Menschlich aufblühen - was uns verbindet

Shownotes

Warum brauchen wir andere Menschen, um selbst aufzublühen? Leon und Atze schauen sich an, was die Forschung über soziale Unterstützung weiß: Wer hilft uns wobei am meisten – Freund:innen, Familie oder Kolleg:innen? Außerdem geht es darum, wie wir Freundschaften im Erwachsenenleben pflegen, warum ein gutes soziales Netz nicht möglichst groß sein muss – und wie schon kleine Momente der Verbindung einen Unterschied machen können. Eine Folge über das gute Gefühl: Wenn es darauf ankommt, ist jemand da.

Fühlt euch gut betreut

Leon & Atze

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Filmtipp: The banshees of Inisherin

Quellen:

Brown, S. L., Smith, D. M., Schulz, R., Kabeto, M. U., Ubel, P. A., Poulin, M., … & Langa, K. M. (2009). Caregiving behavior is associated with decreased mortality risk. Psychological science, 20(4), 488-494. https://doi.org/10.1111/j.1467-9280.2009.02323.x

Christakis, N. A., & Fowler, J. H. (2011). Connected: The surprising power of our social networks and how they shape our lives. Little, Brown and Company.

Yeo, G., Lansford, J. E., & Rudolph, K. D. (2025). How does perceived social support relate to human thriving? A systematic review with meta-analyses. Psychological Bulletin, 151(9), 1089–1112. https://doi.org/10.1037/bul0000491

Centers for Disease Control and Prevention. Improving social connectedness. https://www.cdc.gov/social-connectedness/improving/index.html

Reaktion: Julia Ditzer

Produktion: Murmel Productions

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00:00:00: Und was wir auch überall sehen.

00:00:01: Deswegen ist das Thema, was wir heute haben aus so aktuell, dass du das Gefühl hast Boah Einsamkeit ist für so viele Menschen So belassen, so schwierig.

00:00:10: Steh dir bitte nüchtern die Frage am besten morgens vorm Spiegel Nicht angeltungen Nüchter in die Frage.

00:00:17: möchtest Du mit Dir selbst befreundet sein?

00:00:21: Ganz wichtige Frage

00:00:23: Jemand hilft Dir deine Situation zu bewerten Und zwar nicht im Sinne von, boah, falsch oder richtig.

00:00:30: Oder bist du blöd?

00:00:31: Manchmal vielleicht auch... Also es hilft ja auch wenn ein Kumpel dir mal sagt, ey, bist du eigentlich doof?

00:00:36: Trotzdem bist du natürlich viel entscheidest du viel Fakten basierter als ich!

00:00:41: Wenn ich jetzt jemandem erklären müsste, würde ich sagen Leon sieht die Welt wie sie ist und ich sehe die Welt, wie ich sie gerne hätte.

00:00:49: Betreutes fühlen – der Podcast mit Arze Schröder und Leon Winscheidt.

00:01:00: Leon, guten Morgen.

00:01:01: wo bist

00:01:01: Du?!

00:01:02: Berlin-Hackischer Markt, Mortal One sitzt sich hier.

00:01:05: Du hast Hackischer Markt gesagt?

00:01:08: Der Berliner sagt glaube ich Hackischer Markt.

00:01:09: Der verschluckt das total.

00:01:13: Ja, bin ja hier zugereist insofern siehst du den auch.

00:01:15: Absolut!

00:01:16: Du bist ja auch, sagen wir mal unser Autograph Lambsdorf... Du bist hier...

00:01:26: Das hängt wieder so dumm an.

00:01:29: Du bist ein germanistisches Aushängelschild Wenn man mal von, dass du Urlaub mit O schreibst ab siehst.

00:01:38: Ja!

00:01:39: Ey ganz kurz okay ich hab das geilste für dich Thema Wörter besondere Wörtern was ich ja lang gehört habe.

00:01:46: Lars kam zu mir ein guter Freund aus Münster und meinte also er mag gerne so absurden Plural.

00:01:55: weißt Du Wörther die so einen komischen Plural haben?

00:01:57: Und dann gibt's ja so Plural, wo du direkt genervt bist.

00:02:00: Weil jemand so besser wisserisch daherkommt.

00:02:02: Zum Beispiel ich hätte gerne drei Espresso und wenn dann einer so sagt drei Espressi Dann könnte ich schon mal aufstehen weil ich so denke Alter Ich bin doch hier kein Italiener lasst mich in Ruhe.

00:02:12: aber jetzt habe ich einen Plural für dich von Lars.

00:02:14: Ja raus der mich fertig gemacht hat.

00:02:17: Okay,

00:02:17: okay.

00:02:18: So kurz angefügt Espresos ist ok weil wäre das schöne buch Der genitiv ist den Dativ sein Tod oder umgekehrt ... gelesen hat, weiß dass es völlig okay ist das einzudeutschen.

00:02:29: Also Espresso willkommen!

00:02:33: Weil wir streng genommen machte ich das Wort richtig ausgesprochen noch nicht zum Italiener.

00:02:38: Ja ja

00:02:39: aber das Buch der Dativist im Genitiv sein Tod das kennt auch nur noch so Leute die mit Rüdiger Hoffmann groß... Das ist ein Ding das können Leute aus neunzigern noch kennen.

00:02:48: Ich glaube das kennt heute keiner mehr.

00:02:50: Okay

00:02:50: dann die Fachfrage gestattet kennst du das A-Team noch?

00:02:56: Ja, aber nicht so richtig.

00:02:58: Ich habe keine einzige Folge davon geguckt.

00:03:00: Dann stecken wir

00:03:00: die Beine

00:03:01: in dieselbe Schublade?

00:03:03: Ja, nee, nee.

00:03:05: A-Team war glaube ich noch mal ein Tacken vorher.

00:03:07: Ja

00:03:07: eben!

00:03:08: Aber wer das A-team kennt der könnte auch... Der Darftief ist im Genitiv sein Tod kennen.

00:03:14: Das stimmt, aber umgekehrt nichts.

00:03:15: Heißt

00:03:16: es das Golf beim Auto?

00:03:18: Das Golf oder der Golf?

00:03:20: Der Golf, was?

00:03:21: Wieso denn der

00:03:22: Golf?!

00:03:23: Golf ist doch eine Sportart.

00:03:25: Also das Golf.

00:03:28: Warum heißt der Golf?

00:03:31: Der Golf, weil eigentlich die Sportart ist ja... ...der Golf.

00:03:36: Das Golf.

00:03:37: Ich gehe zum Golf.

00:03:37: Du meinst so dass Auto von VW?

00:03:39: Ja genau!

00:03:40: Weil Golf ist ja klar eine Sportart.

00:03:45: Warum sagt man gibt mir das Nutella?

00:03:47: Weil es ist ja ein Nussnougat-Creme also die Nutella.

00:03:53: Das

00:03:53: alles wird einem nur klar, wenn man sich das Buch noch mal besorgt.

00:03:56: Der Dativ ist im Lieblingssektor.

00:03:58: Du wolltest aber was ganz anderes erzählen!

00:04:01: Ich wollte erzählten... Es gibt ja Leute die haben bei WhatsApp einen Status.

00:04:05: Gehörst du da dazu?

00:04:07: Was heißt dein Status?

00:04:08: Dass man die zwei blauen Häkchen hat?

00:04:11: Nee, hast du das noch nie gesehen?

00:04:13: Du kannst doch bei WhatsApp ähnlich wie bei Instagram eine Story oder bei Snapchat.

00:04:17: Kommt ihr alles von Snapchat da raus?

00:04:19: Ja, ja.

00:04:19: Weißt du das?

00:04:20: du so posten kannst heute hier?

00:04:21: Bettina ist am Strand in Timmendorf und hat sich eben leckeres Makrelnbrötchen geholt.

00:04:27: Das ist auch die Zielgruppe davon.

00:04:29: Also

00:04:29: Leute, die WhatsApp-Status haben, die haben ihr Leben nicht im Griff beziehungsweise ... Das einfach falsch!

00:04:35: Das ist so wie... Ne, da ist alles falsch dran.

00:04:38: Also man hat ein

00:04:39: Statusaufwärtspresse jeweils.

00:04:40: Den man

00:04:41: so fest eingegeben hat der dann immer erscheint Was weiß ich?

00:04:44: Bei der Arbeit oder so.

00:04:44: Nee, das ist wie

00:04:45: Storys!

00:04:45: Nicht nach dem Ort.

00:04:46: Achso ganz unten

00:04:47: links?!

00:04:48: Ja, ich weiß nicht mal wo das ist weil es hat... Ich hab kaum jemanden, der das hat außer manchmal so eine Mutter von einem Freund mit der ich mal irgendwie schreiben musste um abzuklären was wir dessen Überraschungsgeburtstagsparty machen.

00:05:00: Aber diese Mütter Leute haben...

00:05:02: Die sind zehn Jahre jünger als ich.

00:05:03: So

00:05:05: Vielleicht liegt das da dran.

00:05:09: Auf jeden Fall gibt's Leute die haben ein WhatsApp-Status Und falls du jetzt nicht einen Status hast, sondern jede Woche viele.

00:05:17: und jetzt kommt meine Frage.

00:05:18: Was ist der Plural von Status?

00:05:20: Das ist so schön!

00:05:21: Weil der Plural von Status... das weißt du bitte nicht, bitte nicht.

00:05:24: Nee ich weiß es nicht.

00:05:25: Lass mich alles kaputt.

00:05:26: Der Plural vom Status ist Statues.

00:05:31: Also sie hat so viele WhatsApp-Status

00:05:35: Mit

00:05:35: langgezogenem U. Noch nie gehört und habe ich nachgeguckt, es steht tatsächlich im Duden mit lange gezogenem U der Plural von Status.

00:05:44: Und wenn du jetzt also Leute kennst die WhatsApp-Status haben und dir auch noch oft ändern, am besten eh Freundschaft beenden

00:05:50: bzw.,

00:05:51: wenn's die Mütter von deinen besten Freunden sind... Dann einfach nichts sagen.

00:05:56: Aber der Plural von Status ist Statues und ich fand das sehr, sehr schön.

00:05:59: In dem

00:05:59: Fall hätte ich so auch... Wobei du mich

00:06:00: mit dem Golf jetzt fertig machst!

00:06:01: Das ist fast noch schöner.

00:06:03: Ja, ließ

00:06:03: es nahe.

00:06:04: Ich kann's dir auch erklären aber dazu darum gehts ja hier heute nicht.

00:06:08: Ich hätte jetzt bei dieser Mutter vom Freund auf Status getippt.

00:06:13: Es hätte vielleicht sogar gepasst.

00:06:17: Dazu passt auch er sagt Kaktusse Und sie sagt, das heißt Kartänen.

00:06:25: Nee nee ich meine es schon dich!

00:06:30: Du bist so heftig!

00:06:37: Ja schön, das passt auch in die Zeit von dem Buch über dass wir eben sprachen und die bilden neunziger aber

00:06:43: Poesie aus meinem Buch was demnächst erscheint Poesies jetzt auch für du.

00:06:49: Jetzt hab' ich dich oder?

00:06:51: Am liebsten würdest du jetzt auflegen.

00:06:53: Du hast mich total begeistert, du hast mich aufgewärmt.

00:06:56: Du hast dich in den Arm genommen und ich bin auch quasi schon bereit für unser Thema heute weil wir haben uns ja jetzt eigentlich schon hingearbeitet.

00:07:04: Ja!

00:07:05: Wir sind in sozialer Interaktion.

00:07:08: Ich glaube jeder merkt dass wir uns sehr mögen.

00:07:10: Wir haben uns auch so viel Ehrlichkeit sollte heute sein.

