indem nichts endgültig fest steht.
01:12:39: Auch
01:12:40: ganz wichtig lasst uns das auf die Augenlieder von innen tätowieren.
01:12:44: Es ist ein prozess.
01:12:46: wir sind nicht fertig hier irgendwann.
01:12:51: Das fand ich eigentlich das Schönste, um es zusammenzufassen.
01:12:55: Was sagt Karl Rogers?
01:12:56: Wir müssen nicht erst jemand anders werden, um ein gutes Leben zu führen.
01:13:00: Der Weg zu uns, zu diesem, der wir sind beginnt oft deswegen auch nicht mit einer Selbstoptimierung sondern damit ist dass wir lernen uns ehrlich zuzuhören und uns mit all unseren Widersprüchen anzunehmen.
01:13:16: Und seine Rogers Idee ist, Dabei insofern hilft, indem er eine Umfeldschaft wo du genau das spüren kannst.
01:13:25: und das finde ich ein total wertvollen Gedanke.
01:13:27: Und das ist auch ein Gedankel der heute viele Facetten davon beleuchtet in Psychotherapien große Rolle spielt bis heute.
01:13:36: Der Jahrtausend Schriftsteller Dostoyevsky hat es ganz einfach gesagt Du hast schon alles in dir was du zum Glück brauchst
01:13:51: Macht's auch nicht ganz so einfach.
01:13:52: Manchmal würde man sich ja wünschen, dass man da rausgeht und dann sitzt er die Therapeute und erklärt dir alles und hilft dir!
01:13:58: Und auch das nochmal kann ja durchaus passieren.
01:14:00: wenn ich mich mit diesem befreundeten Psychiatra treffe bin ich manchmal total dankbar der auch einfach sagt Leon so ist es und das fühlt sich unglaublich schön an.
01:14:09: aber ich finde es auch gleichzeitig ein sehr schöner Gedanken was du gerade noch von Dostoyevsky bringst.
01:14:13: vielleicht ist es am Ende doch auch an ganz vielen Stellen in mir und ich muss einen Ungarn damit finden.
01:14:18: Ja, und noch mal Appell an alle.
01:14:20: Wenn euch dieser Plot von dem Film, den ich erzählt habe, Paris Psychiata Steuerberater die Patientin bekannt vorkommt dann bitte, bitte nimm mir nochmal den Titel weil ich such schon.
01:14:36: Wir freuen uns sowieso über eure Nachrichten erreicht uns immer über Instagram dürfen wir zum Schluss sagen Und über postatlearnwinscheid.de.
01:14:44: Es freut uns total was da immer wieder an Nachrichten reinkommt.
01:14:48: Ja, ich bin nächste Woche wollte ich dir noch kurz sagen.
01:14:51: Ich werde berichten an einem Ort wo vielleicht viele erstmal denken würden es ist der traurigste Ort der Welt.
01:14:59: aber ich war schon mal in so einem ähnlichen Ort für Erwachsene diesmal ist das für Kinder und glaube dass das ganz Anders in Wirklichkeit.
01:15:07: Das verrat noch nicht mehr, aber ich werde dir berichten, weil ich da jetzt schon sehr aufgeregt bin und dann kannst du schon mal überlegen was aus deiner Sicht der traurigste Ort der Welt sein könnte.
01:15:16: So damit sei gedrückt mein Lieber ihr lieben alle da draußen.
01:15:19: wir freuen uns auf nächste Woche Dienstag und bis dahin!
01:15:23: Bis dahin
01:15:24: Tschüss!
01:15:35: Jetzt abonnieren auf Spotify, dieser iTunes und überall wo es Podcast gibt.
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