Abwehr statt Offenheit - wieso werden wir defensiv
Shownotes
Warum werden Gespräche manchmal innerhalb von Sekunden zu einem Schlagabtausch? Warum rechtfertigen wir uns, greifen zurück an oder machen einfach komplett dicht, obwohl wir uns eigentlich verstanden fühlen wollen?
In dieser Folge sprechen Leon und Atze über Defensivität – eine der häufigsten Ursachen dafür, dass Konflikte eskalieren und Beziehungen leiden. Gemeinsam schauen sie darauf, warum wir so schnell in den Verteidigungsmodus schalten. Außerdem geht es um konkrete Strategien für schwierige Gespräche. Eine Folge über den Mut, Kritik auszuhalten, sich zu öffnen und Gespräche zu führen, bei denen es am Ende nicht ums Gewinnen geht – sondern darum, einander wieder zu erreichen.
Fühlt euch gut betreut
Leon & Atze
Instagram: https://www.instagram.com/leonwindscheid/ https://www.instagram.com/atzeschroeder_offiziell/
Mehr zu unseren Werbepartnern findet ihr hier: https://linktr.ee/betreutesfuehlen
Tickets: Atze: https://www.atzeschroeder.de/#termine
Leon: https://leonwindscheid.de/tour/
Quellen Duden. Defensivität. https://www.duden.de/rechtschreibung/Defensivitaet
Eyal, T., Steffel, M., & Epley, N. (2018). Perspective mistaking: Accurately understanding the mind of another requires getting perspective, not taking perspective. Journal of Personality and Social Psychology, 114(4), 547–571. https://doi.org/10.1037/pspa0000115
Gottman Institute. The four horsemen: Defensiveness. https://www.gottman.com/blog/the-four-horsemen-defensiveness/
Macri, J. A., & Rogge, R. D. (2024). Examining domains of psychological flexibility and inflexibility as treatment mechanisms in acceptance and commitment therapy: A comprehensive systematic and meta-analytic review. Clinical Psychology Review, 110, Article 102432. https://doi.org/10.1016/j.cpr.2024.102432
Jenn Mahony. The frenemy within: Making peace with defensiveness for better relationships. https://medium.com/@jennifer_77872/the-frenemy-within-making-peace-with-defensiveness-for-better-relationships-cbb43cf112f9
NDR. Vergessene Wörter: Welche gehen, welche bleiben? https://www.ndr.de/kultur/gesellschaft/vergessene-woerter-welche-gehen-welche-bleiben,vergessenewoerter-100.html
Wigall, N. & Cohen, A. Effective strategies for communicating with defensive people. https://psyche.co/guides/effective-strategies-for-communicating-with-defensive-people
Shukla, M., & Mishra, A. (2026). Effectiveness of affect labelling as an emotion regulation strategy in individuals with high emotional reactivity: A systematic review. Current Psychology, 45(7), 683. https://doi.org/10.1007/s12144-026-09229-9
The School of Life Berlin. Wie wir in der Liebe weniger defensiv sind. https://www.theschooloflife.com/berlin/blog/wie-wir-in-der-liebe-weniger-defensiv-sind/
TIME. (2026, July 29). How to stop being defensive in arguments. https://time.com/article/2026/07/29/how-to-stop-being-defensive-in-arguments/
Verywell Mind. (2021). What is defensiveness? https://www.verywellmind.com/what-is-defensiveness-5115075
Vorauer, J. D., Hodges, S. D., & Hall, J. A. (2025). Thought-feeling accuracy in person perception and metaperception: An integrative perspective. Annual Review of Psychology, 76(1), 413–441. https://doi.org/10.1146/annurev-psych-011624-024416
Webb, T. L., Miles, E., & Sheeran, P. (2012). Dealing with feeling: A meta-analysis of the effectiveness of strategies derived from the process model of emotion regulation. Psychological Bulletin, 138(4), 775–808. https://doi.org/10.1037/a0027600
Empfehlungen:
Adar Cohens TEDTalk “How to Lead Though Conversations”: https://www.youtube.com/watch?v=LZu16ZaLgJM
Betreutes Fühlen - Folge “Du fühlst, was ich will” zu Empathie vom 17. Juni 2025: https://betreutesfuehlen.podigee.io/298-du-fuehlst-was-ich-will
Jenn Mahony: ‘The Frenemy Within: Making Peace with Defensiveness for Better Relationships’ (2025): https://medium.com/@jennifer_77872/the-frenemy-within-making-peace-with-defensiveness-for-better-relationships-cbb43cf112f9
Reaktion: Julia Ditzer
Transkript anzeigen
00:00:00: Aber die beiden sagen, dass sie eine andere Perspektive noch viel nützlich erfinden.
00:00:05: Und zwar fragt dich was versucht die Defensivität vom anderen eigentlich zu erreichen?
00:00:13: Ich finde uns wir täten alle gut.
00:00:15: daran muss ich sicher nachher zum Fazit dieser Folge auch nochmal wieder hervorwohnen.
00:00:20: wenn wir immer mal überprüfen geht es uns hier gerade um Schuld oder um die Sache wirklich?
00:00:25: und ich glaube das einfach ist mein persönliches Beobachten In ganz, ganz vielen Beziehungen diese Bereitschaft wirklich verletzlich zu sein.
00:00:35: Gerade in so einer Zeit die so hier auf Perfektion aus ist, auf harte Kante, auf stark sein dass das vielen total schwer fällt und apannen gekommen ist und daraus dann eine defensive Grundstimmung entsteht safe glaube ich sofort.
00:00:50: Hilft sowieso in sehr vielen Lebenslagen.
00:00:52: also sich echt zu interessieren echte Neuge ist jetzt natürlich komprimiert aber sich wirklich zu interessierend
00:00:59: Für den
00:00:59: anderen.
00:01:00: Ich meine, wie soll auch sonst ein tiefes Gespräch entstehen?
00:01:05: Betreutes Fühlen der Podcast mit Arzt Schröder und Leon Winscheidt.
00:01:15: Arzt!
00:01:17: Leon in diesem Tag ist das schon so ein Stöhner in Erwartung der heißen Woche?
00:01:23: Ich bin hier überhaupt nicht am stöhnen.
00:01:25: ich mag Sommer ich weiß es sehr heiß aber ich muss wirklich immer sagen habe ich hier hoffentlich auch schon mal zum Ausdruck gebracht.
00:01:31: Der Deutsche ist ja immer am nörgeln im Winter, wenn es zu kalt ist und ich finde es einfach so geil dass du abends da sitzen kannst und das haben wir gestern diskutiert.
00:01:41: Frage an dich.
00:01:42: Thema Outfit mein absolutes Lieblingswetter ist Jeans und T-Shirt.
00:01:47: Wenn man das tragen kann
00:01:49: Ja okay Das wären ein zwanzig Grad.
00:01:51: Ja, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.
00:01:53: Tacken noch mehr so, aber so einen September, vierundzwanzig Grad... Boah ist das geil!
00:01:58: Weil ich hasse nichts mehr als wenn man offene Schuhe anhaben muss.
00:02:02: So Birkenstocks oder so Adiletten oder sowas Wenn du damit durch die Stadt gehst.
00:02:06: Du hast abends einen Schmock zwischen den Zähnen und es macht mich fertig Und ich weiß ja schon dass sammelt sich den ganzen Tag über dazwischen an.
00:02:14: Das finde ich mal so eklig.
00:02:15: Deswegen liebe ich es, wenn du so im Urlaub bist zum Beispiel Italien, Frankreich, wo ich gerne bin.
00:02:21: Und dann ist es warm aber nicht zu heiß und du kannst nach dem Duschen so frische Tennis-Socken anziehen Jeans, T-Shirt und das ist warm genug für den ganzen Abend.
00:02:32: Geil
00:02:33: ist das geil!
00:02:34: Ich war mal in Bogota in Kolumbien Das Lied auf zwei tausend sechshundert Meter Höhe Bogotá und da ist immer so um die zwanzig Grad.
00:02:42: also In jeder Beziehung für dich eine sehr interessante Stadt.
00:02:47: Aber ja, aus ästhetischen Gründen finde ich es auch schon so.
00:02:49: Weil die Würde des Menschen ist ein Konjunktiv aber da verlieren wir doch regelmäßig wenn zu heiß fehlt.
00:02:57: also ich sehe mit Grauen schon wieder dieser Woche entgegen der ganzen Optik.
00:03:02: Es gibt ja auch sowas wie eine optische Umweltverschmutzung und... So ein bisschen Restwürde sollte man noch und auch wahren.
00:03:10: Und mein Vater zu zitieren es gibt keinen Grund auch bei größter Hitze sich gehen zu lassen.
00:03:15: Ja bitte, unbedingt.
00:03:17: Das war nämlich auch Diskussion.
00:03:19: Ich bin... das ist zwiegespalten.
00:03:22: Einerseits finde ich kurze Hosen total geil, vor allem wenn es so Badehosen sind.
00:03:26: Das liebe ich!
00:03:26: In der Nähe
00:03:27: von Wasser oder eines
00:03:29: Gutes?
00:03:31: Genau.
00:03:32: und dann haben wir nämlich diskutiert, ist es geiler eine Jeans und T-Shirt also als Outfit oder ist noch besser Kurze Hose und dann Pulli?
00:03:40: Weil kurze Hose Pulli ist so dieses, es war den ganzen Tag über richtig warm.
00:03:44: Also Kurze Hosen und abends ziehst du ja einen so ein Pulli drüber Und ich bin nämlich komplett Lange.
00:03:48: also Jeans und T-Shirt und nicht andersrum, Kurzehose und Pulli.
00:03:52: Ja, ja Ich muss zugeben vor zwei Jahren wäre ich jetzt noch rigoros gewesen auch im Sinne von Kniege Aber ich muss zu ihm einigen steht's halt einfach wirklich Einigen Männern, also so ein Pulli oder einen Hemd und kurze Hose.
00:04:10: Aber
00:04:10: ja in meinem Alter sowieso nicht mehr, da müssen wir irgendwann mal verbindlich.
00:04:15: eine Späte ist wenn du Gesundheitsminister bist in Deutschland werden wir da ne Grenze festlegen.
00:04:22: Also nie!
00:04:22: Das wäre viel wert.
00:04:25: Ich hab geilen Staffel für dich mein Freund.
00:04:27: Sehr schön, sehr schön.
00:04:29: Lass euch aber eben noch anmerken ganz kurz Diese Hitze dazu führt, dass alles sich in so einer Ausnahmesituation befindet.
00:04:39: Dass das Gefühl alle sind so in einer Ausnahme unterwegs und das verändert dann viel.
00:04:46: Das mag ich ja eigentlich aber eben wie wir gerade schon festgestellt haben nicht immer zum Guten gut weiter!
00:04:53: Ja, ja, ja.
00:04:54: Nee, damit habe ich noch kurz einhaken was völlig rechts gerade nochmal nachgeguckt zehn tausend Menschen wegen Hitze gestorben, in der es mal reinziehst.
00:05:06: Und da denke ich dann immer und das finde ich auch so dass das nicht diskutiert.
00:05:10: also stell dir mal vor egal was egal was anderes irgendeine Sache Terror irgendeinen Virus egal was wo zehntausend Leute dran sterben hier wäre die hölle los wir würden ausrasten.
00:05:23: ist wer kein anderes thema mehr a zehn tausend leute wegen hitze gestorbene ja weiter gehts weiter geht's Und als wär nix gewesen.
00:05:32: Fällig irre!
00:05:34: Also es verschiebt sich ja tatsächlich, ne?
00:05:36: Ich hab jetzt so eine Studie gelesen über Tourismus in Frankreich, dass sich da auch alles etwas weiter nördlich verschiebt.
00:05:45: Die Pariser flüchten im Sommer nicht mehr nach Südfrankreich sondern gehen schon mal in die Normandie.
00:05:52: Da ziehen die Häuserpreise an.
00:05:53: Wer sich ein Haus in Frankreich kaufen möchte dann jetzt Das sind Tipps, mit denen man das anfangen kann.
00:06:00: Das sind Tips und ich habe hier auch etwas wieder total Schönes gefunden.
00:06:04: Es kann wieder abgestimmt werden für's Jugendwort des Jahres... Ich mich nervt das irgendwie muss ich sagen.
00:06:10: also das einzig Schöne daran ist Susanne Daubner Legende wenn die die Dinger in der Tagesschau vorliest.
00:06:16: aber ich finde dass immer so.
00:06:17: ich hab mir das Gefühl langen Scheitverlag Die machen das dann.
00:06:20: oder kannst du da auf so einer Webseite abstimmen?
00:06:22: Ich habe noch mal nachgeguckt jeder zwischen elf und zwanzig Jahren darf abstimmen, also wir beide wären raus.
00:06:28: Und das ist jetzt hier nicht nörgeln weil wir nicht mehr mitmachen dürfen sondern weil ich so denke wer soll denn da abstimmen?
00:06:32: Alter als ob jetzt irgendwelche Leute die wirklich Jugendwörter slängen?
00:06:37: Also so...die das benutzen dann auf www.langenscheid.de.
00:06:41: slash jugendwortesjahres.
00:06:42: Da muss sich ja dieses Jahr noch abstimmen Never!