00:07:13: Wir am Samstag sogar noch gesehen in Münster fand übrigens richtig gut.

00:07:20: mein Spatzel du und ich.

00:07:21: Und es ging um Themen aller Art, das war einfach richtig schön so ein neunzig Minuten unter Freunden oder?

00:07:29: Es ging um J und die Welt und da hat man eigentlich das gemerkt was wir heute mal versuchen auseinander zu nehmen und zwar wie sehr Die Verbindung zu anderen Menschen uns aufblühen lassen kann.

00:07:43: ja und Das ist ja etwas was hoffentlich Hoffentlich weil ich's einfach jedem so sehr wünsche alle, die hier zuhören irgendwie schon mal gespürt haben.

00:07:52: Vielleicht ist bei den manchen etwas länger her vielleicht erlebt das gerade jemand total?

00:07:57: Vielleicht gibt es aber auch welche, die sich fragen, boah habe ich das überhaupt so richtig gespürt?

00:08:02: Andere Menschen sind für uns als soziale Spezies – das müssen wir in Folge fourtausendraunund achtundzwanzig nicht nochmal sagen – einfach so essenziell also... Ich bin ja immer auf der Suche nach den Universalien.

00:08:13: Was ist so etwas was wirklich von Universalien, auch der Psychologie die schon viele Behauptungen aufgestellt hat.

00:08:20: Jeder Mensch ist so und alles in der Welt ist jenes und wir alle haben in uns folgenden Kerns und das es Natur gegeben und dass eigentlich immer und immer wieder revidiert werden musste und du immer wieder feststellst boah arrogante westliche Sicht mit viel zu kleiner Stichprobe würden weil das jetzt bei dreihundert Studis aus den USA rauskam heißt das noch lange nicht das für die acht Milliarden anderen gilt geschweige denn vor zweihundert Jahren galt oder in zweihundert jahren gilt also diese idee was macht uns menschen, was verbindet uns im kern?

00:08:48: Was ist wirklich universell?

00:08:50: aber dieses verbunden sein mit anderen?

00:08:53: da würde ich wenn ich jetzt so jetons im casino verteilen müsste viel drauf setzen dass das etwas isst was doch auch in weiße nicht vielen jahrhunderten forschungen immer wieder raus käme.

00:09:05: gibt es denn jemand der das bezweifeln könnte?

00:09:08: nein Also ist das der berühmte Common Sense?

00:09:14: Es gibt sich ja Momente, wo man sich wünscht.

00:09:17: Weißens sehr kurzfristig!

00:09:18: So jetzt lasst mich mal alle in Ruhe.

00:09:20: Ich würde ganz alleine sein und selbst in solchen Momenten würde man glaube ich nicht answeifeln dass es besser ist.

00:09:27: Man ist doch so mittel- und langfristig wieder in Interaktion mit anderen Lebewesen.

00:09:32: Ja, das ist ja so eine Batterie, dass du das Gefühl hast.

00:09:37: Ich bin jetzt hier gerade in Berlin bei Freunden zu Besuch und viele mit Kindern.

00:09:45: Heute Morgen habe ich eine WhatsApp nach euch bekommen.

00:09:46: Das hat mich wirklich richtig berührt!

00:09:50: Weil die Freundin von mir mit dem kleinen Sohn, den ich total... Und mit dem du super spielen kannst und Sachen machen kannst, haben wir also eine Memo geschickt.

00:09:59: Dann fing er so an Hallo Leon!

00:10:02: Und dann sagte die Mama erst mal Guten Morgen.

00:10:05: Dann sagte er so Kannst Du mich heute... Er war jetzt nicht mehr ganz sicher, wie er den Satz zu Ende kriegt weil es würde ich einfach auch noch sehr klein.

00:10:15: Und da hat er gesagt Heute Kita abholen.

00:10:18: Und dann sagt die Mama, nee.

00:10:19: Jetzt macht er mal eine richtige Frage.

00:10:20: Ja hab ich doch schon!

00:10:21: Dann sagt sie die Mama okay und Fazit war ... Er wollte das ich weil wir gestern als Tatsam gespielt haben ihn heute von der Kita abholen.

00:10:27: Als ich das so gehört habe dachte ich oh mein Gott und es ist so sweet und ich liebe das auch.

00:10:32: Muss ich dir nicht erzählen, kennst du alles selber?

00:10:34: Die Patenkinder von dir haben wiederum Kinder da bist du quasi Paten-Opa und ich weiß auch dass du das total liebst.

00:10:40: aber wie geil es ist dann abends hier In mein Hotelzimmer zu fahren, mich aufs Sofa zu legen und zu chillen.

00:10:48: Ja!

00:10:49: Die haben den ganzen Tag halla salas mit diesen Kindern die süßen und die man liet aber die Sachen umschmeißen die rumschreien die die ganze Zeit spielen wollen.

00:11:01: Und es ist ja nicht nur das wenn du außerdem Freunde triffst dass dann irgendwann mal sagst boah jetzt ey ruhe Und ich will für mich mal alleine sein.

00:11:07: Das kennt hoffend, also ich würde sagen jeder der das nicht auch immer fühlt da wäre ich mal kritisch weil dieses Alleinsein können mit sich ist ja auch glaube ich was ganz wichtig ist.

00:11:17: aber grundsätzlich stell dir vor...

00:11:19: Hatten wir das eigentlich schon?

00:11:20: ...den Menschen die Sozialkontakte?

00:11:22: Bevor wir richtig reinstarten hatten wir jetzt schonmal das Thema Alleinseil.

00:11:27: Ja wir haben auf jeden Fall schon mal Einsamkeit.

00:11:29: Wir haben über Einsamkeits das weiß ich habe eine große große Folge gemacht.

00:11:34: Alleinseilen Da müsste man noch mal überprüfen.

00:11:37: Brauchen wir uns jetzt nicht dran festmachen?

00:11:39: Passt aber doch zu heute auch, weil du ja gerade gefragt hast und was für dich jetzt also passieren.

00:11:43: Und da glaube ich dieses dass man zwischendurch Momente des Alleinseins braucht auf jeden Fall.

00:11:49: Aber eine Abgrenzung dazu.

00:11:50: Einsamkeit Also das Gefühl von Ich bin isoliert Ja und nicht.

00:11:54: ich habe mich jetzt selber dafür entschieden nach einem Tag voller Kinderfreunde und einfach sehr viel Social Batteries leer Jetzt mal bewusst alleine zu sein.

00:12:03: Das, glaube ich wäre etwas was einfach viele Menschen wirklich angreift.

00:12:08: Und was wir auch überall sehen.

00:12:09: deswegen ist das Thema was wir heute haben aus so aktuell dass du das Gefühl hast Boah Einsamkeit ist für so viele Menschen So belasten so schwierig.

00:12:17: und ich will jetzt mal rein mit einer Beobachtung wo ich gespannt bin was du sagst weil Für mich war es traurig aber es hat auch was Gutes.

00:12:24: Ich saß vor ein paar Tagen mit einer Freundin zusammen guten Freund in seinem Café und dann hat die mir von wiederum noch gemeinsam Freundin erzählt und gesagt, boah der geht's zurzeit echt nicht gut.

00:12:34: Viel viel Stress, er hat einen richtig stressigen Beruf, hat richtig viel an der Hacken gerade Und es war einfach ein sehr gutes Gespräch.

00:12:42: und irgendwann habe ich gesagt ruf doch mal ihren Ehemann an

00:12:46: Ja?

00:12:48: Und frag mal wie es den geht.

00:12:50: und da war so'n bisschen ja wieso denn...wieso soll ich den anrufen?

00:12:54: ist das die Freundin der es nicht so gut geht?

00:12:57: und ich hab gesagt Ich hab das selber schonmal erlebt dass ich sehr nah an jemandem dran war, dem es psychisch nicht so gut ging.

00:13:03: Über eine lange Strecke.

00:13:05: und dann irgendwann kam halt ne Freundin zu mir und meinte lernen wie geht's eigentlich dir damit?

00:13:10: Und das war wirklich so Augenöffnung da ich so gedacht habe Boah shit!

00:13:12: Das hab' ich überhaupt nicht gefragt.

00:13:16: Du bist Umfeld, ne?

00:13:17: Wir sind Umfeld von anderen.

00:13:18: Wir sind mit anderen Leuten verbunden, da mal nachzufragen wenn jemand psychisch zum Beispiel eine Depression hat oder Angststörung oder eine Essstörung sucht dir was aus und wir kennen alle wen.

00:13:28: Das Umfeld hat ja so viel Mitzutragen Und anerhacken und liebt diesen Menschen ist aber gleichzeitig traurig und niedergeschlagen haben weil letztens ausführlich drüber gesprochen und und da dann sozusagen ich rufe die mal an Das tut so gut, ich hab's letztens auch noch selber erlebt.

00:13:45: Also der Person, weil die dann merkt ey shit!

00:13:47: Ich bin nicht alleine damit mit diesem Menschen verbunden zu sein dem es gerade schlecht geht und da habe ich einfach für mich nochmal gemerkt boah krass was das für ein Wert hat.

00:13:54: also kennst du das auch?

00:13:55: Total, aber direkt die Frage nochmal an dich, dann kann ich ja auch darüber sprechen wie ich's kenne.

00:14:01: hast Du das schon mal erlebt dass jemand in deinem Umfeld starke Probleme hatte, du dich gekümmert hast Und auch irgendwann soweit warst du gedacht Boah ich kann es nicht mehr hören.

00:14:14: Also legitimes Gefühl glaube ich, dass man auch mal denkt.

00:14:18: Für sich denkt... Das hat man vielleicht gar nicht geteilt mit jemandem und das passt aber dazu, dass jemand nachfragt, dass du denkst, ich kann es wirklich nie mehr hören!

00:14:25: Ich brauche dringend eine Pause.

00:14:28: Und wie du schon sagst, wenn dann jemand fragt, wie geht's dir denn eigentlich damit?

00:14:34: Allein diese Frage lässt ja deinen Vorratsbehälter sich fast wieder etwas füllen.

00:14:40: Batterie wird gelernt

00:14:43: Ja, ich kenne das auch.

00:14:45: Dass man dann so anerkannte ist... wie soll es denn jetzt weitergehen?

00:14:51: Und immer und immer wieder ein Fass ohne Boden!

00:14:54: Und trotzdem natürlich als guter Freund bleibst du dabei.

00:14:58: Und manchmal ist man wirklich anerkannter.

00:15:00: Das kann ja auch mal sein, dass man selber denkt... Wer kümmert sich eigentlich um mich?

00:15:10: Und wenn dann jemand anruft, wie du schon sagst.

00:15:12: Dann ist die Batterie schon wieder

00:15:14: fast

00:15:15: nicht vollgeladen aber besser geladen.

00:15:18: und ich glaube übrigens vor allem aus dem Gefühl heraus boah Ich werde auch gesehen Ja ganz genau da ist jemand hat eine Depression Aber das Umfeld wir sind da ja wir sind wie so netz Das tut so, so gut.

00:15:32: und vielleicht ist das auch ein guter Moment um mal schon was bisschen zusammen zu fassen.

00:15:35: Wir Menschen sind verbunden mit anderen darauf sind wir angelegt.

00:15:39: wenn man uns das wegnimmt ist das ein ganz ganz tiefer Schlag für uns Und eine große große lasst.

00:15:45: das heißt nicht dass es nicht auch Momente gibt wo man ganz bewusst alleine sein will.

00:15:49: Und trotzdem erleben gerade viele, dass dieses Verbunden sein fehlt.

00:15:53: und wir wollen heute klären wie setzt sich das eigentlich zusammen.

00:15:56: Was weiß die Forschung dazu?

00:15:57: Und ganz zum Schluss konkret Wie kann man das vielleicht schaffen wenn man das gefühlt baut da hätte man gern wieder etwas mehr von und deswegen lasst uns mal voll rein in die Studienlage.

00:16:06: also soziale Verbundenheit und auch Zusammenarbeiten Das aktiviert das Belohnungssystem Ich sage das immer so ein bisschen vereinfacht in unserem Gehirn.

00:16:16: Wir wissen heute, dass diese Systeme oft sehr zusammenarbeiten nicht so getrennt betrachtet werden können aber trotzdem tolles Gefühl umgekehrt die Angst nur die Angst davor ja sich zurückgewiesen werden könnte aus Ausstoß aus der Gruppe kann Bereiche im Kopf aktivieren, die man normalerweise in anderen Studien besonders aktiv sehen würde wenn die Person tatsächlich Schmerzen erlebt.

00:16:39: Also wenn es richtig weh tut und das macht ja Sinn.

00:16:42: nochmal wir können nicht in der Evolution einfach so zurück.

00:16:45: Wir wissen nicht genau was in der Vergangenheit war.

00:16:47: aber wenn wir uns vorstellen dieser Mensch dieses soziale Wesen versucht zu überleben dass unser Kopf alles dafür tut dass wir in Verbindung stehen finde ich nachvollziehbar.

00:16:59: Wirklich.

00:16:59: ein paar Beispiele mögen manche von, weil sie älter sind noch in die Replikationskrise fallen.

00:17:04: Dass die vielleicht heute so absolut nicht mehr stehen.

00:17:06: aber jede glückliche Freundin jeder glücklichen Freund erhöht die Wahrscheinlichkeit selber glücklich zu sein.

00:17:12: haben wir hier eine Studie gefunden?

00:17:13: schon was älters da wurde das alles zusammengefasst in der Übersicht um neun Prozent.

00:17:17: jede unglückliche freundin oder jeder ungluckliche Freund senkt die Wahrscheinigkeit dass du selber bist um sieben Prozent.

00:17:23: also auch Da wieder Die Verbindung.

00:17:25: Menschen essen im Restaurant mehr wenn Sie neben jemandem sitzen der viel ist.

00:17:29: Servicekräfte, die lächeln bekommen mehr Trinkgeld, Studis mit fleißigen Mitwohnerinnen und Wohnen in der WG lernen mehr.

00:17:35: Studies mit depressiven Mitwohnern werden selbst eher depressiv.

00:17:39: also es gibt einfach ganz viele solcher Studien.

00:17:42: nochmal vielleicht kann man nicht alle davon heute replizieren aber es gibt auch viele viele Studien die darauf hindeuten wie krass wir wie so ein Resonanzkörper mit den anderen schwingen.

00:17:53: Und wer hier schon über Jahre die eine oder andere Folge gehört hat, weiß ja wie existenziell eben die Verbindung ist.

00:18:01: Das haben wir am Anfang glaube ich öfter hier behandelt dass der Mensch in einer Gruppe zu einer Gruppen gehören will weil er sonst Angst hat nicht zu überleben

00:18:13: muss.

00:18:14: Ja genau!

00:18:14: Ich sage mal ganz volkstümlich so ein Urgefühl das...ja aus Uhrzeiten, vielleicht wenn die Gruppe nicht zusammenhielt.

00:18:23: Du warst ausgestoßen und dann waren deine Überlebenschancen einfach geringer.

00:18:29: Und

00:18:29: ja physisch?

00:18:30: Ja!

00:18:31: Und jetzt drehen wir das ganze mal weiter und sagen gar nicht oh mein Gott was kann alles passieren, wenn ich dir das wegnehme, wenn du das nicht hast sondern gucken uns die Forschung an und da wird von Human Thriving gesprochen also so einen menschlichen Aufblühen oder Gedeihen.

00:18:49: gelingt das durch die Beziehung zu anderen Menschen also wie wichtig sind unsere Verbindungen?

00:18:54: damit ich aufblöre und gedeihe.

00:18:57: Und ich glaube gerade in der Zeit wo viel viel sehr negativ ist, in dieser Welt und die Psychologie sich natürlich zurecht um die psychischen Probleme um die Störungsbilder, um die ganzen Katastrophen kümmert.

00:19:08: Ist es absolut wichtig und das gibt's jetzt schon seit einigen Jahrzehnten ist jetzt auch nicht ganz neu aber dass man auch noch mal den das ganze Umdreht und fragt wo kann denn die Forschung die Psychologienbeitrag dazu leisten zu klären wie machen wir denn ein gutes Leben?

00:19:22: Also nicht nur die Frage wie gehen wir mit dem schlimmen und dem furchtbaren um sondern eben auch umgedreht in dem Fall jetzt Human Thrivings und Aufblühen.

00:19:30: Und tatsächlich werden in der Forschung vier Arten von die Unterstützung durch andere unterschieden, die dazu beitragen könnten.

00:19:40: Jetzt bin ich gespannt!

00:19:41: Ja, ich geb dir die mal rein weil manchmal hat man ja tolle Menschen um sich herum aber man fragt sich vielleicht im Alltag gar nicht was ist denn eigentlich das Tolle daran?

00:19:50: Was gibt mir das?

00:19:52: Das erste wäre Wissensunterstützung.

00:19:55: Das wäre so jemand, hilft dir mit seinem Wissen oder einem guten Rat weiter.

00:19:59: Das habe ich zum Beispiel oft bei dir schon erlebt, dass ich dich anrufe und dich frage, hör mal wie würdest du es machen?

00:20:05: Oder das du mir eine Kleinigkeit rätst oder Backstage bei unseren Shows wenn wir das gemacht haben und ich so das Gefühl hatte da bin ich unsicher.

00:20:12: dann sagst du mir irgendwas und manchmal ist das Einsatz Und das ist für mich voll die Wissensunterstützung.

00:20:17: Du gibst mir einen Rat weiter.

00:20:18: Okay ja Danke.

00:20:20: gleichfalls

00:20:26: Ich habe das auch mit meinen Eltern zum Beispiel, also dass ich die dann anrufe und frage.

00:20:31: Spannenderweise gar nicht nur so nach dem Motto Leute, die ein bisschen streng genommen und älter sind.

00:20:35: Sondern auch mit Leuten, die viel viel jünger sind.

00:20:40: Letztens saß ich damit zwei ... Ich glaub die waren neunzehn!

00:20:42: Ich war auf einem Geburtstag und das war der kleine Bruder mit seinem Kumpel oder zwanzig Und haben mir erzählt wie sie gerade ihr kleines Startup gegründet haben und so Sonnenbrillen rausbringen.

00:20:52: Ich war total fasziniert.

00:20:53: Das war mega geil, ich hing denen an den Litten und die haben einfach nur erzählt und so tausend Sachen auch erzählt, die ich dann mir fast doppelt habe.

00:20:59: Oh Gott, die ich dann... Willkommen!

00:21:03: Ja genau.

00:21:04: Die ich gar nicht mehr noch nie gehört habe.

00:21:06: und da dachte ich so geil das war Wissensunterstützung.

00:21:09: Ja sehr schön.

00:21:11: Hast du das?

00:21:12: Hast du auch solche Leute?

00:21:14: Ja ja ganz sonst wäre ich ja nicht überlebensfähig weil ich selber so ein Schussel bin erstmal natürlich hier die engste Verbindung zu meinem Spatzel die rettet mich auch wirklich von den großen Dummheiten.

00:21:29: Aber letztens noch, weil du eben sagtest die Patenkinder und so waren alle zu Besuch von meiner Patentochter der Freund ein sehr feiner Kerl auch sehr kommunikativ Und es gibt hier einen auf den Alsterwiesen in der Nähe Echerwohne da gibt's so'n Meteoriden, der da so liegt Na?

00:21:50: Ja das wusste ich nicht Da war ich schon oft spazieren.

00:21:53: Wo liegt er?

00:21:54: So eins vor der Hundewiese sozusagen, da gibt es auch jede Menge Schilder und da gibt's ein QR-Code wo man sich informieren kann.

00:22:02: seit sieben Jahren Jogge oder spaziere ich daran vorbei und bin so stolz und denke mir Hamburg was in der Stadt dieser Meteorik

00:22:11: geht

00:22:13: mit dem Freund von meiner Wartengottel lang und er guckt so und sagt ja erstaunlich weil Das Ding müsste er dann tief eingeschlagen sein.

00:22:22: Wieso liegt der da?

00:22:24: Hast du recht!

00:22:26: Ich, der noch nie diesen QR-Code bemüht hat weil ich war viel zu stolz dafür dass das Ding da liegt und er sagt mir nach drei Minuten schon... Ja, ist eine Nachbildung wurde nachgebaut.

00:22:37: Schön gemacht!

00:22:43: Ist vor allem schön gemacht.

00:22:45: Ja toll und was das denn?

00:22:46: Das ist doch keine Unterstützung.

00:22:47: Das war total scheiße.

00:22:48: so etwas will man noch nicht wissen.

00:22:49: Ja doch in dem Fall.

00:22:50: Ich wäre weiter so dumm durch die Gegend gelaufen der hat mir doch wirklich geholfen.

00:22:57: Ja gut.

00:22:58: Demnächst, wie ich aufdrumpfen werde wenn dann noch einer sagt ja hier der Meteorit will fremde menschen du kennst mich werde ich zur seite ziehen und sagen sie wissen schon Ja

00:23:13: das ist doch für mich das Gegenteil von Wissensunterstützung.

00:23:16: die stehen da wie du haben richtig schönen tag Sagen Kummer Schatz nicht zu nah ran, vielleicht sind noch Keime dran.

00:23:23: Und dann kommst du und nachsehen das kaputt weil das eine blöde... Der wird ja denn aus Beton gegossen oder so was?

00:23:28: Ja

00:23:28: ich...

00:23:29: Das war noch viel komplizierter aber ich werde den für die Zukunft die Zeit halt versüßt.

00:23:36: Den Tag habe ich vielleicht versaut aber...

00:23:38: Ich verstehe.

00:23:39: Also langfristig.

00:23:42: Wissenschaft!

00:23:43: Ich bitte dich

00:23:44: Absolut, muss ja auch korrekt sein.

00:23:47: So zweiter Punkt nach der Wissensunterstützung emotionale Unterstützung versuchen wir hier jede Woche so ein bisschen bei uns gegenseitig.

00:23:55: da geht es dann gar nicht darum dass ich eine Lösung brauche sondern jemanden dazu hört der mich versteht und mir das gefügt ey du bist nicht alleine!

00:24:03: Das ist das was wir eben haben.

00:24:06: Ich habe's wirklich in letzter Zeit selber oft erlebt wenn Du die Kacke am Schuh hast Und du merkst einfach, da sind Leute um dich herum und die sagen dir boah man kann nix machen.

00:24:17: Dann sag ich immer nee du vertuschst sich.

00:24:21: Ich weiß du kannst nichts konkret machen.

00:24:23: Wenn jemand stirbt kannst du nicht hingehen und sagen kommen wir gerade noch mal aus und nehmen den normalen Arm Aber dass du da bist das du fragst, dass du nochmal fragst und wenn du auch mal nicht fragst dann einfach nur mitersitzt.

00:24:35: Alter es tut so gut Das du weißt.

00:24:38: Ja, dass du es weißt.

00:24:39: Ich hab tatsächlich den Fall gestern Morgen gehabt.

00:24:42: Ein Freund von mir wird immer wieder von schweren Depressionen heimgesucht.

00:24:46: Der hat jetzt das Antidepressiva gewechselt.