00:06:44: Wenn du dann sind es auch immer so Wörte wo du das Gefühl hast entweder sie sind schon wieder out oder sie sind so.
00:06:49: Ja also mich äh
00:06:50: naja das wichtigste an dem Thema ist für alle oberhalb von fünf zwanzig sagen wir mal so weit würde ich gehen.
00:06:58: diese wird ja wirklich nicht zu benutzen.
00:07:00: richtig genau das kommt
00:07:02: einfach alles peinlich sowie skinny jeans oder luftgitarre spielen oder steffan rap alles peINlich.
00:07:11: six seven crash out digger du bist gut genugd dass hat um wiederum letztens gut käse macker peak ragebait schere und super.
00:07:20: das sind die top ten Und ich dachte wirklich benutzt sie einfach nicht.
00:07:25: Manchmal benutze ich Digger, aber das ist auch wieder dabei!
00:07:27: Das gab es nämlich auch schon als ich Jugend war...
00:07:30: Da würde ich auch sagen da ist so ein Klassiker Digger
00:07:33: und
00:07:33: in Hamburg geht er durch.
00:07:35: Ja,
00:07:36: für die auch.
00:07:36: Aber was auch viel schöner als diese neuen Worte?
00:07:39: aus meiner Sicht absolut unberücksichtigt.
00:07:42: bisher sind geile alte Worte und ich habe ein Interview von Laura Neuhaus im NDR gesehen das ist nämlich die Leiterin der Duden-Redaktion ja und die sagt dass es für sie eine sehr unbeliebte Aufgabe in der Redaktion ist manchmal Wörter streichen zu müssen hab ich
00:08:00: mich immer gefragt weil ich liebe alte Ausdrücke Wodurch mich auch häufiger Kritik ausgesetzt sehe.
00:08:08: Aber ich mag das nach wie vor, so richtig schöne alte Wörter mit einzubauen.
00:08:13: Lieb ich nämlich auf?
00:08:13: Weil neue kannst du permanent erfinden, aber die Alten haben irgendwie auch einen Wert und dann müssen ja also manche streichen.
00:08:18: Sie sagt da ist eine Platzfrage im gedruckten Wörtherbuch Und sie sagt auch.
00:08:21: es ist also die Aufgabe die Gegenwahrtssprache abzubilden.
00:08:25: Und dann, das wusste ich auch nicht, gucken die wohl ganz empirisch.
00:08:28: Also sie gucken sich riesige Mengen von Sprachdaten an, Zeitungstexte online voren und gucken welche Wörter verwendet werden?
00:08:36: Wenn ein Wort länger schon nicht mehr in so aktuellen Texten vorkommt, wird es als Veraltet markiert.
00:08:42: Irgendwann kann es gestrichen werden... Das Wort stirbt quasi.
00:08:46: Und dann habe ich...
00:08:46: Nicht schön, das ist nicht gut!
00:08:48: Ist nicht schön.
00:08:48: und ich hab drei richtig geile Wörter die die gestrichen haben, die wir dringend zurückbrauchen.
00:08:53: Eines ist NONEN.
00:08:56: N-O-N-E-N.
00:08:57: NONen wurde neunzehntinzentvierunddreißig gestrichene und heißt so viel wie Mittagsruhe halten.
00:09:02: Ach!
00:09:03: Wie schön isst das?
00:09:04: Oh ja!
00:09:06: Dann zersorgen, Ninzehn-Einundsechzig gestrichen.
00:09:09: Zersorge!
00:09:10: Also sich mit Sorgen zu quälen das habe ich schon wieder.
00:09:12: zersorg so wie zerdacht oder irgendwie so ne?
00:09:15: Aber zersorge was ist ein brillantes Wort vor allem in dieser Zeit wo du das Gefühl hast ja Klima, Terror all den Stuff wo du dir so viel zersaugen kannst hätte ich auch gerne zurück.
00:09:26: und ein Wort und da war das Wissenschaftsherz in mir jetzt besonders aktiviert war After Weisheit Womit sowas wie eine Schein oder ne Pseudo-Weißheit gemeint ist.
00:09:38: Auch in der Art und Weise mit dem Datum, aber... ...Afterweißheit also dass so Sachen nur so pseudoschlau daherkommen, das bräuchten wir doch so dringend zurück weil wie viele Afterweissheiten muss ich mir so reinziehen?
00:09:54: Und ich glaube nicht, dass sich das auf irgendeinen Körperteil bezieht sondern eher so auf dieses danach gehaltene, weiß ich jetzt nicht genau.
00:10:01: Aber das fand ich Afterweisheit, Nohnen und Zersorgen.
00:10:05: Das ist doch viel geiler Sonneliste zu machen als irgendwelche Jugendwörter!
00:10:08: Ja finde
00:10:08: ich auch.
00:10:09: oder mein beliebtes Gabelfrühstück was ich hier schon mal gemacht habe statt Branschen.
00:10:15: Guck ja Und das schönste ist manchmal werden so alte Wörter wieder zurückgeholt.
00:10:21: also diese Sprachgemeinschaft die sagt dann manchmal er gibt's Protest.
00:10:25: Ein absolut geiles Wort ist der Hackenporsche.
00:10:28: Für so ein Einkaufstrolli, den du hinter dir hättest?
00:10:30: Ja da wusste ich, dass
00:10:31: er die bis vor einem Jahr nicht weiß was das ist!
00:10:33: Aber toll!
00:10:33: Hatte
00:10:34: ich auch noch nie gehört... ...ist wieder zurück.
00:10:37: Haben sie wieder aufgenommen?
00:10:38: Ja großartig.
00:10:41: Ja und du hast recht, absolut.
00:10:43: Das Wort lause Junge ist so'n bisschen in Verruf geraten.
00:10:47: Da würde ja vielleicht nochmal zehn Jahre warten aber irgendwann wird es vielleicht nochmal kommen.
00:10:53: Ich kenne Lause-Bengel, aber lause Junge ist ein schönes Wort.
00:10:56: Aber
00:10:56: benutzt du das so in der Diskussion schon mal Pappalapab?
00:11:03: Das ist eine Beobachtung von mir die ich schon länger gemacht habe und ich benutze viele solche älteren Ausdrücke.
00:11:08: Letztens hab' ich gesagt wie das ging mir durch Mark und Bein.
00:11:11: Ja, mit einer Mitte zwanzigring glaube ich Freunde von mir unterhalten in dem Moment und die guckte mich an als hätte ich jetzt irgendwie keine Ahnung wie vor meinem von meinem Tag im Mittelalter erzählt.
00:11:21: Holdemite holt mir neues Met, muss das Pferd mit Hof beschlagen.
00:11:28: Schweiß Deutschland!
00:11:29: Das ist sein langen Republik ja.
00:11:31: Ja genau und das passiert mir öfter als ich benutze gerne solche Altenwörter.
00:11:36: Damit die ein letztes
00:11:37: von uns zufügen.
00:11:39: Und zwar habe ich einen Erlebnis dazu unser Migrantengöhre.
00:11:44: Elisa GEZ, das ist eine junge Frau aus Berlin Influencerin ist aber eher so aktivistisch, auch politisch und wurde da oft als Migrantengöhre beschimpft.
00:11:56: Und hat aus der Not eine Tun gemacht und hat so ne Marke angemeldet mit Migrantengöhren, hat T-Shirts gemacht, Kappen
00:12:03: usw.,
00:12:04: es läuft wie verrückt!
00:12:05: Ich hab letzte Woche in mehreren Spots gespielt für Migrantengehörer und das fand ich einfach so großartig, so ne Beschimpfung ins Positive zu drehen
00:12:18: Hat man bei einigen Sachen jetzt das Gefühl, Echimel mit Forza als Wort.
00:12:24: oder eine Freundin von mir hat mir erzählt.
00:12:26: Sie hat sich letztendlich in einer Freundin getroffen die hat sie begrüßt im Café hey Schlampe wie geht's.
00:12:30: und alle haben sich so umgedreht und für die beiden war es ganz normal.
00:12:34: Das ist ja zumindest so wie ich es verstehe ein Stück weit auch dass man sich Wörter die so abwertend gegen einen benutzt werden quasi zurückholt und sagt nee Ihr da draußen, ihr bestimmt nicht wie über mich und Abwerten geredet wird.
00:12:47: Und jetzt mache ich mir das... Jetzt mach' ich das zu meinem!
00:12:50: Was ich eigentlich ne Zutalt finde auch super spannend und eine sehr, sehr,
00:12:53: ja...
00:12:54: Eigentlich eine total gute Reaktion, dass man dann nicht sagt Ich überlasse euch das und diese Begriffe die immer schon benutzt wurden von bestimmten Leuten auf bestimmte Weise abwertend dann so umzudrehen und daraus für sich was Wertschätzes zu machen.
00:13:06: Ja, da kann ich nur sagen Gute Käse So Leon, meine Schlampe.
00:13:12: Dann lass doch mal...
00:13:16: So nicht?
00:13:17: So nicht mein Freund!
00:13:18: Aber du machst eigentlich sehr gut.
00:13:20: Damit kommen wir jetzt ganz gut ins Thema rein.
00:13:22: Nehm ich das jetzt locker hin oder mach mich das jetzt sauer?
00:13:25: Genau!
00:13:25: Mach' mich das vielleicht sogar auf so einer Meterebene sauer weil ich das quille ob ey du hast mir gerade gar nicht ganz zuhört.
00:13:30: Das klingt auch grade darum dass Gruppen solche Wörter für sich zurück erobern die eben von Typen wie uns in der Vergangenheit vielleicht schlecht behandelt wurden oder heute noch oft genug.
00:13:39: Wir wollen heute über Defensivität sprechen.
00:13:43: Und da geht es nicht um Fußball oder irgendwie Abwehrhaltungen im Sinne von Kämpfen gegeneinander, wobei... Es geht um Streit, es geht um die Momente wo du in dem Gespräch denkst Alter wie konnte es jetzt so weit kommen?
00:13:56: Es geht den Moment wo du vielleicht Angst hast ein Thema anzusprechen weil du schon genau weißt wie passiv aggressiv wie zurückhaltend der andere reagiert.
00:14:03: Es geht über diese Gespräche wo wir merken Boah hier haben beide Dicht gemacht eine Abwehrhaltung eingenommen und es gibt nur noch Konfrontation Und das große Wort dafür ist Defensivität.
00:14:14: Ja,
00:14:15: und ich habe mal ein Beispiel damit man das ein bisschen greifen kann.
00:14:17: Also stellen wir uns vor Liebe!
00:14:19: Ich glaube das ist was wo das jeder von uns kennt.
00:14:23: Der eine sagt hast du deine Eltern angerufen um denen zu sagen dass wir heute Abend nicht kommen wie du es heute Morgen versprochen hast?
00:14:28: Und der andere sagt der Partner Ups hab ich vergessen, ah Mist ich hätte dich heute morgen bitten sollen Dass Du das machst weil mein Tag war so voll.
00:14:35: Ach komm ich rufe die jetzt einfach direkt an.
00:14:37: Top, so wird man sich's wünschen.
00:14:39: Man kücht eine kleine Kritik oder eine Nachfrage, man erkennt den Fehler und sagt alles klar klären wir kurz aber so macht es ja keiner.
00:14:45: Das passiert ja eigentlich immer folgendes.
00:14:46: Der eine sagt, hast du deinen Eltern angerufen und den gesagt, dass wir heute Abend nicht kommen?
00:14:50: Und der andere sagt ey mein Tag war so voll!
00:14:52: Du musst es doch wissen wie voll mein Tag ist.
00:14:54: ich meine du kannst von meinem Kalender sehen und wir haben doch gestern drüber gesprochen wie gestresst dich gerade.
00:14:58: Warum hast du die nicht einfach angerufen?
00:15:01: Jetzt kommt mir doch nie mit so einem Scheiß.
00:15:04: Genau und kennen wir alle kennen wir allen und wir kennen gute und schlechte Tage und das vielleicht auch so das richtige mentale Pflaster um da einzusteigen wie du es gerade schon geschildert hast.
00:15:16: Es gibt immer Situationen wo man denkt, hey sag mal Hallo.
00:15:22: und wenn ich von guten und schlechten Tagen spreche denn ist wahrscheinlich an den Guten so wo man viel Kritik vertragen kann.
00:15:30: Wo man wahrscheinlich relativ auch energetisch gut im Sattel sitzt.
00:15:35: und dann gibt's Tage da geht man vielleicht hoch wie eine Rakete und dem wollen wir uns mal nähern warum wir bei bestimmten Sachen sofort in die Defensive gehen und ausweichen.
00:15:51: Genau, wir gucken auf uns aber natürlich auch aufs Gegenüber weil ich weiß nicht wie es bei dir ist aber ich hasse das muss ich wirklich so sagen wenn ich so Leute habe diese Defensivhaltung als Standardmodell fahren egal was du ansprichst an Kritik oder vielleicht auch einfach nur mal an Rückmeldungen wenn's gar nicht böse gemeint ist konstruktiv vorgetragen wo du schon weißt, die gehen jetzt so unter die Decke und du in eine Duc-Haltung gehst.
00:16:17: Da gibt es ja durchaus Leute in Führungspositionen, die genau so sind... Ich kenne das aber auch aus einigen anderen Kontexten, wo ich denke Alter!