00:24:50: Konnte das aus Berufe in Grünen jetzt zu zwei drei Wochen nicht einnehmen?

00:24:53: Gestern Morgen habe ich ihn angerufen und gesagt wie geht's dir quasi so als Allererstes?

00:24:59: Und er sagte hey das tut wirklich gut, dass Du das fragst.

00:25:03: Aber ich möchte nicht, dass Tu jetzt im nächsten wochen fragst.

00:25:07: Ich werde Dir berichten Wie es mir geht, aber ich möchte nicht dass du nachfragst.

00:25:11: Weil das wird mir zu viel.

00:25:14: Aber und das ist jetzt was du gesagt hast Es tut

00:25:18: so

00:25:18: gut zu wissen Dass du emotional bei mir bist.

00:25:22: ja also ganz konkreter fall.

00:25:25: Ja wenn man dasselbe erlebt finde ich merkt man auch noch mal ja Ich habe sie so mit gefühlt, also mit Leuten von denen ich vermute oder wo ich so auch wenn man sich das abstrakter vorstellt.

00:25:38: So insgesamt in der Welt oder in Deutschland die einsam sind

00:25:41: ja

00:25:42: wo du so denkst alter rendit durch den tief müssen und da ist keiner oder fast keine oh mein gott.

00:25:51: Ja Mann Ich kämpfe eigentlich seit heute Morgen wie mir ob ich dir das sagen soll aber ich mache es jetzt mal trotzdem auch wenn alle zuhören ich bin manchmal Herr Neid, ich weiß nicht wie ich das Gefühl beschreiben soll.

00:26:06: Ja vielleicht sogar Neid auf Leute die dieses Gefühl kennenlernen.

00:26:13: Einsamkeit, Liebeskummer und so weiter... Da denke ich verdammt!

00:26:20: Wie fühlt sich das an?

00:26:21: Ich würde es auch gerne mal so fühlen.

00:26:26: Vielleicht ist es sogar zynisch.

00:26:28: Das müsstest du mir jetzt mal sagen.

00:26:30: Aber man versucht ja so vielen Gefühlen nachzuspüren, auch die man selber vielleicht nicht hat.

00:26:37: Es wäre wahrscheinlich die Hölle für mich wirklich einsam zu sein oder aus Liebeskummer zu leiden und trotzdem denke ich, ich würde das gern mal wissen!

00:26:50: Ja also... Die einfache Antwort darauf ist jeder, der das jetzt hört und echte Einsamkeit oder tiefen Schmerz spürt wird jetzt sauer und wütend.

00:27:01: Kannst du nur?

00:27:03: Ja aber es ist mir trotzdem zu stumpf weil das stimmt und das ist so wie ich dich kenne nicht der Punkt den Du meinst sondern... Wo kommt so was her?

00:27:11: Und das kennen, glaube ich viele von uns.

00:27:13: Dass man sich fragt wie wäre es zu trauern?

00:27:16: und auch wenn man vielleicht das Glück hat dass noch niemand gestorben ist den du wirklich liebst.

00:27:21: Das geht ja vielen so.

00:27:22: und gleichzeitig denke ich immer der schönste Satz zu Trauer ist Wenn du niemals in deinem Leben traurst bist du entweder vor allen anderen gestorbt oder Du hast nicht geliebt und das ist auch...das will man ja nicht!

00:27:33: Ich würde dich jetzt für mich sprechen Wäre dann eher eine Neugier, aber nicht einfach nur eine stumpfe Sensationslüsterneneugie.

00:27:42: Sondern eher so das Bedürfnis...

00:27:44: Dass man das Gefühl verstehen will?

00:27:45: Ich will's

00:27:45: verstehen!

00:27:46: Genau ich will es verstehen und wenn ich jetzt wüsste wie sich Einsamkeit anfühlt wäre doch im Zweifel auch der Common Ground Wenn jemand anders das hat viel höher weil ich mit dem darüber reden kann.

00:27:59: Weißt du, ich gebe dir ein Beispiel Das war eigentlich perfekt für mich so Ängste.

00:28:04: Jeder von uns kennt Ängsten und Sorgen Und dann kann ja auch so ein Umfeld, eine Verbundenheit mit anderen total helfen.

00:28:11: Wir sind ja gerade bei emotionaler Unterstützung jemand der dir das Gefühl gibt ey du bist nicht allein ich höre dir zu und da haben wir vor ein paar Wochen gedreht.

00:28:18: Ich hoffe du machst jetzt nichts zwei Finger ans Ohr weil ich habe das echt vielen Freunden erzählt Weil mich das so berührt hat Mit ich sage mal sechs sieben acht jungen Leuten Anfang zwanzig und es ging um Angststörungen und Sorgen und Panikattacken also das große Feld von Ängsten.

00:28:34: Ich hatte immer so für mich verbucht, okay Ängste kennt ja jeder.

00:28:36: Und das ist auch das Gemein an den Angststeuerung weil Angst gehört zum Leben und jeder empfindet mal diese krassen Emotionen.

00:28:41: Ja... Und bei mir ist dann ok, dann rede ich mit einem Kumpel drüber Thema soziale Unterstützung und merkst du Boas wird schon besser.

00:28:47: oder ich ruf meine Mutter an und teile das mit der und die gibt mir vielleicht ein bisschen Wissensunterstützung plus emotionale Unterstützung?

00:28:53: Ok!

00:28:53: Aber diese Leute, diese jungen Leute was sie beschrieben haben da habe ich dann gemerkt dass ist qualitativ was ganz anderes.

00:29:02: Die können zum Teil nicht aus dem Haus gehen und nicht weil sie sich anstellen oder weil die sich das aussuchen, sondern weil sie ihn nicht können wegen dieser Angst, wegen dieser Krankheit dahinter!

00:29:11: Und das ist sowas wo ich jetzt von außen sagen könnte wenn ich den zuhöre merke wie furchtbar und wie schlimm das ist und natürlich will man das nicht selber haben.

00:29:23: Aber zu wissen, wie sich das anfühlen würde.

00:29:25: Würde mir natürlich helfen aus einer beruflichen Sicht und mit diesen Menschen vielleicht um den besser beistehen zu können.

00:29:32: Und das würde ja auf Einsamkeit zutreffen, auf Depressionen, kein Mensch setzt sich hin und denkt sich das wünsche ich mehr.

00:29:39: Genau,

00:29:39: genau.

00:29:41: Aufzugreifen.

00:29:41: Ja, genau!

00:29:42: Das ist es.

00:29:43: Hast du recht?

00:29:45: Wenn man diese Gefühle nicht kennt... Wie soll man sie dann in anderen begreifen?

00:29:49: Natürlich durch Unterhalten, durch Besprechen, durch Versuchen

00:29:52: Die's verstehen wollen, das andere.

00:29:56: Genau.

00:29:57: Sehr gut!

00:29:58: Und vielleicht dieser Punkt Emotionalunterstützung um den zweiten Punkt abzuschließen essentiell kennen glaube ich ganz viele von uns und man kann ja jetzt nicht sagen okay dann hast du auch mal eine Depression dann weißt du wie ich mich fühle.

00:30:08: aber indem man sich austauscht und wirklich versucht zu begreifen wie es dem anderen damit geht Das wäre ein ganz wichtiger Punkt von emotional Unterstützung Gehen wir einen Schritt weiter kommt die dritte Form glaube ich oft unterschätzt Instrumentelle Unterstützung.

00:30:24: Das klingt jetzt ein bisschen sperrig, aber es meint ganz konkret praktische Hilfe!

00:30:28: Jemand tut tatsächlich was für dich?

00:30:30: Also du

00:30:31: ziehst um weil ihr euch getrennt habt und der schleppt mit dir die Kisten.

00:30:35: Du bist krank und er bringt dir was zu essen vorbei.

00:30:38: Du hast grad vielleicht bis gerade finanziell totale Not und weißt so blöd sich das anfühlt und so komisch man sich dabei vorkommt.

00:30:46: den kann ich fragen auf dem wir fünfhundert Euro leid weil weiß ich nicht bei mir der Siffon in der Küche repariert werden muss und die Bude gerade voll läuft, ich aber einfach keine Kohle habe für diesen Monat.

00:30:56: Und ich zahle ihm das... weißt du sowas?

00:30:58: Ja!

00:30:58: Also ganz konkret instrumentelle Unterstützung.

00:31:01: Und viertens bewertende Unterstützung.

00:31:05: Das ist auch so eine Sache, da kann man zu wenig darüber nach

00:31:08: denken.

00:31:09: Das wäre jemand hilft dir deine Situation zu bewerten Und zwar nicht im Sinne von, boah falsch oder richtig oder bist du blöd?

00:31:18: Manchmal vielleicht auch.

00:31:20: Also es hilft ja auch wenn ein Kumpel dir mal sagt, ey bist du eigentlich doof?

00:31:24: Aber um zu bewerten was passiert hier gerade so einen Realitätscheck.

00:31:29: also du glaubst zum Beispiel ich hab das komplett vermasselt jetzt hier Ich bin echt ein Loser und ich krieg mein Leben mich hin.

00:31:35: Und dann kommt ein Freund und fragt, ja, mag er sein, dass du das jetzt so siehst?

00:31:39: Aber weißt du noch als es mir total schlecht ging und ich sowas erlebt habe.

00:31:42: Wie hast du da gedacht, wie ist das zu bewerten?

00:31:44: Ja,

00:31:45: genau!

00:31:47: Das ist glaube auch oft so etwas... Im eigenen Kopf ist man ja Weltmeister darin sich nicht nur komplett runterzumachen sondern auch so komplett überzeugt zu sein, Dass das ja richtig ist oder dass das ja auch stimmt und dass das so, dass es die Realität ist.

00:32:03: Und dann kommt jemand von außen und fragt vielleicht muss das so sein?

00:32:08: Bist du sicher mit dieser Interpretation?

00:32:10: Mir hat letztens eine befreundete Therapeutin total schön gesagt.

00:32:13: Die meinte ja Leon jetzt machst du da deine Hypothesen und machst deine Überlegungen zum Thema was dich gerade umtreibt aber du weißt nicht ob's wirklich so isst.

00:32:22: und das sind erstmal nur Hypothese.

00:32:24: Und du kannst jetzt auch entscheiden, gehst du damit weiter so durchs Leben?

00:32:27: Dass du sagst, boah das hast ja echt vermasselt und da bist du der Loser.

00:32:30: Da bist du echt blöd gewesen und dumm dir selber gegenüber oder sagst ne vielleicht kann ich die... Kann nicht dass auch anders interpretieren, anders bewerten.

00:32:40: Ne Form von... Ich finde eine Form von Unterstützung, die eigentlich wirklich goldwert sein kann.

00:32:45: Total!

00:32:46: Direkt so wie du es beschrieben hast.

00:32:49: Selbst wenn ihr das gleich bewertet.

00:32:52: Also du hast jetzt ein Beispiel gebracht, dass jemand sagt ne siehst du die ist so völlig falsch.

00:32:58: das solltest du anders sehen.

00:33:00: Aber dies fair gewissern auch gleiche Bewertungen sind ja auch so soziale Interaktionen, die einen sehr zusammen bringen.

00:33:10: Total.

00:33:11: So ganz Lappi.

00:33:11: da heißt es ja immer man muss dieselben Sachen scheiße finden in einer guten Freundschaft.

00:33:17: Ja.

00:33:18: Vier Arten um kurz zusammenzufassen Wissensunterstützung Emotionale Unterstützung, instrumentelle Unterstützung.

00:33:25: Jemand tut was, hilft dir Kissen schleppen.

00:33:27: und jetzt zum Schluss diese bewertende Unterstützung.

00:33:29: der Realitätscheck haben wir uns mal angeguckt.

00:33:31: Was wäre für dich so die Liebste?

00:33:33: Also wurde du so denkst das ist dir am meisten wert?

00:33:36: Ja ich weiß es klingt jetzt trivial aber natürlich die emotionale Unterstützung da ich ja eh so ein Bauchmensch bin und vieles aus der Emotion heraus entscheide und nicht wie ein Technokrat über den Geist.

00:33:53: Ich habe sogar mal gesagt, ich merke mir keine Fakten mehr.

00:33:56: Ich merke nur noch Emotionen.

00:33:58: Das war lange Zeit mein Party-Thema mit dem ich in alle möglichen Veranstaltungen reingestartet bin.

00:34:05: Ich kam immer sehr gut an.

00:34:06: Irgendwann habe ich selber geglaubt und ich glaube mittlerweile dass es auch so ist... ...ich bewerte viele Situationen nicht nach Faktonlage sondern emotional.

00:34:17: oft zu meinem Vorderben.

00:34:21: Ja, ist interessant dass du sagst.

00:34:23: Weil ich weiß und wäre jetzt auch netter wenn ich ein anderes sagen würde aber ich habe so das Gefühl bei mir wird doch viel.

00:34:29: diese Wissensunterstützung ja und es klingt erst mal sperrig.

00:34:32: aber wir haben einfach gute Ratschläge.

00:34:35: Ich weiß noch also die haben einfach so geholfen.

00:34:37: ich weiß noch als ich damals diese McKinsey Zeit hatte und dachte Jo Unternehmensberatung Und ich hab dir das hier schon erzählt so schmal spurig und alles durchziehen und Scheulklappen auf und so voll auf Abschlüsse im Lebenslauf Das da alle meine Drei oder vier Mentorinnen gesagt haben Leon, nein.

00:34:54: Und das waren alles Frauen die wie du immer so schön sagst streng genommen ein Stück älter waren quasi eine Generation weiter.

00:35:00: und die haben ja alle gesagt lasst das und das ist ein Trugschluss und du vertust dich und dann isst man ja wie man so ist damit Mitte zwanzig man weiß alles besser.

00:35:08: Und da habe ich einfach schon so oft erlebt, dass mir eine Wissensunterstützung hilft.

00:35:11: Aber muss ich auch sagen in den letzten Jahren Podcast hier... ...dass diese Emotionalunterstützungen so unfassbar wichtig ist?

00:35:17: Ich finde das macht sich ja auch so faszinierend!

00:35:20: Einerseits bist du immer voll auf Wissenschaft konzentriert und wahrscheinlich auch in kleinen Entscheidungen.

00:35:28: Auf der anderen Seite merkt man, dass du sehr emotional bist.

00:35:33: Trotzdem entscheidest du viel Fakten basierter als ich.

00:35:38: Wenn ich es jetzt jemandem erklären müsste, würde ich sagen Leon.

00:35:41: Sieht die Welt wie sie ist?

00:35:43: Ich sehe die Welt, wie ich sie gerne hätte.

00:35:48: Wir sind eine schöne Kombi!

00:35:50: Aber Fakt... der faktenbasierte Wissenschaftler mir beschäftigt die Gewicht da gerade sehr viel für die neue Tour mit der Arbeit hat gerade ganz ausführlich daran dass wir alle denken wir könnten die Realität sehen außer vielleicht dir dass aber oft ein Trugschluss ist.

00:36:06: Egal, bis hierhin gehen wir den nächsten Schritt.

00:36:09: Wir reden über die sozialen Verbindungen und wo die uns vielleicht helfen auf zu blühen, zu wachsen als Mensch?

00:36:15: Ein Forschungsteam aus Singapur in den USA wollte das aus der Wissenschaft, Wissensvermittlung, Wissenunterstützung mal genauer wissen und haben eine Übersichtsarbeit herausgebracht.

00:36:26: Und im Kern ging es dabei um die Frage wie wichtig ist dieses Gefühl Menschen zu haben, auf die wir uns verlassen können Und macht es einen Unterschied?

00:36:33: Wir haben ja gerade schon gesagt, es gibt verschiedene Arten der Unterstützung.

00:36:36: Wie wir von wem da supportet werden und wo wir das Gefühl von Verbindung haben.

00:36:42: So diese Arbeit ist zweitausendfünfzwanzig.

00:36:44: Das in der Wissenschaft immer brandaktuell.

00:36:45: ne man denkt bei einer Tageszeitung hört die so schön Kann doch schon in die Tonne, wenn sie von gestern ist.

00:36:49: In der Wissenschaft wäre eine Studie, die zu zweitausendfünfundzwanzig rausgekommen ist sehr, sehr aktuell im Cyclocity Kilburta erschienen und die haben sechshundertvier Studien zusammengefasst mit Analysen aus mehr als dreißig Ländern.

00:37:01: Und das fand ich sehr interessant so.

00:37:03: Die wollten wissen wo lassen andere uns am meisten aufblühen?

00:37:07: Das erste was Sie finden ist dass das besonders deutlich im Bereich von psychischer Gesundheit und Beruf Passiert.

00:37:16: Also wer das Gefühl hat auf andere zählen zu können, den geht es psychisch tendenziell besser und der kommt auch im Job besser zurecht?

00:37:26: Das passt zur früheren Methanalyse die es schon gab und die ebenfalls gezeigt haben dass eine soziale Unterstützung so verbunden sein mit unserer gesundheit zusammenhängt So, und eben besonders scheinbar deutlich im Bereich psychischer Gesundheit so dieses Gefühl das du Notfall Menschen hast auf die du zählen kannst.

00:37:43: Das könnte dabei helfen mit Stress besser umzugehen und den besser zu regulieren.

00:37:47: Das wäre eine mögliche Erklärung.

00:37:50: Wichtig aber auch dass diese Unterstützung oft ein bisschen indirekt wirkt.

00:37:57: also wenn du das Gefühl hast von anderen besser unterstützt zu werden, achtest du vielleicht auch mehr auf die eigene Gesundheit.

00:38:03: Verhältst dich gesünder kümmerst dich mehr um Gefühle und Emotionen mit denen umzugehen aus den was zu machen, die nicht einfach

00:38:10: wegzudrücken.".

00:38:12: Und das fand ich einfach schon mal ein sehr interessanten Punkt wie wichtig scheinbar im Beruf reden wir gleich noch ein bisschen genauer drüber und in der psychischen Verfassung dieses Umfeld für uns ist wenn das hier so eine riesige Studie herauskommt Man könnte ja jetzt denken, ja psychische Gesundheit das dein Thema ist an deinem Kopf.

00:38:29: Bist du dann schuld wenn es schiefläuft?

00:38:32: Ja Pech gehabt Schränke dich doch mal mehr an also all diese dummen Sätze die man so hört.

00:38:37: Aber dass dabei die soziale Verbindung so eine große Rolle spielt fand ich schon Mal einfach ganz ganz wichtig.

00:38:43: gerade in der Welt wo viele von Einsamkeit erzählen.

00:38:49: Gehen wir noch weiter.

00:38:51: Wichtig ist sagt diese Studie, es ist nicht nur wie viele Unterstützung habe ich sondern auch welche Art bekomme ich von wem.

00:39:00: Bei körperlicher Gesundheit kommt sowohl vor allem darauf an welche Art von Unterstützung wir bekommen und weniger von wemen die kommt.

00:39:07: also da scheint das ganz wichtig zu sein konkrete praktische Hilfe zu kriegen.

00:39:11: Also nicht nur dass dir irgendwie jemand Mut zuspricht Sondern jemand der tatsächlich mit anpackt haben wir eben gesagt instrumentelle Unterstützung

00:39:18: Ja

00:39:19: Tatsächlich

00:39:20: was tut ja

00:39:21: Ja, also wenn du wirklich krank bist und das verändern möchtest dann ist vielleicht nicht so wichtig dass da jemand mit dir sitzt und irgendwie deine Gefühle durchgeht sondern wirklich konkret sagt ey du musst zu der Vorsorgeuntersuchung oder ich fahre dich zum Arzt.

00:39:35: Oder ich bringe die Essen vorbei und gucke mit dir drauf dass du gesündere Gewohnheiten umsetzt.

00:39:41: So kenn' ich total!

00:39:43: Wenn ich das alleine machen wollte mit meiner Gesundheit... Ich mach mehr Sport, ich mache mehr Bewegungen.

00:39:49: wenn ich das mit den Jungs aus der WG mache Ich esse gesünder, wenn ich weiß dass da... ...dass ich mit jemandem zusammen esse und nicht mehr eben schnell im Bordbistro mir irgendwie eine vegane Currywurst reinknalle mit Pommes.

00:40:03: Ja du, ich meine davon hast du ja schon oft erzählt.

00:40:06: eigentlich erzählst du ja, wenn man die Augen sehen könnte aber man spürt sie mit leuchten in den Augen immer von deiner WG.

00:40:12: das ist vielleicht sogar ein super Beispiel Weil immer wenn ihr in der WG was habt, eben auch die negativen Sachen.

00:40:18: Vielleicht sogar wenn einer nie spült und die Sachen wegräumt.

00:40:21: Erzählst du ja trotzdem mit Begeisterung davon?

00:40:25: Und das ist ja so ein schöner Kosmos den ihr da habt!

00:40:29: Dann erzählst Du davon dass ihr mit Teilen der WGE oder vielleicht auch mit erweitertem WG irgendwo im Urlaub wart... ...und immer wenn Du das erzählts kommt immer sofort Sport auch.

00:40:40: Ja und dann streicht das ja alles.

00:40:42: also Ohne deine WG wäre das hier vielleicht alles gar nicht möglich.

00:40:46: Total, ja total!

00:40:49: Wir gehen weiter.

00:40:49: Risikoverhalten.

00:40:51: Man vertut sich aber absurd viele Menschen sterben weil sie sich riskant verhalten.

00:40:56: Ja, Männer

00:40:57: mehr als

00:40:58: Frauen.

00:41:00: Genau, genau, irgendwie dumme Autofahren, Substanzmissbrauch egal you name it.

00:41:06: und beim Risikofalten war es jetzt genau umgekehrt.

00:41:09: Hier war weniger wichtig wie jemand unterstützt?

00:41:12: sondern hier war wichtig, wer dich unterstützt.

00:41:15: Und da waren besonders deutscher Zusammenhang bei Eltern!

00:41:17: Also je stärker Kinder und Jugendliche die Unterstützung ihrer Eltern wahrnahmen, desto weniger Risikoverhalten zeigten sie.

00:41:27: Ich habe gerade letzte Woche mit einer guten Freundin, die Sozialarbeit studiert in eine Einrichtung arbeitende Notschlafstelle für junge Frauen.

00:41:38: Junge Frau und Mädchen.

00:41:39: heißt das dann also wirklich... richtig, richtig junge Menschen.

00:41:43: Die hat mir erzählt und da auch die Forschung mir berichtet fand ich total... Denkt man nicht darüber nach wenn man nicht diese Situation erlebt hat wie oft da Leute durch System fallen und keine Eltern haben.

00:41:56: Ja das denke ich auch.

00:41:58: Und dann landen sie durch alle Netze gefallen am Ende auf der Straße und sind dann keine Ahnung.

00:42:04: Sechzehn Notunterkunft, die sehr zum Glück gibt und wo es auch Support gibt.

00:42:09: Aber wo dir erst mal klar wird... Ja!

00:42:12: ...das Glück hattest wie ich und so was du überhaupt nicht erlebt hast.

00:42:14: Alter, so sehr Eltern genervt haben mit Lass das sei dann zu Hause.