00:16:23: Ich kann hier nichts sagen ohne dass Du ausrastest.
00:16:27: Und er ist so
00:16:27: oft
00:16:28: erlebt
00:16:29: bei Alkoholkonsum zum Beispiel Und zwar auf der einen, als auch auf die anderen Seite.
00:16:35: Klar, da ich ein paar Tage älter bin habe ich schon oft Situationen erlebt wo man den einem oder anderen Freund oder Freundin angesprochen hat.
00:16:43: Ich muss immer etwas sagen du trinkst echt zu viel in letzter Zeit, muss ich dir mal sagen und dann ich würde mal was sagen mindestens neun von zehn sagen nicht Ich müsste darüber nachdenken, danke für den Hinweis.
00:16:57: Sondern sagen ey das passt schon okay letzte Woche war ein bisschen viel aber so übers Jahr.
00:17:02: ich habe das schon ganz gut im Griff.
00:17:03: außerdem geht dich gar nichts an.
00:17:05: ich weiß schon was ich tue.
00:17:06: So dass war die überwiegende reaktion darauf und
00:17:11: es ist ja auch ein unangenehmer moment wenn man das anspricht.
00:17:14: Aber ich glaube einfach dass jeder von uns beispiel kennt du hast gerade eins werden grad schon eines aus der liebe Im job gibt's das auch.
00:17:22: Es is Viel viel mehr.
00:17:23: was dahinter steckt wollte ich gerade eben noch sagen, was was psychologisch super spannend ist.
00:17:27: Was wir uns heute angucken und das Beispiel dass ich gerade aus der Liebe gebracht habe Das is von Gott man Pärchen Beide Gottmanns halt, die Liebe und die Beziehungen schon seit vielen Jahren erforschen.
00:17:39: Und die sprechen immer gerne von vier apokalyptischen Reitern, die es in einer Liebesbeziehung geben kann – so ein bisschen wie im neuen Testament wo es ja auch diese Apokalypse gibt und diese apokaliptischen Reiter da quasi die Metapher sind für das Ende der Zeit!
00:17:53: Die sagen, diese apikalyptische Reiter gibt's eben auch in Liebes-Beziehungen und Defensivität ist einer davon... Und wenn der durch deine Beziehung reitet, dann ist quasi das Ende nahe die Apokalypse.
00:18:08: Das ist genau was passiert, wenn du auf den anderen reagierst aber eigentlich nur auf die Wörter, die der spricht und gar nicht versuchst zu verstehen wirklich zuzuhören, was diese Person eigentlich sagen will.
00:18:20: Und ganz wichtig es geht gar nicht immer nur um den anderen.
00:18:23: ich glaube wir alle von uns selber kennen auch Momente wo wir defensiv werden Und dann sowas passiert wie, ey das Problem bin nicht ich.
00:18:31: Das Problem bist du!
00:18:32: Also immer so quasi auf den anderen es rüber schieben.
00:18:36: Jetzt sind wir gerade bei der liebe Alain de Bouton Der zeitgenössische Philosoph, der geht noch einen Schritt weiter.
00:18:41: Er sagt Wenn wir's auf einen Nenner bringen müssten Woran Beziehungen scheitern Dann wäre die Antwort Abwehrhaltungen.
00:18:51: Wir nennen das heute Defensivität.
00:18:53: Er sagt das natürlich eine Verallgemeinerung, aber er sagt tatsächlich ist es fast immer die Abwehr, die eine Liebe zugrunde richtet.
00:19:00: Und es gibt so viele Situationen wo man dieser Abwehreaktion eigentlich fast nicht entkommen kann.
00:19:06: also egal wie sehr sich zwei Menschen zugetan sind Die Vertrautheit wächst ja mit der Zeit und man lernt sich kennen und dann gibt's immer mehr so Kleinigkeiten, so Eigenschaften vom anderen wo man drüber stolpert und denkt Boah, eigentlich will man ja nur net zueinander sein Aber dieser Typ wieder schreibt debutant sein Frühstückseipel oder wieder das Badezimmer hinterlässt, oder wieder seinen Koffer nach Reise tagelang im Flur stehen lässt.
00:19:29: Das macht dich wahnsinnig und problematisch wird es eigentlich dann wenn man sich traut den anderen darauf anzusprechen weil dann kommt die Wut vielleicht Traurigkeit und die Haltung die hinter so einer Reaktion steckt ist eigentlich immer dieselbe.
00:19:41: der der kritisiert wird findet es total inakzeptabel Dass er für Unvollkommen gehalten wird und es überzeugt, dass die Kritik eigentlich dem Geist der wahren Liebe widerspricht.
00:19:52: Weil wir doch alle denken liebt mich so wie ich bin Und Alain de Bouton sagt das ist ein ganz verhängnisvoller Schlachtruf.
00:19:59: Wir kommen gleich darauf zurück.
00:20:00: aber wir merken schon dieses Thema Defensivität.
00:20:04: Ich krieg Kritik und raste aus
00:20:06: ja und dass
00:20:07: da viel mehr hinterstecken muss.
00:20:09: Da gibt's einige schlaue Köpfe die sich damit beschäftigen.
00:20:11: Super interessant, super interessant.
00:20:15: Dann rauf aufs apokalyptische Pferd würde ich sagen gibt es einen Moment wo du das mal erlebt hast selber dieses so an sich angegriffen fühlen?
00:20:23: Also typisch es gibt ja das Ding wenn ein Mann meine Perle sagt hier die Lampe ist jetzt seit drei Monaten defekt Du hast doch gesagt du wechselst die Birne da aus Dann mach ich natürlich einen Witz und sag, wenn man sagt er macht das dann macht der das auch.
00:20:42: Da muss man nicht alle drei Monate nachfragen.
00:20:46: Das wäre jetzt lustig!
00:20:47: Aber da bin ich ja schon in der Defensivität weil ich ein Witz darüber mache.
00:20:54: Da bin ich ganz geübt auf irgendwelche witzigen Dinge zu schieben.
00:20:58: aber letztendlich ist es auch Defensividät.
00:21:02: Das spricht so einen ganz wichtigen Punkt dar, denn ich glaube es gibt sehr viele ...muster, die uns vielleicht erst mal gar nicht so vorkommen.
00:21:07: Das meine ich!
00:21:08: Weil das aufbrausende Wütendwerden, ne?
00:21:09: Das muss ja gar nicht immer so sein.
00:21:11: Vielleicht gucken wir jetzt mal an wie das definiert wird.
00:21:13: Laut Duden, wir sind eben schon rein... ist das eine Neigung zu abwährender Haltung.
00:21:19: Also Ich verteidige, ich mach zu.
00:21:21: Ja.
00:21:21: Ich bin beinahe Psychologin auf dem Blog auf ein schönes Bild gestoßen und schreibt Defensivität ist wie so'n Tiger Der in der Ecke vom Wohnzimmer steht, die ganze Zeit so lauert und jederzeit bereit ist hervorzuspringen um dich zu schützen.
00:21:36: Wenn du irgendwie mit Gefühlen konfrontiert wirst, die du nicht fühlen möchtest weil sich
00:21:41: Ja das war nicht schon
00:21:42: irgendwas bedrohlich anfühlt also der Tiger springt vor dich Und dann brüllst du quasi dein gegenüber an oder machst den Witz oder zeigs andere Verhaltensweisen?
00:21:52: Das ist eigentlich genau das was dieses Thema so interessant macht, dass da so viel mehr hintersteckt.
00:21:58: Ja eben!
00:21:59: Dass man zum Beispiel dann eine Mischung empfindet aus Traurigkeit, aus Scham, eben auch Ärger oder Wut und Menschen die dieses Gefühl haben kritisiert zu werden oder das sie da irgendwie einen Konter kriegen, die können dann auch in sowas verfallen wie Sarkasmus... Das wäre das ja vielleicht ein bisschen mit so einem Witz- oder Gegenangriff.
00:22:19: Gegenangriff
00:22:19: hast du ganz oft?
00:22:21: Ja Du musst mal ganz ruhig sein.
00:22:23: Ja, genau.
00:22:24: Du sagst mir hier ich soll das reparieren aber guck mal wie du das badesmenter lassen hast oder dein koffer steht ja auch noch im flur.
00:22:31: Oder jemandem auch da geht es noch weiter die kalte schulter zeigen.
00:22:34: den somit schweigen zu bestrafen finde ich auch ganz furchtbar wenn du merkst Leute reden nicht mehr du fragst vielleicht nach und es kommt nichts mehr zurück Zeichen, dass sowas passieren.
00:22:46: Also nicht mehr zuhören oder das Gespräch beenden weggehen die Tür zuschlagen der anderen Person die die Schuld an der Kritik geben.
00:22:55: Der andere Person haben wir gerade schon gesagt ähnliches vorwerfen.
00:22:58: es gibt aber noch mehr dass man vielleicht so anfängt das aus der Vergangenheit wieder nach vorne zu holen.
00:23:02: du hast doch auch schon
00:23:03: mal genau
00:23:05: dass man so vielleicht fast schon wirklich so... sich selber zum Opfer macht und dann sagt, ja ich bin ja also so wie du mich hier gerade kritisierst.
00:23:14: Da fange ich ja schon fast an zu weinen Mensch Ja!
00:23:16: Ich wollte das doch noch machen Und jetzt hachst Du hier wieder so auf mir rum?
00:23:19: Ich repariere das ja demnächst damit die andere Person Schuldgefühle bekommt.
00:23:24: Guestlighting von mir aus.
00:23:26: Ich mach den anderen lächerlich oder gibt ihm das Gefühl, dass der nicht mehr sauber tickt und ich ja absolut recht habe.
00:23:31: Also es gibt einfach so viele Spielarten von Defensivität.
00:23:37: Und ich habe einen Post gefunden, das fand ich sehr schön auf Psyche.com Das ist so ein Blog den ich echt ganz gut finde die so einen ganzen Guide geschrieben haben zum Umgang damit.
00:23:46: Den nehmen wir heute so ein bisschen als Orientierung und die geben auch Beispiele.
00:23:49: also du bist irgendwie auf dem Familienfest Du sprichst mit einer Verwandten irgendwie über die oder mit deinem Märben.
00:23:55: Mach mal, wie der diesen typischen Onkel ist.
00:23:57: Soll man mal einfassen?
00:23:58: Mit dem redest du über die die Wahlen in weiß ich nicht in Sachsen-Anhalt, die jetzt bald sind oder so.
00:24:04: und dann machst du so Zweifel.
00:24:05: Ich weiß nicht ob das da eine gute Regierung gibt oder sowas.
00:24:08: und plötzlich kippt sie die Stimmung ja der Ton wird irgendwie schroff!
00:24:12: Und dein gegenüber dieser Onkel, der lässt zweimal die Augen rollen, ist total genervt und sagt ne, nee, nee... Da führt hier zu nichts und geht weg.
00:24:19: also knall vielleicht nicht Tür zu, aber du merkst schon oh shit da hab ich bei dem einen Punkt getroffen und plötzlich habe ich den nicht mehr.
00:24:27: Und wir reden nicht mehr im beruflichen Kontext.
00:24:30: noch ein Beispiel.
00:24:31: Hast Du vielleicht eine Kollegin die dir unterstellt ist?
00:24:35: Und Du solltest jetzt Feedback geben, kritisches Feedback.
00:24:38: Am Anfang wird die Person auch total offen und freundlich und hört sich das an.
00:24:41: Aber wenn Du wirklich zur zentralen Kritik gehst dann mach Dich zu!
00:24:45: Und es ist plötzlich so kühl und verschlossen, guck dich vielleicht nicht mehr richtig an.
00:24:49: Gib nur noch ganz kurze Antworten und geht dir ab dann aus dem Weg!
00:24:52: Und das sind glaube ich so Momente, vielleicht noch eins aus der Liebe... wo du mit deinem Mann darüber sprichst, hey die Kinder, ich wollte da schon länger auf einer anderen Schule anmelden.
00:25:01: Warum auch immer?
00:25:02: Und der Mann wirft dir sofort vor, ey du bist egoistisch und du dringst gar nicht an die Kinder wenn die alle ihre Freunde verlieren.
00:25:08: Du versuchst ihm das zu erklären warum du das für gut hältst und warum das wichtig wäre.
00:25:12: aber jedes mal unterbricht dich deinen Mann wenn du wieder anfängst zu sprechen und haut dir seine Gegenpunkte hin.
00:25:18: Ich glaube
00:25:20: Das klappt
00:25:20: ja nicht.
00:25:21: Auch das war so schilders und viele andere Kleinigkeiten, alle die hier zuhören werden sicher ihre Kleinigkeiten jetzt irgendwo abrufen und sich vielleicht vor Augen füllen.
00:25:31: Und oft denke ich und sage auch du denkst so sehr entschuld.
00:25:36: auch ein bisschen hinterfotzig gebe ich gerne zu.
00:25:39: aber Ich finde es ist an solchen Stellen wenn's immer wieder in eine Sackkasse führt dann ist doch auch mal Der Punkt erreicht, wo man sich gegenseitig vielleicht klar macht, wo der andere in Schuld denkt.
00:25:56: Es geht ja oft gar nicht mehr um die Sache.
00:25:58: ganz oft wie du ich schon gesagt hast es steckt viel mehr dahinter.