00:42:19: hier ist diese Regel Und wenn du das nicht machst dass das trotzdem auch eine Art von Unterstützung ist Die ganz wichtig ist und wenn das nicht da ist Dass das ein furchtbarer Angriff auf das Kind ist.

00:42:31: Ich denke hier in letzter Zeit so oft darüber nach, weil wir sind beide gesegnet mit einer tollen Kindheit.

00:42:37: Mit Eltern die sich sehr gekümmert haben.

00:42:42: Wir spüren ja auch fast physisch unsere Wurzeln und immer wieder denke ich drüber nach was ist wenn du das nicht hast?

00:42:50: Und gerade zu Asylsuchende die vielleicht aus Gesellschaften kommen die so ganz brutal waren wo es ums nackte Überleben ging Die einfachste Regel, die haben wir als Kinder schon früh gelernt beim Bus fahren oder Zugfahren.

00:43:06: Erst aussteigen lassen und wenn du solche Sachen nicht mit der Mutter mich eingesogen hast dann ist das vielleicht gar nicht Indien?

00:43:18: Dann hast du ein anderes soziales Verhalten.

00:43:20: Das ist auch ganz normal.

00:43:21: Jeder kennt das.

00:43:21: Du willst in der Bahn aussteigern und jemand drängt sich schon mal rein obwohl du noch gar nicht ausgestiegen bist.

00:43:28: Jetzt musst du mir noch kurz helfen mit den Asylsuchenden, weil da ist bei mir so eine Lampe an.

00:43:32: Nein!

00:43:33: Es geht darum wenn du aus Gesellschaften kommst wo das keine Rolle spielte.

00:43:38: Wo es ums Lacktöe über Leben ging.

00:43:40: Wo gar keine Zeit war dass die Eltern sagen... Wenn du aus einem Krisengebiet kommst wie Syrien zum Beispiel.

00:43:48: Wo wäre da Platz?

00:43:49: Dass sie Eltern sagen ja erst mal aussteigen lassen.

00:43:52: Okay kauf ich.

00:43:53: aber Wir haben ja auch darüber gesprochen am Samstag, weil wir da beide gleichticken.

00:43:58: Es geht bei mir so ein bisschen die Alarmlampe an, die ich einfach... Die wir beide in letzter Zeit viel zu oft spüren, dass man so denkt, ah ja kommt ja aus dem Krisengebiet deswegen konnte der gar nicht mehr.

00:44:07: Andere sagen

00:44:08: wir mal andere.

00:44:08: Und das sieht ja aus, wie lässt man jemand aus der Bahn aussteigen?

00:44:11: Anderer Kulturkreis.

00:44:12: Ja aber eigentlich weiß!

00:44:13: Ich war in so vielen Kulturkreisen ob es Japan war, ob es Iran war, Ob's Kolumbien war.

00:44:20: Mir geht es doch um was anderes, Leon.

00:44:23: Mir geht's ja darum dafür Verständnis zu haben.

00:44:27: Wenn du aus der Gesellschaft kommst... Nee aber

00:44:29: ich wollte ja gerade sagen die Leute dort da wird aussteigen gelassen zum Teil tausendmal netter als irgendeinen Bern, der gerade den sieben, grade siebundzwanzig WhatsApp-Status sich überlegt hat im RAE Sieben.

00:44:40: Und was Deutschland kommt?

00:44:41: Punkt für dich!

00:44:42: Ich hätte um das ganze zu relativieren jetzt wahrscheinlich zehn Beispiele und eben auch den deutschen Kleingärten annehmen sollen.

00:44:50: Richtig hast du

00:44:51: recht?!

00:44:53: Ja...

00:44:54: Es ist so dieses.

00:44:55: deswegen bin ich da so alarmiert weil ich da Zeit dat Gefühl hab' und da is jetzt keine Besserwisserei und ich kenne ja auch selber dass man sich dabei so ertappt.

00:45:01: euch denkt dann einfach oft shit Und du hast es ja genauso gemacht, wie es dann oft gemacht wird.

00:45:06: Es wird so eigentlich was wohlwollend eingeleitet.

00:45:08: nach dem Motto habe ich Verständnis für?

00:45:10: Wenn Du aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland kommst, ist vielleicht nicht dein erstes Thema dass man jemand aus dem Zug aussteigen lässt und sich da pöbelhaft verhält.

00:45:17: Ich wollte das

00:45:21: größtmögliche Unterschied haben!

00:45:22: Ich hätte auch irgendeine Familie wo die Eltern vielleicht ein bisschen entwurzelt sind in Deutschland nehmen können oder... Aber ich wollte den größten Kontrast haben, weil wir beide stammen aus offensichtlich sehr heilen Familien und haben da einfach Glück gehabt.

00:45:42: Und wenn du dieses Fundament nicht hast, dann werden viele Dinge auch schwieriger?

00:45:47: Dann hast du eine andere soziale Interaktion.

00:45:49: Das war meine eigentliche Information.

00:45:50: Ja safe!

00:45:51: Also hundertprozentig.

00:45:52: Ich bin sofort dabei.

00:45:56: um jetzt nochmal zu der Studie zurückzukommen, das fand ich einfach... Da denkt man nicht über nach Toll, wenn du Freundinnen und Freunde hast, die dich unterstützen.

00:46:04: Aber wenn ich an mich mit sechzehn oder so denke, gerade wenn es um Risikoverhalten ging... als wir nachts ins Heidebad eingebrochen sind, mit Teilen dieser WG.

00:46:12: Das war mal selbstverständlich, dass wir da durch den Wald, also die Heide mussten in Soligen Olegs und dann war da so ein Zaun halt um einen Freibad drum herum alle über diesen Zaun.

00:46:21: Ich würde sagen der eine oder andere Alkohop im Vorfeld war auch im Spiel und dann ist einer ich sage jetzt den Namen nicht meiner engsten Freunde auf diesem Zaun drauf und hatte nur Chucks an und der Rest ist irgendwie halb drüber gesprungen.

00:46:32: aber der stand kurz auf dem Zaun obendrauf so ein zweieinhalb Meter höher und du kennst diese Zäune Freibäder herum sind.

00:46:39: Oben haben ja noch so fiese Dinger drauf, nicht jetzt so extra Zacken.

00:46:43: aber diese Stangen gehen so an und dann sind beide, beide Chucks durch dieses Stangen durchgerutscht und der hatte beide Füße wie Jesus ans Kreuz genagelt durch Burt Blutend, es war alles voller Blut.

00:46:56: Was machen wir nicht?

00:46:57: Ja lass mal verbinden und zurück nach Hause.

00:46:58: und hier weiß ich beim Nachtwerter entschuldigen Nein Wir klettern alle zusammen auf den fünf-Meter-Turm Und springen mit diesen voll gebluteten Chucks und Füßen noch in dieses Wasser von da oben.

00:47:09: Da wird für mich klar Beim Risikoverhalten Toll wenn du da Freunde hast die gewissenhaft sind.

00:47:14: aber gut In meinem Alter oder in meinem Fall zumindest noch viel wichtiger Thema wäre unterstützt dich eigentlich wie dass Ich der Eltern hatte die dann gesagt hätten, lass das.

00:47:25: Gut dass sie nicht dabei waren, sagen wir mal so.

00:47:28: Aber ich hatte auch Eltern die gesagt haben lasst das.

00:47:31: und trotzdem wäre ich ja mit den Chucks gewesen.

00:47:33: Ja, das ist vielleicht auch dann der Punkt, dass man sich nicht an all das hält was von den Eltern kommt und seine Grenzen austestet.

00:47:39: Aber wie

00:47:39: ich es habe später eingesehen, dass sie Rechte hatten?

00:47:44: Das ist ja leider dann oft so.

00:47:46: Vor allem wenn man selber irgendwann Eltern ist, merke ich ja jetzt in meinem Umkreis, dann sagst du den Kindern dasselbe.

00:47:50: Manche von denen die damals mit ins Heidelbad eingebrochen sind haben jetzt Kinder und sagen denen quasi das Gleiche was unsere Eltern uns damals gesagt haben.

00:47:58: Berufliche Leistung fand ich noch einen spannenden Aspekt.

00:48:02: auch bei der beruflichen Leistung war nicht die konkrete Art der Unterstützung wichtig sondern wieder von wem kommt sie?

00:48:09: Also schon wie beim Risikoverhalten.

00:48:11: Unterstützung innerhalb Deine Arbeit, zum Beispiel von Kolleginnen vom Vorgesetzten und durch andere Personen außerhalb von der Familie.

00:48:21: Stärker mit beruflicher Leistung zusammen als Unterstützung durch die Familie oder Freundinnen und Freunde beziehungsweise Leute, die so sehr nah an dir dran sind.

00:48:29: Das fand ich ganz interessant weil man könnte ja erstmal denken bei beruflichen Problemen war toll wenn meine Mutter einen Tipp hat oder meine beste Freundin oder mein Ehemann.

00:48:37: aber Tatsächlich denke ich oft, wir sind ja nicht bei der Arbeit von unseren Liebsten dabei.

00:48:44: Die kommen nach Hause, die kotzen sich aus über den nervigen Chef oder über die eine blöde Kollegin.

00:48:49: aber du bist ja nicht dabei!

00:48:50: Du machst diesen Job nicht, du weißt nicht wie das ist und deswegen kann ich mir sehr gut vorstellen... ...wie wichtig das ist?

00:48:56: Nicht nur dieses Zuhause zu haben wo du dich auskotzen kannst und dir Tipps bekommst oder sonst irgendwas sondern auch gerade im Beruf selber in Umfeld da ist was dich unterstützt.

00:49:04: Ja Ja, liegt auf der Hand.

00:49:07: Ich glaube da muss man gar nicht viel zu erklären.

00:49:09: ja

00:49:11: Genau Fassen wir das Ganze also zusammen.

00:49:15: diese Meta-Analyse zeigt Ey es gibt verschiedene Arten von Unterstützung die haben wir eben schon auseinander genommen und dann ist scheinbar auch wichtig dass sich Von verschiedenen Leuten ja Unterstützung bekommen kann in diesen Bereichen.

00:49:29: Und das ist vielleicht gut, wenn ich sage, ich habe zwar meine Partnerin zu Hause bei der kann ich mich auskotzen, wenn es um den Nerv bei der Arbeit geht.

00:49:36: Aber dass es vielleicht auch noch ein größerer Pluspunkt wäre, wenn nicht bei der Arbeit jemand hätte mit dem ich mich dazu austauschen kann und vielleicht nochmal ganz anders bei der psychischen Gesundheit zu sagen.

00:49:46: Ich trage das die ganze Zeit mit mir rum und mache nicht auf.

00:49:49: Vielleicht für sich selber zu gucken okay gibt's da einen guten Freund dem ich das mal erzählen würde wenn das vielleicht gerade nix ist was sich mit meinem Partner zu Hause besprechen möchte oder noch nicht kann, dass wir das für uns auseinander nehmen.

00:50:02: Und eine Metaanalyse ist natürlich die Zusammenfassung von riesigen Daten.

00:50:06: setzen und oft sind das korrelative Daten wo man dann nicht weiß geht es jetzt jemandem psychisch besser weil der sich mit anderen verbunden fühlt oder sind die Leute, die sich mit anderen Verbunden fühlen einfach psychisch besser drauf.

00:50:19: Das kann ja ein Henne-Eye-Problem sein und trotzdem glaube ich das in so einer großen wissenschaftlichen Arbeit immer was steckt wenn wir hingehen.

00:50:27: uns sagen ey für mich selber wo fange ich vielleicht an besser zu verstehen wie Unterstützung für mich funktioniert indem ich das so ein bisschen zerlege.