00:26:02: von einem halbes Universum steckt dahinter zumindest deine eigene Selbstwahrnehmung und ich finde uns wir täten alle gut.
00:26:10: daran muss ich sicher nachher zum Fazit dieser Folge auch noch mal wieder hervorholen.
00:26:15: Wenn wir immer mal überprüfen, geht es uns hier gerade um Schuld oder um die Sache wirklich?
00:26:21: Ja also ich habe mir gerade meine kleine Tätowiermaschine rausgeholt für den Unterarm weil du denkst zu vielen Schuld
00:26:27: liebe ich.
00:26:29: Es ist ein einfacher Gedanke aber ich finde das nicht so einfach trivial wie man erstmal... Also das ist ja total schön wie du das beschreibst!
00:26:37: Weil da ertappe ich mich grade so sehr Dass man ja ganz oft dann so denkt, hey wieso?
00:26:43: Wieso hast du nur und was du falsch gemacht hast.
00:26:46: Und dann auf dieser Ebene wo wir gerade über sprechen mit der Defensivität in so einem Streit Ja wie so bist Du denn so abweisend?
00:26:52: Ja wieso hörst du mir nicht zu Ende zu?
00:26:55: Also man fragt immer nach der Schuld Was machst du da falsch und guckt nicht was dahinter steckt.
00:27:00: Ja
00:27:00: genau!
00:27:01: Dings zu
00:27:01: vielen Schulden.
00:27:02: Das hat eben wie du es gesagt hast bei mir schon die Tür soweit aufgemacht dass wir einfach bei dieser Defensivität denken, ja mal schnell darüber reden.
00:27:12: Nee da tut sich eine ganze Welt auf!
00:27:15: Wir machen diese Tür auf und sehen vielleicht unsere... naja wie es eben schon sagte die ganze Geschichte die wir uns über uns selbst erzählen und versuchen natürlich unser positives Bild von uns selbst zu verteidigen.
00:27:28: Und das ist ja glaube ich auch wenn du ein Thema ansprichst so dass du erstmal davon ausgehst dass du einigermaßen richtig stehst in dieser in dieser ganzen Sache.
00:27:38: Ja
00:27:39: komplett plus, du verklärst ja den anderen.
00:27:44: Du checkst gar nicht was beim andern da alles hintersteht und das ist glaube ich jetzt mal die nächsten Schritt gehen wollen.
00:27:49: wo kommt dass eigentlich her?
00:27:51: Dass Menschen sich so defensiv verhalten?
00:27:54: ein ganz ganz wichtiger Punkt den wir besprechen müssen.
00:27:58: Nick Wignal und Ada Cohen, die haben zusammen also diesen Blockbeitrag veröffentlicht über den ich eben schon gesprochen habe.
00:28:04: Der eine Psychologe, Psychotherapeutin haben wir schon öfter zitiert, der andere arbeitet als Mediator.
00:28:09: Und die haben sich das angeguckt und sagen – das fand ich mit total schönen Gedanken – dass es ja schön und gut ist, sich Defensivität anzugucken.
00:28:19: im Sinne von was passiert denn dann?
00:28:21: Also wie reagiert denn der andere?
00:28:23: Was errastet er denn aus, knallt er die Tür geht der weg zeigt ja mir die kalte Schulter macht er irgendeinen blöden Spruch alles was wir gerade schon hatten.
00:28:31: Aber die beiden sagen dass sie eine andere Perspektive noch viel nützlich erfinden und zwar frag dich was versucht die Defensivität vom anderen eigentlich zu erreichen?
00:28:45: Was ist die Funktion davon?
00:28:47: worum geht's?
00:28:48: Und die beiden sagen, es ist eine Bewältigungsstrategie mit der Menschen versuchen, schmerzhafte Gefühle zu vermeiden.
00:28:55: Die entstehen wenn sie kritisiert werden.
00:28:58: Das heißt da kommt jemand und vielleicht ist es deine Chefin und sagt ihr hey du hast in den letzten Monaten dort und dort den und den Fehler gemacht?
00:29:04: Und die sagt das sachlich und nett.
00:29:05: Da kommt deine Freundin und sagt dir hey Aze du wolltest doch noch das Teil reparieren!
00:29:10: Und jetzt sitze ich da und fühle mich kritisiert, es entstehen Gefühle die vielleicht schmerzhaft sind weil ich mich klein fühle.
00:29:15: Weil ich mich schlecht fühle, weil ich denke wie kann sie nur?
00:29:18: Und weil ich diese Gefühlen vermeiden möchte versuche ich jetzt die Schuld auf die andere Person zurück zu verlagern.
00:29:25: Das ist die Schuld schon wieder.
00:29:26: ne wir merken
00:29:26: das ist ein richtiger Punkt.
00:29:28: Also nehmen wir noch mal den Mann der seine Frau kritisierte nachdem sie vorgeschlagen hat die Kinder auf eine andere Schule zu schicken ... tief im Innern weiß er vielleicht, dass an der Idee von seiner Frau was Gutes dran ist.
00:29:40: Aber gleichzeitig kann man sich ja vorstellen das ihm dieser Gedanke... ... vielleicht auch Angst macht weil die Kinder die wie sollen sie damit umgehen wenn jetzt auf eine andere Schule gehen?
00:29:49: Und weil er vielleicht gar nicht weiß wie soll ich jetzt mit dieser Angst und dieser Sorge umgehen versuche ich vielleicht stattdessen dem Ganzen komplett auszuweichen und lenke jetzt die Schuld auf die Frau zurück.
00:29:58: Ja, was?
00:29:58: Was kommt die denn da mit solchen Ideen?
00:30:00: und die vertut sich und die denkt gar nicht an die Kinder?
00:30:02: Das heißt seine Defensivität hat hier die Funktion ihn vor seiner Angst oder Unsicherheit zu schützen.
00:30:13: Und wenn wir das mal so zulassen als Idee uns zu fragen was eigentlich die Funktion von der Defensibilität vom anderen dann ist die Wahrscheinlichkeit dass ich Mitgefühl entwickle und es vielleicht besser verstehe einfach viel viel höher.
00:30:25: Ja.
00:30:25: Und das fand ich einfach einen sehr wertvollen Gedanken, weil ich glaube man sitzt ja oft da und ist auch total leicht an jemandem zu sagen, ey was rastet jetzt so aus?
00:30:32: Jetzt stelle einmal hier runter vom apokalyptischen Reiter... ...und nicht zu fragen wieso macht die andere Person das?
00:30:40: Was steckt wirklich dahinter?
00:30:42: Ja wie könnte sowas konkret aussehen?
00:30:44: Man würde dann sagen lass uns doch mal gemeinsam darüber sprechen, was es mit dir macht, was sie's mit mir macht.
00:30:53: So vielleicht
00:30:55: Das wäre natürlich schön, aber stellen wir uns den Streit vor.
00:30:59: In dem Moment da jetzt... das wär ja quasi so eine zweite Ebene.
00:31:03: Wir streiten uns, du solltest es reparieren.
00:31:05: auf welche Schule sollen die Kinder?
00:31:07: Ich streite mich mit meiner Chefin weil sie mir kritisches Feedback gibt.
00:31:10: und dann komme ich jetzt in den Moment mal lasst mal den Strei anders angehen.
00:31:13: okay aber das wäre schon viele Schritte weiter fangen.
00:31:16: vielleicht mal ganz am Anfang an.
00:31:17: ich erlebe Du reagierst mit so einer Abwehrhaltung defensiv.
00:31:22: Wie gehe ich denn jetzt damit um?
00:31:25: Und seine eigene Reaktion darauf, jetzt mal so zu challenge'n.
00:31:27: Wenn der andere dann plötzlich der Defensiv wird und aufbraust oder die Tür zu knallt oder dir die kalte Schulter zeigt... Was macht das denn mit mir?
00:31:35: Damit kann ich doch vielleicht viel schneller und besser arbeiten!
00:31:39: Also zunächst einmal sich zu fragen wie gehe ich damit um wenn ich auf jemand anderen treffe der so defensiv ist?
00:31:45: Das finde ich einen schönen Punkt.
00:31:47: an dem arbeiten wir jetzt gleich weiter Vielleicht aber einmal bis hierhin zusammengefasst.
00:31:51: also Defensividät Das ist nicht irgendeine Charakterschwäche und auch kein Zeichen dafür, dass jemand irgendwie grundsätzlich überhaupt keine Einsicht hat.
00:32:00: Sondern es ist vielleicht eher eine Schutzreaktion.
00:32:03: Eine Strategie von uns mit Gefühlen wie Scham, mit Angst, mit Unsicherheit das was alles aus dieser Kritik rausspringen kann um damit umzugehen.
00:32:14: Und genau deswegen bringt das meist wenig diese Defensivität so ganz frontal zu bekämpfen, sondern so haben uns die beiden Autoren das vorgeschlagen.
00:32:23: Wie wäre es wenn wir mal versuchen zu verstehen was ist die Funktion dahinter und damit so ein bisschen in Fuß in die Tür kriegen?
00:32:29: Und dann der nächste Schritt vielleicht bei uns selber zu checken, ey wieso reagier ich denn jetzt eigentlich so auf diese Defensive des Herrn?
00:32:35: Ja ja.
00:32:37: Und da gehen wir jetzt mal durch mit sieben kleinen Schritten, die helfen können um damit umzugehen.
00:32:42: Ja super!
00:32:43: Schritt Nummer eins – Die Ava-Methode Also von Wigginald und Coen empfohlen.
00:32:47: Und du merkst schon, das hab ich oft bei so Themen.
00:32:49: Dann wittern wir... Das ist total spannend aber es gibt gar nicht so viel Forschung dazu.
00:32:53: Da fließt auch die Team, dass wir hier mal in manchen Folgen einfach sagen okay wie so eine Collage?
00:32:57: Ich leh's ja dann ganz viel dazuguckt mir mit der Redaktion ganz verschiedene Blogs, Paper Bücher und Ideen dazu an, dass man das ein bisschen zusammen baut.
00:33:05: und das haben wir heute So!
00:33:07: Die A-Warm Methode von den beiden sagt folgendes als Schritt eins Defensivität haben wir gerade schon gesagt bringt ja vor allem so negative Gefühle wie Angst, Frustration und auch Schuld mit sich.
00:33:19: So!
00:33:20: Und eigentlich wird das Ganze nur noch schlimmer wenn ich jetzt impulsiv auf diese Gefühlle reagiere.
00:33:24: also bei der andere ist jetzt irgendwie sauer und raunst mich an.
00:33:27: alles klar ich werde auch sauer... ...und dann hau' ich ein raus und beleidige vielleicht oder Geh über eine Grenze oder verhalt mich einfach assi.
00:33:36: Also dadurch verstärke ich ja eigentlich nur noch mehr die Defensivität von meinem gegenüber, dann kommt mein Gegenangriff wieder oben drauf.
00:33:43: also wenn so ein Spiral das wird eigentlich alles nur noch viel schlimmer.
00:33:47: und diese Ava-Methode wäre jetzt eine Idee damit anders umzugehen und zwar aber der Abkürzung steht für Anerkennen Validieren Und an Act also handeln.
00:33:59: Die Grundidee ist ganz einfach.
00:34:00: erstens Ich nehme war was ich gerade fühle.
00:34:05: Das würde bedeuten, nehmen wir noch mal das Beispiel von vorhin du hast irgendwie mit einem Familienmitgliedengespräch über Politik und plötzlich fängt der andere an dich immer zu unterbrechen und wird so richtig feindselig ne?
00:34:16: Und dann könntest du jetzt sagen okay ich merke dass ich grad ziemlich wütend bin auf diesen Onkel um mich gleichzeitig ein bisschen schuldig fühle weil eigentlich haben wir hier die Weihnachtsfeier mit der ganzen Familie und da sollte doch ein schöner Moment sein.
00:34:28: jetzt hab' ich hier so eine Wut ausgelöst.
00:34:30: beim anderen Also kurz wahrnehmen, was ich gerade fühle.
00:34:34: Dann Schritt zwei... Ich mag das nicht ne?
00:34:36: Das sind unangenehme Gefühle.
00:34:37: aber so wie der hier gerade aufbraust ist es vielleicht ganz normal und wahrscheinlich würden viele solche Gefühlen wahrnehmen.
00:34:45: Ja!
00:34:45: Dass wir jetzt das V validieren.
00:34:49: Und dann als letzten kleinen Punkt vielleicht zu sagen hey es ist mir gar nicht so wichtig diese Diskussion zu gewinnen viel wichtiger ist mir doch die Beziehung zu dieser Person, weil auch wenn er ein bisschen kautziger Onkel ist und der echt andere Ansichten hat irgendwie mag ich den.
00:35:02: Und kennt ihn vielleicht schon seitdem ich Kind bin?
00:35:04: Und das jetzt übertragen auf eine Liebesbeziehung oder gibt es ja auch mit Kindern dass deine Kinder defensiv reagieren oder eben auf eine Kollegin dazu sagen ey ich gucke jetzt da sich anders drauf schauen möchte anders mit umgehen weil die Person mir was bedeutet und deswegen werde ich anerkennen das vielleicht meine letzte Bemerkungen Unsensibel war, oder dass das drüber war.
00:35:24: Oder dass klar war, dass ich den damit provoziere.
00:35:26: wenn ich jetzt dieses Politikthema bringe und dann gucke kann ich es vielleicht in eine andere konstruktive Richtung lenken?
00:35:32: Das wäre also der dritte Schritt das Handeln.
00:35:34: Und dabei geht's ganz wichtig nicht darum irgendwelche Gefühle verschwinden zu lassen Sondern denen eigentlich... das haben wir ja gerade schon gehört Raum zu geben.
00:35:41: Die ersten beiden Schritte sind ja Ich nehme meine Gefühlen wahr und dann validier' ich die bestätige Ey!
00:35:46: Das ist hier ganz normal das du da grade Richtig traurig bist oder enttäuscht.
00:35:51: Oder das Gefühl hast, ey... Das ist jetzt zwar nicht schön aber so würden ja vielleicht auch andere reagieren und so fällt es leichter mit dieser Defensivität vom Gegenüber umzugehen.
00:36:02: Ich fand das sehr schön.
00:36:03: also eine Kleinigkeit.
00:36:04: aber alle drei Komponenten davon und jetzt haben wir mal Forschung Gefühle benennen, Gefühlen akzeptieren Und danach anders damit umgehen, werden schon lange in der Wissenschaft untersucht.
00:36:14: Es gibt dazu zum Beispiel die Acceptance End Commitment Therapie.
00:36:17: Da gibt es zahlreiche Studien, die zeigen dass das hilft weniger impulsiv auf schwierige Gefühle zu reagieren.
00:36:24: Wobei ich interessant fand weil wir hier ja so oft über Gefühler reden.
00:36:27: vielleicht einmal kurz Das vor kurzem eine Übersichtsarbeit rausgekommen ist aus diesem Jahr und sie haben sich zweiunddreißig Studien angeguckt wo es darum ging Gefühle bewusst also eigene gefühle, bewusst zu benennen.
00:36:39: Effekt labeling wird das genannt?
00:36:41: ja
00:36:41: Ja
00:36:42: und dabei zeigte sich dass es zwar häufig die körperliche stressreaktion reduziert.
00:36:47: Gefühlen wirken eigentlich immer auch mit dem körper.
00:36:50: aber bei diesem subjektiven erleben wie fühlt sie das für mich an?
00:36:53: Da waren die effekte nicht so eindeutig.
00:36:55: beim manchen war es so dass die tatsächlich weniger belastet sind wenn sie das benennen.
00:36:59: Aber es gab auch studien ohne effekten oder sogar manchmal wurden die negativen gefühlen noch stärker.
00:37:04: Das heißt, die Forscher sagen ja es ist vielversprechend.
00:37:06: Es ist niedrigschwellig aber wir müssten eigentlich noch mehr wissen über in welcher Situation wirkt das.
00:37:12: wie hängt das davon ab?
00:37:13: Wie stark so ein Gefühl ist.
00:37:15: ich kann nur für mich selber sagen wenn nicht Gefühle benenne Ist es für mich viel viel klarer damit umzugehen.
00:37:21: und das heißt nicht Ich muss mich hinsetzen dass auf schreiben oder von mir aus auch noch nicht mal richtig aussprechen Kann ich Aber oft ist das halt Mal kurz inne Und fühl hin Eigentlich genau wie bei dieser Ava Methode dass ich das zumindest nicht wegdrücke, sondern versuche mit meinen Gefühlen auch wenn jemand zu defensiv wird oder gerade dann zu arbeiten.
00:37:40: Da ist es natürlich gut, wenn du nicht blind in jede Diskussion, in jede Problembesprechung rein tabst, sondern je klarer du für dich bist was dir eben auch wichtig ist an dieser Sache!
00:37:53: Du hast ja grad schon benannt der Onkel ist dir wichtig weil du magst ihn eigentlich.
00:37:57: Die ist nicht wichtig, im Moment hier eine endgültige politische Diskussion zu führen.
00:38:03: Die ist wichtig, dass du vielleicht ne schöne Familienfeier hast.
00:38:06: Das heißt ja nicht, dass Du den Schwanz einknallst.
00:38:09: Unwichtig ist dir vielleicht... Ob das auch mal knallen könnte?
00:38:16: Aber dass Du weißt wo Du stehst!
00:38:19: Ja und ich glaube für alle Menschen die aufeinander treffen es ganz
00:38:25: gut
00:38:27: oder ganz wichtig wäre, erst mal für dich klar zu sein.
00:38:32: Ich glaube das ist ja die Falle in der wir zu oft tappen, dass wir uns gar nicht umgucken.
00:38:40: wo stehen wir gerade?
00:38:43: Deshalb glaube ich wenn jemand vielleicht kann man es auch dann im Gespräch vorbereiten, dass man sagt so an dieser Situation was wär dir denn jetzt wichtig und mir wichtig?
00:38:55: und dass man dann erst da drauf geht.
00:38:56: Ja,
00:38:59: das ist glaube ich ein guter Punkt dieses sich zu fragen wo stehe ich also?
00:39:03: und auch was es mir wichtig ist.
00:39:05: Mir jetzt wichtig hier meinen politischen Standpunkt klarzumachen Und dem onkel irgendwie kontrat zu geben und so sagen wie kannst du sowas sagen?
00:39:13: Oder ist mir jetzt wichtig zu diesem onkel eine gute beziehung zu haben?
00:39:16: vielleicht ja auch beides Aber sich dass also das für sich erst mal klar zu haben das ist glaub ich ein ganz.
00:39:22: Also ich gebe mir ein Beispiel, wo ich sowas oft erlebe.
00:39:26: Ich habe jetzt im beruflichen Kontext zum Beispiel in meinem Fall immer wieder mit verschiedenen und wechselnden Teams zu tun weil wenn ich die Weltstätte Terra X drehe dann hab' ich die eine Regisseurin mit den zwei Kameraleuten und dem einen Tonmann Und die eine Frau vom Sender und die eine Kollegin noch aus der Redaktion.
00:39:42: Das ist ein ganz anderes Team als weiß ich nicht, für eine Terror-Explorfolge was drehen.
00:39:48: Manchmal sind die Kameraleute die gleichen.
00:39:49: das hilft mir dann schon immer.
00:39:50: aber ich habe halt einfach beruflich permanent mit unterschiedlichen Leuten zu tun.
00:39:53: wenn ich bei der Show in eine Halle komme sind da ja andere Leute als in der Halle am nächsten Tag.
00:39:58: und ich finde weil es ja auch normal ist dass wenn man jetzt mit Leuten berufliche zu tun hat dass es immer mal wieder ein Konflikt gibt oder noch nicht mal einen Konflik zur Meinungsverschiedenheiten Das dann wenn ich in solchen Momenten weiß Hey mein Wert oder was mir wichtig ist, aber dass wir hier ein gutes Zusammensein haben.
00:40:15: Und selbst wenn ich jetzt gerade schon überzeugt bin das ich hier recht habe und dass ich genau den richtigen Punkt hab und es total wichtig ist... ...hab' ich in den letzten Monaten immer wieder erlebt wie krass oft ich Unrecht hatte!
00:40:26: Und dachte ja ne so können wir das nicht machen oder?
00:40:28: Das versteht doch keine.
00:40:29: und plötzlich Bombenquote alle haben's geliebt mega geile Folge und ich sitz da.
00:40:33: und dann habe ich oft genug jetzt in letzter Zeit nachher eine Melkgeschirmung gesagt ey Leute danke dass ich da Unrecht hatte und danke, dass ihr das so genauso gemacht habt wie ihr meintet.
00:40:42: Und wir nicht irgendwie dachten... oder ich mich da jetzt nicht durchgesetzt habe!
00:40:46: Und das sind so kleine Momente wo doch wenn mein Wert ist, ey ich will, gut miteinander umgehen und ich will den Wert haben, dass ich nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen hab.
00:40:55: Dann kann ich doch in solchen Momenten versuchen das mal ein bisschen zu challenging.
00:40:58: Klappt nicht immer, wenn ich auch dazu sage der Mensch neigt ja dazu sich dann für sich selber zu denken, dass er doch recht hat.
00:41:03: Das gibt es auch in meinem Hirn.
00:41:04: aber so einmal als Beispiel, wo ich so merke ey da kann besser werden.
00:41:08: Ja du hast ja gerade das Wort wertverwandt.
00:41:11: So und das sind deine Werte die Du mir mit Dir rumträgst und entwickelt hast Genau, das kann da gegenüber nicht wissen.
00:41:19: Dann gibt es den Regisseur-Regisseurin.
00:41:22: Meinst du wegen auch beim ganz großen Film der muss das alles zusammenbringen.
00:41:25: und dann gibts die Despoten, die Diktatoren, die sagen wenn ich hier nicht voll dazwischen haue mit dem wir vielleicht nie wieder einer arbeiten.
00:41:34: und dann gibt's die Genies.
00:41:36: oder nehmen wir den Fußballtrainer.
00:41:38: ein Typ wie Jürgen Klopp wird wahrscheinlich mit seiner Art mehr Menschen mitnehmen, als jemand der sagt da ziehen wir jetzt einfach so durch hier.
00:41:48: Ja
00:41:49: und das ist ja auch gut, hat jeder seinen eigenen Ansatz.
00:41:52: aber ich glaube genau was Gott gesagt hat sich zu fragen wo stehe ich?
00:41:55: Was in meine Werte
00:41:56: hilft?
00:41:57: Ich möchte weil das so schön dazu passt Wir haben jetzt so große Beispiele genommen.
00:42:00: Aber gehen wir vielleicht mal in die Grundschule So eins weiter als in die Kita.
00:42:07: Das wenn du eine tolle Klassenlehrerin hast.
00:42:12: Der weiß ungefähr, wo steht das Kind?
00:42:19: Und wenn man schlau ist wird man wahrscheinlich als Lehrer da auch erst mal so Übungen machen dass man weiß wie sind die drauf?
00:42:27: Wo muss ich wen abholen?
00:42:30: und da beginnt es ja schon nicht.
00:42:33: jedes Kind tickt gleich nur wirklich kein Geheimnis.
00:42:37: Und das eine braucht mehr Zuspruch, das andere kann etwas mehr Kritik vertragen und da haben wir es ja auch.
00:42:42: Deswegen habe ich ganz zu Anfang gesagt wahrscheinlich ist unser ganze Tag damit überseht dass wir immer wieder leveln
00:42:50: um mit Defensivität umgehen müssen.
00:42:53: Umso besser, dass wir noch sechs weitere kleine Ideen haben wie das anders gehen könnte.
00:42:57: die nächste wäre echte Neugier.
00:43:01: So, wieder von unseren beiden Autoren Das Problem bei defensivität.
00:43:07: Ja möchte, dass das gegenüber damit aufhört.
00:43:09: Jetzt sei doch wieder zugewandt oder jetzt lass uns doch... Also das formuliert man vielleicht nicht so aber wenn man merkt der andere springt einer wie ein Tiger an Das will man nicht!
00:43:17: Das macht einem ja auch selber Angst und dann entsteht ja ganz oft so vielleicht auch ungewollte Botschaft.
00:43:22: So wie du gerade reagierst bist du das Problem?
00:43:25: Guck mal lieber Mann Du rass es jetzt aus obwohl ich hier einfach nur die Idee habe Dass wir uns mal fragen ob unsere Kinder vielleicht auf eine andere Schule gehen.
00:43:32: was soll das?
00:43:33: pack mal den Tiger weg.
00:43:35: Der punkt ist jetzt Das ist ja wie eine weitere Kritik oder nochmal Angriff auf den anderen.
00:43:41: Da scheint schon irgendwas in dem die Sintiga nach vorne geholt zu haben, jetzt lege ich noch ne Schippe drauf.
00:43:46: und statt dass der sich jetzt sicherer fühlen kann oder vielleicht ein Stück weit besser verstanden hat man ja an dem Moment wo du jetzt sagst hey Du bist das Problem!
00:43:53: Und so wie du hier gerade ausrastest ist das echt falsch kriegt man ja nochmal mehr das Gefühl Ich werde dir nicht verstanden und es ist genau der Nährboden für noch mehr Defensivität.
00:44:03: also sagen die beiden das Ziel sollte nicht sein Achtung, nicht!
00:44:08: Die Defensivität des anderen sofort zu beseitigen.
00:44:12: Viel besser wäre es zunächst Bedingungen zu schaffen unter denen sich die andere Person nicht weiter bedroht fühlt.
00:44:21: und dabei sagen sie statt da die Stimmung direkt reparieren zu wollen und so irgendwie den Tiger wegzusperren sucht doch mal mit echter Neugier zu verstehen warum kommt der Tiger beim Anderen raus?
00:44:35: Und das fand ich einen sehr schönen Gedanken.
00:44:37: Also dieses Ich will wirklich verstehen, wie du... Wie es da gerade in deinem Kopf aussieht?
00:44:43: Wieso du darauf reagierst und zwar nicht im Sinne von.
00:44:46: Ich gehe da rein mit meinen vorgefertigten Hypothesen und Annahmen weil ich ja schon genau weiß, wie Du so tickst.
00:44:51: Das ist ja immer das wo dann so ein Streit immer wieder ins gleiche Muster kommt sondern mit echter Neugier.
00:44:56: Ja!