00:50:34: Das ist das, was für mich total hängengegangen ist.

00:50:37: Weil ich habe mich im Alltag noch nie gefragt in welchen Bereichen krieg' ich eigentlich... weil es auch unterschiedliche Arten von Unterstützung gibt, von wem wie Support oder eben auch nicht und mir fehlt da etwas und ich gehe da bisher drüber hinweg.

00:50:49: Verstanden.

00:50:52: Bleibt jetzt die große Frage haben wir versprochen.

00:50:57: Wie kriege ich denn jetzt eigentlich das Hin dieses Aufblüren durch Verbindung?

00:51:04: vielleicht wieder zu stärken.

00:51:05: Gerade dann, wenn ich das Gefühl habe, kennen auch viele so in der Schulzeit nachts ins Freibad einbrechen und in der Ausbildung hat man automatisch seine Kumpels und Freundinnen um sich herum.

00:51:15: Man macht von Donnerstag bis Samstagwatt und am Montag sieht man sie schon wieder an der Schule.

00:51:20: Ich finde oft so, wenn dann die Jahre ins Land gehen... Dann lebt sich das so automatisch auseinander.

00:51:26: Dann zieht ihr eine dahin und dann muss ich nach Berlin um meine besten Freunde wieder zu besuchen.

00:51:32: Da habe ich heute in Vorbereitung einen schönen Artikel gelesen, eine ältere Ausgabe der Süddeutsche war dass die Überschrift ist Feier deine Geburtstage.

00:51:43: Und wenn man diese Überscript liest weiß man schon direkt was gemeint ist.

00:51:49: Da geht es jetzt nicht nur um dein Geburtstag, aber ab und zu Ereignisse entweder erzeugen oder auch wirklich mal feste Feiern wie sie fallen.

00:51:58: Weil da sofort Interaktion stattfindet.

00:52:00: Es ist kein Allheilmittel, aber das kann mir als erstes des Weges heute Morgen, wenn ich mich vorbereitet habe.

00:52:07: Und da steckt viel drin!

00:52:09: Es geht jetzt nicht um den Geburtstab... und viele kleine andere Sachen.

00:52:12: Und tatsächlich stelle ich hier bei uns in der Beziehung auch fest, dass mein Spatzel sich da mehr darum kümmert um unsere sozialen Verbindungen als ich.

00:52:22: Also ich denke, dass ich natürlich da ein ganz guter Kommunikator bin und es ist halt wie immer was los wenn der Arzt aufdacht.

00:52:30: aber vieles lasse ich auch so aus Schlurigkeit links liegen.

00:52:36: Du weißt was ich meine, oder?

00:52:37: Also

00:52:38: können sich jetzt glaube ich viele viele auf ein Unterarm tätowieren.

00:52:42: Ich würde vermuten einer großen Erhebung würde rauskommen dass das mehr Männer als Frauen sind.

00:52:47: Ja!

00:52:48: Hundert Prozent und auch so also komplett... Und auch Selbstbeobachtung aus der Vergangenheit.

00:52:55: Man kann dann in so einem Fairwasser des Haar der andere, der kümmert sich um Ja guck mal die Dings hat Geburtstag lass mal hingehen haben wir schon geschenkt.

00:53:01: ja ich besorg ein.

00:53:03: Kann man also mitfahren?

00:53:04: Ja über nächstes Wochenende ist ja noch Die Ausstellung.

00:53:07: lasst doch mal hingehend.

00:53:08: die anderen gehen auch hin und da ist man als Stiegeliger Typ So ja okay und wenn man dann so eh so ein bisschen weniger diesen sozialen Drang hat weil man vielleicht auch mit sich alleine bisschen besser klarkommt, da kann man das so komplett auf die Schultern von der Frau legen.

00:53:24: Ist aber eigentlich natürlich total dumm

00:53:26: weil

00:53:27: erstens unfair ist einfach unfair wieder mal klassisch wie unsere Mente loadfolge damals.

00:53:32: und zweitens glaube ich wirklich dass es das ist total auch eine Thema was schulden wir uns selber?

00:53:38: letztens besprochen das ist auch ne Verantwortung dir selber gegenüber ist ey guck doch mal wo du denn sozial Bock drauf hast und mach vielleicht auch mal selber vorgeschläge in der Liebesbeziehung Weil dann kann die andere Person auch mal sagen, oh cool da hatt ich jetzt vielleicht gar nicht auf dem Radar.

00:53:51: Dann komm' ich mal da mal mithin und äh safe!

00:53:54: Hundertprozentig!

00:53:55: Das Schlimmste

00:53:55: ist das sogar bei Freunden, die eigentlich viel mehr meine Freunde sind als ihre.

00:54:04: Ja, ja da

00:54:05: ist er.

00:54:06: Ihr habt letztens so ein kleines Video gesehen, also furchtbar dass man heute so all sein... ganz viele Wissensideen und so Impulse aus Real-Zart ey Traurig.

00:54:16: Aber das habe ich gesehen und es hatte mich sehr abgeholt, weil... Ja da war so ein Vater der so erklärt hat, genau besser als nix, der so gesagt hat ja ich hab immer versucht für den Familien-Urlaub einen Hotel zu buchen oder einen Restaurant rauszusuchen wenn wir abends essen gehen wollten Und das war nie gut genug und dann hat's wieder irgendwie einem Kind nicht geschmeckt.

00:54:37: Dann hab' ich einfach irgendwann gelassen So und dann macht sie das halt.

00:54:40: Das ist ja glaube ich, das kennt viele.

00:54:42: Da kam aber, dass er erst später gecheckt hat.

00:54:45: Was Sie eigentlich alles noch mehr mit bedenken?

00:54:47: Ja!

00:54:48: Nach dem Motto, ja es ist ja schön und gut dass du dann Hotelraussuchst für den Familienurlaub.

00:54:52: Aber hast mal drüber nachgedacht das sie da gar keinen Bock auf uns haben mit unseren drei schreienden Kindern und deswegen haben wir jetzt hier eine blöde Zeit weil jeder zweite am Pool wo die in Ruhe sitzen wollen uns einen Schräg anguckt werden die Kinder spielen.

00:55:03: Ja natürlich wird das ein Dover-Urlaub weil Du wieder nur die Hälfte bedacht hast

00:55:06: oder?

00:55:06: Das ist

00:55:07: ja schon gut dass Du gesagt hast lass uns doch mal da essen gehen.

00:55:10: aber unser eines Kind hat ne weise nicht Intoleranz gegenüber dem.

00:55:13: der Zweite hat gerade Durchfall und kann ja gar nicht am Tisch sitzen hier in irgendeinem Restaurant.

00:55:20: und dann kannst du natürlich wunderbar sagen, ja ich mache ja immer Vorschläge, klappt nicht.

00:55:24: Genau was du sagst also wir halten fest Geburtstag gefeiern und das sind schon mal unsere ersten

00:55:30: Beiträge.

00:55:31: Also die Überschrift und Platzhalter für vieles andere.

00:55:35: Ja und sich selber darum kümmern.

00:55:37: Es ist ja schön und gut wenn du da im Fährwasser fährst aber vielleicht auch selber mal was tun.

00:55:42: Ich habe wieder etwas sperriger Empfehlungen vom CDC Center for Disease Control and Prevention.

00:55:49: Das sind die Gesundheitsbehörde aus den

00:55:51: USA.

00:55:53: Und ist ja erstmal komisch, weil es geht ja hier um soziale Beziehungen.

00:55:57: Aber wir haben ja bisher in Aufverstanden wie wichtig das für uns ist und wie belastend das sein kann wenn das fehlt.

00:56:02: deswegen finde ich es eigentlich so hier Richtung Ende ganz schön nochmal zu hören eine Gesundheitsbehörde sagt Leute das könnt ihr tun und da sind jetzt einfach Kleinigkeiten.

00:56:10: aber ich fand dass ne schöne Aufzählung um Kontakte aufzubauen und zu pflegen Gerade weil das ja nicht immer einfach ist.

00:56:16: Und die sagen als erstes, eh meldet euch bei Menschen.

00:56:20: Ja!

00:56:20: Nehmt euch bewusst Zeit dafür, die Leute anzurufen den zu schreiben und manchmal reicht ja schon so was wie.

00:56:26: hey ich musste gar da nicht denken.

00:56:27: Wie geht's ihr eigentlich?

00:56:29: So es gibt ja gerade eine Plakatkampagne in Deutschland habe ich gestern hier noch in Berlin gesehen macht online Pausen unter zwei Jungs die irgendwie so umarmt irgendwie am Strand entlang gehen als Freunde die gerade einen guten Moment haben.

00:56:43: Da denke ich so ey das ist unsere Zeit dass man muss uns wieder sagen, Leute, Handy mal weg und meldet euch.

00:56:49: Und es ist so eine Kleinigkeit aber einfach Finger an die eigene Nase.

00:56:53: Ja wann hasse dich denn das letzte Mal bei der Freundin aus dem Studium oder aus der Schulzeit gemeldet mit der du nachts ins Freibad eingebrochen bist?

00:57:00: Wie lang haste von dir nichts mehr

00:57:01: gehört?".

00:57:02: Und dann musst du dich nicht wundern wenn du vielleicht in den Bereich Thema soziale Unterstützung Verbundenheit einfach ein bisschen was versannen

00:57:12: hast lassen.

00:57:13: Weißt

00:57:13: du ich meine?

00:57:13: Dann sagen die konzentriert euch nicht nur auf eine Person.

00:57:19: Du brauchst unterschiedliche Beziehungen, wenn wir uns das vorstellen wie Netz nochmals immer der Luxus Wenn man viele Verbindungen hat aber wenn du ne Chance siehst die aufzubauen toll Das ist dann vielleicht deine Familie.

00:57:31: das können aber auch genauso gut Schulfreunde und Freunde sein einen Kollege Aber auch eine Nachbarin.

00:57:37: Also dass du einfach sagst da ist nicht nur diese eine Person weil stell dir vor da geht mal irgendwas in die Brüche oder diese Personen Stimmt vielleicht irgendwann dann fehlt dir was.

00:57:47: und deswegen zu gucken, ich will gar nicht sagen dass es da keinen zu viel gibt.

00:57:52: Wenn du jetzt nur noch damit beschäftigt bist die ganze Zeit im Connection zu sein, dann ist wahrscheinlich auch so Social-Battery einfach irgendwann brennt quasi aus und du kommst mit dir alleine gar nicht mehr.

00:58:01: klar.

00:58:01: aber das wahrscheinlich viele von uns eigentlich eher da sitzen und sagen boah ein bisschen mehr Verbindung also es übrigens auch wieder eine Sache dich bei Väter in meinem Umfeld

00:58:09: bekommt.

00:58:09: ja also

00:58:10: so Väter von Freunden Das sind oft die, die dann eben keinen Kontakt mehr zu ihren Schulfreunden haben.

00:58:15: Die Mütter sind da oft ganz anders noch so.

00:58:17: Das ist nur meine anekdotische Beobachtung.

00:58:19: Ja, anekdotisch sitzen die Väter da und überlegen wie heißt er nochmal diese Freundin?

00:58:25: Die meiner Tochter, die sich schon seit zehn Jahren hat.

00:58:31: Und nennen sie dann selbstbewusst Marie obwohl sie Lisa heißt.

00:58:37: Alles schon erlebt ja!

00:58:40: Ja.

00:58:40: Wenn man neue Kontakte sucht, nächster Punkt sagen die, ey guckt vielleicht gar nicht so sehr danach jetzt direkt Freundschaften zu finden sondern erstmal gemeinsame Aktivitäten und das fand ich auch total plausibel.