00:44:57: Und die beiden schlagen was vor, was
00:44:59: es sehr schön fand.
00:45:01: umgekehrte Empathie.
00:45:03: Also Empathie würde ja heißen, ich versuche mich in die Lage vom anderen Menschen zu versetzen.
00:45:07: Das Problem ist aber kriege oft nicht hin und du weißt ja nicht wie es das wirklich in den Schuhen von so einem anderen Kopf zu stecken?
00:45:14: Und wir haben schon mal eine Folge dazu gemacht.
00:45:16: dringende Empfehlung wenn ihr nochmal reinhören wollt.
00:45:18: Du fühlst was ich will.
00:45:19: da ging's um Empathy und da haben wir hierüber auch gesprochen.
00:45:22: also wer da tiefer rein möchte oder wer merkt dass is ein Thema Empathied.
00:45:25: Guck hört euch das noch einmal an!
00:45:28: Die Idee jetzt sagen die beiden ey dreht das doch um dir vorzustellen, wie du was Ähnliches erlebt hast und dann wie du dich dabei gefühlt hast.
00:45:41: Also nehmen wir wieder den Ehemann der da total defensiv reagiert als die Frau vorschlägt die Kinder auf eine andere Schule zu schicken.
00:45:48: Jetzt stell dir vor du bist die Ehefrau Und auch dein zweiter Versuch das Thema wie anzusprechen ist wieder gescheitert.
00:45:54: Der Typ ist wieder ausgerastet.
00:45:55: jetzt nimmst Du dir Moment Zeit um über die Situation nachzudenken und umgekehrte Empathie anzuwenden.
00:46:01: und fragst Dich was dein Partner da gerade empfindet.
00:46:05: Vielleicht erlebt er ganz verschiedene Gefühle, vor allem aber hat der ja scheinbar eine große Angst davor dass dieser Schulwechsel irgendwie schwierig werden könnte für die Kinder.
00:46:13: und jetzt erinnere ich mich selber an einen Moment wo ich Angst um die Kinder hatte.
00:46:18: vielleicht sagen die beiden war das der erste Schultag von der Tochter wo man total nervös war weil man sich Sorgen gemacht hat.
00:46:23: ey vielleicht wird die genauso gemobbt in der Schule wie ich und man hat sich einsam gefühlt und unsicher Und überträgt jetzt dieses, was ich da als Angst empfunden habe auf meinen Partner.
00:46:36: Und versuche also durch so eine umgekehrte Empathie und damit eben die echte Neugier den anderen wirklich verstehen zu wollen, zumindest ein Stück
00:46:44: weit
00:46:46: dessen Perspektive darauf zu gewinnen.
00:46:48: Ja
00:46:48: das Wort echt!
00:46:49: Das fand ich Ihnen
00:46:51: sehr schön gelangt.
00:46:54: Hilft sowieso in sehr vielen Lebenslagen.
00:46:56: Also sich echt zu interessieren, echte Neugier ist jetzt natürlich komprimiert aber sich wirklich zu interessiere für den anderen.
00:47:05: Ich meine wie soll auch sonst ein tiefes Gespräch entstehen?
00:47:09: Das ist oft die Lösung!
00:47:11: Wirklich echte neugier.
00:47:12: und das kann auch ganz schön viel Spaß machen den anderen richtig zu verstehen.
00:47:18: und man lernt oft eine Menge über sich selbst.
00:47:22: Man ist mit umgekehrter Empathie.
00:47:25: Ihr seid ja jetzt viele Jahre zusammen?
00:47:27: Ja!
00:47:28: Ist das was, was du hinkriegst dass du sagst ich kenne diesen Menschen doch eigentlich so gut und alles was der so macht wie er sich so verhält dass du auch nach all diesen Jahren noch ne Neugier lebst?
00:47:40: Ja total.
00:47:42: Das ist auch unser... Ich hätte fast gesagt unser Hobby.
00:47:45: aber wir unterhalten uns super gerne auch über unsere Beziehung und wie wir mit den Dingen umgehen.
00:47:53: Und was uns am anderen aufgefallen ist, was vielleicht Rückschlüsse auf mich selber hinterlässt... Das machen wir halt unheimlich gerne!
00:48:01: Also das beide jetzt keine Profis aber trotzdem riesen Interesse auch an der gegenseitigen Psychologie.
00:48:11: Ja
00:48:11: ja und dass
00:48:13: es eigentlich damit schlechst du genau die Kerbe, die auch die Forschung Aufwürft, es gibt dazu ein Review aus dem Jahr zwanzig, wo man wissen wollte.
00:48:21: Ey!
00:48:23: Ist das eigentlich ein Skill den wir haben?
00:48:24: Nur die anderen wirklich zu verstehen wie sie so denken und fühlen was in denen vor sich geht.
00:48:29: Da gab's noch eine zweite Untersuchung, die wissen wollte ja wie könnten wir das denn steigern.
00:48:32: Und da war ganz klar so die Einsicht... Das ist eher schwierig für uns mal eben mit den Schuhen vom Anderen so rumzulaufen und dass es total hilft zu sprechen also wirklich diese echte Neugier zu leben, die wir gerade angesprochen haben.
00:48:46: Das kann ganz, ganz vieles lösen.
00:48:48: Vielleicht ist das sogar auf die Grundlage sich wirklich zu interessieren.
00:48:53: Sehr schön!
00:48:55: Tipp Nummer drei geteilte Verletzlichkeit.
00:49:01: Wieder unsere beiden Autoren also oft sagen sie Ist so eine chronische Defensivität und das kennen wir glaube ich auch gerade in Beziehungen, die schon viele Jahre sind.
00:49:14: Wir haben uns auseinandergelebt oder egal was ich anspreche der andere, der reagiert direkt mit so einer Abwehrhaltung und das kennen glaube ich auch viele von unserem Beruf und vielleicht auch mit anderen Familien mit Eltern, wo so eine ganze Zeit eine Abwehr Haltung ist, wo du das Gefühl hast, die Schotten sind dicht?
00:49:32: Vielleicht nicht ganz aber ein gutes Stück.
00:49:34: Aber es wird dann eben seit Jahren auch schon so gelebt Jeder weiß es und man macht sie nicht mehr die Mühe, da überhaupt dran zu gehen.
00:49:44: Da sagen die beiden das ist oft eben diese Defensivität so ein Symptom für fehlende Verbundenheit, für fehnende Nähe.
00:49:51: Und in dem Moment wo ich jetzt wirklich aufmache und meine Verletzlichkeit zeige, wo natürlich viele Angst vorhaben weil das heißt ja dass du Sachen offen legst, wo du wirklich Angst vor hast dass du über Schmerzen sprichst, die deinen Leben vielleicht bestimmen.
00:50:10: Dass du über Dinge sprichest für die du dich vielleicht wirklich schämst auch über Fehler also Sachen wo du weißt wie ich das jetzt erzähle macht mich das verletzlich.
00:50:18: Ich mach' die Schotten auf ist aber genau der Moment wo der andere wieder eine Chance hat zu dir durchzudringen und umgekehrt.
00:50:25: Deswegen geteilte Verletzlichkeit!
00:50:28: Ich versuche dir zu zeigen Machen wir es mal ganz konkret?
00:50:31: Vielleicht is da ne Chefin, ne?
00:50:33: Lina Mitarbeiterin eine kritische Rückmeldung geben möchte und weiß, das wird jetzt wieder total im Beef enden.
00:50:40: Und die rasset aus!
00:50:42: Dann könnte ich ja in einer Teambesprechung auch mal ganz bewusst eigene Fehler ansprechen, die ich vielleicht vor kurzem gemacht habe... ...und so zeigen, ey, ich bin ja auch unvollkommen und ich stehe hier nicht über allem.
00:50:53: Das ist nichts beschämendes, dass Fehler angesprochen werden und man drüber redet sondern eigentlich der Versuch daraus zu lernen.
00:50:59: Und dann vielleicht sagt man noch Ja, das denkt man sich dann so schön.
00:51:01: aber Genau damit bin ich ja auch als Chefin letztes noch gescheitert und habe wieder genau den selben Fehler nochmal gemacht.
00:51:07: Aus so einer Haltung heraus oder mit so einem Acker, dass man seine eigene Verletzlichkeit teilt ist es doch viel einfacher wenn man beim anderen etwas anspricht wo man weiß da steckt vielleicht eine Verletzlichkeit von dem hinter.
00:51:20: Und ich glaube das einfach in mein persönliches Beobachten in ganz vielen Beziehungen diese Bereitschaft wirklich verletzlich zu sein gerade in so einer Zeit, die so hier auf Perfektion aus ist.
00:51:34: Warte Kante auf Stark sein!
00:51:36: Dass das vielen total schwer fällt und da Pannen gekommen ist und dass daraus dann eine defensive Grundstimmung entsteht.
00:51:43: Safe glaube ich sofort.
00:51:44: Ja vor allen Dingen kannst du ja auch keine Orientierung mehr geben weil wenn dann alles nur noch im wagen bleibt also im ungefähren Dann weißt Du ja selber auch gar nicht mehr wo Du stehst.
00:51:58: Hast du das mal in letzter Zeit erlebt, dass du so eine geteilte Verletzlichkeit... Dass du das gemacht hast?
00:52:05: Wüsste ich jetzt konkreten nicht.
00:52:09: Aber in meinem Leben hat es ja schon oft gegeben.
00:52:11: aber Es war eben auch oft so, dass Ich dann mir selber eingestehen musste nachdem ich wieder runtergekommen war Das ich selber gar nicht wusste wo ich stehe.
00:52:21: und da werden wir natürlich immer wieder drauf kommen.
00:52:24: auch Kern des Ganzen, dass du selber ungefähr weißt wo du zwischen Him und Erde unterwegs bist.
00:52:31: Ja
00:52:33: Und wenn du dir dessen umsicher bist, wenn du nicht bei dir bist dann wird halt alles viel viel schwerer.
00:52:42: Man muss da wahrscheinlich immer erst mal mit sich selbst anfangen.
00:52:47: Ich habe das genau.
00:52:48: ich hab letztens gedacht ich hatte ne Sagen wir mal so ich hatte jetzt eine sehr ... auffühlende, auch für mich sehr schwierige Zeit.
00:52:59: Ja.
00:52:59: Nicht so lange her und dann... Wie eben schon beschrieben habe ich ja beruflich einfach mit vielen verschiedenen Teams zu tun was mir tierisch Bock macht und was einfach sehr oft sehr tolle inspirierende Köpfe sind und du auch das Gefühl hast, boah geil!
00:53:12: Du kannst wieder etwas lernen.
00:53:13: Und jetzt geht es dir nicht gut?
00:53:15: Und du weißt gerade bei der TV-Produktion das muss funktionieren.
00:53:18: Das ist wie eine geölt Maschinerie und wenn ich ausfalle Kann der Sendungstasern, kann die Aufzeichen auch nicht stattfinden.
00:53:25: Das kosten Vermögen hängt total viel nerv für alle dran und gleichzeitig war ich so boh mir geht es eigentlich gerade so scheiße dass sie nicht funktionieren kann.
00:53:34: und da habe ich gemerkt jetzt mich hier zu öffnen Und das auch an der stelle dann vielen leuten weil er ist einfach große teams oft sind sozusagen und diese verletzlichkeit zu zeigen ja Ich hab das nicht ich konnte das nicht Und so ein bisschen habe ich das dann schön geredet mit, ja ist jetzt auch mein privates Thema und wenn jeder anfängt seine Probleme zu erzählen.
00:53:57: Dann haben wir hier die kleine heule Selbsthilfegruppe.
00:54:00: aber es war schon wieder genauso eine Härte wie es gerade eben selber kritisiert hat nämlich funktionieren müssen stark sein und sowas nicht auf aufzumachen.
00:54:07: Stellt ihr mal vor die werden ja auch da sitzen und ihre Hassels und Themen und Sachen haben wie jeder Mensch?
00:54:12: Und von einem anderen Mal zu hören ey es geht mir auch so und ich hab hier grad was.
00:54:17: Also in so beruflichen Kontext verstehe ich schon, dass das ganz
00:54:20: gut ist und es war unberuflich.
00:54:22: Kontext kann sein, gerade wenn's auch mit Bühne TV und so zu tun hat, sich da irre was verschiebt.
00:54:33: Ganz schön schwer!
00:54:35: ist auch schwer und ich will jetzt auch nicht einfach sagen, alles da so raus zu posauen.
00:54:38: Manche sind dann auch einfach privat, das ist auch völlig okay!
00:54:40: Aber ich gebe dir ein anderes Beispiel... Da hatte ich mit... Ich mach es mal ein bisschen abstrakt weil ich will ja nicht aus der Privatsphäre dieser Person plaudern.
00:54:48: aber ungefähr so Die Person hat in einem in so eine Meeting die was erzählt und ich dachte hey warum Warum geht die jetzt da so steil drauf?
00:54:56: Wieso stört sie das so sehr?
00:54:58: Und habe dann erst später von einer anderen Kollegin erfahren, die hat genau dieses Thema selber erlebt Die hat eine schwere Krankheit und muss grad gucken, wie sie damit hasselt.
00:55:06: Und umgeht... ...und dann hat diese geteilte Verletzlichkeit das ich plötzlich verstehen konnte.
00:55:12: Boah!
00:55:12: Das ist für die andere Person ein Thema und das ist ne Flanke.
00:55:15: Und die Kollege, die mir das erzählt hat, die durfte mir das auch erzählen.
00:55:17: Also es ist jetzt nicht da irgendwie über ne Grenze gegangen.
00:55:19: Das war so verbindend.
00:55:22: Das was für mich so Augen öffnet weil mir plötzlich klar wurde ey krass du hast einfach nicht verstanden welche Verletzlichkeit die andere personen da hat?
00:55:29: Wie wertvoll is das?
00:55:30: Auch in so nem Eigentlich irgendwie professionell, ein bisschen sterilen Berufskontext.
00:55:36: Also ich fand das total starken Moment so.
00:55:38: und wenn man dann vor allem es schafft in einem ruhigen Moment mal über sowas zu sprechen und das auch anzuerkennen und vielleicht dann auch genau da selber was von sich zuteilen... Ich finde dass ist etwas unglaublich Schönes und so schwer das isst Wenn man den beruflichen Kontext verlässt mit Freunden würde ich das immer versuchen Und bin auch dankbar, wenn andere das mit mir machen und habe oft das Gefühl.
00:55:59: Das sind da ganz viel von so dichtmachen, Schotten zu Defensivität.
00:56:03: Genau dieses Ding steckt!
00:56:04: Da ist keine geteilte Verletzlichkeit.
00:56:07: Ich komme nicht mehr an dich ran.
00:56:08: Da ist wirklich Wahnsinn.
00:56:10: Ja schon fast eine ganze Folge aber bevor wir uns verlieren ich bin gespannt was dann noch kommt.
00:56:18: Punkt Nummer vier such nach den zwei Prozent Wahrheit.
00:56:22: Das habe ich von Eli Kraijam, einem klinischen Psychologen im Time Magazine gelesen.
00:56:26: Er ist auf Partherapie spezialisiert und da drehen wir das jetzt mal ein bisschen um.
00:56:31: Du kriegst die Kritik und merkst selber oh das fühlt sich unverahnt oder übertrieben.
00:56:35: oder ist jetzt echt nicht der Zeitpunkt dafür?
00:56:39: Und trotzdem solltest du gucken sind da nicht irgendwo vielleicht zwei Prozent Wahrheit
00:56:44: drin?
00:56:45: Dieser Parttherapeut sagt, wir sind ja dann so oft so schnell damit beschäftigt jetzt die acht neunzig Prozent in unserem Kopf durchzugehen wo diese Person sich gerade vertut.
00:56:53: Die mich hier kritisiert
00:56:54: und
00:56:55: irgendwie was aufbringt.
00:56:56: aber irgendwo vielleicht ganz hinten drin sind zwei Prozent Wahrheit alter Versuch die anzuerkennen.
00:57:03: Und so klein das ist und so viel die person falsch versteht Vielleicht Kannst du das ein Stück weit Für dich Aufnehmen In deinem Kopf ist vielleicht erst mal wenn Du den Vorwurf kriegst hey du hörst mir nie richtig zu Mhm.
00:57:14: Dann willst du die acht und neunzig Male aufzählen, wo du doch richtig zugehört
00:57:18: hast?
00:57:18: Ja, stimmt!
00:57:19: Aber
00:57:19: äh...die zwei Prozent Und da haben wir einfach unterschiedliche Sichtweisen dann drauf Wo du nicht richtig zu gehört hast Die haben ja scheinbar beim anderen so viel ausgelöst dass der diese Kritik jetzt aufbringt.
00:57:30: Das fand ich einen sehr guten Gedanken.
00:57:31: Also es ist ein bisschen nach dem Motto wo Rauch ist Ist auch vielleicht irgendwo ein kleines Feuer zumindest eine Glut.
00:57:37: Selbst wenn Du sagst alles Bullshit Zwei prozent Vielleicht doch Kannst du die vielleicht anerkennen fand ich einen sehr schönen Gedanken.
00:57:43: Ja,
00:57:43: so ein erlösender Moment ist immer wenn man sich selber sagen wird... Oh ja stimmt!
00:57:49: Hast du recht?
00:57:52: Das löst so viel.
00:57:56: Die fünfte Idee ist die Rettungsgasse.
00:57:59: nochmal unser Experte aus dem Time Magazine der sagt manchmal das Beste in dem Moment wo du merkst Boas hier ist wieder voll Beef und Streit und komplett Defensivität beim anderen am Start dass man fragt Können wir noch mal neu anfangen?
00:58:16: Ja.
00:58:17: Sehr gut!
00:58:19: Man ist ja so drin, dass man dann sagt ich sehe irgendwie warum du dich jetzt gerade so fühlst oder ich verstehe das dir das Sorge macht wenn die Kinder auf eine neue Schule kommen und danach kommt aber Und dieses Aber Das macht eigentlich alles davor löscht das macht das kaputt weil man nur noch oft hinter dem Arbe hört und das auch das worum es einem wirklich
00:58:38: geht.
00:58:38: natürlich Die eigentliche informationen kommt immer nach dem aber
00:58:42: Genau Genau.
00:58:44: Und dann zu sagen, hey du hast recht!
00:58:46: Ich sehe dass dich das verletzt hat oder helf mir doch zu verstehen was ich hier übersehe.
00:58:52: Das ist auch eine gute
00:58:53: Formulierung.
00:58:55: Sein absoluter Lieblingssatz eben... Hey es tut mir leid können wir nochmal neu starten.
00:59:00: Wie so eine Rettungsgasse, wenn du merkst, wo?
00:59:03: wir versuchen es mit dem Konflikt und es kommt zum Streit und es kommen zur Defensivität?
00:59:06: Und irgendwann sagt man aber jetzt müssen wir hier aus dem Stau raus, aus der festgefahren Situation rechts auf die Rettungssgasse und dann fährt man von der Autobahn runter und guckt ob man uns auf einer anderen nochmal neu versucht.
00:59:16: Können wir noch mal neu starte?
00:59:18: ich fand das so schön weil da geht's nicht darum dass man sagt der Streit muss weg oder man versucht auszuweichen Sondern dass man sagt, ey scheinbar sind wir hier an der falschen Stelle gelandet.
00:59:29: Können wir neu starten?
00:59:31: Total
00:59:32: nice!
00:59:33: Wie
00:59:36: oft erlebt man?
00:59:36: das kenne ich selber.
00:59:37: dann weißt du schon wie der Streit endend wird und blöd erlaufen wird.
00:59:41: und dann geht man wütend auseinander da vielleicht für sich zu sagen Boah ich merke die Fronten sind verhärtet lasst noch mal neu.
00:59:49: Ja ja Und damit hält so die Tür auch weit offen.
00:59:52: Das ist echt gut.
00:59:56: Alain de Bouton.
00:59:57: als sechster Punkt und ich würde das so überschreiben, mit lieb mich so wie ich nicht bin.
01:00:05: Das muss ich kurz ein bisschen erklären.
01:00:07: Es passt jetzt zu unserem Thema weil wir am Anfang gesagt haben so Defensivität gibt es ja ganz oft in den gerade auch engen Beziehungen die wir haben Mit Leuten die uns eigentlich wirklich wichtig sind.
01:00:17: sonst kann man sagen mir egal geht weiter Und da gibts ja auf diesen Anspruch liebe mich doch so wie Ich Bin oder wenn es jetzt nicht die Liebe ist von mir aus im beruflichen Kontext, ey akzeptier mich so wie ich bin.
01:00:27: Nimm mich an wie Ich Bin und Debouton sagt damit steuern wir auf eine Katastrophe zu weil wir haben so viele Defizite.
01:00:34: da wäre das ne völlig unfaire Forderung zu sagen er liebt mich doch So Wie Ich Bin.
01:00:39: Er Schlägt Vor Wir Brauchen So ein Mindestmaß an Selbsterkenntnis.
01:00:42: Ja
01:00:42: Damals wieder
01:00:43: Wenn wir Das Haben Ist Es.
01:00:46: Ich Muss Begreifen was Steckt Da Eigentlich hinter?
01:00:48: Dann Hätten wir Den Wunsch Für Was Anderes Geliebt Zu Werden nämlich für das was wir zu sein, hoffen.
01:00:54: Ja!
01:00:55: Für das was wir in unseren besten Momenten sind für das Gute das in uns schlummert und es vielleicht noch nicht verwirklicht ist.
01:01:01: also wahre Liebe und ich mache mal in Klammern auch eine berufliche Beziehung sollte darin bestehen dass wir uns für Feedback nicht nur bedanken sondern eigentlich mehr davon haben wollen Sollte uns dazu anleiten, dass wir eigentlich ständig versuchen zu einer besseren Version von uns zu streben.
01:01:17: Ich sage jetzt nicht im Sinne von perfektionistisch sondern das man anerkennt... Ey!
01:01:21: Man entwickelt sich weiter.
01:01:22: ich will nicht, dass du mich liebst wie ich bin weil ich weiß, dass es da ganz viele Fehler und Haken und Probleme gibt.
01:01:29: also er sagt das ist nicht total schön.
01:01:31: Liebe ist eigentlich kein behaglicher Rückenstück zur Ort an dem man alle seine Fehler dann bestätigt bekommt und gut geheißen bekommen sondern eigentlich eher ein Klassenzimmer Indem wir lernen die Person zu werden, die wir sein wollen.
01:01:45: Und ich glaube dass diese Defensivität ja ganz viel damit zu tun hat... Ich bin irgendwie von mir aus ein bisschen chaotisch und deswegen habe ich das immer noch nicht repariert!
01:01:53: Und dann kommt deine Freundin und sagt, ey Azvan reparierst du das eigentlich?
01:01:57: Und
01:01:57: dann fängst du an!
01:01:59: diese Version zu verteidigen von dir.
01:02:01: Richtig,
01:02:01: genau das!
01:02:02: Das meinte
01:02:02: ich ja zu Anfang.
01:02:03: Dass eben oft dahinter steckt dass wir die Versionen oder die Geschichte, die wir uns über uns selbst erzählen, von der wir zum Teil auch wissen, dass nicht ganz genau stimmt, dass wir sie aber verteidigt wollen.
01:02:14: Dass wir uns als guten Menschen sehen obwohl wir wissen naja da hätte ich noch echte Defizite Aber ich möchte ein guter Mensch sein ist ja schon mal was
01:02:26: Ganz genau Ganz genau.
01:02:28: Und auch diese Version an so zu verteidigen und da sauer zu werden, wenn man das Gefühl hat, man wird es in seinen Grundfesten angegriffen.
01:02:35: Ja, wenn ich den Anspruch hab, blieb mich so wie ich bin dann ist das das Ergebnis.
01:02:39: Aber wenn ich anerkenne, hey gibt's ganz viel an mir was vielleicht... Nicht das ist was, was geliebt wird und wo ich einfach weiß dass wer übertrieben wenn du mich lieben sollst mit meinem chaotisch sein und in meinem sich nicht kümmern.
01:02:53: Und was auch immer man da aufzählen kann dann glaube ich würde man anders in so ein konflikt reingehen.
01:02:58: Und damit zum finale der siebte punkt wieder von unseren beiden autoren Wignerland Cohen die ganzen quellen von heute verlinken wir euch natürlich werde noch mal tiefer rein lesen möchte Die sagen Rechne mit defensivität und bereite dich darauf
01:03:13: vor So hundertprozentig immer.
01:03:16: Das hätte ich auch direkt zu Anfang sagen können und das ist es, du musst immer damit rechnen wenn du jemand angest.
01:03:23: Deswegen habe ich ja im ersten Drittel gesagt gut ist wenn man sich ein bisschen darauf vorbereitet.
01:03:29: Wenn man sich klar macht dass wir sowieso passieren und wie gehe ich da mit um?
01:03:34: Und dann kann man auf diese Punkte zurückgreifen.
01:03:37: Genau die machen das ganz konkret weil Wir haben ja versucht bis hier vielleicht noch mal kurz zusammenzufassen auch so die Funktion dahinter zu verstehen.
01:03:46: Ja!
01:03:46: Warum machen wir das?
01:03:47: Und dass es ganz oft darum geht, ey da ist ein unangenehmes Gefühl ich werde kritisiert und dann merke ich plötzlich boah da sind meine Schwachstellen, das sind meine Verletzlichkeiten Das Angst, das Scham, das Schuld... ...und darauf reagiere ich jetzt mit Defensivität und gebe das Ganze an dich zurück.
01:04:00: schmeiß dir das hin.
01:04:01: der Tiger springt vor mich Ich bin verteidigt.
01:04:04: Wenn ich diesen Mechanismus begreife, dass es hier ganz viel um Gefühle geht Die uns ja eigentlich immer nur versuchen zu helfen zu verstehen was passiert hier gerade und damit umzugehen Dann ist das doch super, wenn ich versuche mich da so ein bisschen darauf vorzubereiten.
01:04:16: Was wird dann beim anderen passieren?
01:04:18: Und da wäre ein Punkt dass man sagt ey du bereites deine Bitte oder den Thema gut vor!
01:04:24: Du weißt ja vielleicht schon, kennt jeder von uns eine Liebesbeziehung.