00:58:52: wenn du jetzt losziehst, siehst untersitzt und denkst boah wo finde ich jetzt die beste Freundschaft der dir fällt?

00:58:56: nicht vom Himmel.

00:58:57: aber wenn ich anfange Dinge mit Menschen zu tun ob das jetzt eine irgendeine Sportart ist die man zusammen macht ob da ein Kochkurs ist ob du dich für Surfcamp anmeldest in die Hundeschule gehen I don't know.

00:59:09: In dem Moment wo du Sachen zusammen machst, gibst die Wahrscheinlichkeit das was draus wird.

00:59:14: Ich will dir jetzt das Thema Liebe heute nicht aufmachen aber so oft erlebe ich Leute diesen Single und irgendwas kann ich tun und ich lerne keinen kennen und die ganzen Dating-Apps helfen dich noch nicht.

00:59:22: Ja Alter!

00:59:23: Was glaubst Du denn dass du dich vom Sofa aus verliebst?

00:59:26: Ja, ja

00:59:28: machen.

00:59:29: Ins Handeln.

00:59:30: Gelegenheiten schaffen genau.

00:59:32: Plattformen von größern.

00:59:34: Ja, ich bin jetzt in dem Alter wo man angeblich nicht mehr so viele Freundschaften schließt.

00:59:40: Ich habe einen Nachbarn der ist super nett und irgendwann haben wir mal gesagt, ach wir gehen mal zusammenspazieren, da bleibt es jetzt

00:59:50: auch.

00:59:51: Aber

00:59:52: jetzt in der heutigen Folge direkt gleich nach dem Auflegen werde ich mich bei ihm melden.

00:59:58: Man zeigst du den in den Meteoriten?

01:00:00: Ja,

01:00:00: genau.

01:00:01: Das ist der Plan da langzugehen und die Story jetzt... Ah das wird meine Top-Story!

01:00:08: Obwohl wir haben uns letztens als so heiß war lief ich hier in Unterhose rum und ich dachte spazen wir nochmal hochgekommen um was ich irgendwas vergessen hätte reißte die Tür auf Und das stand mein Nachbarn dann davor weil er mir irgendwas mitteilen wollte und ich stand da in unterhose.

01:00:22: also wir sind uns vielleicht schon näher als wir beide denken.

01:00:25: ja

01:00:26: Gut, aber beim Masseldilf doch eher eine Freude.

01:00:29: Ja ich hätte vorher einen Atem so.

01:00:35: Wir fassen zusammen bevor der letzte Punkt kommt der für mich eigentlich in diesen Tagen mit der wichtigste ist.

01:00:41: wir haben uns verschiedene Arten von Unterstützung angeguckt dass man emotional unterstützen kann aber auch instrumentell das man dass man vielleicht an vielen Stellen Wissen weiter gibt oder bewertend mit zum Reality-Check der Person hilft.

01:00:54: Und die Meta-Analyse, die wir danach bearbeitet haben hat gezeigt es ist vielleicht auch spannend mal zu fragen nicht nur in welchen Bereichen bekomme ich Unterstützung das war also der erste Teil sondern auch von wem.

01:01:05: und dazu gucken für sich selber nochmal meta-analyse große Mittelwert das kann für dich selber ganz anders aussehen.

01:01:11: habe ich die passende personen Für die passenden unterstützungen?

01:01:16: und da wir uns dann nicht einfach dass aussuchen können sondern was dafür tun müssen haben wir gerade eben Eine Reihe von Kleinigkeiten besprochen, wie man vielleicht dieses soziale Verbundensein noch mal stärken kann.

01:01:26: und der letzte für mich eigentlich schönste Punkt, der nochmal viel, viel Forschung enthält ist.

01:01:33: Wir wollen Unterstützung haben und wir wollen verbunden sein und wir wollten daraus was

01:01:37: ziehen.

01:01:37: ja

01:01:38: aber es gibt immer wieder Untersuchungen die zeigen Leute dreht es auch um dreht es auch

01:01:45: unbedingt die

01:01:46: Unterstützung.

01:01:48: Also wenn du ein Freund haben möchtest, sei selber einer.

01:01:52: Ja, ja.

01:01:55: Studie mehr als drei tausend ältere verheiratete Menschen wo die Partnerin oder der Partner beeinträchtigt war und diejenigen, die mindestens vierzehn Stunden pro Woche gepflegt haben hatten in geringeres Sterberesiko als diejenigen die keine Pflege leisteten.

01:02:10: Noch eine Studie, also einfach mal so einen Eindruck zu geben.

01:02:13: Ältere Erwachsene wurden erst mal gefragt wieviel soziale Unterstützung bekommst du?

01:02:17: und dann wie viel Unterstützung gibts du?

01:02:20: Aber andere!

01:02:21: Und es war ne Langzeithuntersuchung.

01:02:23: die wurden fünf Jahre lang begleitet und interessanterweise zeigte sich am Ende kein Zusammenhang zwischen dem erhalten von sozialer Unterstützung.

01:02:30: Also ich kriege was und sterbe Risiko.

01:02:33: Aber wer dem eigenen Partner oder der Partnerin emotionale Unterstützung gab, oder Freundinnen und Nachbarn verwandten ganz praktisch half zum Beispiel durch materielle Unterstützung vielleicht auch mal finanzielle Unterstützung.

01:02:44: Der hatte ein geringeres Sterberisiko.

01:02:46: ja da gibt es einfach viele Bereiche Suchterkrankung Alkoholabhängigkeit wo Forscher zeigen konnten Wenn Menschen, die trocken sind, anderen alkoholabhängigen Menschen dabei helfen nicht zu trinken.

01:03:00: Sank auch bei denen, die geholfen haben, die Wahrscheinlichkeit von einem Rückfall.

01:03:04: Ja ja.

01:03:04: So, doch mal.

01:03:05: das sind jetzt alles einzelne Punkte!

01:03:07: Aber du hast einfach viele, viele Studien, die darauf hindeuten dass es ein Pluspunkt sein könnte.

01:03:12: wenn du sozial verbunden sein willst macht das selber auf.

01:03:15: Stell dir bitte

01:03:16: an,

01:03:18: Nüchtern die Frage am besten morgens vom Spiegel Nicht angeltungen, nüchter in die Frage.

01:03:24: Möchtest du mit dir selbst befreundet sein?

01:03:28: Ganz wichtige frage.

01:03:30: und nicht schön reden sondern das führt garantiert dazu dass so über ein paar punkte nachdenkst.

01:03:38: ich glaube es ist eine ganz elementare frage möchtest Du mit dir Selbstbefreunde zahlen?

01:03:43: Und wie gesagt Jetzt Schummel Dir das nicht Schön Sondern Versucht hat immer Einigermaßen Mit Beleuchtung Abzutasten.

01:03:53: Und was würdest du für dich sagen?

01:03:57: Manchmal schwierig, manchmal gut.

01:04:00: Also ich hab noch Luft ganz klar.

01:04:02: Ja.

01:04:03: Ganz klar.

01:04:05: Da gibt's noch einiges.

01:04:06: so verbessern aber dann natürlich volles Brett.

01:04:12: Dann best friends forever!

01:04:15: Würde ich nämlich auch so sagen, dass das eigentlich eine schöne Vorstellung ist, sich befreundet zu sein und dass das besser geworden ist bei mir.

01:04:25: Früher hätte ich da entweder gar nicht über nachgedacht oder wahrscheinlich, wenn ich das so ganz ehrlich beantwortete eher auch Zweifel gehabt.

01:04:33: Aber ganz konkret ... Wenn ich jemanden anrufe und frag, wie geht's dir eigentlich damit?

01:04:41: Dass gerade jemand in deinem Umfeld psychisch vielleicht nicht so gut drauf ist.

01:04:44: Also klingt ja zu blöd.

01:04:45: aber wenn dich das Gefühl hat Boah, da bin ich für jemand anders da!

01:04:49: Und Teil von seiner sozialen Unterstützung dann Ganz stumpf klingt jetzt so blöd, aber ich mache es ja nicht aus dem Egoismus heraus.

01:04:56: Aber dann merkst du einfach wie gut sich das für dich selber anfühlt und dass in der Momente wo ich so denke yo da wäre Ich froh mit mir befreundet zu sein weil weil ich glaube dass wir das zu selten machen.

01:05:06: Ja an dieser stelle möchte ich ein film empfehlen den hast Du schon gesehen oder nicht?

01:05:13: benches of initiative.

01:05:17: hast Du den gesehen

01:05:18: habe?

01:05:18: Ich habe eine Idee.

01:05:21: Man setzt sich auf eine Bank und fängt an mit jemandem zu sprechen?

01:05:24: Nein, es geht um so eine ganz kleine irische Insel wo zwei Freunde... Ja also ist eine starke Freundschaft von einem älteren Mann.

01:05:35: Das ist eigentlich viel bei uns nur dass der Jüngere nicht so schlau ist wie der Ältere.

01:05:41: Also da ist der Unterschied.

01:05:42: So, Benchies of Inisherine.

01:05:44: Die Insel heißt Inisherin.

01:05:45: Benchys sind ja so Geister-Engel und so weiter.

01:05:49: Achso!

01:05:50: Ich hab verstanden

01:05:51: Benchie?

01:05:52: Ja okay.

01:05:54: Und äh... Der Ältere sagt irgendwann aus unerfindlichen Gründen ich möchte mit dir nicht mehr befreundete Zahl.

01:06:01: Was dann passiert seht ihr wenn ihr den Film seht einer der beeindruckendsten Filme für mich im Kammerspiel.

01:06:07: aber letztendlich

01:06:08: warum sagt er das?

01:06:10: Das darf ich nicht verraten.

01:06:14: Immer wenn du mich jetzt ansprichst, schneide ich mir den Finger ab und mach das auch.

01:06:20: Und hervorragend besetzt ein Wahnsinnskammerspiel!

01:06:24: Das musst Du sehen wirklich Leon!

01:06:29: Ich tippe gerade schon.

01:06:30: Ich habe hier meine Notiz Lesen hören checken.

01:06:33: Sagt alles ab für heute.

01:06:35: Hol den kleinen noch von der Kita ab.

01:06:38: Ich muss um fünfzehn Uhr bei der Kita sein, aber da guckst du mir das heute Abend im Bett an!

01:06:42: Ja schön okay die Finger abschneiden

01:06:45: und der Film ist ein wunderbarer Anstoß in Sachen soziale Interaktion.

01:06:51: deswegen passt er wunderbar zu unserer heutigen Folge.

01:06:55: dann wünsche ich dir und uns allen dass wir Aufblühend durch Verbundenheit in dem absoluten Bewusstsein, wie schwer das ist und wie furchtbar es ist wenn man das nicht hat.

01:07:05: Wir haben heute ganz viel Forschung dazu erzählt die hoffentlich hilft dass ein bisschen besser für sich selber zu verstehen und einzuordnen Und vielleicht zum ende hier Das bewusst sein.

01:07:16: jo du wärst gern mit anderen verbunden aber du bist auch verbindungen

01:07:19: Ja

01:07:20: Für andere und das immer auf dem Radar zu haben.

01:07:23: ich

01:07:24: ja Du kannst die verbindung sein

01:07:26: Genau, du kannst die Verbindung sein und dass da was zurückkommt.

01:07:29: Also das fand ich eigentlich mit die schönste Vorstellung auf der Suche vielleicht auch manchmal danach was uns Menschen so im Kern gleich macht.

01:07:40: Und ja!

01:07:41: Du kriegst sie fünfhundert Euro von mir.

01:07:43: So

01:07:45: Leon mach's gut Tschüss

01:07:56: Jetzt abonnieren auf Spotify, dieser iTunes und überall wo es Podcast gibt.

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