01:04:27: Es gibt diesen einen Satz der bringt den anderen zur Weißglutung
01:04:30: und
01:04:30: wenn du jetzt wieder damit kommst dass der ja genauso ist wie sein Vater oder das das in deiner letzten Beziehung viel besser lief?
01:04:36: Oder alle anderen Paare... Das ist auch so ein geiler Satz!
01:04:38: Alle anderen machen das ja so.
01:04:40: Da würde ich auch immer Ausschlag kriegen.
01:04:42: Wenn das so Sätze sind wo du weißt eh die Facken denen richtig ab dann lass sie wecken und mach dir das vorher bewusst.
01:04:49: Vielleicht schaffst du es deine Kernbotschaft anders zu formulieren Und dann sagen die dazu, hey vielleicht kannst du auch so ein bisschen den Acker vorher bestellen.
01:04:58: Dass du ein echtes Kompliment mal machst.
01:05:00: Ja.
01:05:01: Sagen wir mal, du hast diesen einen Onkel da der immer so nervt auf der Familienfeier und jetzt wird Weihnachten bei dem gefeiert und du denkst schon oh!
01:05:08: Aber siehst du vielleicht etwas was schön bei dem ist?
01:05:10: Ob das jetzt sowas ist wie du lobst, wie toll der Garten von dem aussieht oder wie lecker das Buffet ist oder wie schön die Bilder vor dem sind nicht albern sondern wirklich etwas... was du gut findest.
01:05:21: Sonst checkt der andere das ja sofort und fragst dann vielleicht noch obendrein aus echter Neugier mal nach, also für begeistert sich die Person?
01:05:29: Wo blüht sie auf?
01:05:29: Ich will die doch verstehen!
01:05:31: Ist das der Lieblingsverein wo die irgendwie die Kaninchen züchten?
01:05:36: Der Garten um den er sich so toll kümmert ist es sein Motorrad?
01:05:39: Das klingt jetzt so einer Strategie habe ich gedacht.
01:05:41: Ja und Diplomatie
01:05:42: natürlich.
01:05:44: Wenn man es genau macht, ist es hier auch eine Strategie.
01:05:46: aber dass was dahinter steckt, das finde ich zählt.
01:05:49: Wenn du jetzt das Gefühl hast, ich muss dem keinen Kompliment machen.
01:05:52: Aber mit so einer Grundstimmung in ein Gespräch zu gehen, dass du diese Defensivität so ein bisschen die Krallen nimmst.
01:05:59: Dass du es geschafft hast, dass man mit einem gewissen Weib da reingeht, geschaffen durch Neugier, geschaffend durch eine Anerkennung vom anderen vielleicht mit einem Kompliment bist du doch einen riesigen... Schritt weiter.
01:06:11: Ja,
01:06:12: dieses Bild von dem Tiger, das du gebracht hast.
01:06:14: Es gefällt mir ganz gut dass man einen Weg findet, dass der Tiger erst mal schnurrend in der Ecke sitzen bleibt und sagt dann erzähl doch mal, interessiert mich jetzt auch.
01:06:26: Ist es doch?
01:06:27: Genau so!
01:06:30: Hast du das manchmal bei Leuten, dass du das Gefühl hast, da weiß ich schon... Das wird so richtig hart und man bereitet so ein Gespräch
01:06:37: vor?
01:06:37: Total total.
01:06:38: und ich versuche dann Ich habe es immer Brückenbauen genannt, aber wie gesagt den Tiger finde ich ganz gut den Schnurren in der Ecke zu lassen.
01:06:47: Und wenn man zu jemanden sagt Mensch du erzählst die Geschichte oder du hast ja Version die stimmen doch absolut nicht!
01:06:57: Wenn man einsteigt mit...ich find toll dass du so Fantasie begabt bist.
01:07:02: also das klingt jetzt so plump aber er hat's schon gegeben Wie Du Geschichten erzählen ganz Das ist wirklich, vielleicht solltest du mal ein Buch schreiben.
01:07:11: Also eher so eine Verführung um dann darüber zu sprechen was wir uns vielleicht seit drei Jahren schon nicht eingestehen?
01:07:20: Dann hat man aber auf jeden Fall eine schöne Brücke gebaut auf der man vielleicht gemeinsam weiterlaufen kann und sich gegenseitig festhält.
01:07:27: Man denkt das so, aber ich hab letztens ein Video gesehen von den beiden Godmands.
01:07:32: Also die sind seit... Ich weiß nicht, sag jetzt mal seit fünfzig Jahren zusammen und es ist total rührend!
01:07:36: Dann sitzen sie da als Pärchen und dann werden sie gefragt naja wie würdet ihr denn mit sowas umgehen wenn man den anderen jetzt nicht mehr attraktiv findet?
01:07:44: Kann ja durchaus passieren in Liebesbezielen.
01:07:46: Und das ist glaube ich auch was wo ganz viele von uns eine Defensive wieder erleben haben die genau das beschrieben was du gerade gesagt hast dass du dann nicht dem Anderen einen Hint polterst.
01:07:55: Jetzt hör mal hier auf, da noch die dicke Bratensose auf der Kartoffel berät.
01:07:59: Ich hab dir doch letztens gesagt ich finde dich eh schon nicht mehr sexy oder was auch immer man sich rauspickt sondern die haben dann ganz schön dieses Gespräch nachgestellt.
01:08:08: und dann hat sie angefangen.
01:08:10: hey Schatz du weißt ich liebe dich total und ich mag dich und deine Ausstrahlung.
01:08:16: Und das klingt jetzt so, wenn ich es so wiedergebe als wäre das irgendwie so kitschig und als würde man die Strategie dahinter auch direkt durchsehen.
01:08:24: Aber selbst wenn das passiert?
01:08:25: Als sieht der dann so beschrieb... Ich vermisse ein bisschen, wenn wir früher uns so nahekamen und umarmt haben.
01:08:32: Dass ich deine Muskeln so gefühlt habe und wie ich deinen Körper wahrnehmen konnte.
01:08:36: Und das ist mir irgendwie ein bisschen abhanden gekommen.
01:08:38: Dann reagierte er darauf, oh ja... Das mag wohl sein!
01:08:42: Und ging damit auch auf eine Art liebevoll um.
01:08:44: aber weil ihm diese Brücke hingehalten wurde nicht dein Körper ist scheiße und eklig und ich finde dich nicht mehr sexy sondern es wird einfach unglaublich wohlwollend miteinander umgegangen, sodass der andere eine Chance hatte.
01:08:58: Die Gefühle die sowas hier auslöst wenn man so ne Kritik oder Rückmeldung bekommt, die ein ja auch wirklich verletzen kann und weh tun kann dass du die auch ohne diese starke Defensivität annehmen kannst das fand ich ein total schönes Gespräch.
01:09:13: also das Gefühl bei guck mal es geht Ja du hast... Es geht auch so schwierige Themen Du hast das
01:09:16: Wort Wohlwollengrad verwendet Und wenn man das mal im eigentlichen Wortsinn versteht dem anderen eben wohl wollen, dann schafft man vielleicht eine ganz gute Gesprächsbasis.
01:09:29: Ja!
01:09:31: Dann fassen wir einmal zusammen.
01:09:33: haben wir uns heute angeguckt was Defensivität ist, haben festgestellt dass die ganz viele Momenten kommen kann und ganz viele verschiedene Spielarten hat angeleitet?
01:09:41: durch unsere beiden Autoren von denen wir heute viele Tipps genommen haben aber auch von anderen Quellen haben wir so ein bisschen verstanden das wahrscheinlich eine Funktion dahinter steckt nämlich unangenehme Gefühle die die Kritik in mir auslöst, zu dir zurückzuschieben.
01:09:56: Und dass das vielleicht nicht der beste Weg ist sondern man mit Defensivität besser anders umgeht haben wir uns mit sieben kleinen Hebeln angeguckt.
01:10:03: Der erste war Ava, dass ich annehme, validiere und dann handle danach die echte Neugier den anderen wirklich verstehen
01:10:11: wollen.
01:10:11: Vielleicht dritter Punkt über so eine geteilte Verletzlichkeit die Schotten mal aufzumachen und dann auch anzuerkennen, dass vielleicht zwei Prozent von dem Ganzen das war unser vierter Punkt doch wahr sind um im Notfall fünfter Punkt eine Rettungsgasse.
01:10:24: Vielleicht gar nicht zu brauchen.
01:10:25: aber wenn es dann doch zum heftigen Streit und doch wieder Defensivität kommt zu sagen können wir nochmal neu anfangen und grundsätzlich sechster Punkt im Hinterkopf zu haben wenn ich will, dass sich so geliebt werde wie ich bin läuft wahrscheinlich schon was falsch und lieber so gelIEBT zu werden wie man sein möchte wie man sich das vornimmt.
01:10:43: Das Dassenbeitrag wäre zu weniger Defensivität, womit wir dann den ganzen Schluss dazu gekommen sind.
01:10:48: Es vielleicht vorzubereiten was erst mal ein bisschen spießerhaft klingt.
01:10:52: aber gerade in Beziehung die uns etwas wert sind und gerade wenn wir seit Jahren immer wieder merken wir kommen hier mit dem Onkel, mit der Mitarbeiterin, mit unserem Partner, mit unseren Eltern immer wieder so diese selbe Schleife Mal zu sagen es ist es mir jetzt wer mich hier hinzusetzen, den Acker mal zu bestellen das hier wohlvollender der Tiger in der Ecke bleiben kann.
01:11:10: Das ist doch ein guter.
01:11:11: und auch glaube ich den Aufwand.
01:11:13: Ja, aufwandfertig.
01:11:14: Aufwandarbeit, das darf man an dieser Stelle nicht unter dem Tisch fallen lassen.
01:11:20: Du brauchst eine Energie dafür.
01:11:21: du musst dir klarmachen dass es eben auch ne Arbeit die dir bevorsteht da ist vielleicht ne Vorbereitung leider an der Stelle auch ohne Fleiß kein Preis.
01:11:30: aber mit diesen Sieben Punkten im Gepäck könntest du so ein Gespräch vielleicht ganz gut vorbauen.
01:11:40: Ja
01:11:41: und wer da tiefer rein möchte nochmal dringend empfohlen, du fühlst was ich will unsere Empathiefolge aus dem letzten Jahr.
01:11:47: Ich es ist jetzt halb zwei Gehe jetzt eine kleine Runde nonen Weiß noch was das heißt?
01:11:54: Entspannen ne
01:11:56: Mittagsruhr halten Außemdudengestrichen Verdammter Axt muss wieder rein!
01:12:03: Ja, auch gut.
01:12:05: Dann meine liebe Freund völlig unzersorgt freue ich mich jetzt schon auf nächste Woche.
01:12:09: wir sind wie immer total dankbar ihr Lieben da draußen dass sie so viele schöne Nachrichten schreibt.
01:12:15: Ich hab du weißt ja das ist dieses kleine Feedback Dokumentpflege und habe heute wieder eine Nachricht bekommen von einer Frau die geschrieben hat danke dass ihr da seid mit eurem Podcast.
01:12:25: Sie befindet sich hat gesagt gerade in der schlimmen Krise Und es geht um Eltern-Kinderentfremdung und sie sagt, sie ist total verzweifelt.
01:12:30: Aber sie ist froh, dass wir da sind in allem lebenslang und sagt, das sie den Podcast schon sehr lange hört und eigentlich aus allen Folgen immer wieder was Positives ziehen kann.
01:12:38: Deswegen danke, dass Wir da sind und weitermachen!
01:12:40: Das tun wir mit einer riesen Freude auch wegen dieser Nachrichten von euch die uns hier immer wieder erreichen aber auch glaube ich einfach weil's uns tierisch wie Bock macht.
01:12:47: deswegen falls ihr diesen podcast noch nicht abonniert habt klingt immer so spießig aber es zeigt uns, dass unsere Arbeit bei euch ankommt.
01:12:54: Es freut uns total wenn Ihnen Rückmeldung gibt.
01:12:57: manchmal kann man podcast ja bewerten geil wenn ihr uns fünf vom fünft Stern geht.
01:13:00: aber auch kritik ist immer gerne gesehen und natürlich weiter die bitte erzählt anderen von dem was wir hier machen.
01:13:07: Vor allem den männern die uns immer noch fehlen.
01:13:11: vielleicht nicht nur frauen sich mit psychologie beschäftigen.
01:13:14: das mir persönlich auch ein anliegen weil ich doch manchmal denke wer einen schritt weiter auf dieser welt wenn noch ein paar mehr Männer hier am Start werden.
01:13:21: Aber umso schöner, dass uns auch oft Männer schreiben, die ihr zuhören.
01:13:24: In diesem Sinne.
01:13:25: Atze!
01:13:27: Oh Scheiße.
01:13:27: ich sehe schon wie jemand so einen Gespräch vorbereitet mit unseren sieben Punkten und das Gegenüber sagt... Was hast du denn?
01:13:36: Ja man braucht vielleicht auch ein bisschen Geduld.
01:13:39: Man braucht Geduld und es muss ja nicht... Wir bleiben dran.
01:13:42: Mit all sieben Punkten sein genauso.
01:13:45: Wir bleiben dran, weil lieber Freunde bis nächste Woche.
01:13:47: Sei gedrückt!
01:13:48: Ihr seid alle gedrückt.
01:14:02: Tschüss!
Neuer Kommentar